Galveston – Die Hölle ist ein Paradies (2018)

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Originaltitel: Galveston
Regie: Mélanie Laurent
Drehbuch: Jim Hammett
Kamera: Dagmar Weaver-Madsen
Musik: Marc Chouarain
Laufzeit: 94 Minuten
Darsteller: Ben Foster, Elle Fanning, Lili Reinhart, Adepero Oduye, Robert Aramayo, Maria Valverde, Beau Bridges
Genre: Drama, Thriller, Literatur
Produktionsland: USA
FSK: ab 16 Jahre

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Roy ist Profikiller und lebt irgendwie am Limit: Drogen und die Angst vor Lungenkrebs begleiten ihn durchs Leben. Für den in schmutzige Geschäfte verwickelten Stan  erledigt er so manch Drecksarbeit. Doch bei seinem letzten Auftrag geht einiges schief und er wird zur Flucht mit der jungen Prostituierten Rocky gezwungen,  die noch dazu ihre kleine Schwester mit hineinzieht. Ausgerechnet Roys Heimatstadt Galveston wird zum letzten Zufluchtsort für das ungleiche Trio, das von Stans Killern gejagt wird …

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Was für ein Film! Ohne jegliche Spezialeffekte, sondern nur mit atemberaubenden Schauspielerleistungen kann dieses Drama uneingeschränkt auftrumpfen. Es ist unglaublich, und aus meiner Sicht schon oscarreif, wie Ben Foster seine Rolle in diesem Drama meistert. Schon nach den ersten Minuten weiß man, was dieser Film bietet. Ein intensives Drama, dass einem wirklich den Atem nimmt. Ruhig und intensiv, aber dennoch mitreißend und voller Action. Es ist ein wirklich gelungener Genremix, den Mélanie Laurent nach einem Drehbuch von Jim Hammett in Szene gesetzt hat. Jim Hammet hat das Script nach seiner eigenen Romanvorlage (die er unter seinem richtigen Namen Nic Pizzolatto veröffentlicht hat) verfasst und dürfte den meisten Film- und Serienfanatikern durch seine Vorlage für „True Detectives“ bekannt sein.

„Galveston“ ist in erster Linie ein Roadmovie, in dem sich aber neben einer actionreichen, teilweise gewalttätigen Handlung auch ein Drama und eine sehr poetische und nachdenklich stimmende Liebesgeschichte verbirgt. Gerade letztere hat es mir persönlich angetan und mich sehr gefesselt und emotional berührt. Ein Hauch von „Lolita“ vermischt sich mit dem dramatischen Lebensabschnitt der beiden Protagonisten, die sich ihre Zuneigung nicht immer direkt zu verstehen geben. Genau das macht aber den Reiz jenes Aspekts dieses Films aus. Man fühlt und leidet mit den beiden, fühlt sich schlecht und glücklich gleichermaßen und beginnt immer wieder einen Hoffnungsschimmer inmitten all der sinnlosen Gewalt zu entdecken. „Galveston“ hätte gut und gerne auch aus der Feder von Larry Brown stammen können, der seinen Protagonisten ähnliche Steine in den Lebensweg legt. Die Lebensumstände erscheinen auch hier hoffnungslos, aber dennoch steckt der Plot seltsamerweise irgendwie doch voller Hoffnung. Es ist eine Gratwanderung, die sowohl schauspielerisch als auch inszenatorisch absolut gelungen ist.

 „Galveston“ ist, wenn man sich darauf einlässt beziehungsweise einlassen kann, ein unglaublich emotionaler Film, der noch lange im Gedächtnis haften bleibt. Der französischen Regisseurin Mélanie Laurent rechne ich hoch an, dass sie den Stoff konsequent ohne Hollywood-Touch inszeniert hat und schonungslos auf ein Ende hinarbeitet, mit dem der Durchschnittskinogänger mit Sicherheit nicht rechnet. Alleine aus diesem Grund, und natürlich den fulminanten Leistungen der Schauspieler – allen voran Ben Foster – ist „Galveston“ ein absolutes Muss für Filminteressierte. Diesen Film kann ich ohne Einschränkungen zu den Streifen zählen, die ich mir vierundzwanzig Stunden nach der Erstsichtung sofort wieder ansehen könnte. Energiegeladen und eindringlich, mit diesen beiden Wörtern lässt sich die Atmosphäre von „Galveston“ vielleicht am besten beschreiben. Der Spannungsbogen des Films entwickelt sich nach einem kurzen Intro, das der Beschreibung der Personen und der jeweiligen Situationen, in denen sie sich befinden, dient, zu einem Wirbelsturm aus den verschiedensten Emotionen. Bis hin zum dramatischen und ergreifenden Finale.
Dem Film wird immer wieder vorgeworfen, er vertiefe nicht genug die Charaktere, weswegen man ihnen nie genug nahekäme, um ihre Gefühle zu verstehen. Das kann ich definitiv nicht bestätigen. Beide Charaktere wuchsen mir ans Herz und ich konnte, gerade im letzten Drittel, die Liebe zwischen ihnen förmlich spüren. „Galveston“ ist für mich ein grandioser Film.

