Ugly Dolls (2019)

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Originaltitel: UglyDolls
Regie: Kelly Asbury
Drehbuch: Alison Peck
nach einer Story von Robert Rodriguez
Kamera:  –
Musik: Christopher Lennertz
Laufzeit: 87 Minuten
Darsteller: –
Genre: Animation, Kinderfilm
Produktionsland: USA, Kanada, China
FSK: ab 0 Jahre

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Die nicht perfekten und von der Produktion aussortierten Spielzeugpuppen Moxy und ihre Freunde leben glücklich an einem Ort namens Uglyville. Dort zählt nicht das Aussehen, sondern die inneren Werte. Eines Tages wollen sie erkunden, was außerhalb ihrer Stadt liegt. Dabei stoßen sie auf den Ort Perfection, wo Lou, eine ganz und gar perfekte Puppe, alle zu derartigen perfekten Puppen machen will.

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Ich muss gestehen, dass ich noch nie etwas von den „Ugly Dolls“ gehört habe, die es tatsächlich auf dem Spielzeugmarkt gibt. Die vorliegende Verfilmung ihrer „Entstehungsgeschichte“ macht die unperfekten, teils hässlichen Spielzeuge sehr sympathisch. Der Film transferiert aber gleichzeitig eine wichtige Botschaft, nämlich, dass Aussehen alleine nicht zählt, sondern man unbedingt auch auf die inneren Werte eines Menschen / Lebewesens achten soll. Gerade für das Zielpublikum von „Ugly Dolls“ empfinde ich diese Aussage unheimlich wichtig und sie wird, wie gesagt, in dem Film hervorragend umgesetzt. Die hässlichen Puppen sind definitiv die Sympathieträger in diesem kurzweiligen und witzigen Animationsabenteuer.

„Ugly Dolls“ hat unglaublich viele, tolle Songs, die den Film dermaßen kurz wirken lassen, dass man gar nicht richtig mitbekommt, dass eineinhalb Stunden vergangen sind. Dieser liebevoll animierte Film ist allerdings nicht nur eine hervorragende Unterhaltung für Kinder (dabei ist es auch vollkommen egal, ob Mädchen oder Jungs), sondern auch perfekt für die ganze Familie, da sich, wie bereits erwähnt, eine Menge toller Botschaften darin verstecken, die auch Erwachsene zum Nachdenken bringen. Aber in erster Linie sind es die Charaktere, die einen verzaubern und die man sehr schnell liebgewinnt.
Einfühlsam und absolut unaufdringlich wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich nicht nach dem Schönheitsideal richten soll, dass einem von der Mehrheit der Menschen (und vor allem durch die Medien) eingetrichtert und permanent aufgezwungen wird, so dass der Film aus meiner Sicht sogar das Prädikat „Besonders wertvoll“ erhalten müsste.

Hinter der Produktion dieses Films steckt mit Sicherheit zum Großteil das Ziel einer größeren Vermarktung der Original-Spielzeugpuppen, die bereits seit dem Jahr 2001 auf dem Markt sind. Daher wird dem Film des Öfteren eine oberflächliche Gestaltung zugeschrieben, die nur ein marketingtechnisches Bestreben erfüllen soll. Das kann man nun sehen, wie man will, ich für meinen Teil habe „Ugly Dolls“ zusammen mit meinem fast sechsjährigen Sohn genossen und wir hatten Riesenspass dabei. Mehr erwarte ich von solcherlei Filmen eigentlich gar nicht. Doch zusätzlich zu dieser kurzweiligen, netten Unterhaltung kam dann auch noch die bereits erwähnte Botschaft hinzu, so dass ich „Ugly Dolls“ uneingeschränkt empfehlen kann.

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Fazit: Absolut unterhaltsamer, kurzweiliger Animationsfilm mit einer tollen Botschaft.

