Sanderson, David (Kameramann)

Davi,d Sanderson

© David Sanderson

Mit achtzehn Jahren begann David Sanderson seine Karriere als Produktionsassistent beim Film „Convoy“ (1978) von Sam Peckinpah. Nach Arbeiten als Produktionsassistent Schauspieler und Immobilien Assistant wurde David Sanderson von einem Vertreter der Panavision Company (Victor Duncan, Inc.) als Kameratechniker eingestellt. Bald darauf wurde er in die International Photographer’s Guild aufgenommen und begann sofort mit der Arbeit als zweiter Kameramann und Kameraassistent für viele Fernseh- und Kinoproduktionen, wie z. B. Dallas(1986 – 1988), RoboCop (1987), Der mmit dem Wolf tanzt (1990) und Der letzte Mohikaner (1990).
Seit 2002 ist er fester Kameramann für die österreischische Serie „SOKO Wien“.
Ich freue mich sehr, David Sanderson ein paar Fragen stellen zu dürfen. Im Anschluss kann das Original-Interview übrigens in englischer Sprache nachgelesen werden.

 

1. Was war die belastendste Situation, der Du Dich stellen musstest?

Da gab es so einige. Aber ich muss sagen, wenn Hunderte von Büffeln panisch auf Dich zurasen, wie es bei „Der mit dem Wolf tanzt“ war, dann nimmt das wohl den ersten Rang ein. Ich war Scharfzeichner in Zweitbesetzung bei diesem Film und wurde für die Dreharbeiten der Büffelszenen gebraucht. Es war ein großes Abenteuer. Aber allen Ernstes, der Moment, als eine große Büffelherde auf unsere ungesicherte Kamera zulief, toppte alles. In der Nacht vor der ersten wilden Flucht der Büffel, breitete mein Chef, Kameramann Dean Semler (berühmt für seine Arbeit bei „Mad Max“) im Konferenzraum des South Dakota Hotels eine Karte auf einem großen Tisch aus, auf der wir unser Team und die ganze Ausrüstung organisierten. Er zeigte uns den Weg, von dem er dachte, Kevin Costner, die Tierexperten und hunderte von panischen Büffeln würden ihn nehmen, wenn sie über einen Hügel ein Tal erreichen, in dem unsere Kameras positioniert waren. Nachdem wir seine Worte gehört, gelernt und unsere Vorgehensweise erhalten hatten, orderte Dean für uns alle einen Tequila und wir wünschten uns viel Glück.
Meine Kameraposition, es war die näheste (und frontal) am Weg der Büffel – mit einer 2000 mm anamorphen Linse (Optik), die gleiche, die ich auch beim Endtitel von „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ verwendet habe, schien mehr in einem Bereich zu stehen, an dem Schäden zu erwarten waren, sodass wir nach einem gewissen Schutz vor den heranstürmenden großen Tieren fragten.
So wurden vor diesem ersten Lauf einige Autos um uns herum geparkt. Es vergingen ein oder zwei Stunden, in denen wir darauf warteten, dass die Büffel für die Szene auf uns zugetrieben wurden. Wir waren nicht in der Lage, die Aktivitäten hinter dem Hügel zu sehen und konnten nur anhand der Position des Hubschraubers, der vier nicht sichtbare Trucks begleitete, sehen, wie nahe die Büffel waren.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der Hubschrauber flog davon und eine Stimme aus einem Walkie-talkie informierte uns, die Kameras in Position zu bringen. Meine Nackenhaare standen zu Berge, als ich die Erschütterung unter meinen Füßen spürte … wie eine lange, braune Linie erschienen Hunderte von Büffeln über dem Hügel und rasten panisch auf uns zu. Und dann sahen uns diejenigen unter ihnen, die verwirrt und ängstlich (und sehr groß) waren, an und machten eine starke Linkskurve, weg von dem geplanten Weg, durchbrachen drei Stacheldrahtzäune und verschwanden hinter dem Horizont. Es dauerte drei Tage, um sie wieder auf Position zu bringen und die Aufnahmen noch einmal zu machen.
Dieses Mal ohne Schutz … nur unser 3-Mann-Kamerateam (die anderen Kameras und Teams waren noch auf einem Hang auf der anderen Seite des geplanten Weges, wo sie auch bei den früheren Läufen waren).

