The Corpse Grinders (2018)

Originaltitel: The Corpse Grinders
Regie: Timo Rose
Drehbuch: Timo Rose
nach dem Originaldrehbuch von Arch Hall sr. und Joseph Cranston
Kamera: Costel Argesanu
Musik: Timo Rose
Laufzeit: 82 Minuten
Darsteller: Max Evans, Yazmeen Baker, Enya Maria Tames, Ted V. Mikels, Kristina Kostiv, Marc Engel, Donna Hamblin, Nils Henftling, Anthony Straeger, Thomas Binder, Shawn C. Phillips
Genre: Horror, Thriller
Produktionsland: Deutschland, USA
FSK: ungeprüft

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Landau bekommt das Unternehmen „Lotus Cat Food“ überschrieben. Aber er hat Schwierigkeiten, das Geschäft am Leben zu erhalten, da die Umsätze weitaus schlechter als erwartet sind. Landau bekommt finanzielle Schwierigkeiten und kann die Mitarbeiter nicht länger bezahlen. Und so beginnt er, seine Mitarbeiter zu töten und auf andere Weise in seine Firma zu involvieren. Als einer der Vermissten, Frank, von der Polizei gesucht wird, entwickelt sich Landaus außergewöhnlicher „Einsatz“ für „Lotus Cat Food“ zu einer stetig ansteigenden Gefahr.

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Timo Rose, der mich mit seinen letzten Filmen „Reeperbahn“ und vor allem „Death Wish Zero“ sehr beeindruckt hat, liefert mit seinem neuen Film, einer Neuinterpretation von Ted V. Mikels KLassiker „Die Leichenmühle“, einen äußerst unangenehmen Film ab. Unangenehm wegen seiner direkten Zurschaustellung menschlicher Abgründe und den daraus resultierenden Folgen.  Roses Remake von „The Corpse Grinders“ ist in jeder Hinsicht dreckig und vulgär, aber auch tiefsinnig, wenn man genauer darüber nachdenkt. Es gab lange Zeit einen Film, der mich über Monate beschäftigt hat und dessen Bilder ich nicht mehr aus dem Kopf bekam, nämlich Marian Doras intensives, blutiges Drama „Cannibal“ über den Kannibalen von Rothenburg. Timo Rose tritt mit „The Corpse Grinders“ aus meiner Sicht in die Fußstapfen Doras und verursacht mit seinem blutigen, äußerst brutalen Horror-Thriller ein ähnlich unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Das liegt zum Teil mit Sicherheit an den teilweise wirklich derben Szenen, die man hier zu sehen bekommt, ist aber auch auf die beeindruckende Schauspielerleistung von Max Evans zurückzuführen. Evans‘ Mimik jagt einem oftmals Angst ein und man denkt unweigerlich daran, wie es wäre, wenn man ihm in diesem (Wut-)Zustand in einer dunklen Gasse gegenüberstehen würde.
Der Charakter des Landau ist aus meiner Sicht so geschickt in Szene gesetzt, dass man nie genau weiß, ob man es mit einem sympathischen, normalen Mann zu tun hat oder mit einem extrem gefährlichen, unkontrollierbaren Psychopathen. Max Evans verkörpert beides und das macht „The Corpse Grinders“ zu einer schauspielerischen und inszenatorischen Bombe, die jederzeit losgehen kann und dies auch tut.

Aber „The Corpse Grinder“ schockiert nicht nur, sondern zeigt auch auf, zu was Menschen fähig sind, wenn sie (finanziell oder auch anderweitig) keinen Ausweg mehr sehen. Anders als im Original von Ted V. Mikels konzentriert sich Timo Rose viel mehr um den Protagonisten Landau, versucht seine Psyche zu ergründen, was ihm durch das tolle Schauspiel von Max Evans, wie oben schon erwähnt, auch gelingt. Man wird Zeuge eines psychischen Verfalls und einer Fehlschaltung menschlichen Denkens, begleitet die grenzenlose Ausuferung einer Obsession und nimmt teil, wie ein kaputter Mann seine eigenen Abgründe auslotet und die Kontrolle über sich selbst verliert. Roses Film stellt für mich im Grunde genommen eine Mischung aus brutalem Splatter und psychologischer Lebensgeschichte eines verzweifelten (wütenden und kaltblütigen) Mannes dar, der aber durchaus auch zu Gefühlen imstande ist. Und weil eben auch „gute“ Emotionen mit ins Spiel kommen, funktioniert der Film und schockt.
Erwähnen möchte ich unbedingt auch noch den genialen Score, den Timo Rose zum größten Teil selbst komponiert hat. Dadurch kommt eine sehr bedrückende Stimmung auf, die sich durch den kompletten Film zieht. Sehr einfallsreich fand ich auch, wie der Regisseur des Originalfilms Ted V. Mikels in die Handlung eingebunden wurde, das hatte einen sehr charmanten Flair. 😉

„The Corpse Grinders“ bewegt sich zwar auf einem gewissen Low-Budget-Film-Niveau, aber gerade diese, ich nenne sie jetzt einfach mal „Unperfektheit im Look“, macht den Film wiederum auf gewisse Art und Weise perfekt und unterstreicht sogar den oben erwähnten dreckigen Stil. „The Corpse Grinders“ würde in einer Hollywood-Blockbuster-Perfektion bei weitem nicht jene Beklemmungen beim Zuschauer auslösen, wie er das in der jetzigen Fassung tut. Bei einer bestimmten Szene werden die FSK und andere Altersfreigabeprüfstellen ihre helle Freude haben und händeringend zur Schere greifen, nicht wissend, was diese Sequenz eigentlich über den Protagonisten aussagt. Man sollte nämlich bei Timo Roses Film auch zwischen den Bildern lesen (auch wenn einige jetzt sagen werden, dass es bei Roses Filmen nichts zwischen den gezeigten Bildern zu interpretieren gäbe). Bei mir haben die Bilder jedenfalls ein Gedankenkarussell ausgelöst, das mich irgendwie nicht mehr loslässt. Man muss sich auf „The Corpse Grinders“ einlassen können. Hier werden die Menschen nicht, wie im Original, von Katzen getötet, sondern von Landau persönlich. Timo Roses Neuinterpretation der Geschichte ist eine moderne, brutale, schockierende, düstere und beängstigende Version.
Ich musste mir „The Corpse Grinders“ tatsächlich zwei Mal ansehen. Beim ersten Mal hat er mich nämlich „nur“ geschockt, beim zweiten Mal dann in seiner schonungslosen Konsequenz, mit der Mikels Originalfilm fortgeführt beziehungsweise zu Ende gedacht wurde, beeindruckt.

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Fazit: Brutale, dreckige, schonungslose, schockierende und düstere Neuinterpretation eines Klassikers.

© 2018 Wolfgang Brunner

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Interview mit dem Schauspieler Marc Engel

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Marc Engel, Jahrgang 1971, wuchs in Norderney und Herne auf. Schon als Kind war er von der Magie des Films angetan. Er wurde regelrecht hineingeboren, da einige seiner Verwandten unter anderem als Kleindarsteller arbeiteten und sein Onkel Lichtspielhäuser und eine kleine Produktionsfirma im Ausland besaß. So kam es, dass er bereits seine 1. Rolle in einem Kinofilm als Zweijähriger bekam. Nach einigen „Pflegefamilien“-Wechsel und Umzügen hatte er so gesehen seinen 1. Job als 6-Jähriger im Kino nebenan auf Norderney. Dort fegte er für den Besitzer den Gehweg zum Lichtspielhaus mit seinem Bruder zusammen, als Lohn durften die Beiden die Filme immer umsonst schauen. Über einige Jahre hinweg wurde so die tiefe Liebe zum Film, durch den Besitzer des Kinos und durch Filme wie „Superman“, „Godzilla“, „Star Wars“, die Shaw Brothers, Bud Spencer, Winnetou und Co. entfacht. Es kam nicht selten vor, dass er einige dieser und andere Werke über 20 mal im Kino sah. Jedoch ruhte der Wunsch, etwas in dem Bereich selbst zu bewegen, sehr lange, etwa bis Mitte, Ende seiner 20er Jahre. Erst dann fing er an, mehr aus Hobby, Amateur-Kurzfilme für kleinere Wettbewerbe zu machen, die er selbst inszenierte und in denen er meistens mitwirkte. Nach kleineren Preisgewinnen widmete sich Engel allerdings anfangs mehr dem Schreiben von Gedichten, Kurzgeschichten, Kinder- und Drehbüchern.
Eher durch Zufall rutschte er die letzten Jahre wieder ins Filmgeschäft, wo er durch seine Darstellungen beeindrucken konnte. Engel will sich in Zukunft aber auch wieder mehr dem Schreiben zuwenden und seinen 1. Feature Film in Eigenregie „Blue Sparrow“, nach seinem eigenen Roman/Drehbuch, inszenieren.

Film-Besprechungen wollte mehr über den Schauspieler, der zuletzt in Timo Roses „Reeperbahn“ brillierte, wissen.