© 2019  Wolfgang Brunner

Monstrum (2018)

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Originaltitel: Muldoe
Regie: Kim Myung-min, Kim In-kwon, Lee Hye-ri, Choi Woo-shik, Park Hee-soon, Lee Kyeong-yeong, Park Sung-woong
Drehbuch: Heo Jong-ho, Dam Heo
Kamera: Kim Dong-young
Musik: Mowg
Laufzeit: 105 Minuten
Darsteller: Kim Myung-min, Kim In-kwon, Lee Hye-ri, Choi Woo-shik, Park Hee-soon, Lee Kyeong-yeong, Park Sung-woong
Genre: Horror, Action, Abenteuer
Produktionsland: Südkorea
FSK: ab 16 Jahre

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Die Gegend um den Berg Ingwansan im Korea des 16. Jahrhunderts wird von der Pest heimgesucht. Zusätzlich wütet noch eine gefährliche Bestie im Landstrich, die  Menschen jagt und tötet. Der König schickt drei seiner Soldaten ins Gebirge, um das Monster zur Strecke zu bringen.

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Man muss koreanische Filme mögen, um an „Monstrum“ so richtig Spaß zu haben. Es dauert auch eine Weile, bis der Film Fahrt aufnimmt, da er sich anfangs – für meinen Geschmack etwas zu lange – mit historischen Begebenheiten aufhält. Das ist an sich nicht weiter schlimm, könnte aber diejenigen Zuschauer enttäuschen, die einen reinen Monsterfilm erwarten. Es wird eine japanische Legende erzählt, die auch mit allerlei politischen Verstrickungen gewürzt ist. „Monstrum“ ist auf jeden Fall unterhaltsam und, sobald die Kreatur erscheint, auch sehr spannend und kurzweilig. Die Animation des Monsters ist sehr gut gelungen und man hat wirklich richtig Spaß daran, dabei zuzusehen, wie die Bestie von den Menschen bekämpft wird.

„Monstrum“ verströmt eine  Atmosphäre, die man auch aus Filmen von Akira Kurosawa kennt. Kurosawa stammt aus Japan, aber die Kultur, die vermittelt wird, ähnelt sich. Was aber jetzt nicht heißt, dass „Monstrum“ anspruchsvoll wie ein Kurosawa-Film ist.
„Monstrum“ ist ein Unterhaltungsfilm, der zusätzlich noch versucht, historische Begebenheiten einzuarbeiten. Für denjenigen, der sich mit diesem Land noch niemals befasst hat, wirken genau diese historischen Teile etwas langweilig und auch langatmig. Man wartet anfangs vergebens, bis das Monster endlich zu sehen ist. Das könnte, wie gesagt. den ein oder anderen Zuseher etwas zermürben. Andererseits trägt gerade diese Mischung dazu bei, dass sich der Film von anderen des gleichen Genres abhebt. Man sollte deswegen keinen reinen Monsterfilm erwarten, um sich eine diesbezügliche Enttäuschung zu ersparen.

„Monstrum“ ist ein südkoreanischer Film, der sich zwar an manchen Stellen an die europäischen und amerikanischen Gepflogenheiten hält, aber dennoch den Geist des Entstehungslandes widerspiegelt. Mit diesem Wissen kann dieser Film auf alle Fälle unterhalten und ist auch für Europäer interessant. Schauspielerisch kann man ebenfalls nicht meckern, das läuft alles auf respektablem Niveau ab. Auf den ein oder anderen Gag hätte man getrost verzichten können. Diese Witze sollten zwar die Handlung etwas auflockern, verursachten aber (zumindest bei mir), dass man den Film nicht mehr wirklich ernst nimmt, was an sich wiederum schade ist, denn das Monster wirkt an vielen Stellen schon bedrohlich. Aber das ist vielleicht auch die Mentalität der Südkoreaner, die sich hier niederschlägt. Mir hätte der Film weitaus besser gefallen, wären die Macher durchgehend ernst an die Handlung und Inszenierung herangegangen.

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Fazit: Ein Monsterfilm der etwas anderen Art mit gelungenen Effekten.