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Fazit: Roadmovie mit einer emotionaler Wucht, die zwischen den Bildern steckt.

© 2019 Wolfgang Brunner

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Spurlos – Ein Sturm wird kommen (2015)

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Originaltitel: Strangerland
Regie: Kim Farrant
Drehbuch: Michael Kinirons, Fiona Seres
Kamera: P. J. Dillon
Musik: Keefus Ciancia
Laufzeit: 107 Minuten
Darsteller: Nicole Kidman, Hugo Weaving, Joseph Fiennes, Lisa Flanagan, Maddison Brown, Meyne Watts, Nicholas Hamilton
Genre: Drama
Produktionsland: Australien, Irland
FSK: ab 12 Jahre

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Eines kann man Kim Farrants Film auf alle Fälle attestieren: Bei „Spurlos – Ein Sturm wird kommen“ handelt es sich eindeutig um einen ganz großen Schauspielerfilm. Im Mittelpunkt stehen schauspielerische Leistungen und keinerlei Spezialeffekte, was in der heutigen Zeit ein geradezu erfrischendes Erlebnis darstellt. Hinzu kommt eine sehr feinfühlige und außergewöhnliche Inszenierungsweise, die mich teilweise an „Walkabout“ von Nicolas Roeg erinnert hat.
Nicole Kidman zeigt hier in der Tat, welch phantastische und auch mutige Schauspielerin in ihr steckt. Sie trägt zusammen mit Hugo Weaving den Film. Und auch wenn Joseph Fiennes eine sehr gute Darbietung liefert, so wird er von Kidman und Weaving eindeutig in den Schatten gestellt, was vielleicht auch daran liegen mag, dass die Charakterzeichung seiner  Rolle nicht tief genug ausgearbeitet wurde.
Regisseurin Farrant zeigt großes inszenatorische Können, indem sie eine geradlinige Geschichte absolut unkonventionell erzählt. Daher ist es mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, diesem Drama zu folgen.
Mit einer unglaublichen Intensität wird hier eine dramatische Familiengeschichte erzählt, die unter anderem auch zwischenmenschliche Probleme zweier Ehepartner behandelt. Nicole Kidman stellt eine verzweifelte Frau unglaublich glaubhaft und emotional dar. Und auch wenn ihre Handlungen oftmals nicht ganz nachvollziehbar sind, so kann man sich gut durch ihre intensive Darstellung in den Charakter  hineinversetzen.

Man kann dem Film sicherlich vorwerfen, dass er sich nicht für ein bestimmtes Genre entscheiden kann. Das finde ich persönlich aber wiederum alles andere als schlimm, denn genau diese Mischung verschafft dem Zuschauer ein Gefühl, bei dem man absolut nicht weiß, wohin die Reise führt.
Hinzu kommt die wirklich sehr intensive Atmosphäre des Films, der man sich definitiv nicht entziehen kann. Manchmal möchte man gar nicht hinschauen, kann aber seinen Blick nicht von der Leinwand abwenden, weil man so fasziniert vom Agieren der Schauspieler ist und unbedingt wissen will, wie sich der Plot weiterentwickelt.
„Spurlos – Ein Sturm wird kommen“ wird den Großteil der Zuschauer ratlos (und vielleicht sogar ein bisschen enttäuscht) hinterlassen. Sicherlich ist die Haupthandlung nachvollziehbar, doch am Ende wird man verwirrt (und der ein oder andere auch unzufrieden) zurückgelassen. Denn es verhält sich ähnlich wie bei einem Film von David Lynch oder dem oben bereits erwähnten Nicolas Roeg: Die Inszenierung, und auch der Plot, lassen dem Zuschauer jede Menge eigene Interpretationsmöglichkeiten. Man versucht die philosophischen Aspekte und teilweise auch Lebensweisheiten zu erfassen, wird aber von dem Mysterium, das dieser Film ausstrahlt, schlichtweg manchmal überfordert.

Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Aber wer sich auf diesen Film einlassen kann, wird mit einem fulminanten Schauspielerfilm belohnt, der sich definitiv abseits des Mainstream bewegt. Für mich persönlich eine ganz große Überraschung, die mich sowohl schauspielerisch als auch inszenatorisch absolut begeistert und überzeugt hat. „Spurlos“ hat eine enorm nachhaltige Wirkung, die auch nach Tagen noch anhält. Einige Bilder bekommt man nicht mehr aus dem Kopf, was eindeutig für die Qualität und Intensität dieses Films spricht. Auch wenn nicht wirklich viel passiert, so steckt eine gewaltige Menge in diesem Drama. Der Kameramann leistet hervorragende Arbeit und auch der Score von Keefus Ciancia könnte nicht passender sein. „Spurlos – Ein Sturm wird kommen“ ist großes Kino, das sich nicht in Hollywood-Klischees und Mainstream-Blockbuster pressen lässt, sondern seinen ganz eigenen, fantastischen Weg geht. Und das ist auch gut so … denn ich wage glatt, diesen Film als eine Art Lebenserfahrung zu bezeichnen.

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Fazit: Mystisch, schockierend, philosophisch, schön und schrecklich zugleich.  Unkonventioneller Thriller mit atemberaubenden Schauspielern.

© 2019 Wolfgang Brunner

Montrak (2017)

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Originaltitel: Montrak
Regie: Stefan Schwenk
Drehbuch: Stefan Schwenk
Kamera: Marco Kies, Florian Weich
Musik: Myra
Laufzeit: 121 Minuten
Darsteller: Julia Dietze, Florian Freiberger, Csoma Shiva Hagen, Dustin Semmelrogge, Cosma Shiva Hagen, Martin Kesici, Adam Jaskolka, Sönke Möring, Udo Schenk, Nikolai Will, Ralph Stieber
Genre: Horror
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 16 Jahre

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Der Burggraf Montrak wird im Mittelalter durch einen Ring, der Luzifer gehört, in einen Vampir verwandelt. Als die Menschen ihn jagen, lässt er sich töten, damit der Mythos seines Vampirdaseins in Vergessenheit gerät. In der Gegenwart verschwinden dann in Deutschland immer mehr Menschen. Man vermutet anfangs, dass Wölfe dahinter stecken, doch es sind Vampire. Montraks Untertanen wollen einen neuen Meister erwecken, der ihnen die Herrschaft über die ganze Welt verschaffen soll. Eine kleine Gruppe von Menschen stellt sich der Bedrohung in den Weg.

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Da ist er nun also: „Montrak“, der Vampirfilm von Stefan Schwenk, der durch eine Startnext-Kampagne ermöglicht werden konnte. Und was soll ich sagen? Das Warten hat sich eindeutig gelohnt. Schwenk hat eine Art Episodenfilm geschaffen, der sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt und ein stimmiges Gesamtbild am Ende ergibt.
Was mir schon am gleich am Anfang aufgefallen ist, ist die wunderbare Musik von Myra. Da kam sofort ein 80er Jahre Flair auf, dass mich in seinen Bann gezogen hat. Es gab einige Szenen, die mich gerade durch diese fantastische Musikuntermalung an einen Film von John Carpenter erinnert haben. Aber der Score ist natürlich nicht alles, was diesen deutschen Film ausmacht.

Schwenk hat ein geschicktes Händchen, was das Inszenieren eines Films angeht. Wunderbare Natur- und Landschaftsaufnahmen wechseln sich mit stimmungsvollen Bildkompositionen ab, die sehr professionell wirken. Durch die episodenartige Erzählweise kommt in zwei Stunden Laufzeit niemals Langeweile auf, denn man möchte natürlich wissen, wie es weitergeht und wo die Verbindung zwischen den Geschichten steckt. Mir persönlich hat übrigens Kapitel 2 besonders gut gefallen, in dem der Bauer die Saat des Bösen weiterträgt. Schwenk hat auch eine ansehnliche Schauspielerriege um sich versammelt, die durchwegs kompetente Arbeit abliefert. Manchmal geht es auch so richtig zur Sache, wenn zum Beispiel die Vampire ihre Angriffe starten. Die Spezialeffekte sind durchwegs gelungen und wirken ebenfalls äußerst professionell.

Stefan Schwenk ist eindeutig ein Filmfreak. Und wenn man genauer hinsieht, entdeckt man unzählige Anspielungen auf Horrofilmklassiker der 80er Jahre wie z.b. „Lost Boys“, „Highlander“, „Terminator“, „Near Dark“ und eben auch Carpenter Filme. „Montrak“ macht einfach Spaß und kann sich in vielerlei Hinsicht mit ausländischen Produktionen messen. Es ist wirklich erstaunlich, mit welch relativem geringem Budget Stefan Schwenk diesen Film auf die Beine stellen konnte. Hier wird in erster Linie mit Schauspielerei, filmischer Inszenierung und gekonnten Schnitten und Musikeinsätzen gearbeitet, was den Film ohnehin sympathisch macht.
Schwenks „Montrak“ kann sich sehen und hören lassen. Schwenk, der übrigens bei Olaf Ittenbachs „Legend Of Hell“ auch die Regieassistenz übernommen hat, arbeitete fünf Jahre lang an diesem Film und wenn man sich das vor Augen hält, erkennt man vielleicht, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt. Erstaunlicherweise verhält es sich auch so, dass Schwenk die wenigen Momente, in denen der Film amateuermäßig wirkt (beziehungsweise wirken könnte 😉 ), so geschickt mit Schnitten und stylischen Einstellungen / Bildern kaschiert, dass es letztendlich gar nicht richtig auffällt.