1. Welcher Schauspieler war schuld daran, dass Du selbst einer werden wolltest?

Oh, das ist schwierig, Wolfgang. Zuerst aber sehe ich mich selber gar nicht wirklich als Schauspieler. Schauspieler sind für mich jene, die es gelernt haben, diese hart arbeitenden Menschen, die täglich da rausgehen, Castings wahrnehmen, Workshops besuchen, Meetings und in 47 Rollen pro Jahr schlüpfen und ihren Job machen. Ich tänzle hin und wieder hier und da rein, gebe mein bestes und versuche mitzuhalten. Jedoch, hmmm, es dürfte langsam bekannt sein, dass Sylvester Stallone für eine Menge verantwortlich zu machen ist, was ich so verzapfe. Man kann schon sagen, dass Sly und wie er auf mich als Kind und Teenager gewirkt hat, durch seine Lebensgeschichte, seine Art zu schreiben, sein Talent, seinen Outsider-Figuren Leben einzuhauchen, einen starken Einfluss auf mich hatte. Wenn ich es an einer Person festmachen müsste, hat mich Stallone am meisten inspiriert, aber nicht nur als Mime. Besonders als Schreiber und auch Regisseur. Es gibt Stimmen, die ihn mimisch nicht so stark sehen und ihn nur als Action-Helden wahrgenommen haben und ihn darauf reduzieren. Das finde ich aber nicht angemessen, Stallone war kurz davor, schauspielerisch ein De Niro werden zu können und auf dem Weg dahin, wurde er doch auch zum Beispiel mit „Rocky 1“ als neuer De Niro und Brando gefeiert.
Deswegen differenziere ich Sly stark als Mime mit Talent und den Action-Helden, der er wurde, dem Regisseur und dem Schreiber Stallone. Ich war wirklich ein Riesenfan als Kind und bin es immer noch, besonders, was er in den 70er und 80ern gemacht hat. Ich denke, ohne ihn, seine Filme und meine Ex-Freundin wäre ich sicherlich nicht mehr hier oder im Gefängnis, haha? Zum Glück konnte ich ihm dafür mal danken, stand ewig auf meiner „To do Liste“!

Dasselbe gilt aber auch für Bruce Lee, der leider viel zu wenig geschätzt wird für sein gesamtes Wirken und Können. Der Mann war nicht nur DER „Martial Arts Typ“, er war auch ein Lehrer, Philosoph, ein fantastischer Schauspieler mit enormer Präsenz und einem Charisma, das seinesgleichen sucht. Etwas später, als ich dem „Stallone Universum“ langsam entsagen konnte, ist natürlich Robert De Niro, der besonders in den 70er, 80er und bis 90er Jahre, seinen Stempel bei mir hinterließ, ebenfalls zu erwähnen. Sprich, er war mein absolutes mimisches Vorbild neben Brando, Pacino, Chaplin, James Dean und auch der 80er Mickey Rourke sind ganz weit oben. Später kamen Ausnahme-Mimen wie Gary Oldman, Daniel Day Lewis, Javier Bardem und Christan Bale dazu. Im Grunde sind alle Genannten Schuld daran, dass ich irgendwie nie wirklich vollkommen aufgegeben habe, haha!

2. Wie gehst Du mit negativer Kritik um?

Hier unterscheide ich sogar noch stärker, da ich selber eine zeitlang Filmkritiken/Reviews und News für ein Film-Portal geschrieben habe und es mühsam erlernen musste, größtenteils das Subjektive aus der Rezension zu lassen und so gut es ging, objektiv das Werk zu begutachten. Obwohl einige Mimen oder Filmemacher dabei waren, die bei mir persönlich nicht hoch im Kurs standen. Am Ende, sind die Kritiken, was mich angeht, konstruktiv, objektiv und zum Thema passend, dann nehme ich mir das an. Was mich aber eher motiviert, daran zu arbeiten, es besser zu machen, als in die Ecke zu gehen und zu heulen. Verlieren sich die Kritiken in der subjektiven, selbstgefälligen Wahrnehmung und dienen nur dem Schreiber/Kritiker und seinem Ego, was man schnell erkennen kann, dann ist sie mir völlig egal. Dann geht es an mir vorbei, weil ich das gut filtern kann.
Ich bin immer offen für Ansichten, Meinungen und Anregungen, alles zu seinem Wert. Kunst, Kreativität in jeglicher Form, ist halt immer Geschmackssache, es gibt zig Personen und Werke, die von anderen gefeiert werden, die mir nicht gefallen und umgekehrt. Du kannst 5 Filmfans in einen Raum stecken, die sich über „The Dark Knight“ austauschen, unterhalten und bewerten sollen. Dann wird es den einen Marvel-Fan geben, der ihn prinzipiell doof findet und immer den einen, der über Christian Bales Stimme schimpft, dazu den einen, der grundsätzlich anders sein will und Anti-Hype eingestellt ist und gar nichts gut findet. Die anderen 2 lehnen sich zurück und sagen „Wow, das war ein verdammt geiler Film.“
Im Grunde bin ich wirklich, auch wenn man das öfter mal gehört hat, mein schlimmster Kritiker. Nicht mal mir Nahestehende sind so kritisch wie ich, was „mein Kreatives“ anbelangt. Es fällt mir schwer, mich selbst zufrieden zu stellen, egal ob als Darsteller, Schreiber oder Macher. Ich feiere eher meine Kollegen, als dass ich es sofort sehe, ob ich etwas „gut“ gemacht habe. Ich suche stets die Verbesserung und Weiterentwicklung.

3. Du spielst Haupt- und Nebenrollen, bist in Kino- und in Fernsehproduktionen wie zum Beispiel „Tatort“. Wo fühlst Du Dich mehr daheim: Kino oder Fernsehen? Haupt- oder Nebenrolle?

Das ist einfach. Ich betrachte alles erst mal in meiner eigenen „Reihenfolge“. Ich bin in erster Linie, vor allem anderen, Filmfan. Dann gehe ich als Schreiber/Autor da ran, dann betrachte ich, was es auch ist, das Projekt mit dem Auge eines Filmemachers, versuche die Szenen so gut ich kann in meinem Kopf zu sehen. Zum Schluss gucke ich, was sagt das bisschen Darsteller in mir dazu. Sprich, erst muss es mich als Fan ansprechen, egal was es auch ist. Dann kommt die Story, die Figur, dann: wie könnte etwas in Szene gesetzt werden, wie wird das aussehen usw.? Danach denke ich darüber nach, wie die Figur aussieht, denkt, redet, tickt etc … Darum herum muss mittlerweile alles passen, dann ist es mir fast egal ob Serie, TV oder Kino, wobei meine Liebe zum Film/Kino größer ist. Im Grunde komme ich da her und da will ich das bisschen auch noch bleiben. Halt die paar Jahre, die ich in dem Zirkus noch dabei sein will. Jedoch bin ich, was Haupt- oder Nebenrollen angeht, völlig uneitel. Selbst Komparserie würde ich noch machen, weil man auch da noch viel lernen kann. Aber das Kapitel ist erst mal abgeschlossen, da gehe ich nur noch evtl. als Fan hin, falls ein Stallone-Film oder eine coole Comicverfilmung etc. Typen sucht, zu denen ich passe. 😀
Sonst bleibt es dabei, die Rolle/Figur muss etwas haben, sonst mache ich es erst gar nicht. Jedenfalls ab jetzt nicht mehr, das bin ich mir als Filmfan immer zuerst schuldig. Ich mache ja nicht in Blockbustern mit. Aber mein Filmfan-Herz muss höher schlagen, wenn das Buch gut ist, die Figur oder die Monologe, das Projekt an sich. Dann ist es mir auch schnuppe, wenn man keine 100, 500000, 5, oder 10 Millionen Budget hat, dafür aber Filmliebhaber und Talente um sich hat, die brennen und was cooles schaffen wollen, mit geringen Möglichkeiten. Dann bin ich dabei und blute.

4. Du hast das Drehbuch zu einem romantischen Fantasy-Drama namens „Blue Sparrow“ geschrieben. Möchtest Du Näheres darüber erzählen?

