Moloch – Die Dokumentation – Teil 5 – Schauspielerin Manoush

Dieses Mal kommt Schauspielerin Manoush zu Wort und erzählt uns etwas über den Künstler „Moloch“. Manoush hat bereits über 60 (!!!) Haupt- und Nebenrollen in Filmen aus Europa und USA gespielt. Unter anderem war sie in Marian Doras „Cannibal“ oder Filmen von Timo Rose zu sehen. 2011 gewann sie den Preis für die Beste Nebendarstellerin beim PollyGrind Film Festival in Las Vegas für ihre Rolle als Olga in „The Super“.

27939249_1839215732769381_190425460_n© privat

1. Wie hast Du Moloch kennengelernt beziehunsgweise wie bist Du auf ihn aufmerksam geworden ?

Moloch habe ich kennengelernt beim Dreh zu Adriano Ingraos Film “Wedding Party“, in dem sowohl Moloch als auch ich Rollen hatten.

2. Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit ihm vorstellen ? Wie ist er vor, während und nach dem Dreh?

Zusammenarbeit – vollkommen normal .. stressfrei …angenehm … sowohl am Set, als auch behind the scenes.

3. Unterscheidet sich die Zusammenarbeit mit Moloch – der sich ja selbst in erster Linie als Künstler/ Horror Artist (mit seiner Kunstfigur u. Künstlernamen ) sieht – im Vergleich zu anderen „normalen“ Schauspielern u. Darsteller – Kollegen, auch unter der Prämisse, das er (noch) kein ausgebildeter Schauspieler ist ?

Da gibt es nichts zu unterscheiden. Moloch hat seine Arbeit gemacht wie jeder andere Darsteller auch. Ich unterscheide auch nicht zwischen gelernten Schauspielern und ungelernten.

4. Wenn Moloch in „seiner Rolle“ aufgeht, wie verhält er sich dann? Verändert er sich überhaupt ?

Er spielt halt seine Rolle … präsent … bedrohlich … glaubwürdig.

5. Man liest ja oft, dass sich Schauspieler, um sich besser in ihre Rolle versetzen zu können, beim Dreh oder auch schon davor entsprechend anders verhalten und wie wirkt Moloch beim Dreh eigentlich auf die anderen Schauspieler ? Wie hat er auf dich beim gemeinsamen Dreh gewirkt ?

Nein, da ist er ganz und gar professionell. Liebenswert „off camera“ und “in character“ beim Dreh.

6. Man hört ja immer wieder, dass es Künstler gibt, die am Set entweder Allüren haben oder „Diven“ sind oder irgendwelche Splien´s haben oder sonstige merkwürdige Eigenschaften. Da Moloch mit seinen Darstellungen seiner Rollen ja immer sehr skurrile oder boshafte Figuren darstellt, hat dann diese Leidenschaft für Bösewichte auch Einflüsse auf sein Verhalten wenn er mal nicht „in der Rolle ist“ ?

Unsinn, gar nicht. Moloch ist wie er ist … und er ist angenehm so.

6. Zu guter letzt, was möchtest du Moloch noch mit auf den Weg geben ?

Geh Deinen Weg weiter .. denn so wie Du ihn gehst, ist er offensichtlich richtig.

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Moloch – Die Dokumentation – Teil 4 – Regisseur José Hidalgo

Nach längerer Pause geht es endlich weiter mit der Dokumentation über den Künstler und Schauspieler Moloch.

Erst vor kurzem erschien José Hidalgos „Michael – (K)ein harter Vampirfilm“ auf DVD.
Heute antwortet er per Video auf einige Fragen zum Thema Künstler und Mensch Moloch. Viel Spaß beim Interview …

