Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016)

Originaltitel: Fantastic Beasts and Where to Find Them
Regie: David Yates
Drehbuch: J. K. Rowling
Kamera: Philippe Rousselot
Musik: James Newton Howard
Laufzeit: 133 Minuten
Darsteller: Eddie Redmayne, Katherine Waterston, Ezra Miller, Dan Fogler, Alison Sudol, Colin Farrell, Faith Wood-Blagrove, Samantha Morton, Ron Perlman, Jon Voight, Johnny Depp
Genre: Filmbiografie
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 12 Jahre

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Der exzentrische und hochbegabte britische Zauberer Newt Scamander erforscht mit Hingabe die Vielfalt aller magischen Wesen und setzt sich für ihre Rettung und Erhaltung ein. Ein paar solcher Wesen trägt er in seinem Koffer mit sich herum, als er nach Amerika aufbricht, um dort ein neues Wesen zu ergattern. Durch einen unglücklichen Zufall gerät eines der Wesen durch den Menschen Jacob Kowalski frei und sorgt für Aufregung. Bei dem Versuch, das Wesen wieder einzufangen, begegnen Newt und Jacob der Magierin Tina Goldstein. Doch das Problem ist nicht nur, dass Newts magische Wesen auf freiem Fuß sind, sondern auch ein europäischer Zauberer, der nichts Gutes im Schilde führt …

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Niemand hätte damit gerechnet, dass es nach dem letzten Teil der Harry Potter-Reihe noch einmal einen Film gibt, der im gleichen Universum spielt. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch, als es hieß, dass „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ in die Kinos kommen sollte. Das titelgebende Büchlein, in dem lediglich magische Wesen beschrieben werden, bildete aber nur entfernt die Vorlage für den ersten von insgesamt fünf geplanten Teilen der neuen „Potter“-Reihe. Protagonist der Handlung ist der Zauberer Newt Scamander, den eingeschweißte Harry Potter-Fans selbstverständlich als Verfasser des obengenannten Buches kennen. Und genau jene Abenteuer, die Scamander während seiner Forschungen erlebt, bilden das Handlungsgerüst des Films.  Während anfangs noch ein Hauch von Rückkehr in die magische Welt von Harry Potter gelingt (Hogwarts, Dumbledore und einige andere Verweise auf die ursprünglichen Potters werden genannt), entwickelt sich „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ aber schon bald in eine andere, eigenständige Richtung, die aber dennoch absolut funktioniert.

Regisseur David Yates, der bereits bei den letzten drei Büchern (vier Filmen) der Harry Potter-Reihe und auch den beeindruckenden „Legend Of Tarzan“ Regie führte, zeigt auch hier ein sicheres Händchen in der Inszenierung für einen abendfüllenden, spannenden und sehr unterhaltsamen Kinofilm. In wunderbaren Bildern, die nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene verzaubern, erzählt er eine magische Geschichte, die einem in der Tat die reale Welt um einen herum für etwas mehr als zwei Stunden vergessen lässt. Man merkt dem Film an, dass er auf mehrere Teile angelegt ist, denn nichts in der Handlung wirkt überfrachtet und mit Gewalt in die Laufzeit hineingequetscht. Yater geht es relativ ruhig an und erzählt eine geradlinige Geschichte, die allerdings mit nicht viel Innovationen aufwarten kann. Doch dieser kleine Makel wird schnell aufgrund der rasanten Inszenierungsweise und den perfekten Effekten vergessen. „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ ist ein Film, in den man sich fallen lassen muss, um ihn genießen zu können. Allerdings finde ich persönlich die FSK-Freigabe ab 6 Jahren etwas grenzwertig, aber das ist ein anderes Thema und hat mit dem Film nichts zu tun.