Ok, dann hole ich mal etwas weiter aus. Witzigerweise ist „Blue Sparrow“ ja schuld daran, dass ich überhaupt wieder ein Tick mehr in die „Darsteller/Film Szene“ gerutscht bin und ihr mich ertragen müsst, haha. Nur so viel für die, die es nicht wissen. Ich wollte zwar mal mit Mitte 20 Schauspieler werden, aber ich wollte auch mit 18 Rockmusiker werden, mit 13 Boxer, mit 10 Supermann und mit 8 Bruce Lee. Na jedenfalls hat sich das im Laufe der Zeit zum Glück verändert, mit Cape durch die Gegend laufen würde schon arg albern aussehen. 😀 Ich sehe mich eher als Schreiber und Filmemacher in spe, dieser Kurs ist klar. Ich habe knapp 10 Jahre Amateur-Kurzfilme, unnötige Videos und Clips etc. gemacht, ganz viele schlechte und richtig üble. Damit viel zu viel Zeit verplempert. Das war mir dann zu wenig, weil es nicht vorwärts ging. Also habe ich 2007/2008 damit vollkommen aufgehört und mich auf das Schreiben konzentriert.
Es war immer klar, dass ich irgendwann meinen 1. Feature im Indi Low Budget Bereich machen werde und “Blue Sparrow” basiert auf meinem 1. Roman, den ich 2006 bis 2010 geschrieben habe und der bisher (beabsichtigt) nicht veröffentlicht ist, da ich 2013 die ersten Schritte mit einem Vorab-Trailer in die Wege leiten wollte, der für Crowdfunding Seiten dienen sollte und um Sponsoren zu finden. Dann habe ich mitten beim Dreh vom Trailer meinen Hauptjob verloren und aus der Not angefangen, mich bei Filmen/Serien als Komparse etc. zu bewerben, um extra Geld für den Trailer zu verdienen, aber auch etwas nebenher zu lernen, sprich „learning by doing“ wie es in Filmen für TV, Kino bei Pros abläuft.
Während ich meinen Job gemacht habe, habe ich nebenbei alle Positionen beobachtet, fast schon studiert, ohne dass es andere groß mitbekommen haben. Na ja, das wurde im weiteren Verlauf des Jahres immer erfolgreicher, bis ich zu meinem eigenen Erstaunen sogar 2 kleinere Nebenrollen in internationalen Filmen an Land gezogen hatte. Die trotz Zusagen, Meetings, Handshakes von begeisterter Regie etc. dann aber doch nicht passiert sind. Was auch eine hilfreiche Lektion war, wie es in der Filmszene ablaufen kann. Ehrlich gesagt, wollte ich im Herbst meines Lebens gar nicht mehr die Darsteller- Geschichte angehen. In meinen eigenen Filmen, eine kleine Nebenrolle hier und da ja, aber in anderen, das war gar nicht mehr der Plan. Jedoch, weil es bis dahin ganz ok lief, habe ich weiter gemacht, mich hier und da auch etwas mehr beworben und immer, wenn ich wieder ganz aufhören wollte und die Nase voll hatte, um mich auf meine Projekte zu konzentrieren. Dann kommt dieser anstrengende Mann aus Hamburg (Timo Rose) um die Ecke und bietet mir eine coole Rolle nach der anderen an. Ich denke, falls ich irgendwen nerven sollte mit meinem Dasein oder Schauspiel, was auch immer, dann sollen die sich bitte an den lieben Onkel Rose wenden und sich bei ihm beschweren. Er ist auch schuld daran, dass ich noch nicht vollkommen in „Darsteller-Rente“ bin, hiermit erneut Danke auch dafür, Amigo. Haha. Oops, jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen. Sorry, das passiert hin und wieder, wenn es um mein Lieblingsthema „Movie Magic“ geht. Nur noch so viel: „Blue Sparrow“ sollte immer mein 1. Indi/Low Feature werden. Aus jetziger Sicht mache ich ihn nicht vor 2018 und werde definitiv einen anderen Film vorher machen, der etwas kleiner angelegt sein wird. Da „Sparrow“ komplexer ist und ich denke ich werde dem Stoff gerechter, wenn ich ihn als 2. Film in Eigenregie angehe. Auf jeden Fall wird es gesamtheitlich etwas, dass es so noch nicht gab. Zumal der Stoff auch schon immer als „Trilogie“ angedacht war. Jedoch einen Schritt nach dem anderen. Zum anderen habe ich noch etwas Wichtiges gelernt in den letzten 2 Jahren: Es kommt eh immer anders, als man denkt und vieles ist auch immer vom lieben Geld abhängig. Schauen wir mal… 😉

5. Wie bereitest Du Dich auf Deine Rollen vor? Und wie klappt das mit dem Text? 😉

Mit den teilweise genannten Vorbildern, mit denen ich groß geworden bin, ist es klar, dass ich schon mittlerweile „Method“-ähnliche Wege gehe, bzw. für mich persönlich gehen muss. Ich habe damit bereits für meine letzten beiden Amateur-Kurzfilme 2006 und 2007 angefangen. Als es mich nicht mehr reizte, „nur“ noch eine Geschichte durch die Bilder oder das „klassisches Spiel“ zu erzählen. Ich fing an mit den körperlichen Veränderungen für meine Figuren, dann mit dem „mentalen Hineinleben“. Suchte halt zusätzliche Herausforderungen. Dann wurden 10 kg abgenommen, oder 10 kg zugenommen, Muskeln aufgebaut oder abgebaut. Ich will sagen, sobald ich ein Buch selbst geschrieben habe oder von anderen gelesen habe, sehe ich ein klares Bild von dieser Figur, wie sie aussieht. Und danach arbeite ich dann. Bedeutet: Dann wird trainiert, abgenommen, Muskeln aufgebaut oder abgebaut, schmal, breit, normal usw … Um dieses „Erscheinungsbild“ baue ich den Rest auf, wie er spricht, geht, welche Ticks er hat. Gibt es keine „Backstory“, webe ich mir eine zurecht usw …
Bei Uffuk (Reeperbahn) war alles klar und sehr gut beschrieben, er ist einfach nicht nett, gar nicht. Nur nicht, wie er aussieht. Also habe ich Timo immer genervt, er muss so aussehen, nicht „attraktiv“ und so, die Frisur usw. haha. Also habe ich gut 5 Wochen trainiert wie ein Irrer, mit ein paar kleinen Verletzungspausen dazwischen und 8 kg abgenommen. Ich habe ihn nicht als kleinen, breiten Schrank gesehen, wie eher in der Szene üblich. Es sollte immer klar sein, wenn man mir klassische Riesen an die Seite stellt, dass Uffuk trotzdem „streetsmart“ und gefährlich ist, unberechenbar. Eher der schmale, drahtige, trainierte Schläger und wenn es darauf ankommt, sehr gefährlich ist und nicht nur Knochen bricht. Jemand, bei dem man nie weiß, was er als nächstes tut. Ich habe in den 5 Wochen Training, nur einmal am Tag gegessen, für mich als Genussmensch die Hölle. Ich wusste, dass ich dadurch reizbarer werde und zusätzlich zum permanenten Muskelkater durch das Training hatte ich überall leichte Schmerzen. Somit beam ich schnelleren Zugang, um „wütend“ zu werden. Das habe ich auch bei der gesamten Drehzeit so beibehalten. Das war wiederum nicht leicht, weil ich auch ein paar andere Aufgaben übernehmen wollte und Timo mir diese auch gewährte, wie zum Beispiel Regie-Assistent oder Second Unit Leitung. Es gab schon Momente, wenn man für andere da sein sollte, wo ich mich zusammenreißen musste, sie nicht in Grund und Boden zu schreien, weil ich sehr oft mit dieser inneren Ungeduld, dem ewigen Muskelkater und dem Hunger kämpfen musste. Ich denke den Wenigsten ist es aufgefallen, hoffe ich zumindest. 😀 Im Grunde habe ich zu 95% nur gegessen, wenn ich abgedreht war, damit ich von gleich auf jetzt umschalten konnte. Da Uffuk ja im Grunde permanent auf 180 ist mit kleinen Abstufungen. Es gab noch ein paar andere Tricks und hin und wieder hat mich Timo auch gepuscht, wenn ich noch nicht voll drin war.
Ja, Text ist so eine Sache, als Schreiber ist es mit das A und O, aber es gibt immer mal Sätze, die nicht funktionieren wollen, auf Papier ja, aber hin und wieder gibt es zungenunfreundliche Lines, mittlerweile klappt das ganz gut!

6. Welche 5 Filme würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen und warum?

Ey, das geht gar nicht. Das darfst du einen Film Freak nicht fragen … man, haha. Ich versuche es nach Bedeutung zu ordnen und die Filme, die ich in den letzten 30 Jahren am meisten geschaut habe irgendwie da hineinzubekommen und für mich selbst zu rechtfertigen, man. Mir fallen sofort mindesten 22 ein, die auch hier rein gehören…

Rocky 1, The Dark Knight, Die Zeitmaschine (1960), Old Boy, Die Klapperschlange. SORRY, ich muss mehr erwähnen, es geht nicht anders. Die Verurteilten, Braveheart, Fight Club, Heat, Leon der Profi, Magnolia, Cape Fear, Warrior, Drive, The Matrix, The Wrestler, Unforgiven und noch weitere 138 andere, haha.

7. Welche 5 Bücher würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen und warum?

„Hamlet“. Auch wenn es kein wirkliches Buch ist, aber durch Hamlet habe ich meine Liebe für die Art, wie Shakespeare schreibt, entdeckt und irgendwie habe ich immer einen Zugang zu der Zerrissenheit der Figur gehabt. Aber ohne diese „Mami Note“ halt, haha.

„Der alte Mann und das Meer“. Ich liebe die klar formulierte „Einfachheit“ und „Botschaft“ des Buches.

„Das mechanische Klavier“ von Gaddis hat mich schwer beeindruckt, als ich es „damals“ gelesen habe.

Dasselbe gilt für „Also sprach Zarathustra“, obwohl es ewig her ist, dass ich es gelesen habe. Und damals habe ich natürlich nicht alles verstanden. Denke, es wird Zeit, das Ganze wieder aufzufrischen. Jedoch bin ich ehrlich: Seit dem ich selber mehr schreibe, habe ich noch weniger Zeit zum lesen, als zuvor schon. Da das auch immer im Konflikt steht mit meiner Filmleidenschaft oder meiner kreativen Ader, verliert meistens „Das Buch“ gegenüber den genannten Punkten.

Zum Schluss kommt wieder etwas Untypisches: Obwohl ich es hier auch mit Jim Morrisons „The American Night“, Chaplins „Die Geschichte meines Lebens“ oder „Interview mit einem Vampir“ etc. beenden könnte, muss ich das Drehbuch zu „Rocky 1“ nehmen. Für mich ist das Drehbuch durch und durch Poesie. Die Figuren, die Story, die Monologe, gesamtheitlich einer der besten Drehbücher aller Zeiten. Da steckt so viel Liebe in den Figuren, selten wurde in meinen Augen dieser Grad an Perfektion erreicht.