MOLOCH – Die Dokumentation – Teil 2 – Interview mit Mick Baltes

Und hier ist er auch schon: Der zweite Teil der Dokumentation über den Künstler „Moloch“.
Heute kommt der erste meiner Gesprächtspartner zu Wort, die meine diversen Fragen bezüglich dem Mensch und Künstler „Moloch“ beantwortet haben. Mick Baltes war so nett, mir seine Antworten per Video zukommen zu lassen.
Baltes, Jahrgang 1962, verbrachte Kindheit und Jugend am Niederrhein und begeisterte sich bereits mit 16 Jahren für Musik. Fast scheint es, als wäre bereits hier schon sein Weg zum Musikredakteur absehbar gewesen.
Doch bevor er diese Karriere einschlug, entdeckte er dazwischen seine große Liebe zum Kino. Mick Baltes realisierte sogar ein paar eigene Kurzfilme, behielt Film und Theater immer im Auge und landete schließlich in der Werbebranche. Heute arbeitet er als Screendesigner, Flashentwickler und schreibt als Freelancer über Musik, Kino und TV unter anderem für „Sound Infection“.

Freuen wir uns also auf ein Video von Mick Baltes, in dem er seine Eindrücke über Moloch kundtut:

MOLOCH – Die Dokumentation – Teil 1

Viele von euch wissen, dass ich mich für so ziemlich alle Filmgenres interessiere und sowohl Blockbuster-Produktionen als auch Independentfilme ansehe. So kommt es auch, dass ich immer wieder nach neuen Regisseuren, Schauspielern, Filmmusik-Komponisten und dergleichen suche. Ich verfolge deren Laufbahnen über Jahre hinweg und freue mich auf neue Projekte und Erfolge.

Während der letzten Jahre stieß ich so auch auf den Künstler Moloch, der zuerst nur hinter Masken zu sehen war. Seine Auftritte im Stil der Kultfiguren Michael Myers, Jason Voorhees oder Leatherface weckten meine Neugier. Wer verbirgt sich hinter der Maske? Welche Ambitionen und Ziele verfolgt Moloch?

 

Als der Künstler und Schauspieler Moloch im Jahr 2013 beim Musikvideo „Brutal Desire“ der Ausnahmeband „Mean Ugly Godz“ nach mehreren, unbedeutenderen Anläufen die Hauptrolle als Schlächter übernahm, war noch nicht abzusehen, dass er schon bald eine Art Kultstatus erreichen würde.

Moloch ist eigentlich unter anderem eine biblische Bezeichnung für Opferriten aus dem alten Phönizien und Kanaan, bei denen Kinder mittels Feuer geopfert wurden. Außerdem hat „Moloch“ die Bedeutung einer gnadenlosen und alles verschlingenden Macht. Mit letzterer Bezeichnung kommen wir dem Mann, der unter dem Pseudonym Moloch agiert, schon ein Stück näher. Denn mit Vorliebe „versteckt“ sich der Zweimeter-Mann hinter einer Maske, um seine Opfer auf brutale Weise zu massakrieren.

Es gibt drei Romane mit dem Titel „Moloch“, eine russische Erzählung, einen Film und sogar eine Oper. Nicht zu vergessen das Romanheft mit der Nummer 135 aus dem Jahr 1981 aus der Gruselserie „John Sinclair“. Aber um all dies geht es hier nicht.

Mich interessiert der Schauspieler und Mensch hinter diesem Pseudonym, den ich mittlerweile in einigen Rollen sehen durfte. Faszinierend ist, dass Moloch innerhalb kürzester Zeit überzeugen kann. Das mag zum einen an seiner imposanten Erscheinung liegen, findet aber zum anderen auch einen Grund in seiner äußerst sympathischen und charismatischen Ausstrahlung. Ein Grund für mich, den Schauspieler, das Monster hinter der Maske und den Menschen im echten Leben näher zu beleuchten.

 

Ich habe mir daher überlegt, ein außergewöhnliches Projekt in Angriff zu nehmen, in dem über Moloch und seine Projekte gesprochen wird, der Künstler aber auch mal selbst zu Wort kommt. Ich will wisssen, was Regisseure, Maskenbildner, Schauspielerkollegen, Produzenten und Fans über ihn denken. Desweiteren interessiert mich Molochs Werdegang, aber auch seine Ambitionen, seine Wünsche und Träume.

Das Projekt soll die vielen und unterschiedlichen Facetten des Künstlers behandeln und eine Übersicht über bereits abgedrehte, aktuelle und zukünftige Filme und Videos geben.