Schauspielerisch liegt das ganze auf einem guten Niveau, das sich sehen lassen kann. Eddie Redmayne (2015 Oscargewinner für seine Rolle des Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit) hat zwar schon viele Filme auf seinem Karriereblatt zu verzeichnen, dürfte aber den meisten wohl in letzter Zeit nur durch seine Rolle in  „Jupiter Ascending“ in Erinnerung geblieben sein. Er wirkt in den ersten Momenten des Films etwas fehlbesetzt, aber das legt sich sehr schnell und schon bald erweist sich sein Schauspiel als wahrer Glücksgriff für den Film. Er verkörpert den jungen Zauberer „very british“ und verleiht ihm dadurch einen ganz besonderen Charakter, der im Gedächtnis haften bleibt. Katherine Waterston wirkt neben ihm ein wenig blass, obwohl auch sie ihre Rolle sehr gut und glaubwürdig im Griff hat. Sympathieträger des Films ist allerdings unumwunden Dan Fogler in der Rolle als Jacob Kowalski, der zum einen einen unglaublichen Charme versprüht und zum anderen die Gratwanderung zwischen gutem Slapstick und peinlichem Klamauk bravourös meistert und niemals in letzteren abgleitet. Es macht wirklich ungemein Spaß, ihm bei seiner sympathischen Tölpelhaftigkeit zuzusehen. Aber dass er schauspielern kann, hat Fogler bereits in „Scenic Route“ vortrefflich bewiesen.
Insgesamt lässt „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ auf eine gute Reihe von Kinofilmen hoffen, die nicht nur die Augen von Kindern sondern auch von Erwachsenen glänzen lässt. Für mich war dieser Film eine unerwartete, freudige Überraschung.

Hervorzuheben ist noch der wirklich fantastische Score von James Newton Howard, der die tollen Bilder passend untermalt und in ihrer Wirkung unterstreicht. Vor allem am Ende, wenn die Zauberer (ohne spoilern zu wollen) Schäden an der Stadt wieder beheben, kann einen schon mal eine wohlige Gänsehaut überkommen, so intensiv und emotional wirken und harmonieren da Musik und Bild miteinander.

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Fazit: Treffsicherer, märchenhafter Ausflug in die Welt von Harry Potter, der mit guten Schauspielern und einem überragenden Dan Fogler aufwartet.

© 2017 Wolfgang Brunner

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Moloch – Die Dokumentation – Teil 7 – Mareike Thome

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Dieses Mal kommt eine Bekannte von Moloch, nämlich Mareike Thome, zu Wort und erzählt uns ein wenig über den Schauspieler, Künstler und Mensch …

Und los geht’s …

Wie hast Du Moloch kennengelernt beziehungsgweise wie bist Du auf ihn aufmerksam geworden?

Kennengelernt habe ich Moloch als Matthias im Jahr 2005 in der Taunus Therme in Bad Homburg. Aufgefallen ist er durch seine Größe, die ja nicht gerade gering ist . Wir kamen ins Gespräch und haben uns eigentlich auf Anhieb gut verstanden . Teilweise gleiche Interessen wie zb. Mittelalter-Märkte oder auch die Comedy-Duos Badesalz und Mundstuhl . Aber auch unsere Ausbildung, die wir im gleichen Beruf abgeschlossen haben. Wir haben viel gequatscht und uns wie oben geschrieben echt gut verstanden . Seitdem ist Matthias ein fester Bestandteil meiner Freunde.

Du als Horror Fan, wie gefallen dir die unterschiedlichen Darstellungen der Figur Moloch -ob auf Conventions oder in seinen Filmen?

Leider habe ich „Moloch“ noch nicht auf einer Convention gesehen . Wir haben ihn mal zu einem seiner Kurzfilm-Premieren begleitet und auch dort festgestellt, dass er ist, wie er ist. Matthias mit vollem Einsatz, Herz und Blut „Moloch“.

Hast du Moloch schon persönlich kennengelernt auf Cons, Filmveranstaltungen oder Filmpremieren und wenn ja, wie kann man ihn beschreiben?