8. Welche Rolle würde Dich als Schauspieler am meisten reizen?

Im Augenblick schreibe ich nebenher 2 Drehbücher, die sich zu den 3, die ich dieses Jahr bereits schon geschrieben habe, gesellen. Das eine ist ein klassischer „Actioner“, aber das andere Drehbuch ist sehr dunkel, düster und zeigt nach und nach die Abgründe der menschlichen Seele. Die Hauptfigur reizt mich unheimlich, weil sie weder das eine noch das andere ist. Die Figur entwickelt sich und führt den Zuschauer/Leser in die Irre. Abgesehen davon, entspricht die Rolle kein Stück dem, wie ich gerade aussehe. Ich bin regelrecht verliebt in die Geschichte und die Figur, was mir auch aufzeigt, das irgendwas mit mir nicht stimmt, haha. Jedenfalls, das ganze Projekt wächst mir unheimlich ans Herz. Wenn ich damit fertig bin, es beiseite lege und dann nach einiger Zeit wieder aus der Schublade hole, ist es durchaus möglich, dass ich dieses Buch zuerst verfilmen werde. 2017, möglich?

Abgesehen davon gibt es noch eine Figur, auf die ich mich mental schon langsam einstelle. Ein Stoff von einem anderen Filmemacher, den wir nächstes Jahr angehen wollen, falls alles klappt. Auch eine höchst interessante Figur …, schauen wir mal. So oder so, habe ich eine gewisse Vorstellung davon wie die nächsten 3/4 Jahre aussehen sollen, als Darsteller. Ich werde nur noch in diesem Zeitraum Rollen annehmen und dann, wenn alles aufgeht, egal ob ich auf meine geplanten 10 Haupt- oder Nebenrollen komme, aufhören. Angedacht ist, dass „Blue Sparrow“ auch meine vorletzte Rolle überhaupt sein wird, die ich spielen werde. Ich lasse mir nur noch eine Option offen, dass ich evtl., wenn ich irgendeiner Rolle oder einem sehr guten Buch nicht wiederstehen kann, nur noch einmal etwas annehmen könnte/ würde. Dann ist ganz Schluss als Darsteller. Als Fan will ich irgendwann zurückblicken und sagen: Egal welchen Film ich in größeren oder kleineren Parts angenommen habe – das Buch, das Projekt oder die Figur war cool. Egal, ob viel Geld dahinter steckt oder nicht. Ich habe zu dem Zeitpunkt mein bestes gegeben, unter welchen Voraussetzungen auch immer und kann dann stolz sein. Sprich, dass ich nicht jeden Käse angenommen habe, nur um dabei zu sein, mein Gesicht in die Kamera zu halten, das will ich nicht. Ich will für mich auch eine „Projekt-Treue“ schaffen. Auch nach 2, 5 oder 10 Jahren sagen: Ja, zu „Reeperbahn“ stehe ich. Auch wenn nicht immer alles 100 Pro verlief, wir hier und da mit Pannen und Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, war das Buch gut, die Cast und Crew waren Hammer und wir haben unser bestes gegeben. Der Beginn von „Team/Family Rose“. Es soll nicht meine 23. halbarschige Performance gewesen sein wegen der Kohle. Das bin ich nicht und das suche ich nicht. Ich will auch nicht jeden Scheiß mehr annehmen, um auf mich aufmerksam zu machen. Das soll auch keine Wertung für andere sein. Es gibt viele, die wollen auf der Bühne stehen und Theater spielen, das ist nicht meins, das könnte ich nicht und will ich auch nicht. Andere müssen annehmen, was geht, weil es ihr Beruf ist und sie die Miete zahlen müssen. Auch dafür mein Respekt, ich weiß wie schwer es für viele ist, gute Rollen zu bekommen.
Das ganze Schauspieler-Ding ist kein Zuckerschlecken. Viele, die nicht aus der Szene sind, sehen nur den möglichen „Ruhm“ dahinter. Für die ganzen Schauspieler da draußen, die nicht Brad Pitt oder Til Schweiger sind, ist das ein großes Stück Arbeit, Tag für Tag. Und ein jeder, der sich auch nur ein kleines Standing aufgebaut und erarbeitet hat, weiß, dass es mit sehr viel Hingabe und Entbehrungen einherging. Ein Tick schlimmer ist es sogar für Schauspielerinnen. Da wir in einer sehr oberflächlichen Welt leben, ist das „Verfallsdatum“ für Frauen fast schon eingegrenzt in knappe 10 – 15 Jahre, danach wird man schon fast als zu alt eingestuft, weil man die „Hübsche“ nicht mehr geben kann. Deswegen, ein jeder der sich diesen Beruf ausgesucht hat, verdient meinen Respekt. Trotzdem, ich mache das Ganze, weil ich Bock darauf habe und wenn ich das nicht sehe für ein Projekt oder eine Figur, dann gehe ich lieber in einem 0815 Job weiterarbeiten, um meine Miete zu zahlen. Ich will keine 137 Einträge in meiner Vita. Wenn ich am Ende mit 5,7 oder 10 guten Rollen aufhöre, dann weiß ich, die waren es wert, dass ich mir den Hintern aufgerissen habe. Das meine Figuren nie gleich aussahen, gesprochen, gewirkt haben. Dann wird dieses Kapitel geschlossen und ich gehe weiter zur nächsten „Bestimmung“. Das ist mein Vorhaben, mein Weg.

9. Welchen Schauspieler, Musiker oder wen auch immer würdest Du gerne einmal persönlich treffen?

Mit die interessantes Menschen sind leider nicht mehr unter uns. Ob John Lennon, Chaplin, Bruce Lee, Beethoven, Hemingway, Brando, Robin Williams. Als Nerd/Fan/Mensch gibt es locker 100 Kreative, die man mag und in seinem kleinen Tempel verehrt. Ich denke, um nicht zu langweilen, sind, abgesehen von Stallone in einem 4 Augen Gespräch, Robert De Niro, Angelina Jolie, Michael Caine, Jane Goodall, Bruce Springsteen, Tarantino, Eastwood, Spielberg und John Carpenter weit oben, was den Unterhaltungsbereich oder Persönlichkeiten angeht.

10. Du hast gesagt, dass Du Deine eigentliche Bestimmung im Bücher schreiben siehst. Wie sehen da Deine Pläne aus, welche Genre bedienst Du?

Wie erwähnt: Erst noch die paar Jahre, bis ich an den „Blue Sparrow“ Verfilmungs-Punkt komme, falls alles aufgehen sollte in den kommenden Jahren. Danach werde ich sehr wahrscheinlich mein Smartphone an die Wand schmeißen, mich 1 Jahr fettfressen, die Welt erneut ein Stück bereisen und danach nur noch schreiben. Für mich, für andere, je nachdem, was das Leben dann so zu bieten hat. Die Fortsetzung zum „Blue Sparrow“ Roman lauert da ganz ganz hinten in ferner Zukunft, ein Gedichtband auch. Abgesehen davon habe ich immer 38 Ideen in der Schublade, genretechnisch gibt es irgendwie wirklich alles. Ich denke, ich suche auch immer das, was ich vorher nicht konnte. Das zeichnet sich in meinem „normalem Lebenslauf“ ab und in meiner Vita. Wenn man bedenkt, dass ich viel zu oft in meinem engeren Umfeld gehört habe „Das geht nicht“, „Dafür bist du zu alt“, „Das wird nichts“ habe ich schon etwas bewegt und will noch einiges weiter bewegen in Bereichen, in denen ich eigentlich auf dem Papier laut Werdegang nichts zu suchen hatte. Zum Glück bin ich trotzig und es gab auch immer 1 – 2 Stimmen, die gesagt haben „das geht, du kannst das“. Mal schauen, vielleicht werde ich auch noch Fischer. Denn das schlummert tief in mir, wenn alle erwähnten Punkte abgearbeitet sind und mir die Zeit dafür weiterhin gewährt wird. Ich würde sicherlich nicht einen Fisch fangen, aber täglich hinausfahren und mich innerlich vor der Schönheit der Natur verneigen. Verdammt ich will jetzt sofort ein Boot, haha. 😀

Ich bedanke mich bei Dir für das angenehme Gespräch und wünsche Dir film- und buchtechnisch alles Gute für die Zukunft.

Dito Wolfgang. Danke, hat mir echt Spaß gemacht. Sorry, dass es etwas länger gedauert hat, aber bei mir hast du das Pech, einen Film-Freak, Schreiber und Darsteller in einem zu haben, da ist das „Ausschmücken“ vorprogrammiert, haha. Ich wünsche Dir ebenfalls alles Gute, auch für Deine Bücher. Cheers.

©2015 Marc Engel / Wolfgang Brunner

Barricade (2007)

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Originaltitel: Barricade
Regie: Timo Rose
Drehbuch: Timo Rose, Ted Geoghegan
Kamera: Matthias Jakubski, Timo Rose
Musik: Timo Rose
Laufzeit: 96 Minuten
Darsteller: Raine Brown, Joe Zaso, André Reissig, Thomas Kercmar, Manoush, Andreas Pape, Sebastian Gutsche, Stefan Lenger, Tanja Karius, Timo Rose
Genre: Horror
Produktionsland: Deutschland
FSK: ?

