Mörderisches Geheimnis – SOKO Wien (2008)

SOKO Wien

Originaltitel: Mörderisches Geheimnis
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Kerstin-Luise Neumann
Kamera: David Sanderson
Musik: Bob Gutdeutsch
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Sandra Cervic, Thomas Mraz, Werner Prinz, Patricia Hirschbichler
Genre: Krimi, Thriller
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

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Auf einem Schlangenlinien fahrenden Fiakergespann sitzt der Kutscher Laszlo tot am Kutschbock. Das SOKO-Team nimmt den Besitzer des Fiakerbetriebes unter die Lupe. Laszlos Schwester Kathi, die mit ihrem Bruder eine alte Geisterbahn im Prater betrieben hat, ist erschüttert. Und schon bald finden die Ermittler heraus, dass Laszlo von Geheimnisse umgeben ist und dass vor allem die alte Geisterbahn eine Rolle bei seinem Tod gespielt hat.

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Solche Folgen machen süchtig! 😉
Der Ermittlungsfall tritt fast schon in den Hintergrund, wenn man in den wunderschönen Bildern, die Regisseur Sigl mit seinem Kameramann Sanderson einfängt, versinkt. Die Szenen in der Geisterbahn muten, treffenderweise, wie aus einem atmosphärischen Horrorfilm an und geben der ganzen Folge einen wunderbaren Touch. Sigl spielt oft auf seine Vorbilder an und macht das so gekonnt, dass es eine wahre Freude ist. Die Musik von Gutdeutsch tut ein übriges dazu, um „Mörderisches Geheimnis“ abzurunden.

Das SOKO-Team tritt wieder einmal absolut sympathisch und überzeugend auf und macht den sowieso schon kurzen Film noch kurzweiliger, so dass, eh man sich versieht, bereits der Abspann über den Bildschirm läuft. Bei solchen Folgen fragt man sich immer wieder, warum es SOKO nicht ins Kino schafft oder zumindest die doppelte Laufzeit zugesprochen bekommt. Das Potential wäre jedenfalls da und Cast und Crew brächte mit Sicherheit einen ansehnlichen Spielfilm zustande.

Diese Folge zeigt wieder einmal, dass das hohe Niveau der Serie durchgehend erhalten bleibt und macht SOKO Wien aus diesem Grund  zu etwas besonderem.
Man sieht, dass Robert Sigl und seine Crew wie auch die Schauspieler sichtlich Freude an der Inszenierung hatten. So müssen Fernsehserien sein …

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Fazit: Atmosphärische Folge aus der SOKO-Reihe, die wieder einmal das hohe Niveau der Krimiserie beweist. Man wünscht sich unweigerlich mehr davon.

© 2015 Wolfgang Brunner

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Verraten und verkauft – SOKO WIEN (2012)

SOKO Wien

Originaltitel: Verraten und verkauft
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Kerstin Schütze
Kamera: David Sanderson
Musik: Bob Gutdeutsch
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Maria Happel, Helmut Bohatsch, Elena Dörfler, Konstantin Frolov
Genre: Krimi, Thriller
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

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Ein bulgarischen Bauarbeiter wird ermordet und die kleine Tochter des Bauleiters entführt. Gibt es einen Zusammenhang?  Das Ermittlerteam der SOKO Wien macht sich an die Arbeit und nimmt erst einmal den reichen Bruder des Toten ins Visier, der angeblich seinen Bruder schon Jahre nicht mehr gesehen hat.

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„Verraten und verkauft“ geht sehr behutsam mit dem Thema „Kinderhandel“ um. Die schön verschachtelte Geschichte macht Spaß und man weiß lange Zeit nicht, wohin die Ermittlungen führen. Regisseur Sigl benutzt wieder einmal all jene Zutaten, die seine Filme ausmachen, und lässt uns erneut an einer Folge der siebten SOKO-Wien-Staffel teilhaben, die Niveau zeigt.