Wie oben bereits geschrieben, habe ich Matthias 2005 kennen gelernt . Er ist einfach ne Type. Er geht jedem seiner Hobbys mit Herz und Verstand nach . Sei es sein vergangenes Hobby Football oder seine Leidenschaft für sämtliche Horror Filme, die er wahrscheinlich schon auswendig kennt . Auch liebt er die beiden Schauspieler Bud Spencer und Terence Hill, so wie ich es tue. Oktober ist eine seiner Lieblings Jahreszeiten, denn da steht Halloween vor der Tür. Diesem Event geht er ebenfalls mit voller Leidenschaft nach . Matthias ist ein herzensguter Mensch, der immer ein offenes Ohr für einen hat ,ein klasse Zuhörer ist und auch immer einen Joke auf der hohen Kante hat .

 

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In welchen Film Rollen würdest du Moloch gerne noch sehen wollen und was war bisher deiner Meinung nach seine beste / interessanteste Rolle / Darstellung und welches seine schwächste / uninteressanteste?

Moloch passt einfach immer wieder in die Rolle des Psycho-Mörders. Er taucht aus dem Nichts auf und bei seiner Größe ist das doch immer sehr angsteinflößend.

Was sind deiner Meinung nach seine großen Stärken -aber auch seine Schwächen?

Seine Stärken sind z. B., dass er sehr zuverlässig ist . Wenn er etwas sagt ,dann hält er sein Wort . Wenn man ihn braucht, ist er da . Wenn man sagt 20 Uhr, dann ist er um 19.50 da. Er ist eine treue Seele, was diejenigen betrifft, die auch ihm treu sind. Er hat Humor ohne Ende und bringt einen sehr oft spontan zum Lachen. Er ist immer am Molochen … ähm Malochen und zuverlässig bei dem, was er tut. Schwächen kenne ich ehrlich gesagt nicht viele von ihm . Was man evtl.,als kleine Schwäche zählen könnte ist ,dass er manchen Leuten zu lange treu ist ,die ihm nicht gut tun
. Ansonsten kann ich nichts Negatives über ihn sagen .

Wie Fan freundlich ist Moloch?

Naja, da ich mich eher als langjährige Freundin und weniger als Fan sehe , kann ich nur die Freundlichkeit zu Freunden einschätzen. Was nicht heißt, dass ich sein Vorhaben in der Filmszene nicht voll und ganz Top finde . Aber als Freund ist er immer ein Ass!

Hast du seine Entwicklung mitverfolgen können vom Horror Walking Act zum Horrorfilm Darsteller beim Film und wie findest du seine Weiterentwicklung ( u.a. dass er demnächst auch Schauspiel studieren wird) ?

Das er demnächst Schauspiel studiert, hätte nicht besser laufen können . Ich gönne es ihm von ganzem Herzen . Seine Entwicklung steigt, würde ich sagen,mit jeder Rolle die er bekommt und verkörpern darf.

Wie ist denn Moloch`s Ruf im Social Media und wie kommt er dort rüber? Wie präsent ist er dort?

Er ist für seine Fans immer aufgeschlossen und versucht auf Fragen einzugehen und sich jeder Kritik oder jedem Lob zu stellen . Ich würde sagen er kommt sehr gut an ,weil alleine sein natürliches Erscheinungsbild schon Eindruck hinterlässt.

Das was Moloch im Social Media darstellt -deckt sich das mit dem was man über ihn hört oder wenn man mit ihm live zu tun hat?

Ja! Er ist wie er ist . Er verstellt sich nicht ,es sei denn er schlüpft in ein Kostüm . Dann geht er direkt in diese Rolle über und ist voll dabei .

Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit Moloch vorstellen und wie sehr engagiert er sich für Projekte ( ob eigene als auch die der Supporter und Partner?

Dazu kann ich nicht viel sagen . So wir ich ihn kenne, kann ich mir die zusammen Arbeit an einem Set mit ihm aber sehr lustig und spannend vorstellen .

Und zu guter letzt – was würdest du Moloch auf den Weg mitgeben wollen?