*

Nina, Michael und dessen Kumpel David beschließen, einen kleinen Ausflug in den Schwarzwald zu unternehmen. Dort werden sie von einem mysteriösen Fremden gewarnt, dass sie umkehren sollen. Doch die drei ignorieren die Warnungen des Fremden und setzen ihren Ausflug fort. Doch bald treffen sie auf eine irre Kannibalenfamilie, die seit Jahren in den Wäldern haust und bereits auf sie wartet …

*

Nachdem mich Timo Roses „Nature“, „Death Wish Zero“ und „Reeperbahn“ in letzter Zeit absolut begeistert haben, wage ich mich nochmals an seine älteren Produktionen heran.  Seinen „Lord Of The Undead“ und die „Mutation“-Trilogie habe ich nur noch schwach in Erinnerung. Nun habe ich mir aber „Barricade“ nochmal gegeben. 😉
„Hostel“, „The Hills Have Eyes“
und „Texas Chainsaw Massacre“ waren wohl die Vorbilder, die Timo Rose in seinem Backwood-Gore-Slasher „Barricade“ verwurstelte. Alle drei genannten Kultfilme fand ich persönlich gleichwertig oder sogar schlechter als Timo Roses Schlachtfest. „Hostel“ war eh noch nie mein Fall und die Originalversionen der anderen beiden Filme finde ich mittlerweile einfach vom Inszenierungsstil etwas überholt. Hätte Rose mehr Geld und etwas bessere Schauspieler zur Verfügung gehabt, wäre „Barricade“ eine schockierende Foltertour in deutschen Wäldern geworden. Ich will damit nicht sagen, dass die Schauspieler schlecht gewesen sind, im Gegenteil: Sie haben ihre Sache wirklich gut gemacht, aber in manchen Szenen hätte ich mir einfach mehr Professionalität gewünscht.
Schnittechnisch wurde ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet, allerdings hätte man im finalen Kampf vielleicht auf die extrem schnellen Schnitte und leicht gekünstelt wirkenden Wiederholungen verzichten sollen. Da wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Wie es bei derartigen Filmen meist der Fall ist, erfährt man auch hier wenig bis gar nichts über die Hintergründe der metzelnden Kannibalenfamilie. Das finde ich aber gar nicht weiter schlimm, denn bei solchen Gore-Genrebeiträgen erwartet man weniger Tiefgang in der Handlung als vielmehr tiefgreifendes Herumwühlen in verstümmelten Körpern. Und das bekommt man hier eindeutig geliefert, wenngleich sich das blutige Foltergemetzel eher am Ende des Films befindet. Dennoch kam für mich niemals Langeweile auf, weil sich bereits in „Barricade“ ein Inszenierungsstil Roses abzeichnet, den er mit seinen letzten Filmen „Death Wish Zero“ und „Reeperbahn“ perfektionierte. Atmosphärisch stimmige Bilder lösen sich bei „Barricade“ mit leicht amateurhaft wirkenden ab, was der morbiden Stimmung des Gesamtwerks allerdings keinen Abbruch tut. An einigen Stellen, meist im Haus der abartigen Familie, wird die Kamera schockierend nah an exzessive Folterungen und/oder blutspritzenden Wunden gehalten, dass es einem wie ein Schlag in den Magen vorkommt. Rose überschreitet Grenzen und will damit schockieren. Und das gelingt ihm allemal besser als so einigen Backwood-Slasher-Trittbrettfahrern, die bedeutend mehr Budget zur Verfügung hatten.

Timo Rose bewegt sich mit „Barricade“ zwar noch irgendwie im Independent-Amateurfilm-Bereich, zeigt aber zwischendurch unglaublich gekonnte Professionalität, die begeistert. Auch der von Rose selbst komponierte Soundtrack ist absolut passend und stimmig. Fast wie bei den  Filmen von Marian Dora setzte sich bei mir während des Films immer mehr ein unangenehmes Gefühl in der Bauchgegend fest, das mit Sicherheit von den harten und brutalen Goreszenen verursacht wurde. Rose bewegt sich mit seinem Kannibalen-Slasher eindeutig bereits auf seinen heutigen Inszenierungsstil zu. Mit mehr Budget hätte er mit Sicherheit einen beeindruckenden und vor allem schockierenden, im wahrsten Sinne des Wortes „unter die Haut gehenden“ Film abgeliefert.
Ach ja: Und den Kurzauftritt von Rose selbst fand ich äußerst gelungen.

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Fazit: Blutig und schockierend verlegt Timo Rose den amerikanischen Backwood-Slasher in deutsche Wälder. Freunde des Gore-, Trash-, Splatter- und deutschen Independent-Films dürften ihre Freude an Timo Roses „Barricade“ haben.

© 2015 Wolfgang Brunner

Reeperbahn (2015)

Reeperban-Cover

Originaltitel: Reeperbahn
Regie: Timo Rose
Drehbuch: Timo Rose
Kamera: Christian Penn
Musik: Myra
Laufzeit: 87 Minuten
Darsteller: Lisa Katharina Volk, Max Evans, Marc Engel, Nikolai Will, Rebekka Mueller,  Andre Koock, Vanessa Eichholz, Thomas Binder, Vaile Fuchs, Tessa Bergmeier, Nils Henftling
Genre: Thriller, Drama
Produktionsland: Deutschland
FSK: ? (es ist wohl von einer der folgenden Einstufungen auszugehen: SPIO/JK keine Jugendfreigabe oder FSK 18)

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Sarah arbeitet als Prostituierte auf der Reeperbahn. Ihr Bruder Markus hält sich zusammen mit seinem besten Freund Djängo mit kleinen kriminellen Geschäften über Wasser. Eines Tages fordert Uffuk, Sarahs “Zuhälter”, von Markus Geld zurück. Plötzlich ist nichts mehr wie es war und die Beteiligten werden in einen blutigen Sog gerissen …

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Ich hatte das Glück, Timo Roses neuen Film „Reeperbahn“ als Vorab-Screener zu begutachten. Was soll ich sagen? Ich habe nichts anderes erwartet, als das, was ich geboten bekam. Um meine Stimmung, die mich gleich von den ersten Minuten dieses Thriller-Dramas an ergriffen hat, etwas besser zu erklären, muss ich kurz weiter ausholen: Seit „Die Klapperschlange“ war ich großer John Carpenter-Fan und habe ab diesem Zeitpunkt rückwirkend all seine alten Filme „verschlungen“ und sehnsüchtig auf seine neuen gewartet. Ich möchte Timo Rose nicht unbedingt mit John Carpenter vergleichen, dazu hat er einen viel zu eigenwilligen Inszenierungsstil, aber das Feeling, das er dem Zuschauer rüberbringt, ist irgendwie das gleiche. Ich saß beim Vorspann von „Reeperbahn“ erwartungsvoll da und genoss, wie einst bei Carpenter, wie die Namen altbekannter Personen (Schauspieler, Musik, Schnitt etc.) genannt wurden und dabei überkam mich genau diese (vor)freudige Hochstimmung auf den Film, den ich gleich sehen würde.

Alleine schon der Vorspann ist sein „Geld wert“: Kai E. Bogatzki beherrscht es einfach, einen stimmungsvollen Einstieg zu schaffen. Auch dies ist Bestandteil meiner oben erklärten Begeisterung, die durch Myras Filmmusik noch unterstrichen wird. Es ist alles so herrlich stimmig, bevor der Film überhaupt richtig angefangen hat. Beide, Bogatzki wie auch Myra, stellen ihr Können während des ganzen Films in konstanter Qualität unter Beweis. Zusammen mit Roses visuell ansprechendem Inszenierungsstil ergeben diese Zutaten eine beeindruckende Milieu-Studie des Hamburger Kiez, die geschickt Elemente von Thriller und Drama mischt. Gekonnt werden die verschiedenen Handlungsstränge zusammengeführt und ergeben ein tristes und gewalttätiges Gesamtbild. Wie schon mit „Death Wish Zero“ kann Timo Rose auch mit seinem neuen Film absolut faszinieren.

Nun komme ich zu den Schauspielern. Da fällt es mir äußerst schwer, zwischen den verschiedenen, allesamt guten Leistungen zu differenzieren und eine Punktewertung abzugeben. Denn: Die sämtliche Schauspieler sind schlicht und einfach gut. Marc Engel tritt in „Reeperbahn“ so richtig in den Vordergrund und spielt virtuos und glaubwürdig ein arrogantes Macho-Arschloch. Das dürfte nicht jeder Schauspieler so exzellent hinbekommen. Engel hat mich in dieser Rolle absolut überzeugt. Aber auch Max Evans, den Regisseur Rose bereits für die Hauptrollen in seinem Film „Death Wish Zero“ und die Serie „Nature“ unter Vertrag hatte, brilliert als Markus in gewohnter Qualität. Durch seine natürliche Art punktet der Schauspieler beim Zuseher. Als Kumpel von Markus gesellt sich Nikolai Will an die Seite von Evans. Es ist eine wahre Freude, den beiden zuzusehen. Dass ich sowohl von Max Evans wie auch Nikolai Will als Schauspieler begeistert bin, ist kein Geheimnis. Deswegen hat es schon was, den beiden jetzt gemeinsam in einem Film zuzuschauen. 😉
Auf der Seite der Frauen gefiel mir Lisa Katharina Volk unglaublich gut. Aber eben auch Tessa Bergmeier, Vaile Fuchs und Rebekka Müller. Um es vereinfacht auszudrücken, der Cast (ob männlich oder weiblich) war einfach gut, die Nebendarsteller mit einbegriffen.
Timo Rose hat ein unglaublich gutes, engagiertes und talentiertes Team um sich versammelt. Ich hoffe nur, dass genau dieses Team für die weiteren Filme erhalten bleibt (eben wie in John Carpenters Anfangszeiten). 😉

Timo Rose bewegt sich mit seinem brutalen Milieu-Drama völlig abseits von weichgezeichneten Filmen und Serien, die eine ähnliche Thematik behandeln. Das beginnt schon mit der derben Sprache, die man zu hören bekommt. Aber so wird in diesen Kreisen nun einmal miteinander geredet, da hilft auch kein Schönreden. Rose setzt auf Authentizität und das schafft er hervorragend, wenngleich sich der ein oder andere Zuschauer so manches Mal die Ohren zuhalten möchte wegen der direkten und obszönen Dialoge. „Reeperbahn“ ist hart und erschütternd, andererseits stecken auch sehr viele ruhige und menschliche Momente darin. Diese Kombination hält uns schlicht vor Augen, wie das Leben ist: brutal aber manchmal auch schön und lebenswert. In der Realität und im Film. Roses Drama stimmt nachdenklich, macht wütend und lässt einen am Ende hilflos zurück, weil man sicher ist, dass es genau so geschehen kann und vielleicht sogar geschehen ist.