Besonders gefallen haben mir die Szenen, in denen der Bruder des ermordeten Bauarbeiters (dargestellt von Bijan Zamani) mitspielte. Zamani konnte mich in seiner Rolle absolut überzeugen.
Die Rückblenden waren wieder in typischer Sigl-Manier gedreht und zeigen, dass der Regisseur sein Handwerk einfach versteht. Auch die Musik fiel mir in dieser Folge wieder sehr angenehm auf. Gutdeutsch schaffte an einigen Stellen eine Stimmung, die mich an alte „Haunted House“-Filme erinnerten, obwohl diese SOKO-Folge mit dieser Art von Filmen nichts zu tun hat. Dennoch verschaffte Gutdeutschs Soundtrack dieser Folge eine wirklich sehr schöne Atmosphäre.

Über die Schauspieler der SOKO-Crew brauche ich eigentlich gar nicht mehr zu sprechen, denn sie passen einfach perfekt in ihre Rollen und gehen darin auch sichtlich auf. Es ist immer wieder schön, Penny Lanz (Lilian Klebow), Helmuth Nowak (Gregor Sehberg), Carl Ribarski (Stefan Jürgens) und Otto Dirnberger (Dietrich Siegl) dabei zuzusehen, wie sie sich auf Verbrecherjagd machen. Wer sich einmal näher mit den Charakteren der Serie beschäftigen möchte, sollte sich einmal auf der SOKO Wien-Internetpräsenz des ZDF umsehen.

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Fazit: Sehr schön inszenierte Folge, die  den Zuschauer lange im Ungewissen lässt. Robert Sigls SOKO-Folgen sind und bleiben einfach sehenswert.

© 2015 Wolfgang Brunner

Tod á la carte – SOKO Wien (2012)

SOKO Wien

Originaltitel: Tod á la carte
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Kerstin-Luise Neumann
Kamera: David Sanderson
Musik: Bob Gutdeutsch
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Maria Happel, Helmut Bohatsch
Genre: Krimi, Thriller
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

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Als das SOKO-Team einen gemeinsamen Abend mit leckerem Essen in einem exklusiven Restaurant verbringen wollen, werden sie Zeuge eines Mordes. Ein Gast bricht tot zusammen und SOKO Mitarbeiterin Franziska entdeckt, dass die Todesursache ein vergifteter Cognac war. Franzsika schleust sich als Küchenhelferin in das Restaurant ein und versucht, den Mörder unter den Angestellten aufzuspüren oder gar den Besitzer zu überführen.

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Und wieder inszenierte Robert Sigl eine Folge von SOKO Wien bzw. SOKO Donau. Dieses Mal spielt neben dem bewährten Team Maria Happel als Franziska eine tragende Rolle. Und die meistert sie sehr gut und überzeugend.
Was mir bei dieser Folge besonders auffiel, war die wieder einmal fast schon kinoreife Inszenierung Sigls, die sich durch die ganze Folge zog und auch mit wunderbaren Kameraeinstellungen aufwarten konnte. In Hitchcock-Art zeigt Sigl Morde und lässt dabei aber erfreulicherweise niemals seinen eigenen (Inszenierungs-)Stil außer Acht. Besonders beeindruckend fand ich die Rückblenden in die Vergangenheit, die mich sehr an alte Kriminalfilme erinnerten. Vor allem die wirklich hervorragend inszenierte Treppensturzszene.
Aber auch die in modernem Stil gezeigten Verfolgungsjagden im Restaurant sprachen mich optisch sehr an. Ein bisschen musste ich dabei an William Lustigs „Maniac“ denken. 😉

Sigl beherrscht sein Handwerk und auch die Stamm-Schauspieler der Serie ergänzen sich wie in jeder Folge optimal, sodass es einfach nur Spaß machen kann, die Fälle des SOKO-Donau-Teams zu verfolgen.
Leider ist diese Folge die letzte von Robert Sigl inszenierte aus der SOKO-Wien Serie, was ich wirklich sehr schade finde.