Ich wünsche Matthias alias Moloch das er weiter seinem Traum nachgehen kann . Das er auf der Schauspiel Schule alles mitnehmen kann ,was ihn fördert und fordert. Ich wünsche ihm all das ,was er sich wünscht, um glücklich zu sein und zu bleiben.

© 2018 Moloch / Wolfgang Brunner

Legend Of Tarzan (2016)

Originaltitel: The Legend Of Tarzan
Regie: David Yates
Drehbuch: Stuart Beattie, Craig Brewer, John Collee, Adam Cozad
Kamera: Henry Braham
Musik: Rupert Gregson-Williams
Laufzeit: 110 Minuten
Darsteller: Alexander Skarsgård, Margot Robbie, Christoph Waltz, Samuel L. Jackson, Djimon Hounsou, Casper Crump, Ella Purnell, John Hurt, Rory J. Saper
Genre: Abenteuer
Produktionsland: USA
FSK: ab 12 Jahre

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Vor Jahren hat Tarzan den afrikanischen Dschungel verlassen hat und wohnt nun unter dem Namen John Clayton III als Lord Greystoke mit seiner geliebten Frau Jane auf seinem Anwesen in England gezogen.
Einst von Affen aufgezogen, fühlt er sich in der Zivilisation inzwischen wohl und schlägt eine Einladung als Botschafter in den Kongo erst einmal ab. Noch immer denkt er an seine Feinde im Dschungel,  allen voran Chief Mbonga. Schließlich willigt er doch ein, die Reise zusammen mit Jane anzutreten. Er ahnt nicht, dass er von dem gerissenen belgischen Captain Rom hereingelegt wurde, der ein Geschäft mit Tarzans Erzfeind Mbonga abgeschlossen hat, um an wertvolle Diamanten zu gelangen.

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Da es mir die im Jahr  1984 inszenierten Neuinterpretation des Tarzan-Stoffes von Edgar Rice Burroughs „Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen“ mit Christopher Lambert in der Hauptrolle ziemlich angetan hatte, war ich natürlich sehr gespannt, wie nun eine weitere Verfilmung in der heutigen Zeit  wohl aussehen würde. Und ich muss zugeben, dass ich wirklich hellauf begeistert bin. Das hat ganz verschiedene Gründe, auf die ich allesamt ein wenig näher eingehen möchte. Das erste, was mir an „Legend Of Tarzan“ schon vor der Sichtung unglaublich gut gefallen hat, war der bombastische, emotionale Score von Hans Zimmer-Schüler Rupert Gregson-Williams. An manchen Stellen könnte man fast glauben, der Meister selbst habe Hand an der Komposition angelegt so episch klingt das Orchester. Die Filmmusik rotierte einige Tage hintereinander in meinem CD Player und nun, in Verbindung mit den fantastischen Bildern, die der Film bietet, wirkt sie noch besser wie als eigenständige Musik.

Außer der Musik bietet der Film auch grandiose Landschaftsaufnahmen und hervorragend animierte Tierszenen, die einen so manches Mal wohlige, aber auch erschreckende Schauer über den Rücken jagen. In Verbindung mit dem oben erwähnten Score strahlt „Legend Of Tarzan“ teilweise eine Atmosphäre aus, die an „Medicine Man“, „Kongo“ oder die bislang letzte Verfilmung von „Der letzte Mohikaner“ aus dem Jahr 1992. Man kann sich gar nicht satt sehen, an den bildgewaltigen Einstellungen und den berührenden, aber auch sehr spannenden Szenen. Mit einem unglaublichen, inszenatorischen Feingefühl treibt Regisseur David Yates die Handlung voran und zeigt eine völlig andere Seite von Tarzan. Schon die letzten vier Harry Potter-Filme, die Yates inszeniert hat, zeigten sein Können, das er nach „Legend Of Tarzan“ mit dem fantastischen Potter-Ableger „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ erneut unter Beweis stellte. Erfrischend anders als die „alten“ Tarzan-Filme, die man kennt, versucht Yates „seinen“ Tarzan dem Gegenwartskino anzupassen, ohne sich in unnötige Effektehascherei zu verzetteln. Die Spezialeffekte wirken für mich einfach konform zur Story.