©2019 Wolfgang Brunner

Die Abenteuer von Wolfsblut (2018)

Wolfsblut

Originaltitel: Croc-Blanc
Regie:  Alexander Espigares
Drehbuch: Philippe Lioret, Serge Frydman, Dominique Monféry
nach dem Roman von Jack London
Kamera: –
Musik: Bruno Coulais
Laufzeit: 87 Minuten
Darsteller: –
Genre: Abenteuer, Animationsfilm, Literatur
Produktionsland: Frankreich, Luxemburg, USA
FSK: ab 6 Jahre

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Alaska zur Zeit des großen Goldrausches.
Ein Welpe, halb Hund und halb Wolf, gerät nach dem Tod der Mutter in Gefangenschaft und wird von einem alten Indianer zum Schlittenhund ausgebildet. Er bekommt aufgrund seiner Abstammung den Namen Wolfsblut. Schon bald erkämpft er sich die Position des Leittiers unter den Schlittenhunden. Doch dann gerät er in die Hände von skrupellosen Geschäftemachern, die Wolfsblut für Hundekämpfe missbrauchen.
Ein Marshall rettet ihn vor dem Tod und legt damit den Grundstein für den Beginn einer unzertrennlichen Freundschaft zwischen Mensch und Tier …

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„Die Abenteuer von Wolfsblut“ ist nicht die erste Adaption des Kinderbuchklassikers aus der Feder von Jack London. Neben Zeichentrickversionen gibt es auch zahlreiche Realverfilmungen. Unter anderem auch zwei des italienischen Regisseurs Lucio Fulci, der eigentlich für seine harten Zombiefilme bekannt ist. Das ist aber für den vorliegenden Film bedeutungslos und wollte von mir nur am Rande erwähnt werden. Der hier vorliegende Animationsfilm versprüht einen ganz eigenen Charme, der sich deutlich von den anderen Interpretationen abhebt. Man muss sich zwar, ehrlich gesagt, anfangs ein bisschen an die Art der Animation gewöhnen, denn sie wirkt anders als die von Disney/ Pixar, aber es dauert nicht lange und man gewinnt sowohl die Menschen wie auch die Tiere in diesem Film lieb. Vielleicht ist es sogar gerade diese gewisse Art und Weise der Unperfektheit dieser Animation, die diesen Film zu etwas besonderem macht. Denn genau dadurch gewinnt dieses Abenteuer absolut an Charme.

Was hier geboten wird, ist auch noch eine wirklich fantastische Gratwanderung zwischen Kinder- und Erwachsenenfilm. Obwohl der Film ab 6 Jahre freigegeben ist , wirkt er an manchen Stellen schon etwas düster, brutal und auch deprimierend. Aber so ist nun einmal das Schicksal von Wolfsblut auch im Buch von Jack London beschrieben, insoweit hält sich „Die Abenteuer von Wolfsblut“ einfach auch an die Buchvorlage. Die Geschichte wird in oftmals wunderschönen Bildern erzählt und ist, zumindest gegen Ende hin, auch sehr emotional. Ich habe diesen Film mit meinem 5-jährigen Sohn angesehen, der ebenso begeistert wie ich war und sehr wohl auch die dramatischen Teile des Films verstanden hat. Ich will damit nur sagen, dass „Die Abenteuer von Wolfsblut“ in der Tat auch für Kinder geeignet ist, obwohl er, wie bereits erwähnt, im ersten Moment manchmal zu düster erscheint. Aber Kinder können der Handlung gut folgen und lernen, dass nach einer schlimmeren Begebenheit auch wieder Schönes passiert.

„Die Abenteuer von Wolfsblut“ hat mir persönlich sehr gut gefallen und ich bin sicher, dass ich mir diesen Film noch ein weiteres Mal anschauen werde. Neben der außergewöhnlichen Animation kann auch der Score von  Bruno Coulais absolut punkten. Denn er unterstreicht und ergänzt die gezeigten Bilder perfekt. Mit Sicherheit hat auch diese wunderschöne Musik aus meiner Sicht ihren Anteil daran, dass diesen Film zu einem wirklich tollen Erlebnis für jung und alt ist. Vor allem wenn man die Buchvorlage kennt wird man seine wahre Freude daran haben. Ich habe diesen Animationsfilm auf jeden Fall sehr genossen.