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Fazit: Hochwertig inszenierte SOKO Donau-Folge mit schönen Kameraeinstellungen und optisch ansprechenden Szenen. SOKO in Verbindung mit Robert Sigl macht(e) einfach Spaß.

© 2015 Wolfgang Brunner

Tödliche Versuchung – SOKO Wien (2009)

SOKO Wien

Originaltitel: Tödliche Versuchung
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Fritz Ludl, Mike Majzen
Kamera: David Sanderson
Musik: Lothar Scherpe
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Mona Seefried, Eva Habermann
Genre: Krimi, Thriller
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

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Der Bruder von Revierinspektorin Penny Lanz überfährt einen Mann, der, wie sich kurz danach herausstellt, bereits tot war. Was steckt dahinter und warum wurde der Unfall genau so inszeniert, dass es aussieht, als hätte Pennys Bruder den tödlichen Unfall verursacht?

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Und wieder einmal eine SOKO-Folge, die so richtig Spaß macht. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Pennys Bruder respektive Vater mitspielt und dadurch der Fall fast schon „privat“ wird. Das hat mir ausnehmend gut gefallen, vor allem auch, weil Lilian Klebow so richtig gut gespielt hat. Da hat Regisseur Sigl der Schauspielerin wirklich gute Emotionen entlocken können.
Die Inszenierungsweise ist in gewohnt hohem Niveau und die liebevollen Anspielungen auf Verhoevens „Basic Instinct“  sind hervorragend, weil nicht aufdringlich, gelungen.
Eva Haberman, die die meisten wahrscheinlich aus der Kult-Science Fiction-Serie „LEXX – The Dark Zone“ kennen dürften, agiert glaubhaft und verleiht dieser Folge eine gehörige Portion Erotik.

Durch die enorm gute Darstellerleistung dieser beiden Frauen (lilian Klebow und Eva Habermann) geraten die beiden männlichen Ermittler (Stefan Jürgens und Gregor Seberg) und Oberst Dirnberger (Dietrich Siegl) fast schon in den Hintergrund.
Inszenatorisch war auch diese Folge wieder absolut gelungen und auf hohem Level.

„Tödliche Versuchung“ war meines Wissens die erfolgreichste Folge aus der vierten Staffel und zeigt wieder einmal, Robert Sigls sicheres Händchen und Gespür für einen unterhaltsamen, spannenden und hochwertigen SOKO-Fall. Deswegen wird „Tödliche Versuchung“ wohl auch immer wieder gerne wiederholt.

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Fazit: Erotisch, spannend und ein bisschen Penny Lanz „privat“. Dieser sehr gelungene Mix funktioniert einwandfrei und unterhält hervorragend.

© 2014 Wolfgang Brunner

Sein & Schein – SOKO Wien (2009)

SOKO Wien

Originaltitel: Sein & Schein
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Stefan Hafner, Thomas Weingartner
Kamera: David Sanderson
Musik: Bob Gutdeutsch
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Sandra Cervic, Helmut Bohatsch
Genre: Krimi
Produktionsland: Österreich
FSK: k.A.

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Am rechten Donauufer wird die Leiche von Fred Kowalski entdeckt. Er war Obmann der nahegelegenen Kleingartensiedlung „Rosenthal“. Bei den Nachforschungen entdeckt das Ermittlerteam, dass sich Kowalski nicht nur einen Feind in der nach außen hin idyllisch wirkenden Kleingartensiedlung gemacht hat. Nun gilt es, den Mörder aus der Vielzahl an Verdächtigen herauszufischen.

