Hobo With A Shotgun (2011)

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Originaltitel: Hobo With A Shotgun
Regie: Jason Eisener
Drehbuch: John Davies
Kamera: Karim Hussain
Musik: Adam Burke, Darius Holbert, Frank Siracusa
Laufzeit: 86 Minuten
Darsteller: Rutger Hauer, Brian Downey, Gregory Smith, Molly  Dunsworth
Genre: Action
Produktionsland: Kanada
FSK: SPIO/JK – Strafrechtlich unbedenklich (seit Mai 2014 beschlagnahmt)

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Als Hobo in Hope Town ankommt, findet er nur Dreck, Gewalt und Ungerechtigkeit vor. Die Drakes, eine arrogante Familie, hat die Stadt vollkommen unter Kontrolle und peinigt fast alle Bewohner.
Es dauert nicht lange und Hobo beginnt mit einer Shotgun aufzuräumen: Zuhälter, pädophile Weihnactsmänner und natürlich die Drakes müssen sich von nun an in Acht nehmen.

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Hobo ist Kult! Alleine schon der im Retro-Look der 70er Jahre gestaltete Anfang macht ungemein Spaß.
Basierend auf einem gefakten Trailer für die beiden Grindhouse-Filme Planet Terror und Death Proof von Quentin Tarantino  hat Eisener einen Film geschaffen, der sozialkritisch, lustig, blutig und absolut unterhaltend ist.
Eisener selbst hat diesen gefakten Trailer zu einem von Robert Rodriguez ausgeschriebenen Wettbewerb eingereicht und gewonnen. Ähnlich wie bei dem Trailer zu dem damals noch nicht existierenden Film Machete, war der Trailer zu Hobo With A Shotgun dermaßen erfolgreich, dass Eisener gestattet wurde, einen echten Film zu drehen.

Dass die ungekürzte Fassung unserer FSK Magenschmerzen bereitet, ist nur teilweise nachvollziehbar. Der Film ist nicht ernstzunehmen und das erkennt man problemlos in jeder Einstellung. Sicherlich ist da die ein oder andere Szene, die unter die Gürtellinie geht, aber dennoch nimmt man dem Regisseur diese „Grenzüberschreitungen“ nicht übel.

Die Kombination aus Schauspielkunst (Rutger Hauer macht seine Sache klasse) und derben Splattereffekten, vermischt mit einer 70er Jahre Farbgebung machen Hobo With A Shotgun für mich eindeutig zu einem Kultfilm, den ich mir mit Sicherheit noch ein paar Mal ansehen werde.
Eine Szene hat mich sogar fast zu Tränen gerührt. Nämlich die, als Hobo in einem Krankenhaus vor einer Kinderstation steht und in einem Monolog mit den Babys über deren Zukunft spricht. Das war einfach nur genial gemacht.

Wer sich für den gefakten Trailer interessiert, kann ihn sich hier ansehen.

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Fazit: Hobo With A Shotgun ist ein Rachethriller, der nicht nur durch seine Optik, sondern auch durch das Schauspiel der Darsteller, allen voran Rutger Hauer in der Titelrolle und Molly Dunsworth als Abby, besticht. Für mich zählt der Grindhouse-Streifen eindeutig in die Kategorie „Kultfilm“.

© 2014 Wolfgang Brunner