Mir persönlich hat „Montrak“ wirklich sehr gut gefallen, auch wenn ich mir beim Drehbuch ein wenig mehr Raffinesse gewünscht hätte. Aber in erster Linie soll solcherart Film erst einmal unterhalten und das tut er auf alle Fälle. Schwenkt bringt keinen frischen Wind in das Vampirgenre, sondern versteift sich eher auf Gewohntes. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn wichtig ist, wie er es macht. Und, wie oben schon erwähnt, seine Anspielungen auf Klassiker bis hin zu einem eignen kleinen Cameo-Auftritt machen diesen Film zu etwas besonderem in der deutschen Filmlandschaft, in der in der Regel nur flache Komödien (pseudo-)erfolgreich sind oder von Produzenten unterstützt werden. Umso genialer empfinde ich es, dass sich das Label Nameless diesem Film angenommen und in einem schicken Mediabook veröffentlicht hat. Man wünscht sich eindeutig mehr solcher Produktionen und ich will gar nicht daran denken, was für ein Hammerfilm herausgekommen wäre, hätte Stefan Schwenk das zehnfache Budget zur Verfügung gehabt.

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Fazit: Hochwertiger, stylischer Vampirfilm aus Deutschland, der absolute Professionalität zeigt.

© 2019 Wolfgang Brunner

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Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH (1982)

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Originaltitel: The Secret of NIMH
Regie: Don Bluth
Drehbuch: Don Bluth, Will Finn, John Pomeroy, Gary Goldman
nach dem Roman von Robert C. O’Brien
Kamera: Bill Butler
Musik: Jerry Goldsmith
Laufzeit: 86 Minuten
Darsteller: —
Genre: Zeichentrick, Fantasy
Produktionsland: USA
FSK: ab 6 Jahre

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Die Feldmaus Mrs. Brisby ist Witwe und hat große Sorgen, denn ihr jüngster Sohn Timmy liegt mit einer Lungenentzündung im Bett und kann das Haus nicht verlassen. Doch dieses steht ausgerechnet auf dem Feld von Farmer Fitzgibbons, der das bald pflügen will und somit das heim der Brisby gefährdet. Eine Krähe möchte Mrs. Brisby helfen und führt sie zu einer weisen Eule, die ihr von einem Geheimnis erzählt, dass die Ratten betrifft, die in der Umgebung wohnen. Kurz darauf lernt Mrs. Brisby die kluge Ratte Nicodemus kennen, die ein Teil eben jenes Geheimnisses ist. Ein aufregendes Abenteuer beginnt …

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„Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ ist ein Zeichentrickfilm, der mich seit meiner Jugend begleitet. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Film gesehen habe und noch heute immer noch liebe. Denn weitab vom Disney-Kitsch (ohne das jetzt negativ bewerten zu wollen) hat Don Bluth einen wunderbaren, aber auch düsteren und ernsten Film geschaffen, der nahezu zeitlos wirkt und der literarischen Vorlage in sehr vielen Punkten absolut gerecht wird. Hinzu kommt ein fantastischer Score von Jerry Goldsmith, der für sich alleine auch neben dem Film absolut gut bestehen kann.

Koch Media hat den Film nun in einer restaurierten und überarbeitete Fassung auf den Markt gebracht. Das erste Mal kann man nun den Klassiker auf Blu-ray bestaunen. Und, auch wenn man dem Film sein Alter ansieht, so gibt es viele Szenen, in denen man eindeutig sieht, welche Arbeit die Restaurateure geleistet haben. Ich finde es toll, dass man diesen Zeichentrick-Klassiker, der sich nicht unbedingt ausschließlich an das jüngere Publikum richtet, endlich in einer annehmbaren Fassung im heimischen Kino betrachten kann. Der Regisseur dürfte vielen Kinogänger durch Filme wie „In einem Land vor unserer Zeit“, „Rock A Doodle“ oder zum Beispiel auch dem innovativen „Titan A. E.“ bekannt sein. Don Bluth, ein ehemaliger Zeichner der Disney Studios, ist einen ganz eigenen Weg gegangen und hat sich vom Disney-Stil entfernt. Er hat es seinerzeit geschafft, das Genre des Zeichentrickfilms auch für Erwachsene wieder interessant zu machen. Ich mag seine Filme noch heute sehr.

„Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ ist zweifelsohne ein zeitloser Klassiker, der seinen Reiz niemals verlieren wird. Vor allem die geschickte Mischung aus typischem Kinderfilm und epischem High Fantasy macht den Reiz dieses Kleinods aus. Man mag dem Film eine Unschlüssigkeit, sich nicht zwischen lustig und ernst entscheiden zu können, vorwerfen, aber vielleicht ist es genau jene mutige Mischung, die den Film zu einem unvergesslichen Erlebnis machen lässt. Leider hat der Zeichentrickfilm mit Kultstatus dennoch unter dem Druck der weitaus erfolgreicheren Disney Filme zu leiden und ist nahezu in Vergessenheit geraten, zumindest beim heutigen Kinopublikum. Doch auch wenn der Film etwas düster ist, so vermittelt er trotzdem wichtige Botschaften für Kinder. Nämlich Freundschaft, Mut und die unendliche Liebe einer Mutter zu ihren Kindern. Gerade dass die Hauptrolle eine weibliche Person respektive Maus übernimmt, macht „Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ zu einem wichtigen Vertreter seines Genres. Die äußerst liebevollen und detaillierten Zeichnungen vergisst man nicht so schnell. Koch Media hat diesem Klassiker nun endlich die verdiente Veröffentlichung verschafft, indem es zum einen den Film erstmalig auf Blu-ray herausgebracht hat und zum anderen viele interessante Infos im Mediabook untergebracht hat. Für mich eine Ausgabe, die in keiner Filmsammlung fehlen sollte.

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Fazit: Zeitloser Klassiker in einer restaurierten Bearbeitung. Kultfilm – ansehen!

© 2019 Wolfgang Brunner

LBJ (2016)

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Originaltitel: LBJ
Regie: Rob Reiner
Drehbuch: Joey Hartstone
Kamera: Barry Markowitz
Musik: Marc Shaiman
Laufzeit: 97 Minuten
Darsteller: Woody Harrelson, Michael Stahl-David, David Jenkins, Bill Pullman, Jeffrey Donovan, Jennifer Jason-Leigh
Genre: Drama, Historischer Film
Produktionsland: USA
FSK: ab 6 Jahre

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Lyndon Baines Johnson ist schon in jungen Jahren politisch engagiert. Schon früh wird er zum Kongressabgeordneten der demokratischen Partei und unter der Regierung von John F. Kennedy zieht er sogar als Vizepräsident ins Weiße Haus. Nach dem schrecklichen Attentat auf Kennedy im November 1963, dem der amtierende Präsident erliegt, übernimmt Johnson das Amt des US-Präsidenten. Doch unter seiner Führung eskaliert der Vietnamkrieg immer mehr und es kommt zu Unruhen in der Bevölkerung.

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Um es gleich vorweg zu schreiben: Woody Harrelson meistert die Rolle des amerikanischen Präsidenten mit Bravour. Wer sich für diesen Abschnitt der amerikanischen Geschichte interessiert, sollte sich Rob Reiners Film auf alle Fälle ansehen. Viele Dinge werden darin angesprochen, die man so noch nicht wusste, vor allem, wenn man sich mit Lyndon B. Johnson noch nicht wirklich auseinandergesetzt hat. Reiner ist ein sehr detailliertes Porträt eines Mannes gelungen, der auf der einen Seite unglaublich arrogant und unsympathisch sein konnte, aber auf der anderen Seite auch eine gesunde Lebenseinstellung besaß und Empathie gegenüber Mitmenschen zeigte. Gerade diese zwei Seiten wurden von Harrelson sehr eindrucksvoll und vor allem überzeugend dargestellt.

Der Film (und die Charakterdarstellung Johnsons) zeigt weitaus mehr Tiefe, als ich erwartet hätte. Ein unglaublich intensive Stimmung legt sich über die gesamte Filmlänge, so dass man an einigen Stellen fast vergisst, einen Spielfilm zu sehen, sondern denkt, es handelt sich um eine Dokumentation im Spielfilmformat. Regisseur Rob Reiner zeigt, dass er es immer noch kann. Untermalt von einem wunderbaren Score Marc Shaimans, der wirklich super passt, begleitet der Zuschauer den Menschen und Politiker Lyndon B. Johnson auf seinem Weg, der nicht immer erfolgreich war. Man erhält informative Einblicke über seinen Werdegang und auch über einige seiner privaten Seiten. Nicht immer ist man mit seinen politischen, moralischen und menschlichen Entscheidungen und Einstellungen einverstanden, doch letztendlich zeigt diese filmische Biografie, dass Johnson nicht nur unsympathisch, sondern auch eben sehr menschlich war. Neben Woody Harrelson glänzen auch Bill Pullman und vor allem Richard Jenkins, den viele als Inhaber des Bestattungsunternehmens Fisher & Sons aus „Six Feet Under“ kennen dürften, in Nebenrollen. „LBJ“ macht definitiv Spaß, sowohl auf schauspielerischer als auch inszenatorischer Ebene. Das Setting ist unglaublich authentisch und vermittelt dem Zuschauer uneingeschränkt jene Zeit (und auch das dazugehörige Zeitempfinden), in der das Geschehen spielt.