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Bei dieser Folge entführt uns Regisseur Robert Sigl in die Intrigenwelt der Kleingärtner. „Sein und Schein“ mutet fast schon wie eine Folge der kultigen Serie „Picket Fences“ an, in der Tom Skeritt als Sheriff James Brock skurille Todesfälle aufklärt. Desweiteren fühlte ich mich an die (nach außen hin) scheinheilige Welt der gepflegten Vorgärten, wie David Lynch am Anfang seines Thrillers „Blue Velvet“ zeigte, erinert.
Sigl schafft eine ähnliche Atmosphäre, in der eben nicht alles so ist, wie es nach außen hin aussieht. Die Ermittler wirken in dieser Folge sehr witzig, was dazu führt, dass man sich desöfteren mit einem Schmunzeln ertappt, wenn man den Recherchen des SOKO-Teams  mitverfolgt.
Dass gerade dieser schräge Humor und Wiener Schmäh ausgerechnet von einem deutschen Regisseur so überzeugend eingefangen und „gepackt“ wurde, spricht für Sigls Feingespür. Die österreichischen Zuseher dankten es ihm auf jeden Fall und machten „Sein und Schein“ zu einer der beliebtesten Folgen.

Die teils skurillen „Gestalten“, die sich in dieser Folge tummeln, wirken oftmals überzogen, was „Sein und Schein“ wieder einmal den Stempel einer Ausnahmefolge aus der Erfolgsserie aufdrückt.  Wie bereits Sigls „Preis der Schönheit“-Folge knackte auch seine „Sein oder Schein“-Inszenierung  die 4 Millionen-Zuschauer-Hürde, was diese Folge zu einer der erfolgreicheren der fünften SOKO-Staffel macht.

Auffällig sind auch die oft ungewöhnlichen Kameraeinstellungen. „Sein und Schein“ macht Spaß und zeigt erneut, dass TV-Serien ohne Weiteres auch Niveau haben können.  Dank guten Schauspielern und einem fähigen Regisseur …

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Fazit: Erneut beweits Robert Sigl mit dieser SOKO-Folge, dass er ein visueller Regisseur ist, der ein Drehbuch entsprechend in Szene setzen kann. „Sein und Schein“ gefällt durchwegs.

© 2014 Wolfgang Brunner

Preis der Schönheit – SOKO Wien (2009)

SOKO Wien

Originaltitel: Preis der Schönheit
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Kerstin-Luise Neumann
Kamera: David Sanderson
Musik: Bob Gutdeutsch
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Sandra Cervic, Helmut Bohatsch,  Renée Soutendijk
Genre: Krimi, Thriller
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

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Jessica Dorn, aufstrebendes Model und derzeit für die neue Kollektion der Modeschöpferin Wanda Wolf tätig, fällt während eines Fotoshootings tot um. Es dauert nicht lange und das SOKO-Team stellt fest, dass die Schöne vergiftet wurde. Hauptverdächtige ist Konkurrentin Maya Sander, die kein besonders gutes Verhältnis zu ihrer „Kollegin“ hatte und desöfteren ihr gegenüber Beleidigungen und Drohungen geäußert hat.

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Preis der Schönheit wurde von Robert Sigl sehr künstlerisch in Szene gesetzt. Die Kulissen bleiben im Gedächtnis, Dramaturgie und Erscheinungsbild scheinen eher zu einem Kinofilm zu gehören als zu einer Folge einer Fernsehserie. Das Zusammenspiel zwischen Sigl und Kameramann David Sanderson macht großen Spaß. Sigl schafft es immer wieder, seinen SOKO-Folgen einen besonderen Touch zu verleihen: In dieser Folge sind es auf jeden Fall schon einmal die exklusiven Kostüme der Models, die man besonders in der Anfangssequenz hervorragend präsentiert bekommt. Das Fotoshooting, bei dem dann auch der Mord passiert, ist elegenat und stilvoll inszeniert und spiegelt solch ein Shooting authentisch wider. Aber da sind noch andere Dinge, die auffallen: Gerade die Schlussszene, in der die schuldige Person als Schattenspiel an der Wand wie ein gefallener Engel zu Boden stürzt, ist sehr beeindruckend.