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Fazit: Wunderbarer Animationsfilm nach einem Kinderbuchklassiker. Absolut sehenswert.

© 2019 Wolfgang Brunner

The Jungle Book (2016)

Originaltitel: The Jungle Book
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Justin Marks
Kamera: Bill Pope
Musik: John Debney
Laufzeit: 105 Minuten
Darsteller: Neel Sethi, Ritesh Rajan
Genre: Abenteuer
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 6 Jahre

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Als sein Vater im Dschungel ums Leben kommt, wird der kleine Junge Mogli von dem Panther Bagheera zu einem Wolfsrudel gebracht, wo er aufwächst. Doch eines Tages erscheint der Tiger Shir Khan und verlangt den Tod des Jungen. Daraufhin beschließt das Wolfsrudel, Mogli aus dem Rudel zu entlassen und ihn auf die Reise zu einem Menschendorf zu schicken. Mogli steht eine gefährliche und spannende Reise bevor.

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Wer kennt nicht Walt Disneys Zeichentrick-Klassiker „Das Dschungelbuch“? Viele Realverfilmungen erblickten das Licht der Filmwelt, aber keine brachte es zu so viel Ruhm wie das Original. Und nun folgt eine weitere Adaption von Rudyard Kiplings Kinderbuch und wieder einmal steckt Disney dahinter. Man möchte gar nicht glauben, dass Regisseur Jon Favreau ein solch großer Wurf gelungen ist, der den Zeichentrick-Klassiker tatsächlich in den Schatten stellt. Und wie …
„The Jungle Book“ ist hinreissend, visuell atemberaubend und hält sich ziemlich gut an die literarische Vorlage (was hoffen lässt, dass auch „Das zweite Dschungelbuch“ vielleicht noch verfilmt wird). Warum man allerdings den deutschen Titel beim amerikanischen Originaltitel „The Jungle Book“ beließ, ist für mich nicht nachvollziehbar, denn schließlich befinden wir uns doch in Deutschland. Wollte man eine Verwechslung mit den anderen „Das Dschungelbuch“ betitelten Filmen vermeiden? Keine Ahnung, auf jeden Fall finde ich die Unsitte in Deutschland, amerikanische Titel zu verwenden, befremdlich und äußerst schade. Denn meine 80jährige Mutter kann zum Beispiel mit solchen Titel absolut nichts anfangen.

 Nun aber zum Film, der mich von Anfang an mit seinem ganz besonderen Charme in den Bann gezogen hat. Sicherlich liegt das auch daran, dass mit der heutigen Technik die Dschungeltiere nahezu perfekt in Szene gesetzt werden können. Aber das alleine ist es nicht, dass diesen Film so hervorragend macht. Neel Sethio, der den kleinen Jungen spielt, macht seine Sache wirklich hervorragend. Umso weniger kann ich nachvollziehen, dass dieser junge Schauspieler nicht einmal auf dem Plakat namentlich erwähnt wird, sondern nur die Namen der berühmten Synchronsprecher. Wenn man bedenkt, dass Neel Sethio hauptsächlich nur vor Greenscreen-Wänden agiert hat, um danach im fertigen Film mit den Tieren zu sehen ist, kann man dem jungen Schauspieler nur seine Hochachtung aussprechen. Schade, dass viele den Jungen in seiner Rolle als Mogli nicht mochten, für mich unverständlich.
Die Tiere sind hervorragend animiert und schon nach wenigen Minuten vergisst man fast, keine echten Tiere vor sich zu haben, so stark versinkt man in dieser Welt. Die deutschen Synchronsprecher, allen voran Joachim Krol als erzählender Bagheera, haben tolle Arbeit geleistet.