Rob Reiners Filme hatten schon immer einen gewissen Reiz, aber mit „LBJ“ ist er zu seiner ursprünglichen Form zurückgekehrt, die schlichtweg begeistert. Der Film konzentriert sich in erster Linie dennoch auf die positiven Seiten des Präsidenten, der letztendlich doch ein roher und auch teilweise verachtenswerter Politiker war. Das mag vielleicht daran liegen, dass sich Regisseur Rob Reiner politisch mit ihm verbunden fühlt. Ich könnte mir aber auch durchaus vorstellen, dass Reiner die Thematik schlichtweg hollywoodtauglich inszenieren wollte, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen und nicht unbedingt zu polarisieren, sondern eine Art Zeitdokument schaffen. Man mag von der weichgespülten Darstellung Johnsons halten, was man will, Fakt ist, dass dieser Film hervorragend zu unterhalten weiß und ein sehr anschauliches Bild von der Ermordung John F. Kennedys und den damit verbundenen, spontanen Amtsantritt Johnsons veranschaulicht. Wer sich allerdings für den wirklichen Menschen und Politiker interessiert, der hinter LBJ steckt, der sollte sich etwas genauer mit dem Thema beschäftigen, denn Rob Reiner hat diesen Charakter weitaus milder dargestellt, als er in Wirklichkeit war. „LBJ“ ist publikumstauglicher Geschichtsunterricht in Filmform, der letztendlich zu wenig Tiefe besitzt, um dem komplexen Thema gerecht zu werden. Doch die Intention und auch die schauspielerischen Leistungen trösten über diesen Makel hinweg. Für mich war dieser dokumentarische Spielfilm eine Überraschung, an die ich noch lange denken werde. Absolute Empfehlung von mit, zumindest aus filmtechnischer  und nicht historischer Sicht.

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Fazit: Schauspielerische Glanzleistungen überdecken die teils weichgespülten historischen Fakten. Absolut sehenswert.

© 2019 Wolfgang Brunner

Mandy (2018)

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Originaltitel: Mandy
Regie: Panos Cosmatos
Drehbuch: Panos Cosmatos, Aaron Stewart-Ahn
Kamera: Benjamin Loeb
Musik: Jóhann Jóhannsson
Laufzeit: 121 Minuten
Darsteller: Nicholas Cage, Andrea Riseborough, Linus Roache, Ned Dennehy, Olwen Fouéré, Line Pillet, Clément Baronnet, Alexis Julemont
Genre: Horror, Fantasy
Produktionsland: USA, Belgien
FSK: ab 18 Jahre

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Einzelgänger Red Miller, eigentlich sehr liebevoll und friedlich,  musste hilflos mit ansehen, wie seine große Liebe Mandy von den Mitgliedern einer religiösen Sekte verbrannt wurde. Jeremiah Sand, der Führer der religiösen Fanatiker hatte sie entführt und kaltblütig umgebracht, weil sich Mandy ihm verweigert hat. Red hat alles verloren, was ihm im Leben wichtig war und  nichts mehr zu verlieren. Mit einer gewaltigen Axt und einer Droge, die ihm schier übermenschliche Kräfte verleiht, macht er sich auf einen grausamen Rachefeldzug.

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Der Film „Mandy“ hat schon im Vorfeld die Geister geschieden, bevor der Hype um ihn überhaupt losging. Als hätten Peter Greenaway, David Lynch, Lars von Trier, Dario Argento und Peter Jackson gemeinsam einen Film gedreht und jeder dufte seinen Launen freien Lauf lassen, so könnte man „Mandy“ durchaus bezeichnen, wenn man ihn angesehen und ein wenig sacken lassen hat. Panos Cosmatos‘ neuester Film erinnert ein wenig an seinen Debütfilm „Beyond The Black Rainbow“, in dem er ebenfalls mit psychedelischen Farbkompositionen gespielt hat und sich mehr auf den künstlerischen Aspekt des Films als auch die eigentliche Handlung konzentriert hat. „Mandy“ wirkt in der Tat wie ein Drogenrausch im ArtHaus-Format: ruhig, abgedreht, pseudo-philosophisch und unerbittlich brutal. Man muss sich natürlich darauf einlassen (können), um das Racheepos in vollen Zügen zu genießen. Wer die Inszenierung nicht an sich heranlässt, wird schnell gelangweilt sein und permanent in Versuchung geraten, den Ausschaltknopf zu betätigen. 😉