„Reeperbahn“ ist als Trilogie geplant. Soweit ich weiß, ist das Drehbuch für Teil 2 schon fertig und das für den abschließenden Film in Arbeit. Als Gesamtwerk gesehen könnte ich mir durchaus vorstellen, dass „Reeperbahn“ eines Tages Kultcharakter bekommt. Zu wünschen wäre es diesem Projekt.

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Fazit: Brutal, ruhig, schockierend und deprimierend. Timo Roses Ausflug in die Realität des Hamburger Reeperbahn-Kiez begeistert durch Regie, Schauspieler, Schnitt und Musik.

© 2015 Wolfgang Brunner

Interview mit dem Schauspieler Max Evans

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© Max Evans

Max Evans, Jahrgang 1984, ist englischer Sänger und Schauspieler. Er lebt heute in seiner Wahlheimat Hamburg und hat in Musicals wie zum Beispiel „Footlose“ oder „Jesus Christ Superstar“ mitgespielt.
Er trat in ein paar Folgen der für den NDR gedrehten Serie „Großstadtrevier“ auf und widmet sich in letzter Zeit vorrangig Kinofilmen. In Timo Roses Mystery-Horror-Serie „Nature“ übernahm er die Hauptrolle ebenso wie auch in „Death Wish: Zero“. Im Drama „Reeperbahn“ spielt er einen Kleinkriminellen und in dem Hollywood-Remake „Blood Feast“ von Marcel Walz, das voraussichtlich 2016 in die Kinos kommt, stellt er den Charakter Mathis dar.

Film-Besprechungen freut sich riesig, dem überaus netten Schauspieler ein paar Fragen stellen zu dürfen.

1. Auf welche eigene Leistung bist Du besonders stolz?

Dank Marcel Walz durfte ich dieses Jahr in meiner ersten Hollywood-Produktion neben Caroline Williams, Robert Russler und Sophie Monk spielen, was eine unglaubliche Erfahrung war. Am stolzesten bin ich aber auf meine Arbeit in Timo Rose’s „Death Wish: Zero“. Es war für mich die erste Aktionrolle, bzw. der erste Actionfilm, in dem ich mitwirken durfte. Dieser Film hat das gesamte Team (auf jeden Fall mich!) an die physischen Grenzen gebracht. Trotz Brüche, Prellungen und anderen Verletzungen weiterzuspielen, war eine neue Erfahrung, auf die ich tatsächlich sehr stolz bin… und ich würde es immer wieder tun! 🙂

2. Du spielst nicht nur in Filmen mit, sondern auch in Theaterstücken. Was fühlt sich für Dich besser an? Wo bist Du eher zu Hause?

Also, ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Der direkte Kontakt zum Publikum und deren Reaktionen ist der Hammer und man wird schnell süchtig danach. Allerdings bin ich ein sehr schüchterner Typ und war nie eine „Rampensau“, wie viele meiner damaligen Kollegen. Ich fühle mich beim Film besser aufgehoben. Es ist meiner Meinung nach eine bessere Möglichkeit, authentische Emotionen darzustellen (zumindest für mich- es fühle sich hier bitte keiner auf den Schlips getreten!!!) und es ist für mich intimer. Ich bin ja erst seit kurzem in dieser „Nische“ angelangt, aber hoffe weiterhin vor der Kamera stehen zu dürfen und nur ab und an auf die Bühne zu müssen.

3. Kannst Du uns drei Lieblingsfilme und evtl. auch Lieblingsbücher nennen und erklären, warum sie das für Dich sind?

Oooh das ist schwierig… Star Wars 4-6… und ich weigere mich zu erklären warum! 😀 Alien. A: Geiler Film! B: Meine Kindheit BESTAND aus Alien! Mein Bruder und ich hatten ihn einmal auf VHS aufgenommen, als er im TV lief und haben die Kassette geschaut, bis sie nicht mehr funktionierte. Terminator 2. Während andere bei Bambi etc. geheult haben, bin ich immer in Tränen ausgebrochen, wenn Arnie sich am Ende in das erhitzte Metall herablässt und ein letztes „thumbs up“ gibt … *schnief* …

Bücher: John Niven „The second coming“ … Das ist mal ein Jesus, wie ich ihn mir vorstellen würde, wenn ich an sowas glauben würde … Jay McInerney „Bright lights. Big city“. Portraitiert meine Lieblingsstadt perfekt und ich liebe es einfach. „Lord of the flies“ und „1984“ sind auch mit dabei, werde ihnen aber keinen Rang geben … Ich will nicht, dass die beiden streiten … 🙂

4. Was wäre Deine absolute Traumrolle?

Es gibt so viele Rollen, die ich gerne spielen würde und die alle ihren speziellen Charme haben. Neben einem Zombie in einem Rose Film (ICH HABS NOCH NICHT AUFGEGEBEN TIMO!;)), zieht es mich immer wieder zu Dramen … Das ist einfach das Genre, welches mir am meisten Spaß macht und in dem ich mich heimisch fühle. Aufgrund meines Äußeren kommt leider nicht jede Rolle für mich in Frage … Ich werde wohl nie einen Anwalt, oder Polizisten spielen, genau so wenig wird man mir die Rolle des verantwortungsvollen Familienvaters geben, da die Gesellschaft ein solches Aussehen nicht damit assoziiert. Ich liebe jede Rolle mit Tiefgang, aber das liegt auch eigentlich am Schauspieler, einer Rolle genau diese Tiefe zu verleihen. Lange Rede, kurzer Sinn: eine „Traumrolle“ habe ich nicht … Es sei denn, man castet mich als Handtuch von Rosario Dawson … Aber das ist ’n anderes Thema!

5. Was wäre Deine zweite Berufswahl neben der des Schauspielers gewesen?

Früher wollte ich Kunst studieren und ich denke, ich wäre auf jeden Fall in einem kreativen Beruf gelandet … Ich wollte auch mal seriös werden und Kaufmann werden, aber das erledigte sich schnell … Respekt an alle mit Bürojobs, aber ich könnte das nicht. Ich würde vermutlich immer noch Tätowieren und nebenbei Illustrationsarbeiten machen …

6. Wie dürfen wir uns den privaten Max Evans vorstellen? Was machst Du in Deiner Freizeit? Welche Filme siehst Du, welche Bücher liest Du und welche Musik hörst Du?

Privat bin ich ein sehr ruhiger Typ. Klar ziehe ich auch mal los, aber das eher selten. Vor allem inzwischen! Ich bleibe gerne drinnen, lese, schaue Filme, oder schreibe. Zur Zeit lese ich “ Look who’s back“ von Timur Vermes und „Yes Please“ von Amy Poehler (absoluter Tip!!!! Selten so gelacht!) und nerve meine Nachbarn mit „SWING“ von Savage. Musikalisch bewege ich mich irgendwo zwischen Metal, Hip Hop, Pop und eigentlich ALLEM ausser Kehlkopfgesang …

7. Du hast in Timo Roses Serie „Nature“ die Hauptrolle übernommen. Was kannst Du künstlerisch in einer Serie anders umsetzen als in einem Film?

Das Tolle an einer Serie ist, dass es eigentlich nie wirklich aufhört … Auch wenn man grade eine Etappe abgeschlossen hat, fühlt es sich immer so an, als würde es weiter gehen. Vor allem hat man mehr Zeit, einen Charakter zu etablieren und seine Entwicklung darzustellen. In Timo Rose’s Nature war es mir möglich (hoffe ich zumindest), Steve Chandons Weg in die Isolation darzustellen. Wie er sich nach und nach von der Gesellschaft distanziert, wäre in einem Film meines Erachtens nach sehr schwer darzustellen. Bei Nature zB. fühlt es sich nicht so an, als wenn es vorbei wäre, auch wenn die erste Staffel abgedreht ist und eine zweite zwar angedacht, aber noch ungewiss ist.

8. Deine Darstellung in „Death Wish: Zero“ (ebenfalls unter der Regie von Timo Rose) ist sehr emotional und Du hast den Charakter Deiner Rolle sehr professionell und gut dargestellt. Wie bereitet man sich auf eine solche Rolle vor?

Ich habe nicht sonderlich viel Erfahung als Auftragskiller und bin ein recht emotionaler Mensch. Also das genaue Gegenteil von Heath! Es gehört aber zum Job, sich auch mit Rollen auseinanderzusetzen, die einem fremd erscheinen. Bei Reeperbahn zB. musste ich mich nicht sonderlich vorbereiten. Für Heath musste ich immer wieder bzw. konstant den emotionalen Ausknopf drücken, bis Heath dann selbst den Knopf auf „an“ schaltet. Körperlich wollte ich mich besser auf Death Wish: Zero vorbereiten, war allerdings nicht möglich, da ich mir, geschickt wie ich bin, bei Nature eine Rippe brach.

