Pyewacket – Tödlicher Fluch (2017)

Pyewacket

Originaltitel: Pyewacket
Regie: Adam MacDonald
Drehbuch: Adam MacDonald
Kamera: Christian Bielz
Musik: Lee Malia
Laufzeit: 90 Minuten
Darsteller: Nicole Muñoz, Laurie Holden, Chloe Rose, Eric Osborne, James McGowan
Genre: Thriller, Drama, Horror
Produktionsland: Kanada
FSK: ab 16 Jahre

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Nach dem Tod ihres Ehemannes entschließt sich die Mutter der Teenagerin Leah umzuziehen. Die Umgebung würde sie einfach immer an ihren verstorbenen Mann erinnern, lautet der für Lea lapidare Grund, die durch den Umzug all ihre Freunde verliert. Das neue Haus ist mitten im Wald gelegen und die von Trauer und Wut getriebene Lea beschwört einen Geist namens Pyewacket, um ihre Mutter zu töten. Doch es dauert nicht lange und Leah bereut ihre Entscheidung. Doch es ist zu spät und sie muss erkennen, dass sie etwas angerufen hat, das sich nun nicht mehr aufhalten lässt.

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Ich ging, ehrlich gesagt, mit einer vollkommen anderen Erwartung an den neuen, im Label Pierrot Le Fou erschienenen, Horrorfilm heran und rechnete eigentlich mit einer Art Creature-Grusel. Doch weit gefehlt. Ich erlebte eine filmische Überraschung, mit der ich so definitiv nicht gerechnet hatte. „Pyewacket“ ist eher ein Coming of age-Drama mit Thriller- und Horrorelementen, der den Zuschauer, sofern er sich auf die Story einlassen kann, von Anfang an packt und nicht mehr loslässt.
Man sollte nicht auf die vielen Bewertungen achten, die meinen, dieser Film wäre extrem langweilig und schwer zu verstehen. Denn genau das Gegenteil ist der Fall, denn „Pyewacket“ hebt sich erfreulicher- und erfrischenderweise von anderen Produktionen in diesem Genre ab und erzählt eine geradlinige Geschichte, die uns tief in das (kaputte) Seelenleben eines Teenagers blicken lässt. Man wird Augenzeuge, wie es ist, wenn man in diesem Alter Entscheidungen trifft, die man besser nicht getroffen hätte, wenn man nur ein wenig mehr über die Sache nachgedacht hätte. Es versucht wirklich zu erzählen, was viele von uns als Teenager taten, wenn sie zu zwanghaft wurden oder aus unmittelbarer Aggression handeln und sich keine Zeit nehmen, über Dinge nachzudenken, bevor wir handeln.

Es ist absolut nicht verwirrend, wenn man sich in die Gefühle der „betrogenen“ Leah einlebt. Man kann ihre Verhaltensweisen ohne weiteres nachvollziehen, wenn man die Dinge aus ihrer Sicht betrachtet. Der Film bietet eine fast schon tiefgründige, psychologische Erklärung, wie weit Wutreaktionen von Teenagern gehen können, die sich ungerecht behandelt fühlen. „Pyewacket“ zielt nicht auf reißerische Showeffekte ab, sondern geht einen ruhigen Weg, der allerdings nicht weniger furchterregend wirkt wie ein gruseliger Geisterfilm, denn hier ist das Grauen die Realität. Einbildung und Wirklichkeit verschmelzen und führen unweigerlich auf einen dramatischen Höhepunkt zu, mit dem man nicht rechnet. Ein wenig fühlte ich mich an den hervorragenden „Metalhead“ erinnert, in dem es ebenfalls um die Gefühlswelt eines jungen Mädchens geht.
In „Pyewacket“ bekommt man den heraufbeschworenen Dämon im Grunde genommen nicht und dennoch jagt einem seine Anwesenheit Schauer über den Rücken. Je länger ich über den Plot und die dahintersteckende Botschaft denke, desto beeindruckender wirkt dieser Film im Nachhinein auf mich. „Pyewacket“ ist definitiv kein Schocker im Sinne von Schock- und oder Gruseleffekten, sondern ein relativer stiller Film über das Erwachsenwerden im Gewand eines Horrorthrillerdramas.