Ach ja, und jede(r), die/der bei diesem Projekt mitwirken will, kann mir gerne eine Mail an wolfgangbrunner@gmx.com senden.

Das Projekt wird in etwa vierzehntägigen Abständen weitergeführt.

© 2017 Wolfgang Brunner / Moloch

Interview mit dem Schauspieler Thomas Goersch


© Thomas Goersch

 

Thomas Goersch verbrachte Kindheit und Jugend in Hofgeismar bei Kassel, Waldkirch in Freiburg und in Stuttgart. Nach einer Banklehre studierte er Wirtschaftswissenschaften und Bankrecht, bis er sich Ende der 90er Jahre mit Film beschäftigte und als Drehbuchautor und Schauspieler arbeitete. Seit dem Jahr 2000 spielte er mittlerweile in über 200 Filmen mit, darunter mehrmalige Zusammenarbeiten mit den Regisseuren Carl Andersen, Marian Dora und Malga Kubiak. Die Filme, in denen er mitspielte, erhielten Auszeichnungen in Polen, Schweden, Frankreich und auch in den Vereinigten Staaten. Thomas Goersch ist auch auf Theaterbühnen in Stuttgart und Berlin zu sehen und arbeitet seit 2013 auch als Regisseur.

Darüber hinaus war er neben seiner Arbeit vor und hinter der Kamera auch als Radiomoderator für „Freies Radio Stuttgart“ tätig. Er war Sprecher für zahlreiche Fernsehdokumentationen, darunter zum Beispiel L.B. Hyams‘ „Memoiren eines Kannibalen“.

Von 2001 bis 2008 war Thomas Goersch Mitherausgeber des Szenemagazins „Schwulst“ in Baden Württemberg und leitet seit 2006 die Castingagentur „Kreativepool Deutschland“.
Als Foodexperte informiert er seit 2013 in seiner Show „Goersch’s Gourmet Buffet“ auf dem Shopping Canal 1-2-3.tv die Zuschauer über gastronomische Delikatessen und exklusive Weine.
Film-Besprechungen freut sich sehr dem vielseitigen Mann einige Fragen stellen zu dürfen.

1. Du spielst Haupt- und Nebenrollen, bist in Kino-, Fernsehproduktionen und auf Theaterbühnen präsent. Wo fühlst Du Dich mehr daheim: Kino, Fernsehen oder Theater? Haupt- oder Nebenrolle?

Ich bin eher der Mensch für Kinofilme, sozusagen Independent Kinofilme.
Hier sind die Themen explosiver, gewagter und offener gegenüber kritischen Themen. Als Hauptrolle wird man natürlich mehr wahrgenommen und man kann dem Film mehr seinen eigenen Stempel geben.

2. Du warst als Schauspieler in sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen. War es schwierig, sich in diese Charaktere einzufinden? Was war Deine Lieblingsrolle?

Ich glaube, dass man jede mögliche Rolle, die man spielt auch irgendwie in
sich trägt. Von schwierig kann ich bei Rollen nicht wirklich reden.
Als ich das erste Mal nackt vor der Kamera stand war es eine Überwindung, aber es
ist nach dem 3-4 Mal auch nur eine Handlung, die der Charakter vollzieht,
den man spielt. Ich trenne bei den extremen Charakteren wie verrückten Mördern immer sehr von meiner eigenen Person, daher habe ich keine Angst so etwas zu spielen. Mut ist für mich der oberste Ansatz beim Schauspiel. Ich spiele jeden Art von Charakter und stelle ihn vorher nicht moralisch in Frage, denn wie gesagt: Es ist ja nicht meine eigene Person, die ich da spiele, sondern eine Rolle. Viele können das nicht trennen. Ich habe gerade den „Woyzeck“ gespielt, der auf Grund seiner
andauernden Unterdrückung letztendlich zum Mörder wird und seine Geliebte
umbringt. Eine sogenannte „schwierige“ Rolle, aber auch ein verständliches menschliches Schicksal.