Ich gehöre eindeutig zu den Zuschauern, die ihre wahre Freude bei „Mandy“ hatten. Vor allem der sehr ruhig gehaltene Einstieg hat mich nachhaltig in seiner atmosphärischen Wirkung beeindruckt, was wiederum aber nicht bedeutet, dass mich die Steigerung in einen brutalen Rachefeldzug nicht überzeugt hat. „Mandy“ besteht für mich aus zwei Teilen, die jeweils ihren eigenen und besonderen Reiz bilden. Während die erste Hälfte fast schon sinnlich und poetisch daherkommt, entwickelt sich die zweite Hälfte zu einem Blutbad, wie es Peter Jackson in seinen Anfangszeiten zubereitete. Oftmals zeigten sich sogar Parallelen zu „Braindead“, obwohl die Themen der beiden Filme vollkommen unterschiedlich waren. „Mandy“ arbeitet vor allen Dingen mit seiner bildgewaltigen und künstlerischen  Inszenierung, wenngleich gerade dieser künstlerische Aspekt von vielen Zuschauern aus „Pseudokunst“ bezeichnet wird. Cosmatos hat Dario Argentos Visionen aus meiner Sicht sozusagen perfektioniert und in einem künstlerischen Kontext dargestellt. Genau diese Kombination trägt zu der unglaublich intensiven Stimmung bei.

Schauspielerisch bewegt sich „Mandy“ definitiv auf sehr hohem Niveau, allerdings wage ich anzuzweifeln, dass es sich hier um die beste Leistung von Nicholas Cage handelt. Denn er hat zum Beispiel in der leider vollkommen untergegangenen (und unterbewerteten) Literaturverfilmung „Joe“ ein wirklich oscarreifes Schauspiel geboten, das besser nicht hätte sein können und „Mandy“ absolut übertrifft. Dennoch stellt er hier den abgedrehten, von unbändiger Rache besessenen Red Miller unglaublich überzeugend und voller Hingabe dar. Somit zähle ich auch diese Rolle zu denen von Cages besten, die man so schnell nicht vergisst. Aufmerksame Zuseher werden die zahlreichen Anspielungen auf (Kult-)Filme der 80er Jahre bemerken, die wirklich sehr liebevoll und teilweise versteckt von Cosmatos eingebaut worden sind. „Mandy“ ist ein Film, den man nicht nur einmal ansehen darf, denn zu viele Verweise auf diverse Filme verbergen sich darin, die entdeckt werden wollen. Der mehr als passende Score wurde von Johann Johannsson komponiert und stellt leider seine letzte Arbeit dar, da der Komponist noch im Jahr 2018 an einer Überdosis Kokain verstorben ist.  „Mandy“ ist ein Gesamtkunstwerk, das man unter vielen verschiedenen Aspekten betrachten sollte: Da sind zum einen die wirklich guten und mutigen Leistungen der Schauspieler  und zum anderen die phänomenale visuelle Umsetzung. Hinzu kommt dann aber auch noch die bereits erwähnte musikalische Untermalung, die aus den gezeigten Bildern (die ohnehin schon für sich allein stehend ein Kunstwerk darstellen) eine weitere Dimension herausholt. „Mandy“ ist ein Film für Filmliebhaber. Und man mag ihn oder eben nicht – ich mag ihn definitiv, weil er sich so wohltuend vom Mainstream-Brei abhebt und einen eigenen, innovativen Weg geht, der seinesgleichen sucht. Unbedingt mehr davon, Herr Cosmatos!

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Fazit: Stylischer, surrealer Filmtrip, der brutalen Horror und philosophischen ArtHaus-Stil grandios verbindet.

© 2019 Wolfgang Brunner

Das Haus der Vergessenen (1991)

Haus der Vergessenen Mediabook

Originaltitel: The People under The Stairs
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Kamera: Sandi Sissel
Musik: Don Peake
Laufzeit: 102 Minuten
Darsteller: Brandon Adams, Everett McGill, Wendy Robie, A. J. Langer, Ving Rhames, Sean Whalen, Bill Cobbs
Genre: Horror, Komödie
Produktionsland: USA
FSK: ab 16 Jahre

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Der 13-jährige Fool will seiner todkranken Mutter und der gesamten Familie helfen und sucht nach Möglichkeiten, zu Geld zu kommen. Zusammen mit LeRoy bricht er in ein Haus ein, in dem sich angeblich Gold befinden soll. Doch die Bewohner, ein psychopathisches Geschwisterpaar, entdecken die Eindringlinge und schotten das gesamte Haus ab, so dass es kein Entkommen für Fool und seinen Kumpel gibt. Während sie nach einem Ausweg suchen, entdecken sie seltsame Mitbewohner, die von den Geschwistern im Keller gefangen gehalten werden …