Schauspielerisch ist allen voran Christoph Waltz einsame Spitze. Mit welchem Charme er den Bösewicht verkörpert ist schon oscarreif, das muss man einfach gesehen haben. Es ist wirklich unglaublich, wie intensiv Waltz sich in die Rolle einlebt. Man mag ihn, obwohl er böse ist. 😉
Alexander Skarsgård in der Rolle des Tarzan ist ebenfalls eine absolut gute Wahl gewesen.  Skarsgård, der mich schon in der Serie „True Blood“ begeistert hat, übertrifft sich mit dieser Darstellung selbst. Viele meinen, er sei nicht unbedingt der beste Schauspieler, sondern profitiert in erster Linie von seinem Aussehen. Dieser Aussage kann ich nicht folgen, denn  Skarsgård zeigt in jedem Film, den ich mit ihm gesehen habe, Talent. Als Tarzan hat er mich allerdings wirklich vollends überzeugt, was sein durchtrainierter Körper natürlich noch zusätzlich unterstreicht. Für mich ist Alexander Skarsgård der beste Tarzan, den ich je gesehen habe. Er wirkte durch und durch glaubwürdig.
Margot Robbie in der Rolle als Jane harmoniert mit ihm unglaublich schön, so dass auch die Romanze zwischen den beiden absolut sehenswert ist. Und … ja, ich habe am Schluss ein paar Tränchen vergossen. 🙂

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Fazit: Für mich die beste und emotionalste Tarzan-Interpretation.

© 2018 Wolfgang Brunner

Moloch – Die Dokumentation – Teil 5 – Schauspielerin Manoush

Dieses Mal kommt Schauspielerin Manoush zu Wort und erzählt uns etwas über den Künstler „Moloch“. Manoush hat bereits über 60 (!!!) Haupt- und Nebenrollen in Filmen aus Europa und USA gespielt. Unter anderem war sie in Marian Doras „Cannibal“ oder Filmen von Timo Rose zu sehen. 2011 gewann sie den Preis für die Beste Nebendarstellerin beim PollyGrind Film Festival in Las Vegas für ihre Rolle als Olga in „The Super“.

27939249_1839215732769381_190425460_n© privat

1. Wie hast Du Moloch kennengelernt beziehunsgweise wie bist Du auf ihn aufmerksam geworden ?

Moloch habe ich kennengelernt beim Dreh zu Adriano Ingraos Film “Wedding Party“, in dem sowohl Moloch als auch ich Rollen hatten.

2. Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit ihm vorstellen ? Wie ist er vor, während und nach dem Dreh?

Zusammenarbeit – vollkommen normal .. stressfrei …angenehm … sowohl am Set, als auch behind the scenes.

3. Unterscheidet sich die Zusammenarbeit mit Moloch – der sich ja selbst in erster Linie als Künstler/ Horror Artist (mit seiner Kunstfigur u. Künstlernamen ) sieht – im Vergleich zu anderen „normalen“ Schauspielern u. Darsteller – Kollegen, auch unter der Prämisse, das er (noch) kein ausgebildeter Schauspieler ist ?

Da gibt es nichts zu unterscheiden. Moloch hat seine Arbeit gemacht wie jeder andere Darsteller auch. Ich unterscheide auch nicht zwischen gelernten Schauspielern und ungelernten.

4. Wenn Moloch in „seiner Rolle“ aufgeht, wie verhält er sich dann? Verändert er sich überhaupt ?

Er spielt halt seine Rolle … präsent … bedrohlich … glaubwürdig.

5. Man liest ja oft, dass sich Schauspieler, um sich besser in ihre Rolle versetzen zu können, beim Dreh oder auch schon davor entsprechend anders verhalten und wie wirkt Moloch beim Dreh eigentlich auf die anderen Schauspieler ? Wie hat er auf dich beim gemeinsamen Dreh gewirkt ?