Die Tierexperten sagten, es würde das beste für unsere Kamera sein, wenn wir für die Tiere nur als kleiner Klecks in der Prärie zu sehen wären, während sie sich vorwärts bewegten. Die Büffel würden nie an uns vorbeilaufen, wenn es genug Platz für sie drumherum gebe. Und so waren wir uns einig und machten es auf diese Weise. Und es funktionierte! Wir haben die Aufnahme so oft gesehen, sie wurde auch während der Verleihung gespielt, als Dean seinen Oscar gewann. Die Büffel kamen direkt auf uns zu und drehten erst im letzten Augenblick ab. Wir haben überlebt.

2. Wer hat Dich am meisten in Deiner Karriere beeinflusst und wie?

Regisseur Sam Peckinpah müsste an der Spitze stehen. Er war der erste Regisseur, mit dem ich arbeitete. Ich hatte das Glück, meinen ersten Filmjob als Produktionsassistent beim Kinofilm „Convoy“, einem von Peckinpahs letzten Filmen, zu bekommen. Und ich konnte glücklicherweise der Produktion bis hin zur Bearbeitungsstelle am Strand von Malibu in Kalifornien. Ich habe früher viel gelernt von Sam Peckinpah und seinem Team, vor allem in Bezug auf die Dynamik eines Action-Films (die Winkel, um „in einer Szene“ zu sein), von Charaktern angetriebene Stories und psychologische Möglichkeiten, „über den Tellerrand schauen“, filmische Sprache bei Schnitt und Zusammensetzung.

3. Wo siehst Du Dich in fünf Jahren? Was sind Deine Pläne?

Ich habe gelernt, nicht in die Zukunft zu schauen. Nach meinen Arbeiten in ganz Amerika seit vielen Jahren war es zum Beispiel nicht geplant, in Europa zu arbeiten. Aber hier bin ich … 15 Jahre nach dem ersten Mal. Es ist am besten, offen und bereit für Überraschungen zu sein. Am wichtigsten ist: Ich möchte auch weiterhin Geschichten erzählen und unterhalten. Und lernen und mich entwickeln können. Das ist der Spaß, der hinter uns Filmemachern steht. Es ist ein Geschäft, das nie stillsteht. Und, wie das Schild in der Berliner „Paris bar“ sagt: „Bleib stehen und du stirbst.“ (Oder so ähnlich!) Vor sieben Jahren, nachdem ich von Berlin wieder zurück nach Los Angeles umgezogen bin, bekam ich einen Anruf, ob ich nicht wieder nach Europa zurückkehren und ein paar Folgen der Serie „SOKO Wien“ (in Österreich „SOKO Donau“) drehen möchte.
Ich hatte ein paar Folgen von CSI gedreht (die Las Vegas Version, die vor allem in L.A. abgedreht wurde), als Österreichs SATEL Film (für die ich ein paar Jahre zuvor gearbeitet hatte) und ich dachten, es wäre eine gute Sache für mich, einige ihrer Episoden zu drehen. Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich fast 50 Folgen später noch immer die Kameraarbeit bei SOKO Wien mache. Aber ich bin immer noch dabei … und ich liebe es. Es ist eine tolle und kreative Zeit. Gute Leute, mit denen man immer noch Magie erschaffen kann. Die Leidenschaft ist lebendig und gut im Team von „SOKO Wien“ … und das ist es, was mich antreibt. Liebe zur Unterhaltung, zum Geschichtenerzählen und Erfindungsreichtum. Wenn man eine gute Gruppe findet, die die gleiche Leidenschaft besitzt, bleibt man so lange, wie es hält.