3. Welche Ziele strebst Du an? Was wären Deine Wunschprojekte?

Ich würde gerne einen Familienvater spielen, der seine Familie vor dem Bösen beschützt. Vielleicht in einem religiösen Horrorfilm.
Sozusagen ein Vater, der seine Familie vor dem Teufel schützt. Hier könnte man
jede Menge Leidenschaft , Liebe und Zusammenhalt reinpacken.

4. An welchen Projekten arbeitest Du im Moment?

Es sind mehrere Projekte auf dem Weg. Gerade habe ich „Breakdown Forest“ abgedreht . Ein Film von Patrick Roy Beckert mit Claude-Oliver Rudolph, Martin Semmelrogge und Ralf Richter.
Ein Film in Richtung „The Expendables“. Ein wunderbarer Actionfilm, der im
Februar ins Kino kommt.
Ich drehe gerade „Katharsis“ . Ein Film über einen Serienmörder, der
aufgrund der Fehlbehandlung des Psychologen auf die Menschheit losgelassen
wird. Ein Film von Theo Hoffmann. Ich bin der Psychologe.
Ab der dritten September-Woche bin ich in Warschau, Polen, für den Film
„Bloody Shadows“ von Malga Kubiak. Ich spiele König Wilhelm den II. von
Württemberg. Ein Film über Bärenjagd in Russland. Sozusagen ein Abenteuerfilm. Es ist eine schwedisch-polnische Produktion.
Und dann kommt „Genus“ von Ulli Lommel (Boogeyman) . Ein amerikanischer Science Fiction Film.

5. Wenn Du eine berühmte Persönlichkeit treffen könntest (bereits verstorben oder nach am Leben), wen würdest Du wählen und warum?

David Lynch, der Schöpfer von „Twin Peaks“, hat eine Art Filme zu machen,
die ich faszinierend finde. Hier wird Film wirklich zu Kunst . Ich liebe diese
emotionalen Stoffe. Für mich ist Lynch ein Genie.

6. Bleibt Dir bei Deiner vielfältigen, zeitintensiven Arbeit überhaupt noch Zeit für Hobbys? Was machst Du in Deiner Freizeit?

Das hört sich blöd an, aber der Film vereinnahmt mich zu 100 % und
das ist auch gut so. Wenn ich nicht vor der Kamera stehe, dann schreibe ich
Drehbücher oder sehe Filme. Zu Hause widme ich mich zu 100 % meiner
Katze Sheila Kapoor. Und wenn genug Zeit ist, dann koche ich sehe gerne.

7. Fünf Bücher für eine einsame Insel wären für Dich welche?

„Endlose Liebe“ von Scott Spencer
„Das Geheimnis des Dr. Alzheimer“ von Jörn Precht

8. Fünf Filme für eine einsame Insel wären für Dich welche?

„Im Rausch der Tiefe“ (The Big Blue) von Luc Besson
„Die Blaue Lagune“ von Randal Kleiser
„Die Alien-Filmreihe“ u.a von Ridley Scott
„Sieben Jahre in Tibet“ von Jean Jacques Annaud
und „Endlose Liebe“ von Franco Zeffirelli

9. Was verbirgt sich hinter Deinem neuen Film „Mampf!“?

„Mampf – The Movie“ ist eine deutsche Verfilmung des französischen
Klassikers „Das Große Fressen“ aus den Siebziger Jahren.
Gedreht von der Shock Film Cooperation Erlangen rund um die Eheleute
Mike und Lisa Neun. Ein Freundeskreis, der in den letzten Jahren immer wieder
Spaß-Comedy-Projekte verwirklicht hat. Ich spiele den „Gourmetkritiker
Helmar von Sternstein“. Der Film nimmt sich selber nicht ernst,
aber ich denke, das Ergebnis wird sehr vorzeigbar werden. Ein purer Spa߸, aber
auch mit sozialkritischen Untertönen. Fertigstellung des Filmes wird Ende des
Jahres sein. Die Vermarktung wird über DVD erfolgen und vielleicht auch auf dem
einen oder anderen Festival.

10. Was fällt Dir spontan ein bei

– Alfred Hitchcock

Ein Genie, und irgendwie auch ein Irrer.