Nein, da ist er ganz und gar professionell. Liebenswert „off camera“ und “in character“ beim Dreh.

6. Man hört ja immer wieder, dass es Künstler gibt, die am Set entweder Allüren haben oder „Diven“ sind oder irgendwelche Splien´s haben oder sonstige merkwürdige Eigenschaften. Da Moloch mit seinen Darstellungen seiner Rollen ja immer sehr skurrile oder boshafte Figuren darstellt, hat dann diese Leidenschaft für Bösewichte auch Einflüsse auf sein Verhalten wenn er mal nicht „in der Rolle ist“ ?

Unsinn, gar nicht. Moloch ist wie er ist … und er ist angenehm so.

6. Zu guter letzt, was möchtest du Moloch noch mit auf den Weg geben ?

Geh Deinen Weg weiter .. denn so wie Du ihn gehst, ist er offensichtlich richtig.

Moloch – Die Dokumentation – Teil 4 – Regisseur José Hidalgo

Nach längerer Pause geht es endlich weiter mit der Dokumentation über den Künstler und Schauspieler Moloch.

Erst vor kurzem erschien José Hidalgos „Michael – (K)ein harter Vampirfilm“ auf DVD.
Heute antwortet er per Video auf einige Fragen zum Thema Künstler und Mensch Moloch. Viel Spaß beim Interview …

Scars Of Xavier (2017)

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Originaltitel: Scars Of Xavier
Regie: Kai E. Bogatzki
Drehbuch: Kai E. Bogatzki
Kamera: Philipp Peißen, Lucas Blank
Musik: Klaus Pfreundner (Maintitle:Jan Loamfield)
Laufzeit: 90 Minuten
Darsteller: Marc Engel, Constance Wetzel, Alexia von Wismar, Dirk Sonnenschein, Oliver Troska, Isabelle Aring, Angelina Markiefka, Annika Strauss, Daniele Rizzo, Vanessa Tesch, Lamacra
Genre: Horror, Thriller, Drama
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

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Xavier ist ein schüchterner Mittvierziger, der in Prag lebt und arbeitet . Er führt ein unauffälliges Leben am Rande der Gesellschaft. Doch in der Nacht kommt sein wahres Ich zum Vorschein und Xavier wird zu einem brutalen Killer.
Doch eines Tages lernt er die Bedienung Karolina kennen, in die er sich ein wenig verliebt. Nun muss Xavier gegen seinen Drang, zu töten, ankämpfen.

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„Scars Of Xavier“ ist der erste Langfilm des äußerst talientierten Editors (zuletzt Marcel Walz‘ „Blood Feast“) und Regisseures Kai E. Bogatzki. Nachdem mich bereits sein Kurzfilm „Liebe“ hellauf begeistert hat, war die Erwartungshaltung an seinen ersten Spielfilm extrem hoch. Um es gleich vorweg zu nehmen: Bogatzki hat mich absolut nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil: Er hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen und das mag schon was heißen, denn sie waren wirklich sehr hoch. 😉
Aber der Reihe nach: Alleine die Handlung respektive den Drehort nach Prag zu verlegen war ein absoluter Glücksgriff. Sehr stimmungsvoll wird schon während der ersten Bilder eine beeindruckende Atmosphäre aufgebaut, die einerseits durch die grandiosen Bilder heimelig  andererseits wegen der düsteren Umgebung teils kafkaesk wirkt. Jedenfalls trägt die wunderschöne Kulisse der Stadt einen großen Teil zur gesamten Stimmung des Films bei.