Die gesamte Handlung wirkt in sich stimmig, man könnte fast meinen, es handle sich um einen Film nach tatsächlich geschehenen Ereignissen. Die Schauspieler agieren allesamt hervorragend authentisch in ihren Rollen und unterstreichen diesen Eindruck. Die Musikuntermalung von Lee Malia könnte nicht besser sein, um die düstere, teils deprimierende Atmosphäre zu unterstützen. Der ambitionierte Film bietet zudem noch eigene Interpretationsmöglichkeiten, was dazu führt, dass man sich auch noch nach der Sichtung mit dem Thema beschäftigt.
Adam MacDonald, der mich bereits mit seinem ersten Film „Backcountry“ überzeugen konnte, beweist mit seinem „Pyewacket“ erneut, dass er zum einen sein Handwerk beherrscht und zum anderen, dass ein Genremix durchaus funktionieren kann, wenn man es richtig anpackt. „Pyewacket“ ist für mich eine äußerst beeindruckende Studie eines Teenagers, die grandios in einen unheimlichen (Horror-)Thriller verpackt ist. Absolut sehenswert.

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Fazit: Exzellentes Teenager-Drama, das den Horror der Realität darstellt. Ein niveauvoller Coming of age-Thriller mit Gruseleffekt. Unbedingt empfehlenswert.

© 2018 Wolfgang Brunner

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Scars Of Xavier (2017)

Scars-of-Xavier

Originaltitel: Scars Of Xavier
Regie: Kai E. Bogatzki
Drehbuch: Kai E. Bogatzki
Kamera: Philipp Peißen, Lucas Blank
Musik: Klaus Pfreundner (Maintitle:Jan Loamfield)
Laufzeit: 90 Minuten
Darsteller: Marc Engel, Constance Wetzel, Alexia von Wismar, Dirk Sonnenschein, Oliver Troska, Isabelle Aring, Angelina Markiefka, Annika Strauss, Daniele Rizzo, Vanessa Tesch, Lamacra
Genre: Horror, Thriller, Drama
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

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Xavier ist ein schüchterner Mittvierziger, der in Prag lebt und arbeitet . Er führt ein unauffälliges Leben am Rande der Gesellschaft. Doch in der Nacht kommt sein wahres Ich zum Vorschein und Xavier wird zu einem brutalen Killer.
Doch eines Tages lernt er die Bedienung Karolina kennen, in die er sich ein wenig verliebt. Nun muss Xavier gegen seinen Drang, zu töten, ankämpfen.

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„Scars Of Xavier“ ist der erste Langfilm des äußerst talientierten Editors (zuletzt Marcel Walz‘ „Blood Feast“) und Regisseures Kai E. Bogatzki. Nachdem mich bereits sein Kurzfilm „Liebe“ hellauf begeistert hat, war die Erwartungshaltung an seinen ersten Spielfilm extrem hoch. Um es gleich vorweg zu nehmen: Bogatzki hat mich absolut nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil: Er hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen und das mag schon was heißen, denn sie waren wirklich sehr hoch. 😉
Aber der Reihe nach: Alleine die Handlung respektive den Drehort nach Prag zu verlegen war ein absoluter Glücksgriff. Sehr stimmungsvoll wird schon während der ersten Bilder eine beeindruckende Atmosphäre aufgebaut, die einerseits durch die grandiosen Bilder heimelig  andererseits wegen der düsteren Umgebung teils kafkaesk wirkt. Jedenfalls trägt die wunderschöne Kulisse der Stadt einen großen Teil zur gesamten Stimmung des Films bei.

Es gibt so viel über diesen grandiosen Film zu erzählen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. 😉 Das fängt schon beim gewohnt perfekten Schnitt an, der sich durch den ganzen Film zieht. Die Titelsequenz zum Beispiel kann nur grandios bezeichnet werden. „Scars Of Xavier“ ist ein beeindruckendes, brutales, schockierendes und extrem glaubwürdiges Psychogramm eines Serienkillers, das noch lange nachwirkt. Mit Hauptdarsteller Marc Engel hat Kai E. Bogatzki einen Mann gefunden, mit dem er seine Visionen Wirklichkeit werden lassen konnte. Man spürt förmlich in nahezu jeder Einstellung, wie intensiv (und sowohl körperlich als auch psychisch anstrengend) die Dreharbeiten waren. Die Rolle des Xavier ist eine Paraderolle für Marc Engel, der wirklich alles gibt, um dem Bösen ein glaubwürdiges Gesicht zu geben. Das Schlimme und Erschreckende an seiner Darstellung ist, dass dieses Böse ein Mensch und keine erfundene Horrorfigur á la Freddy Krueger, Jason Vorhees oder Michael Myers ist, die nur stereotype Abschlachter mit wenig Informationen über deren Vergangenheit. Aber hier verkörpert Marc Engel einen Menschen, der mit seinen inneren Dämonen ringt und sie alleine bekämpfen muss. Gerade dieser Aspekt macht den Killer Xavier für mich so wahnsinnig erschreckend und bösartig. Ein wenig erinnert sein Charakter tatsächlich an Dexter Morgan, wobei Xavier verzweifelter, hilfloser und dadurch authentischer und fast schon bedauernswerter wirkt. Bogatzki geht psychologischer an die Thematik heran und versetzt den Zuschauer in eine voyeuristische Rolle, weil er ihn in allen Situationen im Leben des Täters teilnehmen lässt, sowohl am nach außen vollkommen normalen Dasein als auch am inneren Kampf des Killers und seinen blutigen Metzeleien an unschuldigen Opfern, die nichts anderes als Hilferufe nach Absolution seiner verkorksten Kindheit und Mutter-Sohn-Beziehung sind.   Marc Engel geht in seiner Rolle so emotional auf, dass man ihm alles abnimmt. Er stellt den unscheinbaren Nachbar und Mitarbeiter genauso glaubwürdig dar, wie den entfesselten Killer, der auf nichts mehr Rücksicht nimmt und seine Taten „genießt“, weil sie ihn in seinen Augen „retten“ und „erlösen“. Ich habe selten eine solch intensive und authentische Darstellung eines Serienkillers gesehen, wie sie hier in „Scars Of Xavier“ von Marc Engel gezeigt wird.
„And the Oscar goes to …. Marc Engel!“