Wie eine Mischung aus Peter Jacksons „Herr der Ringe“ und John McTiernans „Medicine Man“ überrascht „The Jungle Book“ mit außergewöhnlichen Effekten und Aufnahmen wie auf Ölgemälden. Favreau ist ein Kunststück gelungen, das sowohl die ältere wie auch die neuere Generation begeistert. Unaufdringlich werden auch noch zwei Songs des alten Zeichentrick-Klassikers mit eingebaut, ansonsten geht Favreaus Interpretation eigene, visuell extrem beeindruckende Wege.
John Debneys Score ist wunderschön. Passagen aus dem alten Soundtrack von George Bruns werden gekonnt eingesetzt und wechseln sich mit bombastischen, melancholischen Tönen ab, die teilweise sehr stark an Jerry Goldsmiths Meisterwerk „Medicine Man“ erinnern. Debneys Musik passt so hervorragend zu den gezeigten Bildern, dass es einem an manchen Stellen Gänsehaut beschert.
Jon Favreau hat eine Geschichte aus meiner Kindheit so emotional und episch inszeniert, wie ich es mir nie hätte erträumen lassen. „The Jungle Book“ ist nostalgisches Kindsein mit Effekten auf auf technisch hohem Niveau.

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Fazit: Ein Klassiker in neuem Gewand. So bombastisch und episch hat man „Das Dschungelbuch“ noch nie gesehen.

© 2017 Wolfgang Brunner

Der Pagemaster – Richies fantastische Reise (1994)

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Originaltitel: The Pagemaster
Regie: Joe Johnston (Real), Pixote Hunt (Animation)
Drehbuch: David Kirschner, Ernie Contreras, David Casci
Kamera: Alexander Gruszynski
Musik: James Horner
Laufzeit: 76 Minuten
Darsteller: Macaulay Culkin, Mel Harris, Christopher Lloyd
Genre: Fantasy, Abenteuer, Animation, Kinderfilm
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 6 Jahre

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Richie Tyler ist ein ängstlicher Junge. Als er eines Tages auf dem Rad von einem Unwetter überrascht wird, sucht er schnellstmöglich eine sichere Unterkunft und findet sich in der Bibliothek von Mr. Dewey wieder. Als Richie in Ohnmacht fällt, erwacht er in einer Zeichentrickwelt wieder, die ihn durch verschiedene Welten aus Büchern führt. Begleitet wird er dabei von drei sprechenden Büchern, die Abenteuer, Fantasie und Grusel verkörpern.

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Kritiker warfen dem Mix aus Real- und Zeichentrickfilm damals vor, sich nur auf pseudoartige Weise mit dem Thema „Wir bringe ich Kinder zum Lesen?“ auseinanderzusetzen. Das sehe ich anders, denn es werden wirklich viele liebevolle Details in der Handlung versteckt, die einem Kind durchaus den Anreiz verschaffen könnte, einmal zu einem Buch zu greifen.
Die Drehbuchautoren haben wirklich innovative Ideen, die von den beiden Regisseuren genial umgesetzt wurden. Die Realfilmszenen erinnern unweigerlich an Spielberg-Produktionen aus den 80er und 90er-Jahren. Macaulay „Kevin“ Culkin spielt wirklich gut und überzeugend. Man spürt die Begeisterung der in jeder Minute.
Mich hat dieser Film bei seinem Erscheinen völlig in den Bann gezogen und das hat sich auch nach so vielen Jahren nicht geändert.