Es gibt so viel über diesen grandiosen Film zu erzählen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. 😉 Das fängt schon beim gewohnt perfekten Schnitt an, der sich durch den ganzen Film zieht. Die Titelsequenz zum Beispiel kann nur grandios bezeichnet werden. „Scars Of Xavier“ ist ein beeindruckendes, brutales, schockierendes und extrem glaubwürdiges Psychogramm eines Serienkillers, das noch lange nachwirkt. Mit Hauptdarsteller Marc Engel hat Kai E. Bogatzki einen Mann gefunden, mit dem er seine Visionen Wirklichkeit werden lassen konnte. Man spürt förmlich in nahezu jeder Einstellung, wie intensiv (und sowohl körperlich als auch psychisch anstrengend) die Dreharbeiten waren. Die Rolle des Xavier ist eine Paraderolle für Marc Engel, der wirklich alles gibt, um dem Bösen ein glaubwürdiges Gesicht zu geben. Das Schlimme und Erschreckende an seiner Darstellung ist, dass dieses Böse ein Mensch und keine erfundene Horrorfigur á la Freddy Krueger, Jason Vorhees oder Michael Myers ist, die nur stereotype Abschlachter mit wenig Informationen über deren Vergangenheit. Aber hier verkörpert Marc Engel einen Menschen, der mit seinen inneren Dämonen ringt und sie alleine bekämpfen muss. Gerade dieser Aspekt macht den Killer Xavier für mich so wahnsinnig erschreckend und bösartig. Ein wenig erinnert sein Charakter tatsächlich an Dexter Morgan, wobei Xavier verzweifelter, hilfloser und dadurch authentischer und fast schon bedauernswerter wirkt. Bogatzki geht psychologischer an die Thematik heran und versetzt den Zuschauer in eine voyeuristische Rolle, weil er ihn in allen Situationen im Leben des Täters teilnehmen lässt, sowohl am nach außen vollkommen normalen Dasein als auch am inneren Kampf des Killers und seinen blutigen Metzeleien an unschuldigen Opfern, die nichts anderes als Hilferufe nach Absolution seiner verkorksten Kindheit und Mutter-Sohn-Beziehung sind.   Marc Engel geht in seiner Rolle so emotional auf, dass man ihm alles abnimmt. Er stellt den unscheinbaren Nachbar und Mitarbeiter genauso glaubwürdig dar, wie den entfesselten Killer, der auf nichts mehr Rücksicht nimmt und seine Taten „genießt“, weil sie ihn in seinen Augen „retten“ und „erlösen“. Ich habe selten eine solch intensive und authentische Darstellung eines Serienkillers gesehen, wie sie hier in „Scars Of Xavier“ von Marc Engel gezeigt wird.
„And the Oscar goes to …. Marc Engel!“

Bogatzki macht den deutschen Film mit seinen innovativen Ideen und ästhetischen Bildern wieder interessant und zeigt, dass auch in Deutschland extrem gute Filme entstehen können. Unweigerlich fragt man sich nach dieser emotionalen Bilderflut, die einen mit „Scars Of Xavier“ überrollt hat, warum solche Werke mühsam mittels Crowdfunding ins Leben gerufen werden müssen und nicht eine große Produktionsfirma zur Seite hat. Man bekommt zum wiederholten Mal unerträgliche Komödien aus Deutschland geliefert, die nur für Dumpfbacken ein hohes Niveau darstellen, und inszenatorische und schauspielerische Meisterleistungen wie „Scars Of Xavier“ werden im eigenen Land unbeachtet. Und somit komme ich auch schon zu Kai E. Bogatzki selbst, der mit seinem ersten Langfilm ein unglaublich beeindruckendes, perfekt in Szene gesetztes und äußerst bedrückendes Werk abgeliefert hat, dass mich gegen Ende hin sogar an visionäre Filme von Regisseuren wie David Lynch und Lars von Trier erinnert hat. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, wenn ich an eine Szene, etwa in der Mitte des Films, denke, in der in einer Rückblende ein Mord „zelebriert“ wird. Eine solch blutige (im Grunde genommen abscheuliche) Szene derart künstlerisch zu inszenieren, dass sie Arte-gerecht wirkt, kann ich einfach nur als Genialität bezeichnen. Bogatzki hat ein cineastisches Auge, das vielen Mainstream-Regisseuren schlichtweg fehlt. Unter anderem bei dieser überwältigenden Szene kommt die perfekte Musikuntermalung von Klaus Pfreundner, die der „Schönheit“ jener Bilder noch zusätzlichen Ausdruck verleiht.
An dieser Stelle vielleicht auch noch ein ganz dickes Lob an die Jungs vom Sound: Thorsten Mies hat sich zusammen mit Robert Gondorf um den On-set Ton gekümmert, der ihnen wirklich gut gelungen ist. Robert Gondorf hat dann anschließend mit Robert Prus  das Sound Design gemacht.Philipp Kaase hat all dies im Studio zusammengemischt und auch beim Sound Design mitgemacht! Das Ergebnis kann sich absolut hören lassen.