SOKO_Sanderson

Kameramann David Sanderson (links) und Schauspieler Stefan Jürgens (rechts)
© Stefan Jürgens

 

4. Hat dich je etwas an den Menschen irritiert, mit denen Du zusammengearbeitet hast?

Jeder, der Ausreden sucht, um nicht sein Bestes zu geben, der mehr als öfter jammert und klagt, um Gründe zu finden, aufzugeben. Und natürlich diejenigen, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben, zu lügen. Diejenigen von uns, die in unserem Business tätig sind, sollten immer daran denken, wie viele Menschen in den Starlöchern stehen und nicht so viel Glück haben wie wir. Ich habe gelernt, jeden Tag mit einem Lächeln zu begegnen und zu wissen, dass wir das Glück haben, zu tun, was wir tun. Wir haben eine Kamera … oder 2 oder 3 Kameras … einige Lichter und anderes Zeugs … gute Schauspieler und eine gute Geschichte zu erzählen, also unterhaltende Leute. Wie viel Glück ist das?

5. Wenn ich „Kameramann“ höre, denke ich immer an Dean Cundey, der zum Beispiel für John Carpenter, Robert Zemeckis und Steven Spielberg gearbeitet hat. Was sind Deine Idole?

Ich würde sie nicht unbedingt Idole nennen, aber ich habe viele, die ich enorm respektiere und schätze. Die großen Handwerker (und Handwerkerinnen) in der Filmherstellung sind Wegbereiter/Straßenbauer. Diejenigen von uns, die ihnen folgen, schätzen und respeketieren die Straße, die sie gebaut haben, und versuchen mit allen Mitteln, ebenfalls auf diesen Straßen zu bauen, was sich dann irgendwann wieder für die nächste Generation lohnen wird. Das ist unsere Verantworung, wie es die unserer Vorgänger war .
Namen, die mir in den Sinn kommen, sind: Conrad Hall, Vittorio Storaro, Gordon Willis.
Es gibt so viele …

6. Hast Du ein bevorzugtes Seitenverhältnis beim Drehen?

Was auch immer sinnvoll für den Film ist. Als ich mit Regisseur Michael Mann an „Der letzte Mohikaner“ gearbeitet habe, erinnere ich mich, wie er sich über die Wahl „Breitbild anamorpic (2:40:1) beschwerte, als er erkannte, dass sich die hohen Bäume und die Berge nicht immer dem format anpassten. Natürich, am Ende hat es dann doch funktioniert … aber die Entscheidung wurde getroffen. Welche Wirkung will man beim Publikum erreichen? Wie unterstützt das Format das Erleben der Geschichte? „Grand Hotel Budapest“ erinnert uns an die Möglichkeiten, wenn man außerhalb des vorgegebenen Rahmens denkt … oder eben innerhalb des Rahmens im Falle von „Grand Budapest Hotel“.

7. Was können wir von Dir als nächstes erwarten?

Ich bin sehr stolz auf meine weitere Arbeit bei „SOKO Wien“, Das ist es also, was es für mich bedeutet, in die nahe Zukunft zu schauen. Ich denke an jede Epsiode, als wäre es ein eigener Film. Und es werden noch einige weitere großartige Episoden (Filme) kommen. Die Leute bei ZDF, ORF und Satel haben eine sehr offene, kreatve und unterstützende Atmosphäre für eine gute Arbeit geschaffen, vereinten mich mit einigen feinen Regisseuren und Drehbüchern. Eine solche Situation ist nicht so leicht zu finden, wie viele meiner Kollegen auf beiden Seiten des Atlantiks bestätigen können. Darüber hinaus freue ich mich immer wieder auf meine Arbeit in Amerika mit Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Del Shores. Da kann es durchaus zu mehr Werken kommen, nach Bekanntwerden unseres letzten Projekts (ein Kino-Spielfilm) „Blues For Willadean“, vorangetrieben durch meine Arbeit mit ihm bei der Kultserie „Sordid Lives-Die Serie“. Und, natürlich gibt es immer die Überraschung, die sich hinter einem bestimmten Anruf erwartet. Man kann nie wissen, was hinter der nächsten Ecke wartet.