Hauptaugenmerk wird aber auf den Zeichentrickfilm gelegt, der eine wunderschöne Geschichte erzählt, die nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene zum Träumen einlädt. In wunderbaren Zeichnungen, die nicht zu einfach aber auch nicht perfekt sind, wird eine abenteuerliche Reise durch ein Land voller Geschichten erzählt, die man aus bekannten Büchern kennt. Alleine die Idee, die Weggefährten des Jungen in Form von Büchern darzustellen, ist es wert, sich diesen Film anzusehen. Abenteuer, Grusel und Fantasie heißen die drei Bücher, die Richie auf seiner Reise begleiten und für manch einen Lacher sorgen. Ich finde diese Charaktere einfach nur gut, wie sie miteinander umgehen und ihren Namen alle Ehre machen.
„Der Pagemaster“ ist farbenfroh und absolut kurzweilig. Kinder dürften ihre helle Freude an den Abenteuern haben, in denen der Junge sich all seinen Ängsten stellen muss. Schön animiert und mit einem beeindruckenden Ideenreichtum vermag „Der Pagemaster“ einfach nur gut zu unterhalten. Und das, wie gesagt, trifft nicht nur auf Kinder zu. Schade, dass es solche Filme heutzutage nicht mehr gibt.

Unbedingt erwähnt werden muss auch die hervorragende Musik von James Horner, die grandios passt und die Szenen hervorragend untermalt. Sein mitreissender Abenteuerscore kann definitiv auch ohne Filmbilder bestehen. Die typischen Horner-Passagen wechseln sich mit flotten Einlagen ab, die das Können des Komponisten zeigen.

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Fazit: Liebevoll gezeichnetes Abenteuer, dessen Rahmenhandlung aus einem Realfilm besteht. Für mich ein Schatz aus den 90er Jahren, den ich mir immer wieder gerne ansehe.

© 2016 Wolfgang Brunner

Die Croods (2013)

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Originaltitel: The Croods
Regie: Kirk DeMicco, Chris Sanders
Drehbuch: Chris Sanders, Kirk DeMicco
Kamera: Yong Duk Jhun
Musik: Alan Silvestri
Laufzeit: 99 Minuten
Darsteller: –
Genre: Animation, Kinderfilm
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 0 Jahren

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Grug und seine Familie sind Höhlenmenschen, die vor so ziemlich allem, das neu ist, Angst haben. Nur wenn sie auf Nahrungssuche gehen, begeben sie sich nach draußen.
Als eines Nachts Grugs Tochter Eep sich doch aus der Höhle schleicht, weil sie Geräusche gehört und Licht gesehen hat, trifft sie auf den Nomaden Guy. Der kann sogar Feuer machen und erzählt Eep, dass die Erde bald untergehen wird. Grug glaubt nicht an diesen Unfug, bis sich Guys Prophezeiung bewahrheitet und ein Erdbeben die Höhle, in der Grug und seine Familie lebten, zerstört. Die chaotische Familie schließt sich Guy an und auf ihrer Reise entdecken sie eine fantastische Welt, die aber vom Untergang bedroht ist.

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Ich hatte von „Die Croods“ gar nicht soooo viel erwartet und wurde daher angenehm überrascht. Sicherlich haben wir es hier mit einem Animationsfilm zu tun, der letztendlich nichts Neues bringt und eine simple Geschichte erzählt. Aber er macht Spaß und das ist bei dieser Art von Film wohl das Wichtigste. 🙂

Erfreulich ist, dass dem Ideenreichtum der Regisseure (und Drehbuchautoren) wohl keine Grenzen gesetzt wurden, denn man wird von einem Wirbelsturm an Geschöpfen und Landschaften überrannt. Da wurde wahrscheinlich so mancher Einfall vernachlässigt und hätte Potential für mehr gehabt.
Handlungstechnisch wirkt das Abenteuer leicht unausgegoren und an manchen Stellen stockend. Irgendwie bekommt man den Eindruck, als hätten die Drehbuchautoren selbst nicht gewusst, wohin der Weg führt. Aber auch diese Manko wird von den bunten Bildern und teils wirklich lustigen Gags geschickt kaschiert, so dass man einfach nur gut unterhalten wird.