Und am Ende, wenn der Zuschauer denkt, er hätte den brutalen und blutigen Weg des Xavier mitsamt seinen Opfern hinter sich gebracht, eröffnet Bogatzki noch eine weitere psychologische Tür, die einem den Atem raubt. Visuell überwältigend geht die Reise des Killers weiter, überschreitet Grenzen und macht letztendlich alles, was man gesehen hat, schlüssig.
Bogatzki, der Hauptdarsteller und das ganze Filmteam schockieren, verwirren, und berühren emotional. „Scars Of Xavier“ ist eine Achterbahnfahrt in die Psyche eines Mörders, aber auch in die kranke Welt eines von einem Kindheitstrauma geplagten Menschen, der im Grunde genommen bedauernswert ist. Die äußert real wirkenden Spezialeffekte (verantwortlich unter anderem Philipp Rathgeber) tun ihr übriges dazu, um diesen Film zu einem der schockierendsten, aber auch bemerkenswertesten Filme des deutschen Kinos der letzten Jahre zu machen.
Gerade in Zeiten von computeranimierten, seelenlosen Blockbustern zeigt Bogatzkis „Scars Of Xavier“ was Filmemachen wirklich heißt: Visionen nicht mit Millionen-Budget umsetzen zu können, Schauspiel und innovative, emotionale Ideen. Alle diese drei Dinge vereinen sich in „Scars Of Xavier“. Hinzu kommt noch eine grandiose Kameraführung und ein toller Score.
Danke an Kai E. Bogatzki nebst seinem kompletten Team und dem großartigen Hauptdarsteller Marc Engel, dass ich an diesem blutigen Albtraum teilhaben durfte, der authentischer nicht sein könnte und mich noch lange in meinen Gedanken begleiten wird. Begeisterter kann ich von einem Film fast nicht sein.
Wohlverdient heimst der Film auch gerade auf ausländischen Festivals eine Nominierung und Auszeichnung nach der anderen ein. Die nachfolgende Auflistung hat den Stand vom 12. Dezember 2017:

Gewinner (bisher):
„Best Thriller“ – Nightmares Film Festival
„Best Editing“ – FEARnyc
„Best Festure Film“ – DarkVeins Horror Fest
“Best Special Effects“ – DarkVeins Horror Fest
„Best Director“ – 13horror.com
„Special Mention“ – Optical Theatre Festival

Nominierungen (bisher):
„Best Cinematography“ – Nightmares Film Festival
„Best Feature Film“ – FEARnyc
„Best Actor“ – DarkVeins Horror Fest
„Best Score“ – DarkVeins Horror Fest
„Best Feature Film“ – Optical Theatre Festival
„Best Actor“ – Optical Theatre Festival
„Best Film“ – 13horror.com
„Best Actor“ – 13horror.com
„Best Actress“ – 13horror.com
„Best supporting Actress“ – 13horror.com

Official Selections:
FrightNights – Linz
SoIndependent Film Festival – Sofia

Wie gesagt: Wohlverdient! 😉

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Fazit: Brutal, blutig und schockierend. Psychogramm eines Serienkillers mit visionären  Bildern und brillanter, stylischer Umsetzung. Uneingeschränkt volle Punktzahl in jeder Hinsicht.

© 2017 Wolfgang Brunner