Bogatzki macht den deutschen Film mit seinen innovativen Ideen und ästhetischen Bildern wieder interessant und zeigt, dass auch in Deutschland extrem gute Filme entstehen können. Unweigerlich fragt man sich nach dieser emotionalen Bilderflut, die einen mit „Scars Of Xavier“ überrollt hat, warum solche Werke mühsam mittels Crowdfunding ins Leben gerufen werden müssen und nicht eine große Produktionsfirma zur Seite hat. Man bekommt zum wiederholten Mal unerträgliche Komödien aus Deutschland geliefert, die nur für Dumpfbacken ein hohes Niveau darstellen, und inszenatorische und schauspielerische Meisterleistungen wie „Scars Of Xavier“ werden im eigenen Land unbeachtet. Und somit komme ich auch schon zu Kai E. Bogatzki selbst, der mit seinem ersten Langfilm ein unglaublich beeindruckendes, perfekt in Szene gesetztes und äußerst bedrückendes Werk abgeliefert hat, dass mich gegen Ende hin sogar an visionäre Filme von Regisseuren wie David Lynch und Lars von Trier erinnert hat. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, wenn ich an eine Szene, etwa in der Mitte des Films, denke, in der in einer Rückblende ein Mord „zelebriert“ wird. Eine solch blutige (im Grunde genommen abscheuliche) Szene derart künstlerisch zu inszenieren, dass sie Arte-gerecht wirkt, kann ich einfach nur als Genialität bezeichnen. Bogatzki hat ein cineastisches Auge, das vielen Mainstream-Regisseuren schlichtweg fehlt. Unter anderem bei dieser überwältigenden Szene kommt die perfekte Musikuntermalung von Klaus Pfreundner, die der „Schönheit“ jener Bilder noch zusätzlichen Ausdruck verleiht.
An dieser Stelle vielleicht auch noch ein ganz dickes Lob an die Jungs vom Sound: Thorsten Mies hat sich zusammen mit Robert Gondorf um den On-set Ton gekümmert, der ihnen wirklich gut gelungen ist. Robert Gondorf hat dann anschließend mit Robert Prus  das Sound Design gemacht.Philipp Kaase hat all dies im Studio zusammengemischt und auch beim Sound Design mitgemacht! Das Ergebnis kann sich absolut hören lassen.

Und am Ende, wenn der Zuschauer denkt, er hätte den brutalen und blutigen Weg des Xavier mitsamt seinen Opfern hinter sich gebracht, eröffnet Bogatzki noch eine weitere psychologische Tür, die einem den Atem raubt. Visuell überwältigend geht die Reise des Killers weiter, überschreitet Grenzen und macht letztendlich alles, was man gesehen hat, schlüssig.
Bogatzki, der Hauptdarsteller und das ganze Filmteam schockieren, verwirren, und berühren emotional. „Scars Of Xavier“ ist eine Achterbahnfahrt in die Psyche eines Mörders, aber auch in die kranke Welt eines von einem Kindheitstrauma geplagten Menschen, der im Grunde genommen bedauernswert ist. Die äußert real wirkenden Spezialeffekte (verantwortlich unter anderem Philipp Rathgeber) tun ihr übriges dazu, um diesen Film zu einem der schockierendsten, aber auch bemerkenswertesten Filme des deutschen Kinos der letzten Jahre zu machen.
Gerade in Zeiten von computeranimierten, seelenlosen Blockbustern zeigt Bogatzkis „Scars Of Xavier“ was Filmemachen wirklich heißt: Visionen nicht mit Millionen-Budget umsetzen zu können, Schauspiel und innovative, emotionale Ideen. Alle diese drei Dinge vereinen sich in „Scars Of Xavier“. Hinzu kommt noch eine grandiose Kameraführung und ein toller Score.
Danke an Kai E. Bogatzki nebst seinem kompletten Team und dem großartigen Hauptdarsteller Marc Engel, dass ich an diesem blutigen Albtraum teilhaben durfte, der authentischer nicht sein könnte und mich noch lange in meinen Gedanken begleiten wird. Begeisterter kann ich von einem Film fast nicht sein.
Wohlverdient heimst der Film auch gerade auf ausländischen Festivals eine Nominierung und Auszeichnung nach der anderen ein. Die nachfolgende Auflistung hat den Stand vom 12. Dezember 2017:

Gewinner (bisher):
„Best Thriller“ – Nightmares Film Festival
„Best Editing“ – FEARnyc
„Best Festure Film“ – DarkVeins Horror Fest
“Best Special Effects“ – DarkVeins Horror Fest
„Best Director“ – 13horror.com
„Special Mention“ – Optical Theatre Festival

Nominierungen (bisher):
„Best Cinematography“ – Nightmares Film Festival
„Best Feature Film“ – FEARnyc
„Best Actor“ – DarkVeins Horror Fest
„Best Score“ – DarkVeins Horror Fest
„Best Feature Film“ – Optical Theatre Festival
„Best Actor“ – Optical Theatre Festival
„Best Film“ – 13horror.com
„Best Actor“ – 13horror.com
„Best Actress“ – 13horror.com
„Best supporting Actress“ – 13horror.com

Official Selections:
FrightNights – Linz
SoIndependent Film Festival – Sofia

Wie gesagt: Wohlverdient! 😉

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Fazit: Brutal, blutig und schockierend. Psychogramm eines Serienkillers mit visionären  Bildern und brillanter, stylischer Umsetzung. Uneingeschränkt volle Punktzahl in jeder Hinsicht.

© 2017 Wolfgang Brunner

2 Lava 2 Lantula (2016)

Originaltitel: 2  Lava 2 Lantula
Regie: Nick Simon
Drehbuch: Neil Elman, Ashley O’Neil
Kamera: Kevin Duggin
Musik: Navid Hejazi
Laufzeit: 81 Minuten
Darsteller: Steve Guttenberg, Michael Winslow, Marion Ramsey, Eric Etebari, Michelle Weaver, R.J. Walker, Martin Kove
Genre: Horror, Science Fiction, Komödie
Produktionsland: USA
FSK: ab 12 Jahre

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Die Überlebenden des Spinnen-Angriffs in Los Angeles dachten, alles wäre vorbei. Doch in Florida tauchen die mutierten Feuerspinnen erneut auf, um die Menschheit endgültig zu vernichten. Filmstar Colton West sagt den Achtbeinern erneut den Kampf an und zusammen mit seinem besten Freund Marty setzt er dieses Mal alles daran, die Bedrohung ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.

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Die Feuerspinnen-Attacken gehen weiter. Nach dem zugegebenermaßen absolut gelungenen Trashfeuerwerk des ersten Teils ging ich eher mit gemischten Gefühlen an dieses Sequel heran. Ich fühlte mich auch in den ersten Minuten in meiner vorgefassten Meinung bestätigt, dass es sich bei dieser Fortsetzung eher um einen mittelmäßigen Film handelt, der an das Original nicht heranreichen würde. Doch ich muss zugeben, dass ich mich geirrt habe und der zweite Teil mindestens ebenso amüsant und unterhaltsam ist wie der Originalfilm. „2 Lava 2 Lantila“ ist trashiger und die Spezialeffekte wirken um einiges billiger als im ersten Teil, aber vielleicht ist genau das der Grund, warum die Fortsetzung funktioniert. Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler nehmen sich selbst noch weniger ernst als im ersten Teil,  was zur Folge hat, dass das Ergebnis einfach noch abgedrehter als im Original geworden ist.

In einem unglaublich rasanten Tempo werden die Protagonisten ohne große Vorgeschichte in das Chaos der Spinnenangriffe geworfen, so dass dem Zuschauer kaum Zeit zum Atmen und Nachdenken bleibt. Ein Gag reiht sich an den anderen, wobei viele, wie bereits im ersten Teil, in der deutschen Übersetzung nicht wirklich funktionieren. Aber das tut dem Vergnügen, das man bei „2Lava „Lantula“ hat , keinen Abbruch. In bester 80er Jahre Manier wird hier geblödelt und gesplattert, wobei sich letzteres im jugendfreien Rahmen hält. Dennoch verstecken sich allerdings ein paar Szenen, die aus meiner Sicht nicht unbedingt ab 12 Jahren freigegeben werden sollten. Aber das Thema FSK ist eine andere Geschichte, die mit dem Film nichts zu tun hat. Die Schauspieler sind allesamt absolut gut aufgelegt, allen voran Steve Guttenberg, der mich bereits im ersten Teil mit seiner übertriebenen Machoart vollkommen überzeugt hat. Auch im zweiten Teil wird er der fast schon kultverdächtigen Rolle des Colton West in allen Belangen gerecht. Guttenberg bringt einen mit seiner charmanten, unverstellten Art fast in jeder Szene irgendwie zum Schmunzeln. 🙂