Alan Silvestris Musik passt hervorragend zur chaotischen Höhlenmensch-Familie und schafft eine tolle Atmosphäre. „Die Croods“ ist ein toller Familienfilm, der nicht nur die Kleinen sondern auch die Erwachsenen gut unterhält. Die Animationen sind perfekt und die Wesen wirklich liebevoll gemacht. Ähnlich wie in „Drachenzähmen leicht gemacht“ gewinnt man die Säbelzahntiger und anderen Tiere schnell lieb.

Die Farben sind der Knaller und die Animationen von zum Beispiel den Vulkanausbrüchen oder den Wasserszenen sind grandios umgesetzt und absolut detailverliebt. Trotz handlungstechnischem Manko eindeutig einer der besseren Animationsfilme. Und die 3D-Fassung sollte man gesehen haben: Unaufdringlich, aber dennoch mit ein paar netten Popouts kann sie vollkommen überzeugen. Ein Film, den man auf jeden Fall öfters anschauen kann.

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Fazit: Eine skurrile Familiengeschichte mit eher mäßiger Handlung, dafür aber mit einer grandiosen Animation und netten Witzen.

© 2015 Wolfgang Brunner

Lichtmond 2 – Universe Of Light (2012)

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Originaltitel: Lichtmond – Universe Of Light
Regie: Diego M. Bonati
Drehbuch: –
Kamera: –
Musik: Giorgio Koppehele, Martin Koppehele, Alan Parsons
Laufzeit: 52 Minuten
Darsteller: –
Genre: Musikfilm, Animation
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 0 Jahren

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Eine dreidimensionale Reise in eine fantastische Welt des Lichts.

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Wie schon mit ihrem ersten Werk  „Lichtmond – Moonlight“ setzen Lichtmond nun auch mit ihrer zweiten Veröffentlichung Maßstäbe im 3D-Bereich. Das ist wirklich atemberaubend, was einem da geboten wird und in Verbindung mit der Trance-Ambient-Chill Out-Elektronik-Musik begibt man sich von der ersten Sekunde an auf eine unglaubliche Reise. Man kann sich fallen lassen und Musik und Bilder einfach nur genießen. Die Zeit vergeht wie im Flug und man könnte gut und gerne noch weitere 50 Minuten dranhängen.

„Lichtmond 2“ ist allerdings aus meiner Sicht reifer geworden. Das betrifft sowohl die animierten Bilder als auch die Musik. Stiltechnisch unverändert, wirken die Kompositionen weniger popartig sondern sind eher dem Ambient-Bereich zuzuordnen. Die Texte, die von der markanten Stimme Thomas E. Killingers gesprochen werden, sind etwas weniger geworden. Man möchte aus dieser Welt gar nicht mehr gehen, so faszinierend wurde das Ganze in Szene gesetzt. Für Freunde seichter elektronischer Musik, die auch schon manchmal in die Pop-Gefilde abdriftet, unbedingt zu empfehlen. Und die 3D-Animationen muss man einfach mal gesehen haben.

Dass bei dieser Produktion auch Alan Parsons mit dabei ist, ist schwer zu überhören. Den Koppehele-Brüdern ist wieder ein ganz großer Wurf gelungen, der in Sachen 3D und Sound momentan fast nicht zu überbieten ist.

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Fazit: Erneutes Highlight der Koppehele Brüder in Sachen 3D und Sound. Ein Abenteuer, dass man unbedingt einmal erleben (und hören) muss.

© 2015 Wolfgang Brunner

Dante’s Inferno (2010)

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Originaltitel: Dante’s Inferno: An animated epic
Regie: Mike Disa, Shukō Murase, Yasuomi Umetsu, Victor Cook, Jong-Sik Nam, Sang-Jin Kim, Lee Seung-Gyu
Drehbuch: Brandon Auman
Kamera: Eiji Arai, Kazuhiro Yamada
Musik: Christopher Tin
Laufzeit: 113 Minuten
Darsteller: –
Genre: Animation/Zeichentrick, Fantasy
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Japan, Südkorea
FSK: ab 16 Jahren

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Dante verliert seine Geliebte Beatrice an Luzifer, der sie in die Hölle entführt. Dante folgt dem Teufel und muss die neun Höllenkreise durchschreiten, um Beatrice zu befreien.