– Werner Herzog

Der Ärmste musste Klaus Kinski in „Fitzcaraldo“ ertragen.

– Horrorfilme der 80er Jahre

Hier entstanden die besten Horrorfilme. Weniger Effekte und mehr Grusel.
Fantastische Filme.

– Horrorfilme aus Deutschland

Schwieriges Thema.
Nosferatu aus der Stummfilmzeit.
Im aktuellem Schaffen nur in der Independent Szene
und hier in der Qualität von 1 bis 10 Punkte. Ist alles vorhanden.

– Dein erster Kinofilm

Gesehen: „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ aus dem Jahr 1973

Mitgespielt: „The Musketeer“ von Peter Hyams aus dem Jahr 2001

11. Gibt es etwas, zum Beispiel ein aktuelles Projekt, das Dir besonders am Herzen liegt und über das Du uns etwas erzählen möchtest?

Ich werde mich demnächst mit einem Kollegen einer neuen deutschen
Comedy TV-Serie widmen. Ich freue mich, auf Dauer in einem Team zusammen zu
arbeiten und vielleicht auch medial etwas Aufmerksamkeit zu bekommen, denn das
kann ja nicht schaden, um neue Rollen zu finden.

12. Was sind für Dich die fünf wichtigsten Dinge in Deinem Leben?

Liebe und Partnerschaft: Gerade nach 13 Jahren verloren.

Meinungsfreiheit: Wir leben in einem einmaligen Land auf der Welt.

Kreative Entfaltung: Etwas zu erschaffen und die Menschen zu
unterhalten und eine Botschaft zu schicken.

Familie: Dieses Glück, in einer glücklichen Familie aufzuwachsen
oder jetzt in einer Familie zu leben hatte ich leider nie.

Humor: Den habe ich mir immer erhalten, egal wie schwierig es war.

Ich bedanke mich für die Beantwortung meiner Fragen und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in all Deinen beruflichen und privaten Belangen.

© 2017 Thomas Goersch / Wolfgang Brunner

Interview mit der Schauspielerin und Produzentin Caprice Crawford


©deebeephunky

Caprice Crawford ist eine amerikanische Produzentin und Schauspielerin, die derzeit in Berlin lebt. Bereits seit ihrem 16. Lebensjahr ist sie vor der Kamera tätig und hat im Laufe der Jahre in Fernseh- und Kinofilmen neben Jamie Foxx, Don Johnson, Orlando Bloom und Burt Reynolds gespielt.
Noch während sie als Schauspielerin arbeitete, interessierte sich Crawford immer mehr für die Dinge, die hinter der Kamera vor sich gingen. Sie begann als Fotografin zu arbeiten und fotografierte auch viele Promi-Schauspieler/innen. Danach wurde sie als Filmproduzentin und Talentsucherin für neue Gesichter tätig. Caprice Crawford betreibt seit 2016 die „Crawford Talents International Actors Management Agency“.
Film-Besprechungen freut sich sehr, Caprice Crawford einige Fragen stellen zu dürfen.

1. Von der Schauspielerin zur Filmproduzentin und Talentsucherin. Wie kam es zu diesem Schritt, der vor der Kamera begann und schließlich hinter der Kamera endete?

 Schauspielen war eine Leidenschaft, aber beim Drehen faszinierte mich die Welt hinter den Kulissen. Wie überhaupt ein Film zustande kommt. Welch komplexer Vorbereitungen es bedarf. Der kommunikative Prozess der Zusammenarbeit liegt mir sehr. Schon in Los Angeles fing ich neben meinen Filmrollen an zu produzieren, wodurch ich zahlreichen anderen Künstlern eine Plattform gab und sie mit richtigen Leuten in Verbindung brachte.

2. Du warst als Schauspielerin in sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen. War es schwierig, sich in diese Charaktere einzufinden? Was war Deine Lieblingsrolle?