Aufgrund der rasanten Erzählweise findet man natürlich keine tiefgreifenden Charakterentwürfe in den Protagonisten, was aber meiner Meinung nach in dieser Art von Film sowieso nichts verloren hätte. Wer sich so einen Film ansieht, will Trash und Spaß. Und genau das bekommt man auch bei „2Lava 2Lantula“. Ich hatte teilweise den Eindruck, als wollten die Macher dieses Mal sogar ihre eigene, ohnehin schon schräge Vorlage selbst auf den Arm nehmen, denn das Sequel ist in der Tat noch eine Spur verrückter und irrwitziger als das Original. Besonders eine Szene hat es mir so angetan, dass ich sie ein paar Mal hintereinander wiederholen musste. Es ist so herrlich witzig, wenn die Protagonisten über die Größe der Mutter-Feuerspinne diskutieren und dieser Dialog einfach kein Ende nimmt.
Interessant für Filmfans dürften auch die zahlreichen Anspielungen (manche versteckt, manche offensichtlich) auf „Crocodile Dundee“, „Scarface“ oder „Jurassic Park“, aber auch die alten japanischen Monsterfilme sein, die sich durch den ganzen Film ziehen. Das Zeug und Potential zur Kultserie hätten die „Lavalantulas“ auf alle Fälle, zumal Steve Guttenberg in der Rolle des Colton West sowieso aus meiner Sicht einer der besten und charismatischsten „Trash-Schauspieler“ ist. Ich würde mich jedenfalls über eine weitere Fortsetzung freuen.

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Fazit: Rasant inszenierte Fortsetzung der Lava-Spinnen-Invasion. Ein Muss für Trashfans.

© 2017 Wolfgang Brunner

MOLOCH – Die Dokumentation – Teil 2 – Interview mit Mick Baltes

Und hier ist er auch schon: Der zweite Teil der Dokumentation über den Künstler „Moloch“.
Heute kommt der erste meiner Gesprächtspartner zu Wort, die meine diversen Fragen bezüglich dem Mensch und Künstler „Moloch“ beantwortet haben. Mick Baltes war so nett, mir seine Antworten per Video zukommen zu lassen.
Baltes, Jahrgang 1962, verbrachte Kindheit und Jugend am Niederrhein und begeisterte sich bereits mit 16 Jahren für Musik. Fast scheint es, als wäre bereits hier schon sein Weg zum Musikredakteur absehbar gewesen.
Doch bevor er diese Karriere einschlug, entdeckte er dazwischen seine große Liebe zum Kino. Mick Baltes realisierte sogar ein paar eigene Kurzfilme, behielt Film und Theater immer im Auge und landete schließlich in der Werbebranche. Heute arbeitet er als Screendesigner, Flashentwickler und schreibt als Freelancer über Musik, Kino und TV unter anderem für „Sound Infection“.

Freuen wir uns also auf ein Video von Mick Baltes, in dem er seine Eindrücke über Moloch kundtut:

The House At The End Of Time (2013)

TheHouseAtTheEndOfTime

Originaltitel: La casa del fin de los tiempos
Buch und Regie: Alejandro Hidalgo
Kamera: Cezary Jaworski
Musik: Yoncarlos Medina
Laufzeit: 101 Minuten
Darsteller: Ruddy Rodríguez, Rosmel Bustamante, Gonzalo Cubero,
Guillermo García, Héctor Mercado
Genre: Horror
Herstellungsland: Venezuela
FSK: ab 16 Jahren

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Eines Nachts verschwindet Dulces Sohn spurlos und ihr Mann wird brutal ermordet aufgefunden. Weil auf der Tatwaffe ihre Fingerabdrücke gefunden werden, wird Dulce zu lebenslanger Haft verurteilt. 30 Jahre später wird sie aus dem Gefängnis entlassen und in ihr altes Haus zurückgebracht, wo sie, unter Beobachtung gestellt, über die Vorfälle von damals nachdenkt. Doch Dulce ist nicht allein, denn die Geister ihrer Vergangenheit sind ebenfalls noch in dem Haus. Zusammen mit einem Priester will Dulce das Rätsel ergründen, durch das sie ihren Sohn und Mann vor 30 Jahren verloren hat.