9. Wo liegen Deiner Meinung nach Deine Stärken? Und wo Deine Schwächen?

Ganz klar: Ich bin nicht agressiv genug. Wenn ich mitbekomme, wie viele meiner Kollegen die Ellebogen ausfahren, werde ich schon fast neidisch! Auf der anderen Seite könnte ich das nicht. Genau so wenig kann ich mich so gut verkaufen, wie andere mit mehr Selbstbewusstsein. Für mich geht immer das Projekt vor, statt meiner eigenen Promotion und das ist definitiv in diesem Geschäft eine Schwäche! Auf der anderen Seite mag ich es, auf dem Boden zu bleiben und einfach mal die Klappe zu halten… meine Stärken? Ich kann über sowas schlecht urteilen. Sagt Ihrs mir! 🙂

10. Gibt es etwas in Deiner Schauspielkarriere, das Du heute anders machen würdest?

Kein RTL oder VOX machen … Ich kann’s heute nicht leiden, wenn ich angeschrieben werde, weil ich grade bei Punkt ZWÖLF in irgendeiner Wiederholung laufe. Ansonsten gibt es vieles, was ich anders machen würde. Castings, die ich nie wahrgenommen habe, welche DIE ich wahrgenommen habe und zu nichts führten … Aber an der Vergangenheit festzuhalten bringt nichts. Immer wieder auf Neustart, immer weitermachen und vor allem keinen Wert darauf legen, wenn Menschen versuchen, einem Steine in den Weg zu legen.

11. Was sind die fünf wichtigsten Dinge für Dich?

Family, Kunst, Gesundheit, Freiheit und Corndogs.

Film-Besprechungen bedankt sich bei Dir für die Antworten und wünscht Dir viel Erfolg für all die kommenden Projekte. Mögen es noch viele sein …

Ich bedanke mich!!!!!!!

© 2015 Max Evans / Wolfgang Brunner

Death Wish Zero (2015)

death wish zero

Originaltitel: Death Wish Zero
Regie: Timo Rose
Drehbuch: Timo Rose
Kamera: Timo Rose, Andre Koock, Ewa Niziuk
Musik: Myra
Laufzeit: 72 Minuten
Darsteller: Max Evans, Thomas Binder, Rebekka Mueller, Jessy Moravec, Andre Koock, Freddy Chiniti, Maya Trojanowski, Marc Engel, Pierre Wolf, Michael Müller
Genre: Thriller, Drama
Produktionsland: Deutschland
FSK: ? (es ist wohl von einer der folgenden Einstufungen auszugehen: SPIO/JK keine Jugendfreigabe oder FSK 18)

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Heath Chandon ist Auftragskiller, einer der besten. Eines Abends sucht eine junge Frau Hilfe bei ihm und klopft an seiner Wohnung. Heath verliebt sich in das Mädchen und zweifelt an seinem Job. Er entschließt sich, das Killen aufzugeben und will sich bei seiner Auftraggeberin freikaufen. Die ist allerdings alles andere als begeistert und versucht Heath zum Weitermachen zu zwingen. Als dieser aber nicht nachgibt, setzt seine Chefin die übrigen Auftragskiller, die für sie arbeiten, auf Heath an. Eine erbitterte Jagd beginnt …

*

Wo soll ich beginnen? Das erste, das mir nach dem Abspann von „Dead Wish Zero“ durch den Kopf gegangen ist, war: „Was ist das denn für ein verdammt verfi$$t geiler Film?“ Ich kann es gar nicht anders ausdrücken, denn Timo Roses 25te (!!!) Regiearbeit hat mich echt umgehauen – von Anfang bis Ende.
Schon der Einstieg (wieder einmal grandios von Kai E. Bogatzki geschnitten) macht absolut Lust auf das Action-Drama, das sich völlig anders entwickelt hat, als ich ursprünglich dachte. Rose hält trotz der Spannung und Action immer einen melancholischen Unterton, der sich (bis auf das blutige Finale) durch den ganzen Plot zieht. Das ist einfach unglaublich stimmig und nachvollziehbar. Keine Sekunde kommt Langeweile auf, man will wissen, wie es weitergeht, obwohl man es sich eigentlich schon denkt. Und die Morde sind in stylischen, kultverdächtigen Bildern inszeniert.

Max Evans ist neben Jessy Moravec und Marc Engel einfach der Hammer! Evans ist noch besser als in „Nature“, zeigt Emotionen und weckt Gefühle im Zuschauer, die mitreissen. An Evans gibt es absolut nichts auszusetzen, die Rolle ist ihm buchstäblich auf den Leib geschrieben und seine Darstellung ist dermaßen glaubwürdig, dass es einem fast schon Angst macht. 😉 Jessy Moravec meistert ihre Rolle ebenfalls top wie auch Marc Engel als wütender Endgegner. Die Kampfszenen wirkten auf mich sehr überzeugend und echt. Das Finale kommt sehr blutig daher, wirkt aber niemals übertrieben. Handgemachte und computergenerierte Effekte gehen eine überzeugende Symbiose ein, die wirklich Spaß macht. Hin und wieder schimmert dann in diesen Szenen ein leichter Hauch von Amateurfilm durch, der das Ganze aber wohlwollend auflockert und in keinster Weise stört. Timo Roses Regiestil ist sicher und eigenständig. Und vor allem absolut professionell. Die Sets, der Schnitt und wie Rose seine Hauptdarsteller leitet, das alles wirkt nahezu perfekt. Bogatzkis Schnitt fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Ich achte sehr auf solche Dinge in Filmen, aber was dieser Mann teilweise „fabriziert“ ist echt der Knaller.

Nun zum nächsten, absoluten Pluspunkt dieser Produktion. Aus meiner Sicht ein Highlight der Extraklasse, das den ganzen Flair des Films noch zusätzlich unterstreicht und dadurch das geniale Gesamtergebnis zustande bringt. Myras Soundtrack hat mich derart begeistert und in eine Zeit entführt, in der die gute alte Filmmusik noch zur Unterstützung von Stimmungen in einem Film waren. Myra ist sowas wie die weibliche John Carpenter 😉
Ihre Piano- und Synthesizerkompositionen sind unglaublich atmosphärisch und lassen Timo Roses Film tatsächlich wie einen Film von John Carpenter erscheinen. Myras Musik ist aber nicht nur eine wahnsinnnig gute Filmuntermalung, sondern könnte auch hervorragend alleine existieren. So gesellt sich also ein weiterer Pluspunkt in meine (begeisterte) Aufzählung.

Nun kommen wir zu den liebevollen Details, die über den ganzen Film verstreut sind. Mal in einem Mono- oder Dialog und mal in einer Einstellung. Überall verbergen sich Anspielungen auf Kultfilme und solche, die es einmal werden wollten (sollten). Es dauerte nicht lange und ich habe in jeder Szene nach einer versteckten Hommage gesucht. Die Horror- und Actionfilme der 70er und 80er sind unübersehbar vertreten, in einer Einstellung fühlte ich mich sogar an Spielbergs „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ erinnert 😉 und und und … Tarantino und die alten Charles Bronson-Filme und … es ist wirklich Wahnsinn, was Timo Rose zusammen mit seinem Cutter Kai E. Bogatzki (es werden sehr eigenwillige Stilmittel eingesetzt, die mir aber total gut gefallen haben) an Anspielungen für Filmfans eingebaut hat, und das obwohl „Death Wish Zero“ eine vollkommen eigenständige Handlung hat und niemals kopiert wirkt. Daumen hoch!

Ich könnte immer noch weiter schwärmen, aber ich glaube, ich schau mir den Film einfach nochmal an. 😉

*

Fazit: Handwerklich und schauspielerisch professionelles Thriller-Drama mit einem wunderbaren Soundtrack und einem blutigen Finale. Filmfans werden ihre wahre Freude daran haben, sich während der Hommage an 70er und 80er Jahre Filme auf die Suche nach den versteckten Anspielungen zu machen.

© 2015 Wolfgang Brunner

Abschließend noch einen Riesendank an den Regisseur Timo Rose, der „Film-Besprechungen“ die Workprint-Fassung zur Begutachtung zur Verfügung gestellt hat.

Interview mit dem Regisseur Timo Rose

 

Timo Rose
© Timo Rose

Timo Rose, Jahrgang 1977, ist ein deutscher Regisseur und Produzent. Er führte Regie bei Filmen wie „Beast“, „Game Over“ (der elf Auszeichnungen in den USA, Kanada und Österreich, unter anderem Best Movie, Beste Regie und Bester Weiblicher Schauspieler erhalten hat), „Reeperbahn“ oder „Death Wish Zero“ und inszenierte die Found Footage-TV Serie „Nature“ mit Max Evans.
Von seinen Fans wird er „Deutscher Godfather Of Gore“ genannt und ist im Ausland erfolgreicher als hier in seiner Heimat Deutschland.
Film-Besprechungen freut sich, dem sympathischen Regisseur ein paar Fragen zu stellen.

1. „Nature“ ist Deine erste Serie. Was liegt Dir mehr: Spielfilm oder Serie?