8. Welche Filme bevorzugt David Sanderson privat?

Ich muss dem Nachfolgenden ein stolzes Bekenntnis vorausschicken:
Ich bin nicht der Typ, der Show-Biz über das allgemeine Publikum stellt. ICH BIN das Publikum und bin stolz darauf . Und ich bin immer noch von populären Filmen und TV-Shows begeistert. Das ist nämlich, was ich tue, aber es ist auch das, was ich sehe. Das heißt, ich fühlte mich immer von guten Action-Filmen angezogen … und ich liebe Mystery und Horror (aber die gute Art und nicht das hirnlose Slasher-Zeug) und Suspense (politisch, aber auch andere). Ich denke, jeder Film, der ehrlich zu sich selbst und in sich selbst ist. Er muss eine Seele haben, einen Antrieb und etwas zu sagen haben, eine Richtung, die es wert ist, ihr zu folgen. Mit etwas intellektuellem Klang, überraschend und unterhaltsam. Ich liebe es, wenn mir ein „Wow“ entfährt, während ich den Film sehe … und nicht wegen irgendwelchen technischen Effekten. Einfach nur als Zuschauer (sozusagen als „Zivilist“), der von den Filmschaffenden respektiert und herausgefordert wird … den Geschichtenerzählern. Das bedeutet nicht, dass ich experimentelle Kunstfilme nicht mag. Wenn es gut ist, ist es gut. Aber ich bin nicht einer, der darauf wartet, von hochnäsigen Filmkritikern oder Künstlertypen dar auf hingewiesen zu werden, was mir zu gefallen hat. Ich denke, dass die „Wahrheit“ eine wichtige Qualitätskontrolle beim Filmemachen ist, inklusive Licht und Kamera. Was ist die Wahrheit einer Szene? Die Wahrheit einer Lichtquelle? Die Wahrheit einer subjektiven Kamera? Was ist die Wahrheit, die von einem Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Kameramann, Editor oder Komponisten erfunden wurde? Es ist eine unausgesprochene Vereinbarung, die wir von der ersten Szene an mit dem Publikum eingehen, um den Rahmen der „Wahrheit“ einer Filmerfahrung zu etablieren … die Regeln des Films, der Stil, die Erzählweise … und die Darstellung … einer visuellen „Wahrheit“. Die sind unausgesprochene Regeln vom Beginn eines jeden Films (Kino oder Fernsehen). Wenn man versucht, diese Regeln ohne ein intelligentes Design zu brechen, bricht man seine Beziehung zum Publikum … möglicherweise irreparabel. Die filmische „Wahrheit“ … die Beziehung zum Publikum … das finde ich sehr interessant.

9. Hat ein Kameramann Einfluss auf den Film? Konntest Du Deine eigenen Ideen realisieren oder gibt es Regisseur (ohne Namen zu nennen), die dazu nicht überzeugt werden können?

Ich habe sehr viel Glück gehabt. Bei den meisten Regisseuren, mit denen ich gearbeitet habe, gab es eine Zusammenarbeit bezüglich der Wege, eine Geschichte zu erzählen und filmisch zu vermitteln. Die meisten guten und gefestigten Regisseure schätzen solche Beiträge und Unterstüttzung.

10. Eine letzte Frage: Gibt es einen Regisseur, mit dem Du am liebsten einen Film machen würdest?

Stanley Kubrick (ok … er wäre ein Idol) 🙂

Film-Besprechungen bedankt sich ganz herzlich bei Dir für die interessanten Antworten und wünscht Dir alles Gute für die Zukunft.

© 2014 David Sanderson / Wolfgang Brunner

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At eighteen, David Sanderson began his career as a production assistant in the film „Convoy“ (1978) by Sam Peckinpah. After working as a production assistant, actor and property assistant, David Sanderson was hired by a Panavision Representative Company (Victor Duncan, Inc.) to work as a camera technician. Soon after he was inducted into the International Photographers‘ Guild, he immediately began working as a second cameraman and camera assistant for many television and film productions, such as „Dallas“ (1986 – 1988), „RoboCop“ (1987), „Dances With The Wolves“ (1990) and „The Last Of The Mohicans“ (1990).

Since 2002 he works for the Austrian series „SOKO Wien“.

I am very pleased to be able to ask David Sanderson a few questions.

