Interview mit der Schauspielerin Jeniffer Mulinde-Schmid


© Lena Stahl (www.framtidsbild.de)

Jeniffer Mulinde-Schmid wurde in Mombasa, Kenia, geboren und wuchs in der Schweiz auf. Nach einer Tanzausbildung absolvierte sie eine Schauspielausbildung. Neben ihrer Schauspielerei („Tag und Nacht“, „Die Standesbeamtin“ und Stand Up Comedian bei „Night Wash“, betätigt sich Mulinde-Schmid auch als Wirtin eines Berliner Restaurants.

Sie spielt zur Zeit außerdem am Theater Strahl in Nathan der Weise und hat in der in der schweizerisch-nigerianischen Filmproduktion „Amara“im Jahr 2016 neben der Co.Produktion auch die Hauptrolle übernommen.
Film-Besprechungen freut sich sehr, der vielseitigen Künstlerin ein paar Fragen stellen zu dürfen.

1. War die Schauspielerei schon immer Dein Traumberuf oder schwebte Dir auch einmal etwas anderes vor? Wie kam es letztendlich dazu, dass Du vor der Kamera stehst?

Nein, als Kind wollte ich eigentlich immer Ärztin werden. Bin jedoch bereits mit 7 Jahren vor der Kamera gestanden, denn ich habe eine Kindersendung: KIDZ moderiert.Es war für mich immer sehr natürlich vor der Kamera zu stehen und nichts aussergewöhnliches. Mit 17 Jahren wurde ich dann durch meine Modell-Agentur zu einem Film Casting eingeladen, wo ich dann auch genommen wurde. Mein erster Spielfilm: Dragan und Madlaina. Da wurde mir erst klar, dass ich Schauspielerin werden will.

2. Wie gehst Du mit negativer Kritik um?

Sagen wir es so, immer besser 🙂 Ich musste mit der Zeit lernen, dass ich negative Kritik nicht zu persönlich nehme. Mittlerweile klappt es ganz gut.

3. Welche Rolle wäre die größte Herausforderung für Dich?

Ganz klar, der in Lagos gedrehte Nollywood Film: Amara, denn wir hatten meistens nur einen Take und es musste sitzen. Wir waren unter extremen Zeitdruck und ich musste dazu noch in Englisch sprechen.

4. Was war die für Dich schlimmste Begebenheit bei Dreharbeiten?

Früher habe ich jeden Schrott mitgemacht, und habe für einen Studentenfilm mich nackt ausgezogen und mich gelb anmalen lassen, bin im Wald rumgerannt und habe mit einem Ball rumgeworfen, alles ohne TEXT…völlig bescheuert und ohne Sinn und ohne Geld….hahaaaa…. Würde ich jetzt nicht mehr machen 🙂
5. Hast Du Dein berufliches Ziel bereits erreicht oder gibt es noch Dinge, die Du anstrebst?

Ich habe viele Ideen und möchte meinen ersten Spielfilm selber schreiben, produzieren und drin mitspielen. Das Projekt ist schon in Arbeit.

6. Was macht Jennifer Mulinde-Schmid in ihrer Freizeit?

Ich gestehe, dass ich nicht viel Freizeit habe…aber wenn es soweit ist, dann gehe oft mit meinem Hund Tadeus in den Rehbergen spazieren. Treffe mich mit Freunden zum quatschen oder genieße zu Hause die Ruhe.

7. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Zuschauern / Fans?

Eigentlich hatte ich nur einmal diesen Kontakt mit richtigen Fans: In Nigeria, denn dort sind die Fans etwas anders und aufdringlicher wie in Europa. Es war für mich zuerst sehr befremdlich, ich hatte am Anfang fast Angst von den Fans. Wusste nicht, was sie von mir wollten… Aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und nehme mir auch sehr viel Zeit für sie, mach alles mit, auch die Selfies 🙂 und bin einfach nur Dankbar und fühle mich geehrt.
8. Welche Filme haben Dich am meisten beeindruckt und/oder auch beeinflusst?

Es klingt vielleicht etwas schräg, aber mich hat die Komödie „Sister Act“ mit Woopy Goldberg am meisten beeinflusst und ich schaue den Film noch heute gern. Mich inspirieren und berühren vor allem Filme, über die ich von Herzen lachen und weinen kann. Außerdem mag ich auch Filme, die mit Musik zu tun haben. 

9. Welche Persönlichkeit (noch lebend oder auch bereits verstorben) würdest Du gerne einen Tag lang treffen?

Ich war in meinem Leben nur von einem Menschen so richtig Fan: Michael Jackson…sonst fällt mir niemand ein. Michael hätte ich liebend gerne getroffen.
10. Gibt es etwas in Deiner Schauspielerkarriere, was Du heute anders machen würdest?

non…je ne regrette rien (ich bereue nichts)

11. Was sind die fünft wichtigsten Dinge in Deinem Leben?

1. Dass ich glücklich bin 2. Gesundheit 3. Familie 4. Freunde 5. Erfüllung im Beruf

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung meiner Fragen und wünsche Dir alles erdenklich Gute für Deine berufliche (und natürlich auch private) Zukunft.

© 2017 Wolfgang Brunner / Jennifer Mulinde-Schmid

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