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„Das Haus am Ende der Zeit“ ist das Debüt eines jungen, venezuelanischen Filmemachers namens Alejandro Hidalgo. Diesen Namen sollte man sich unbedingt merken, denn was er mit seinem Erstling abgeliefert hat, ist eine filmische Wucht sondergleichen. Man könnte fast meinen, dass der visionäre Christopher Nolan (u.a. „The Dark Knight“-Trilogie, „Inception“ und „Interstellar“) einen Horrorfilm gedreht hat. Es ist unglaublich, mit welcher Raffinesse hier ein Plot kreiert wurde, der zum Ende hin mit einem wahren Feuerwerk an A-ha-Effekten und emotionalen Achterbahnfahrten aufgelöst wird. Klar werden jetzt wieder die ewigen Nörgler daher kommen und über die vermeintlichen Logiklöcher der wirren Handlung diskutieren, aber keiner von ihnen kann mir die Genialität dieses emotionalen Meisterwerks absprechen. „The House At The End Of Time“ ist bestes Kino: gefühlvoll, spannend, unheimlich, visionär und atemberaubend beeindruckend. Selten habe ich so eine atmosphärisch stimmige Mixtur aus Old School-Grusel, intelligenter Handlung und tollen Schauspielern gesehen.

Hidalgo hat ein inszenatorisches Gespür wie ein Profi. Wie er die Handlungen im Verlaufe des Films verwebt ist ein wahrer Geniestreich, der den Zuschauer schlichtweg verblüfft und ihm den Atem raubt. An einer Stelle habe ich mich sogar selbst dabei erwischt, wie ich vollkommen sprachlos den Kopf schüttelte, als ich die Zusammenhänge erkannte. Ich kann meine Begeisterung schwer unterdrücken, denn noch immer geistern die Überschneidungen der Szenen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch meine Gedanken. Man muss sich auf den Film einlassen, das ist keine Frage, um die komplexe Struktur zu durchschauen. Mainstream-Publikum wird dabei Schwierigkeiten haben, denn eine geradlinige Erzählweise, der man ohne viel nachzudenken folgen kann, fehlt. Der Zuseher, der sich in den Zeitwirbel fallen lässt, wird mit einem wahren Wunder belohnt, das sich ins Gedächtnis frisst, wie es schon lange kein Horrorfilm mehr geschafft hat.

Hidalgo spielt mit einer Leichtigkeit mit Raum und Zeit, als wäre absolut nichts daran kompliziert. Und genau das ist es, was mich immer wieder an Nolan denken lässt: komplizierte Dinge auf völlig unkomplizierte Art darzustellen beziehungsweise darstellen zu können. Schauspielerisch bewegt sich der Film auf absolut hohem Niveau und kann sich getrost mit weitaus bekannteren Streifen messen. Ich möchte mich sogar insoweit ein wenig nach vorne beugen, in dem ich „The House At The End Of Time“ sogar einen bedeutend höheren Status zuspreche, als es thematisch ähnliche Großproduktionen wie zum Beispiel „The Others“ oder „The Sixth Sense“. Hidalgos Debüt ist ein Juwel unter der Masse an Horrorfilmen, und wenn man zu der überaus gekonnten Inszenierung, dem mehr als genialen Plot und den durchwegs fähigen Schauspielern noch das relativ geringe Budget berücksichtigt, so kann man diesen Film ohne Einschränkungen als „absolutes Meisterwerk“ bezeichnen.
Wer blutige Effekte und / oder Mainstreamkino erwartet, sollte die Finger davon lassen. Leider suggeriert das Plakat einen Film im Stil von „Insidious“ oder anderen Haunted House-Filmen, was in diesem Falle aber nicht zutrifft und in die Irre führt. Wer einem künstlerisch ambitionierten Film mit einem feinfühligen, gefühlvollen Plot offen ist, wird mit einem unglaublich beeindruckenden Ergebnis belohnt. So, dann mache ich mal Schluss und sehe mir „The House At The End Of Time“ gleich nochmal an. 😉
Und, wie nicht anders zu erwarten, plant Hollywood schon ein Remake dieses Ausnahmefilms und versucht, wie so oft, die Lorbeeren, die eigentlich dem ursprünglichen Macher zustünden, in Form einer (wahrscheinlich wieder einmal)  seelenlosen Neuverfilmung für sich einzuheimsen.

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Fazit: Visionär, spannend, gruselig, emotional … Mir fehlen einfach die Worte für diese geniale Achterbahnfahrt.