Es war immer eine spannende Herausforderung, sich in verschiedene Figuren zu versetzen. Dieser Aspekt meiner Arbeit hat mir immer großen Spaß gemacht. Aber der direkte zwischenmenschliche Kontakt, der unmittelbare Austausch, hat mir auf Dauer mehr gegeben. Daher ist meine Lieblingsrolle die Vernetzung und Kommunikation mit Menschen und versteckte Potentiale zu finden. Als Agentin habe ich die Möglichkeit Talente zu entdecken, zu fördern und beruflich zu begleiten.


3. Strebst Du als Ziel an, nur noch als Produzentin und Talentsucherin zu agieren, oder willst Du mit der Schauspielerei dennoch weiter machen?

Mein Fokus liegt in der Vermittlung meiner Schauspieler und für sie die richtigen Rollen zu finden.

4. An welchen Projekten arbeitest Du im Moment?

Täglich suche ich für meine Schauspieler das jeweils perfekte Projekt und momentan besetze ich einen Langspielfilm für die Regisseurin Sheri Hagen.

5. Wenn Du eine berühmte Persönlichkeit treffen könntest (bereits verstorben oder noch am Leben), wen würdest Du wählen und warum?

Ich lebe für die Zukunft und nicht in der Vergangenheit. Daher freue ich mich auf die noch unbekannten Talente, denen ich morgen und übermorgen begegnen werde.

6. Bleibt Dir bei Deiner vielfältigen, zeitintensiven Arbeit überhaupt noch Zeit für Hobbys? Was machst Du in Deiner Freizeit?

Früher war ich neben meiner Karriere als Schauspielerin das erste erfolgreiche schwarze Fitness-Model, das für amerikanische Magazin-Covers fotografiert wurde. Sportlich aktiv bin ich immer noch, aber genau so gerne genieße ich das Leben.

7. Fünf Bücher für eine einsame Insel wären für Dich welche?

Die nächsten fünf Drehbücher, die meinen Schauspielern angeboten werden.


8. Fünf Filme für eine einsame Insel wären für Dich welche?

The Way We Were – Falls ich Heimweh habe und weinen muss, aber es nicht kann, würde ich den genau zu dem Punkt vom film vorspulen und Rotz und Wasser heulen.

Finding Neverland – Es bringt mich sehr nah an „our inner child“ – wir dürfen einfach nie aufhören zu träumen.

The Notebook – So eine schöne Liebesgeschichte; ob jung oder alt Liebe hat kein Verfallsdatum Liebe ist grenzenlos.

Blow – Wegen dem klasse Soundtrack so sexy „arranged“ vom Amanda Demme

The Door 


9. Du castest gerade für den neuen Film von Sheri Hagen, mit der Film-Besprechungen ebenfalls schon ein Interview führen durfte. Wie darf man sich so ein Casting vorstellen? Kannst Du uns einen kleinen Einblick in diese Tätigkeit geben?

So ein Casting gehört zum kreativen Denken. Man lernt auf unterschiedlicher Art viele verschiedene Facetten von Menschen kennen und kann schon sehr persönlich werden. Speziell wenn es um „life casting“ geht und die wundervollen Schauspieler/innen ihr Herz und Blut geben für diese eine Rolle. Es ist das schon fast wie eine Neugeburt.

10. Was fällt Dir spontan ein bei

– David Lynch

Seine auffällige Frisur und die speziellen Filme und Serien wie Mulholland Drive , Twin Peaks. Vor allem aber die wunderbare Casting-Szene mit Naomi Watts in Mulholland Drive

– John Carpenter

Was sind das für Horrorfragen 🙂

– American Horror Story

Sollt ich mir unbedingt anschauen.

– Akte X

David Duchovny – sonst hat mich diese Show nie so richtig interessiert

– Dein erster Kinofilm 🙂

Poltergeist von Steven Spielberg. Ich hatte eine Angst, ich war grade 11 Jahre

11. Was sind für Dich die fünf wichtigsten Dinge in Deinem Leben?

Gesundheit , Liebe , Lust am Leben und streben nach seinem eigenen Glück, um es währenddessen mit anderen zu teilen.

Ich bedanke mich für die Beantwortung meiner Fragen und wünsche Dir viel Erfolg in allen beruflichen und privaten Belangen.