1. What was the most stressful situation you have faced?

There have been a few. But, I would have to say having hundreds of buffalo stampeding towards me, on ‘Dances With Wolves’ would rank No. 1. I was a focus puller on that film, brought in just for second unit and the buffalo unit filming. A great adventure, but in all seriousness, that moment when the buffalo stampeded towards our unsecured camera is the topper. The night before the first big stampede, my boss, Director of Photography Dean Semler (also famous for ‘Mad Max’), stretched out a map on a large table in the Pierre, South Dakota hotel conference room, where we organized our team and equipment. He pointed out the path himself, Kevin Costner, and the animal experts, thought hundreds of stampeding buffalo would take, once they appeared over a hill and into a valley, where ourselves and our cameras would be positioned. After listening, learning and getting our marching orders, Dean ordered us all a shot of tequila, we wished ourselves good luck and swiged the shots down. My camera’s location, being the one closest to (and in front of) the buffalo’s immediate path … with a 2000mm anamorphic lens (optic) on it (the same one I also used on the end titles unit for ‘Indiana Jones and the Last Crusade’)…seemed to be more in harm’s way than the others, so we asked for some protection from those stampedeing large animals. Thus,a few autos were parked around us, before that first run. An hour or two went by, as we waited for the buffalo to be herded into our direction for the scene. Unable to actually see the activities behind the hill, we took our clue of the buffalos’proximity from the helicopter we could see, which was assisting 4 unseen pick up trucks. Long story a little shorter, the helicopter flew away, a voice on a walkie-talkie informed all cameras to “roll”, the hair on the back of my neck stood rigid as I felt the deep vibration under my feet … just as a long brown line of hundreds of buffalo appeared on that hilltop, all stampedeing directly towards us. And then, those confused and frieghtenned (and, very large) buffalo saw us and made a strong left turn, away from the ‘planned path’, breaking down 3 barbed wire fences and disappearing into the horizon. It took three days to herd them back into position and do the shot again. This time, without any protection … just our camera’s 3 man team(all the other cameras, and teams, were still on a slope off to the side of the projected path, as they had been on the earlier run). The animal experts said it would be best for our camera to be low profile (no autos), just a small glob on the prairie for those animals to see as they moved forward. The buffalo would never run us over, if there is space around for them to go. And so, we all agreed and did it that way, but this time it worked. We got the shot seen by so many, played during the Academy Awards when Dean won his Oscar. The buffalo came directly towards us and turned at the last moment. We survived.

2. Who has impacted you most in your career and how?

Director Sam Peckinpah would be at the top. He was the first director I worked with … I was lucky enough to get my first film job as a Production Assistant on the kino film, ‘Convoy’, one of his last. And, I was also lucky enough to follow that production all the way to the Malibu, California beach editing house. Learned a lot, early on from Sam Peckinpah and his team, especially in regards to the dynamics of action movie making (the angles, being ‘inside a scene’), character driven stories and the psychological possibilites ‘thinking out of the box’ cinematic language in cutting and compositions.

3. Where do you see yourself in five years time? What are your plans?

I’ve learned never to predict. After working all over America, for many years, it wasn’t a plan to work in Europe. But, here I am … 15 years after the first time. It’s best to be ready and open for the surprises. Most importantly, I wish to continue to have the priviledge to tell stories and entertain, to learn and evolve. That’s the fun of what we do, as film makers. It’s a business that never stands still. And, like that sign in the Paris Bar (Berlin) says, “Stand Still and Die” (or something like that). Seven years ago, after moving back to L.A. from Berlin, I got a call to return to Europe and shoot a few episodes of ‘Soko Wien’ (‘Soko Donau’ for Austrians). I had been doing some work on CSI (the Las Vegas version, primarily shot in L.A.) when Austria’s Satel Film (who I had worked for, years before) and myself, thought it would be a good fit for me to shoot some of their episodes. I had no idea then that I would still be shooting the show now…. nearly 50 episodes later. But, I am … and I love it. It’s been a great and creative time. Good folks and still making magic. The passion is alive and well on ‘Soko Wien’ … and, that’s what keeps me going. Love of entertaining, story telling and invention. When you find a good group that has the same passion, you stick with them as long as it holds.

4.) Has anything ever irritated you about people you’ve worked with?

Anyone who make excuses to not to do their best, who whines and complains more often than not, who find reasons to give up. And, of course, those who make a habit of lying. Those of us employed in this business should always remember how many people are waiting in the wings, wishing they were as lucky as us. I have learned to approach every day with a smile, knowing that we are lucky to be doing what we love to do. We have a camera … or 2 or 3 cameras … some lights and stuff … good actors and a good story to tell, entertaining folks. How lucky is that?