© 2017  Wolfgang Brunner

MOLOCH – Die Dokumentation – Teil 1

Viele von euch wissen, dass ich mich für so ziemlich alle Filmgenres interessiere und sowohl Blockbuster-Produktionen als auch Independentfilme ansehe. So kommt es auch, dass ich immer wieder nach neuen Regisseuren, Schauspielern, Filmmusik-Komponisten und dergleichen suche. Ich verfolge deren Laufbahnen über Jahre hinweg und freue mich auf neue Projekte und Erfolge.

Während der letzten Jahre stieß ich so auch auf den Künstler Moloch, der zuerst nur hinter Masken zu sehen war. Seine Auftritte im Stil der Kultfiguren Michael Myers, Jason Voorhees oder Leatherface weckten meine Neugier. Wer verbirgt sich hinter der Maske? Welche Ambitionen und Ziele verfolgt Moloch?

 

Als der Künstler und Schauspieler Moloch im Jahr 2013 beim Musikvideo „Brutal Desire“ der Ausnahmeband „Mean Ugly Godz“ nach mehreren, unbedeutenderen Anläufen die Hauptrolle als Schlächter übernahm, war noch nicht abzusehen, dass er schon bald eine Art Kultstatus erreichen würde.

Moloch ist eigentlich unter anderem eine biblische Bezeichnung für Opferriten aus dem alten Phönizien und Kanaan, bei denen Kinder mittels Feuer geopfert wurden. Außerdem hat „Moloch“ die Bedeutung einer gnadenlosen und alles verschlingenden Macht. Mit letzterer Bezeichnung kommen wir dem Mann, der unter dem Pseudonym Moloch agiert, schon ein Stück näher. Denn mit Vorliebe „versteckt“ sich der Zweimeter-Mann hinter einer Maske, um seine Opfer auf brutale Weise zu massakrieren.

Es gibt drei Romane mit dem Titel „Moloch“, eine russische Erzählung, einen Film und sogar eine Oper. Nicht zu vergessen das Romanheft mit der Nummer 135 aus dem Jahr 1981 aus der Gruselserie „John Sinclair“. Aber um all dies geht es hier nicht.

Mich interessiert der Schauspieler und Mensch hinter diesem Pseudonym, den ich mittlerweile in einigen Rollen sehen durfte. Faszinierend ist, dass Moloch innerhalb kürzester Zeit überzeugen kann. Das mag zum einen an seiner imposanten Erscheinung liegen, findet aber zum anderen auch einen Grund in seiner äußerst sympathischen und charismatischen Ausstrahlung. Ein Grund für mich, den Schauspieler, das Monster hinter der Maske und den Menschen im echten Leben näher zu beleuchten.

 

Ich habe mir daher überlegt, ein außergewöhnliches Projekt in Angriff zu nehmen, in dem über Moloch und seine Projekte gesprochen wird, der Künstler aber auch mal selbst zu Wort kommt. Ich will wisssen, was Regisseure, Maskenbildner, Schauspielerkollegen, Produzenten und Fans über ihn denken. Desweiteren interessiert mich Molochs Werdegang, aber auch seine Ambitionen, seine Wünsche und Träume.

Das Projekt soll die vielen und unterschiedlichen Facetten des Künstlers behandeln und eine Übersicht über bereits abgedrehte, aktuelle und zukünftige Filme und Videos geben.

Ach ja, und jede(r), die/der bei diesem Projekt mitwirken will, kann mir gerne eine Mail an wolfgangbrunner@gmx.com senden.

Das Projekt wird in etwa vierzehntägigen Abständen weitergeführt.

© 2017 Wolfgang Brunner / Moloch

Alien: Covenant (2017)

Originaltitel: Alien: Covenant
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: John Logan, Dante Harper
Kamera: Dariusz Wolski
Musik: Jed Kurzel
Laufzeit: 122 Minuten
Darsteller: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demián Bichir, Carmen Ejogo, Jussie Smollett, Callie Hernandez, Guy Pearce
Genre: Horror, Science Fiction
Produktionsland: USA
FSK: ab 16 Jahre

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Das Raumschiff Covenant ist mit 2.000 schlafenden Menschen und über 1.000 menschlichen Embryonen unterwegs, um auf einem fremden Planeten eine Kolonie zu gründen. Durch einen Sonnensturm wird das Schiff beschädigt und die Mannschaft aus dem Tiefschlaf geweckt. Während sie die Schäden am Schiff untersuchen, entdecken sie einen fremden Planeten, der der Erde ähnelt und anscheinend bewohnbar ist. Als ein Teil der Crew auf dem Planeten landet und ihn erforscht, kommen zwei Männer in Kontakt mit einer seltsamen Spore. Ohne es zu wissen, wächst ein fremdartiges Lebenwesen in ihren Körpern heran, dass schon bald das Leben der gesamten Mannschaft bedroht.