© 2017 Caprice Crawford / Wolfgang Brunner

Interview mit der Schauspielerin Annika Strauss



© Julian Wieshoff

Annika Strauss wurde 1984 in Nürtingen geboren und wuchs in Reutlingen auf. Nach dem Abitur, studierte sie Allgemeine Rhetorik und Germanistik an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und schloss dieses mit dem Master of Arts ab.
Schon als Kind spielte sie hingebungsvoll in Theateraufführungen an der Schule. Ihre erste Hauptrolle war die des Drachen Tabaluga aus Peter Maffays Musical „Tabaluga und Lilly.“
Annika Strauss besuchte eine private Schauspielschule und fand durch den Independent-Film „La Petit Morte“ des Regisseurs Marcel Walz Einstieg ins Filmgeschäft. Seither hat sie in knapp dreißig Produktionen mitgespielt.
Film-Besprechungen freut sich, der von Spiegel Online betitelten „Deutschen Scream-Queen“ ein paar Fragen stellen zu dürfen.

1. Du warst ja in der letzten Zeit wieder unglaublich fleißig und bist derzeit in „Blood Feast“ von Marcel Walz und bald in „Scars Of Xavier“ von Kai E. Bogatzki zu sehen. Gibt es denn Pläne für ein neues Projekt und darfst Du schon darüber reden.

Naja, für meine Verhältnisse habe ich ja eher einen Gang zurückgeschaltet und weniger Projekte als die Jahre zuvor gemacht. Das liegt vor allem daran, dass ich mich momentan mehr meiner Tätigkeit als Autorin widme und bei Filmproduktionen mehr selektiere. Meine Auftritte in „Blood Feast“ und „Scars of Xavier“ sind dabei auch nur kleine Nebenrollen und nicht im üblichen Umfang. Ein anderes Projekt, das mir großen Spaß gemacht hat war „Skin Creepers“ von Ezra Tsegaye, indem ich eine Nebenrolle habe.

2. Du spielst in sehr vielen Filmen des deutschen Regisseurs Marcel Walz mit. Zwischen euch scheint die Chemie zu stimmen. Wie wichtig ist es für Dich als Schauspielerin, mit dem Regisseur auf gleicher Wellenlänge zu sein?

Marcel und ich hatten von Anfang an einen guten Draht zueinander und haben uns auch privat angefreundet. Mittlerweile kennen wir uns schon seit 8 Jahren und haben 9 Filme zusammen gedreht. Das verbindet natürlich außerordentlich. Und wenn man sich so gut kennt, ist es auch einfach, zusammen zu arbeiten. Ich weiß, wie er tickt und was er sich wünscht. Prinzipiell ist ein gutes Verhältnis zum Regisseur schon wichtig und vor allem angenehm. Ich denke aber nicht, dass es ein Muss ist. Solange er dir gut erklären kann, was er möchte und er das Beste aus dir rausholen kann, ist es mir egal, ob wir Best Friends werden oder nicht. Aber normalerweise verstehe ich mich eigentlich mit allen immer sehr gut.


In „La Petit Morte 2“ von Marcel Waltz


3. Gibt es eine Rolle, die Du nie im Leben annehmen würdest?

Ja! Eine Rolle in einem Human Centipede Film! 😉

4. Horror scheint Dein Lieblingsgenre zu sein. Warum drehst Du nicht einmal einen Liebesfilm?

Oh, ich würde sehr gerne einen Liebesfilm drehen. Aber anscheinend sehen mich diese Produktionen nicht. Das mit dem Horrorgenre war von mir nie bewusst beabsichtigt und hat sich von alleine entwickelt. Das finde ich auch nicht schlimm, da ich Horrorfilme mag, aber ich hätte große Lust auf andere Genres. Ich hätte auch total Bock auf eine Komödie oder einen Actionfilm. Also wer was weiß – immer her damit!

5. Du betätigst Dich auch als Drehbuchautorin und Schriftstellerin. Anscheinend sprudelst Du nur so vor Kreativität. 😉
Was bedeutet Dir, Hand aufs Herz, am meisten. Schauspielerei oder Schreiberei?