Das ist eine gute Frage. Im Endeffekt nimmt sich beides nichts, bis auf den Aufbau des Hauptcharakters (siehe NATURE). Da hat man, wenn man eine Serie dreht, natürlich viel mehr Spielraum als bei einen 90-Minüter, in dem man dem Publikum lediglich ein komprimiertes Bild seiner Visionen vermitteln kann. Bei „Nature“ konnten wir uns Zeit lassen, den Charakter zu entwickeln, und uns auch in verschiedenen Situationen seiner Veränderung detailliert annehmen. Das hat großen Spaß gemacht, gerade wenn man mit begnadeten Schauspielern wie Max Evans (Blood Feast Remake, Reeperbahn – Der Film) arbeitet.

2. Mit Sicherheit wurde diese Frage schon oft gestellt, aber interessieren tut sie mich trotzdem. Welche Regisseure inspirieren Dich?

Ohne arrogant klingen zu wollen: Heutzutage keiner mehr. Als Kind hat man alle verehrt: von Sam Raimi bis hin zu John Woo, Carpenter, Scorsese , de Palma. Aber im Laufe der Zeit haben sich deren Arbeiten verändert. Die „Kunstform“ Film wurde zu Fliessbandarbeit und die Genialität blieb auf der Strecke, was natürlich auch an dem Einfluss der großen Studios liegt, welche viele Regisseure im Vorfeld schon extrem einschränken. Heute lasse ich mich lieber von meinem Umfeld beeinflussen, meinen Freunden , oder Menschen die ich in der Bahn sitzen sehe. Jedes Gesicht erzählt auf eine ganz merkwürdige Art und Weise eine eigene Geschichte. Und das finde ich viel interessanter als alles andere.

3. Gibt es Mainstreamproduktionen und Popkorn-Kino, das Timo Rose gefällt?

Als Movie-Junkie muss ich da ganz klar sagen: JA ! Ich versuche generell wirklich ALLES zu gucken. Vieles, wie jüngst „St. Andreas“ finde ich storytechnisch extrem schlecht, die Effekte sind aber unglaublich gut. Als Kaiju-Fan haben ich natürlich den neuen „Godzilla“ gefeiert, ebenso „Jurassic World“. Den neuen „Mad Max“ hingegen fand ich eher langweilig, weil sich der ganze Film ab der 20. Minute lediglich wiederholt. Das ist kein „Mad Max“ mehr, wie man ihn kennt. Hätte man den Film nur „Fury Road“ genannt, und es ginge nur um „Charlize“ , dann hätte der Film besser funktioniert. So wurden meine Erwartungen leider zerstört.

4. Welches Deiner Projekte siehst Du auch in weiter Zukunft noch nicht fertiggestellt? Ich meine, gibt es einen Traum von Dir, der sich, aus welchen Gründen auch immer, leider nicht verwirklichen lässt?

Momentan gibt es da nichts. Alles was ich machen wollte, habe ich gemacht und auch mein Zombie-Film „Memoires“ , der ja schon 2013/2014 gedreht werden sollte, ist noch nicht im Mülleimer verschwunden. Ich habe mir selber Prioritäten gesetzt und diese auch versucht umzusetzen. Deshalb hab ich 2014 z.B. „Reeperbahn“ gedreht, mein erstes Drama. Ich habe viel Horrorzeug gedreht, Trash, Musikvideos usw, und ich fühle mich nicht bereit, einen neuen Horrorfilm zu drehen, einfach weil mir die Ideen fehlten. Ich fühle mich auf eine gewisse Art und Weise ausgebrannt. Und ich wollte mich nicht wiederholen oder selber zitieren oder andere kopieren. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich knapp 4 Jahre nichts eigenes gedreht habe. Auch wollte ich mich neu orientieren, und wenn ich wieder was machen wollte, dann „richtig“, frisch und einfach „anders“.
Derzeit plane ich wieder einen neuen Film für Frühjahr 2016. Mal schauen was das wird. 😉

5. Siehst Du Dich heute eigentlich noch als „Underground“-Filmer wie zu Deinen Anfängen?

Ich denke nein. Die Zeiten sind lange vorbei. Ich habe im Alter von 15/ 16 schon meine ersten Versuche auf VHS kopiert und „undergroundmäßig“ unter die Leute gebracht. Aber sind wir mal ehrlich: Ich habe die Deutsche Underground-Szene damals mitgeformt und -gebildet. Es gab nur eine Handvoll Leute, die so etwas gemacht haben. Heute versucht jeder mit ner DSLR-Kamera das zu tun, was wir damals begonnen haben.
Seit Jahren stehen meine Filme in Videotheken und in Kaufhäusern. Und einige bekommt man in mehr als 15 Länder der Welt, japanisch synchronisiert, französisch untertitelt und so weiter. Ich glaube nicht, dass man dazu „Underground“ sagen kann.
Ich habe als Kind quasi angefangen, „Filme“ zu machen (wenn man das so sagen kann, haha) und heute habe ich eine enorm große und tolle Fanbase weltweit, habe mit Leuten aus Hollywood Drehbücher geschrieben oder mit einigen gearbeitet usw. Ist das „Underground“? . Ich glaube nicht.

6. Was steht in naher Zukunft außer einer neuen Staffel von „Nature“ ( 😉 ) noch auf dem Plan?

Ob wir eine zweite Staffel von NATURE drehen, steht leider noch nicht fest. Wir warten erstmal ab und gucken, wie sich alles entwickelt und ob NATURE erfolgreich verkauft wird.
Ansonsten steht jetzt die Weltpremiere von meinem 25. Film „DEATH WISH ZERO“ an, und im Frühjahr folgt das Release von meinem Film „REEPERBAHN“.
Danach wird auch wieder die Kamera angeschmissen, für ein Projekt welches ich zusammen mit dem besten CUTTER der Welt machen möchte (Kai Bogatzki). Aber dazu kann ich noch nicht viel sagen.

7. Bei welcher großen Hollywood-Produktion hättest Du gerne die Regie übernommen und warum?

Das ist eine gute Frage. Und, um ehrlich zu sein, kann ich dir da keine Antwort geben.

8. Wieso bekommen wir von Timo Rose eigentlich immer nur Horror oder brutale Thriller zu sehen? Wieso nicht einmal eine Liebesgeschichte?

Das stimmt ja so nun auch nicht, haha. „REEPERBAHN“ z.B. ist ein reines Drama mit leichten Thriller-Elementen. Und 2004 habe ich eine Komödie gedreht.
Ich denke einfach das z.B. das Horrorgenre, wenn man es richtig betrachtet, ein Becken diverser verschiedenen Emotionen ist. Gewalt kannst du nicht in eine reine Komödie packen, Humor in einen Horrorfilm allerdings schon. Zum anderen ist Gewalt und Brutalität schon immer ein Teil der Gesellschaft gewesen, und ich möchte meine Augen nicht davor verschließen. Ich möchte vermitteln. Und natürlich mag ich es, Leute zu schockieren. Was nichts zu bedeuten hat, denn ich mag es auch, Leute zum Lachen zu bringen. In erster Linie möchte ich lediglich meine Vision vermitteln, vollkommen egal ob mit oder ohne Brutalität. Die Geschichte ist das Hauptaugenmerk und die Charaktere (ja ok, war bei mir nicht immer so – lacht- ) . Wenn das Drehbuch gut ist, würde ich auch eine Liebesgeschichte drehen. Aber dazu muss wirklich ein gutes Buch auf dem Tisch liegen. Aber wie wir alle wissen, produziert Deutschland so etwas fast jeden Tag. Da gibt es nichts mehr, was man noch entdecken könnte. Jeder Charakter wiederholt sich, jedes Paar gab es schon einmal, und fast jeder Witz hat seine immer wiederkehrende Pointe.

9. Weinst Du den 80er Jahre-Horrorfilmen nach oder „befriedigen“ Dich auch neue Produktionen?

Wieso „nachweinen“? Es gibt sie ja Gott sei Dank immer noch, und wenn ich Bock auf einen 70er oder 80er Horrorfilm haben, dann gucke ich einen auf VHS, DVD oder Bluray. 🙂
Von den Horrorfilmen heute erwarte ich gar nichts mehr und lasse mich eher überraschen, als etwas Gutes zu erwarten. Und ja, natürlich find’ ich einige neue Produktion auch gut oder sehr gut. Alles ist ein Wellengang und auch gute Horrorfilme werden dabei an den Strand gespült … Ich warte einfach ab. 🙂

10. Was fällt Dir spontan ein zu

Tanz der Teufel?
Klassiker des Horrorfilms, der einige Filmemacher bis heute inspiriert.

Wes Craven?
Nightmare, ganz klar. Freddy und Horace Pinker. Leider vor kurzem verstorben…RIP

Stephen King?
Autor, der auch unter Pseudonym Bücher released hat, von denen bis heute einige nicht wissen dass sie von ihm sind.

Christopher Lee?
Legende ! Dracula ! Toller Schauspieler gewesen. Man vermisst ihn auf der ganzen Welt.

11. Was sind die fünf wichtigsten Dinge, die im Leben für Dich zählen.

Da muss jetzt auch ehrlich sein, oder? Okay, dann aber 6 : Gesundheit, Filme, Fast Food, Sex , Godzilla & meine Freunde.

Ganz großen Dank für die Beantwortung der Fragen. Film-Besprechungen wünscht Dir, dass Dein Erfolg anhält und Du hoffentlich auch bald die geplante zweite und dritte Staffel von „Nature“ verfilmst.

Vielen lieben Dank für das tolle Interview. 🙂

Gruß an meine Fans und Freunde.

Wir wünschen Dir alles Gute für Deine berufliche und private Zukunft.


© 2015 Timo Rose / Wolfgang Brunner