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Wes Cravens „Das Haus der Vergessenen“ ist ein vollkommen zu Unrecht unterschätzter Film, der inmitten von Erfolgen wie „Nightmare On Elm Street“ oder „Die Schlange im Regenbogen“ schlichtweg in Cravens Filmografie untergegangen ist. Vielleicht lag es daran, dass sich der Film trotz seiner sozialkritischen Aspekte nicht genau zwischen hartem Splatter und vollkommen überdrehter Horrorkomödie entscheiden konnte. Cravens Publikum hatte wahrscheinlich einen ernsteren Film erwartet und ließ sich dadurch nicht auf die schrägen Slapstick-Einlagen ein. „Das Haus der Vergessenen“, dessen Originaltitel „The People Under The Stairs“ aus meiner Sicht übrigens viel besser passt, wurde zu einem vergessenen, kleinen Meisterwerk des Kultregisseurs. Denn, wenn man sich auf die absurde Situationskomik dieses Films einlassen kann, wird man mit einem Feuerwerk an Unterhaltungskino belohnt. Sicherlich mag der ein oder andere Effekt das heutige Publikum nicht mehr aus den Socken hauen, aber im Zuge der Retrowelle könnte „Das Haus der Vergessenen“ doch wieder bestimmt bei einigen punkten.

Wes Craven hat, wie so oft in seinen Filmen (und wie unter anderem auch seine geschätzten Regiekollegen George A. Romero oder John Carpenter), auch hier eine Ausgangssituation erschaffen, die einen Pseudo-sozialkritischen Aspekt vorschiebt, um dann letztendlich in einem Horrorszenario zu enden. Doch bei „Das Haus der Vergessenen“ ging Craven einen Weg, wie ihn Peter Jackson einst auch bei seinem Kultfilm „Braindead“ einschlug, in dem er nämlich Horror- und Splatterelemente mit komödiantischen Einlagen vermischte. Man kann „Das Haus der Vergessenen“ eigentlich nicht ernst nehmen. Und man sollte es auch nicht tun, denn zuviel des Unterhaltungswertes gingen verloren, täte man es. 😉
Die hundert Minuten fliegen nur so dahin, was schon einmal unter die positiven Aspekte des Film fällt, und es macht unglaublich Spaß den Protagonisten zuzusehen. Da wären nämlich zum einen die psychopathischen Geschwister, dargestellt vom „Twin Peaks“-Ehepaar Everett McGill und Wendy Robie, die sich während der Handlung in skurrile Figuren verwandeln, die nicht mehr ernstgenommen werden können. Gegen Ende des Film haben sie sich von bedrohlichen Feinden in Karikaturen verwandelt, die aus einem „Tom und Jerry“-Comic entsprungen sein könnten. Daneben glänzt der junge Farbige Brandon Adams (den man übrigens aus Michael Jacksons „Moonwalker“ kennt) in einer sympathischen Hauptrolle, die an so manch einen Horrorfilm der „goldenen 80er Jahre“ erinnert, in denen Teenager die tragenden Rollen spielten. Die Musik von Don Peake unterstreicht diesen Eindruck zusätzlich.

Koch Media hat dieses Kleinod wieder aus der Versenkung geholt und in einem wunderschönen Mediabook  veröffentlicht, das dem Film absolut gerecht wird und ihn genau so behandelt, wie er schon die vergangenen Jahre hätte behandelt werden sollen. „Das Haus der Vergessenen“ ist sozusagen ein „Partyfilm“, ein spannender Zeitvertreib, bei dem man sich zwischendurch auch hervorragend amüsieren kann, wenn man Everett McGill zum Beispiel dabei zusieht, wie er in voller S/M-Ledermontur sein eigenes Haus zerballert und dabei hysterisch rumschreit. Diese Skurrilität ist es auch, die neben der noch immer (zumindest für mich) gelungenen Atmosphäre, diesen Film aus- und zu etwas Besonderem macht. Sicherlich ist „Das Haus der Vergessenen“ nicht Wes Cravens Meisterwerk, aber es ist auf alle Fälle innovativ und mutig, indem es nämlich damals durch seine schrägen Figuren und Charakterzeichnungen dem Horrorgenre neue Impulse gab.
Warum dieser Film allerdings über Jahrzehnte hinweg sogar indiziert war, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wie oben schon erwähnt, ist dieser Film einfach viel zu überdreht und überzogen inszeniert, als dass er jugendgefährdend sein könnte, zumal auch noch ein jugendlicher Held im Vordergrund steht. Für mich immer wieder sehenswert und in dieser perfekten Ausstattung, die dieses Mediabook bietet, sowieso.

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Fazit: Überdrehte Charaktere in einem atmosphärischen Horrorthriller. Seinerzeit innovative, aber leider missverstandene Perle eines Kultregisseurs.

© 2018 Wolfgang Brunner