Hand aufs Herz: Die Schauspielerei! Die Schauspielerei macht aus mir einen ganz anderen Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes – und das liebe ich einfach! Es ist das, was mir am meisten Freude macht und das immer an erster Stelle stehen wird. Leider ist es ein hartes Pflaster und es ist sehr schwer, davon zu leben. Die Schreiberei macht mir großen Spaß und damit verdiene ich auch meine Brötchen. Allerdings fällt es mir recht leicht und ich sollte es daher auf jeden Fall ausbauen. Trotzdem bin ich lieber auf der Bühne oder an einem Filmset als alleine vorm Rechner.

6. Du schreibst gerade an einem neuen Roman. Verrätst Du ein wenig, um was es geht?

Es wird ein schöner Psychothriller mit einigen Horrorelementen, womit wir wieder bei meinem Steckenpferd wären. Es heißt „Grand Guignol“ und ist der Pilot einer Serie mit insgesamt 13 Folgen/Büchern. Ganz wie der Titel verspricht handelt es von dem einem kleinen, französischen Theater in Paris, dass auf der Bühne grausame Stücke inszeniert. Das gab es ja bis in die 60er wirklich in Paris (ich war sogar dort – jetzt ist es ein Theater für Gehörlose Menschen). In meinem Roman wird es wieder eröffnet.


7. Die schlimmste Situation in Deiner Schauspielerlaufbahn war …?

Ein Kaktus in meinem Oberschenkel während einer Szene zum Dreh von „Seed 2“ in der Wüste.

                                                           In „Seed 2“ von Marcel Waltz – Foto: ItWaits Art

8. Fünf Filme für die einsame Insel und warum?


Sind Serien auch ok?

Also:

  • Sex and the City – die Serie plus beide Filme: das vertreibt schlechte Laune und ist einfach fabelhaft
  • Cast Away: davon kann ich sicher noch was lernen
  • The Walking Dead: auch hier kann ich noch was lernen plus Unterhaltungswert
  • Das letzte Einhorn: ist mein Lieblingsfilm
  • Kill Bill 1&2: ist ebenfalls mein Lieblingsfilm

9. Fünf Bücher für die einsame Insel und warum?

  • Meine Goethe-Sammlung! Ich habe eine komplette Goethe-Sammlung zu Hause inklusive aller Briefe und Tagebuch-Einträge des werten Herr Goethe – werde aber sicher nie dazu kommen alles zu lesen. Außer auf einer einsamen Insel vielleicht…
  • Ein Überlebenshandbuch (kann ich sicher brauchen)
  • Ein Buch über giftige Pflanzen (kann ich sicher auch brauchen)
  • Geschichten aus 1001 Nacht – ich brauche Märchen zum Einschlafen…
  • Parzival (Wolfram von Eschenbach) – weil ich es gerne noch einmal lesen würde und auf jeder der rund 600 Seiten ein Abenteuer geschieht! Ich liebe Artus-Romane!

 

10. Welcher männliche Schauspieler (national oder international) wäre für Dich Dein Traumpartner? Ich spreche aber nicht vom Aussehen, sondern von seinen schauspielerischen Fähigkeiten. 😉


Kevin Costner! Kevin Costner! Kevin Costner!

Der hat auch beides: Aussehen und schauspielerische Fähigkeiten. Das ist einfach ein Schauspieler, dem ich immer zugucken kann und außerdem hat der sowas unglaublich ruhiges, das mich fürchterlich beeindruckt. Und er ist sexy. Ziemlich sexy.

11. Nenne die fünf wichtigsten Dinge in Deinem Leben.


Mein Mann.

Meine Familie und Freunde.

Gesundheit.

Freiheit.

Kreativität.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die interessanten Antworten und freue mich noch auf sehr viele Filme mit Dir.

Ich bedanke mich ebenso für das nette Gespräch und für tolle Fragen, die ich nicht immer gestellt bekomme.

Mehr über die Schauspielerin auf ihrer Homepage.

© 2017 Wolfgang Brunner / Annika Strauss