5.) When I hear “Cameraman“ i think always of Dean Cundey, who has worked for John Carpenter, Robert Zemeckis and Steven Spielberg for example. What are your idols in this industry?

While I wouldn’t call them idols, I have many I tremendously respect and appreciate. The great craftsmen (and craftswomen) in film making are road builders. Those of us that follow them must appreciate and respect the road they built … and try like hell to build onto it …leading somewhere worth going for the next generation. That’s our responsibilty, as it was their’s … Names that do come to mind for me: Conrad Hall, Vittorio Storaro, Gordon Willis. Actually, there are so many …

6.) Do you have a preferred aspect ratio to shoot in?

Whatever makes sense for the film. When I was working on ‘Last of the Mohicans’ with Michael Mann directing, I remember him complaining about choosing wide screen anamorhic (2:40:1) when he realized the tall trees and mountains didn’t always lend themselves to the format. Of course, in the end it worked … but, the point was made. What effect are you trying to achieve for the audience? … How does the format support the experience of the story? ‘Hotel Budapest’ reminds us of the possibilites, when thinking ‘out of the box’…. or into the box, in the case of ‘Hotel Budapest’.

7.) What we can look forward from you next?

I am very proud of my continued work on ‘Soko Wien’, so that’s what to look for from me in the near future. I like to think of each epsiode as it’s own movie. And, we have some more great episodes (movies) coming up. The people at ZDF, ORF and Satel have created a very open, creatve and supportive atmosphere for doing some good work, pairing me with some fine directors and scripts. Such a situation is not so easy to find, as many of my colleagues on both sides of the Atlantic ocean know so well. In addition, I always look forward to my work with Director/Writer/Producer Del Shores, in America. There may be something more in the works, after the notoriety of our last project (a kino-feature film) ‘Blues For Willadean’, preceded by my work with him on the cult favorite ‘Sordid Lives-The Series‘. And, of course, there is always the surprise that awaits behind any given phone call. You just never know what’s around the corner.

8.) What movies does David Sanderson prefer?

I must preface the following with a proud confession. I am not the showbiz guy who is above the general audience. I AM the audience and proud of it, still excited by popular movies and TV shows. It’s what I do, but it’s also what I watch. That said, I have always been attracted to good action films … I also love mystery and horror (the good kind … not the mindless slasher stuff), suspense (political and otherwise). I guess any film that is truthful to itself, within itself. It must have soul, a drive, something to say, a direction worth following. Something intellectually sound, surprising, entertaining. I love it when I go ‘Wow‘ while watching … and not because of anything technical. Just as an audience member (a ‘civilian’) that feels respected and challenged by the film makers … the story-tellers. That doesn’t mean I don’t like experimental/ art films. If it’s good, it’s good. But, I am not one to wait for high nosed critics or ‘art’ society types to inform me of what I like. I think ‘truth’ is an important common ‘quality control’ thread in motion picture making, including with light and camera. What is the truth of a scene? … the truth of a light source? … the truth of a POV? What is the truth, as invented by a director or writer or actor or cameraman or editor or music composer. There is an unspoken agreement we have with the audience from the first scene to establish the framework of the ‘truth’ of a given motion picture experience … the rules of the film, of style, of narration … of performance…. of ‚visual truth‘. Unspoken rules established from the beginning of any film (cinema or television). If you break the rules without intelligent design, you damage your relationship with the audience… perhaps irrepairably. That cinematic ‘truth’… the relationship with an audience … I find very interesting.

9.) Has a cameraman influence on the film? Are you allowed to realize your ideas or are there directors (without revealing names) that can not be convinced?

I have been very lucky. With most of the directors I have worked, there’s been a collaboration regarding the ways to tell and convey a story, cinematically. Most good and secure directors appreciate the input and support.

10.) One last question: Is there a director with whom you would make a film most?

Stanley Kubrick (ok … he would be an ‚idol‘) (@smiles)

Film-Besprechungen heartily thanks to you for the interesting responses and wishes you all the best for the future.

© 2014 David Sanderson / Wolfgang Brunner

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