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Im Vorfeld waren ja schon wieder die unterschiedlichsten Meinungen zu Ridley Scotts neuestem Alien-Film vertreten. Doch ich wollte mir, wie auch übrigens bei „Prometheus“, einfach unvoreingenommen eine eigene Meinung bilden. Und ich bin froh, dass ich mir das Filmvergnügen nicht selbst verdorben habe, indem ich die anderen Rezensionen genau durchgelesen sondern nur überflogen habe. Denn … ich finde, dass Ridley Scott wieder einmal einen visionären Film abgeliefert hat. Sicherlich muss man über die ein oder andere Logiksache hinwegsehen, das ist mir aber in diesem Fall wirklich egal, denn ich möchte mit solchen Filmen unterhalten werden. Und das hat mit „Alien: Covenant“ eindeutig hervorragend geklappt. Ein bisschen Kritik habe ich dennoch zu vermelden, aber eines nach dem anderen.

Zunächst einmal fand ich den Spannungsaufbau sehr gelungen und wirkungsvoll. Langsam wird der Zuschauer in eine bedrückende Atmosphäre eingelullt, der man sich ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr entziehen kann. Gerade die Infizierung auf dem fremden Planeten und die ersten Alien-Attacken sind grandios inszeniert und fast schon unerträglich in ihrer Spannung. Die Bilder von der „Geburt“ des ersten Aliens gehen mir in ähnlicher Weise nicht mehr aus dem Kopf wie seinerzeit eine ähnliche Szene in John Carpenters Kultfilm „Das Ding aus einer anderen Welt“. Oftmals habe ich irgendwann gemerkt, dass ich den Atem angehalten habe, so spannend waren die Angriffe der Aliens, obwohl sie mit dem Computer designt wurden. Die Attacken sahen in einigen Szenen ähnlich wie in „Starship Troopers“ aus vermittelten eine ähnliche, ausweglose Situation. und Die ersten beiden Drittel fand ich persönlich absolut atemberaubend in Szene gesetzt, enorm spannend und extremst kurzweilig. Leider verzetteln sich die Drehbuchautoren am Ende in einem ideenlosen Abklatsch des Originals, was mir nicht so gefallen hat. Da hätte ich mir dann doch eine etwas andere Wendung beziehungsweise ein innovativeres Ende gewünscht. Aber nun gut, der Mainstream möchte genau so etwas wahrscheinlich sehen und die Macher haben sich wahrscheinlich darauf eingelassen, um Erfolg an der Kinokasse zu haben. Das hat schon der mäßig erfolgreiche „Alien 3“ von David Fincher gezeigt, dass Innovation nicht immer gut beim Massenpublikum ankommt. Bei „Alien: Covenant“ wollte man deswegen wohl sichergehen und hat sich für diesen Weg entschieden, der dem Massenpublikum genau das gibt, was es will, und den „echten“ Filmfreund dann eher enttäuscht. Soweit zu meinem einzigen Kritikpunkt.

Nahezu begeistert war ich von der Entwicklung, die Ridley Scott den „menschlichen Robotern“ zugedacht hat. Es mutet fast wie eine leichte Symbiose oder wie eine Brücke zu seinem Meisterwerk „Blade Runner“ an, wenn er in „Alien: Covenant“ den Maschinenwesen unheimliche menschliche Züge verschafft. Ich denke, diese Annäherung beider Universen ist beabsichtigt, denn gerade die Anfangssequenz könnte durchaus bei „Blade Runner“ Anwendung finden. Auch darstellerisch kann man bei „Alien: Covenant“ nichts aussetzen, denn alle spielen durchwegs außerordentlich gut und nehmen ihre Rollen sichtlich ernst. Michael Fassbender, der angebliche Star des Films, wird aber aus meiner Sicht eindeutig von Danny McBride an die Wand gespielt, der seinen Protagonisten unglaublich authentisch und vor allem sehr emotional verkörpert. McBride hat mich während des ganzen Films am meisten begeistert und beeindruckt, da kam Fassbender nicht einmal annähernd mit. Ist aber einfach nur meine Meinung. Scoretechnisch hat Jed Kurzel eigene Töne mit markanten Klängen aus Jerry Goldsmiths Originalscore vermischt und für eine sehr passende und atmosphärische Musikuntermalung  gesorgt.
Alles in allem hat mir „Alien:Covenant“, genauso wie „Prometheus“, in seiner Fortführung und/oder Neuinterpretation des Alien-Universums absolut gut gefallen.

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Fazit: Ästhetisch, brutal und atmosphärisch. Trotz einiger Logikfehler ein würdiges, sehenswertes Teil im Alien-Universum-Puzzle.

© 2017 Wolfgang Brunner