Über die Schauspieler im Team verliere ich gar kein Wort mehr, denn sie machen ihre Sache wie gewohnt gut, sind allesamt sympathisch und stellen eine optimale Besetzung dar. Renée Soutendijk fand ich in ihrer Rolle als Modeschöpferin sehr überzeugend. Die gebürtige Niederländerin kennt der ein oder andere aus den 80er Jahren aus zwei Filmen von Paul Verhoeven (Spetters und Der vierte Mann). Am meisten in Erinnerung geblieben ist sie aber wohl in Carl Schenkels Aufzug-Drama „Abwärts“ in der Rolle der Marion. Als Wanda Wolf in dieser SOKO Folge zeigt sie Arroganz und Sympathie gleichzeitig und konnte mich mit beidem so richtig überzeugen.

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Fazit: Ruhige SOKO-Folge mit einer tollen Atmosphäre. Robert Sigls Handschrift ist auch in dieser Folge wieder unübersehbar zu erkennen, würde doch eine Vielzahl der Szenen eher in einen Kinofilm als in eine Fernsehserie passen.

© 2014 Wolfgang Brunner

Donauweibchen – SOKO Wien (2012)

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Originaltitel: Donauweibchen Regie: Robert Sigl Drehbuch: Sascha Bigler, Axel Götz Kamera: David Sanderson Musik: Lothar Scherpe Laufzeit: 45 Minuten Darsteller: Stefan Jürges, Alexander Held, Dietrich Siegl, Gerhard Liebmann Genre: Krimi, Thriller Produktionsland: Deutschland, Österreich FSK: ab 12 Jahren

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Eine Wasserleiche, die wie eine Nixe am Ufer der Donau drapiert ist, lässt die beiden Ermittler Nowak und Dirnberger mit Grauen an einen Fall denken, der 22 Jahre zurückliegt.  Als sie den damaligen Täter überprüfen, stellen sie fest, dass dieser zwar immer noch in psychiatrischer Behandlung, aber auf freiem Fuß ist.  Leider kann ihm nichts nachgewiesen werden, auch nicht, als ein zweiter Mord nach gleichem Muster geschieht.  Und dann führen die Beweise, die eigenlich den Tatverdächtigen überführen sollten, zu einer anderen Person hin.

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Als letzte Folge der siebten Staffel von SOKO Wien, respektive SOKO Donau, weiß „Donauweibchen“ mit einer überzeugenden Story als spannender Krimi mit kleinen Horror-Elementen zu überzeugen. Regisseur Sigl kann die Schauspieler animieren, das merkt man von der ersten bis zur letzten Minute.  Die Kameraführung und die Musik erinnerten mich oftmals eher an eine Kinoproduktion als eine Fernsehserie. Gerade die Kameraführung war es, die mir bei dieser SOKO-Folge besonders gefallen hat. Die Schauspieler überzeugten mich durch die Bank, vor allem Gerhard Liebmann hat es mir (wie schon im Kinofim „Blutgletscher“) wieder angetan. Daneben zeigte aber auch  Alexander Held als Straftäter der Vergangenheit eine wirklich gute Leistung, die Eindruck auf mich machte.

Die Atmosphäre, die Sigl vermittelt, macht eindeutig Lust auf mehr. Dadurch verstreichen die 45 Minuten wie im Flug und ehe man sich versieht, ist die Folge zu Ende. Leider, denn „Donauweibchen“ hätte locker die doppelte Zeit einnehmen dürfen und wäre keine Minute langweilig geworden.

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Fazit: „Donauweibchen“ ist eine sehr gehobene Folge aus der Serie „SOKO Wien“, die mit einer spannenden Handlung und stimmungsvollen Bildern überzeugen kann. Schauspielerisch und inszenatorisch auf hohem Niveau hätte „Donauweibchen“ ohne weiteres ein Krimi/Thriller fürs Kino werden können.

© 2014 Wolfgang Brunner