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Ich bin eigentlich kein Freund von Anime-Filmen, aber hier hat mich das Thema interessiert. Obwohl es sich um die Verfilmung eines Videospiels handelt, kann man sich „Dante’s Inferno“ ohne weiteres ansehen, wenn man das entsprechende Game nicht kennt.
Die Handlung ist relativ einfach gestrickt, aber die Umsetzung von Dantes Abenteuer in der Hölle sind schon sehr einfallsreich inszeniert. Oft staunte ich, wie nah man sich an Dante Alighieris „Göttlicher Komödie“ orientierte und dabei auch noch andere Mythologien mit vermischte. Das hat schon Spaß gemacht, sofern man sich ein wenig mit diesen Mythen befasst hat und die diversen Anspielungen dann auch versteht.

Ziemlich blutig schlägt sich der Held durch eine apokalyptische Hölle. Dies führt dazu, dass „Dante’s Inferno“ sehr kurzweilig ist. Erstaunlicherweise bemerkt man gar nicht, dass sieben (!!!) Regisseure dieses Action-Abenteuer in Szene setzten. Sicherlich wechselt von Höllenkreis zu Höllenkreis manchmal der Zeichenstil, lässt man sich aber von der rasanten Handlung gefangennehmen, so wie ich es tat, fällt das aus meiner Sicht gar nicht weiter auf. Der Film wirkt geradlinig und an keiner Stelle holperig, wie das oft bei solchen Zusammenarbeiten ist.

Auch die Musikuntermalung unterstreicht das episch angelegte Höllenabenteuer sehr passend. Für mich ein Ausnahmefilm unter den Anime-Streifen, der sich erstaunlicherweise auch gar nicht richtig auf Mainstream einlässt, sondern eigenwillig seine Geschichte erzählt. Einige Dinge wirkten unlogisch auf mich, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich kein Gamer bin und das Spiel nicht kenne.
Auf jeden Fall fand ich die Umsetzung der Höllenkreise ideenreich und nah im Sinne von Alighieri umgesetzt.

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Fazit: Blutige und einfallsreiche Umsetzung einer Dante’schen Hölle. Auch wenn die Vorlage ein Videospiel ist, kann man dieses Anime-Abenteuer auch als „Unwissender“ genießen.

© 2015 Wolfgang Brunner

Epic – Verborgenes Königreich (2013)

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Originaltitel: Epic
Regie: Chris Wedge
Drehbuch:  William Joyce, James V. Hart, Daniel Shere, Tom J. Astle, Matt Ember
Kamera: Renato Falcao
Musik: Danny Elfman
Laufzeit: 102 Minuten
Darsteller: —
Genre: Animation, Action, Fantasy
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 6 Jahren

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Keiner glaubt Professor Bomba, dass im Wald kleine Lebewesen existieren, die Krieg gegeneinander führen. Nicht einmal seine Tochter M.K., die ihn eines Tages besuchen kommt. Doch dann findet M.K. eines Tages eine sterbende Königin im Miniaturformat und ehe sie sich versieht, ist M.K. selbst in den Krieg, der tatsächlich in einer fantastischen, mikroskopisch kleinen Welt geschieht, verwickelt.

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Man nehme Filme wie „Avatar“, „Herr der Ringe“, „Die Reise ins Labyrinth“, „Der dunkle Kristall“, „Horton hört ein Hu“, „Medicine Man“, „Ferngully“  und „Star Wars“, vermische sie mit einem Buch wie zum Beispiel  „Mikro“ von Michael Crichton und heraus kommt: „Epic – Verborgenes Königreich“. 🙂
Aber, was sich anhört, wie eine gar abscheuliche Nachmache all dieser genannten Filme und Bücher, stellt sich als wahre Freude heraus. „Epic“ wird trotz der ganzen „geklauten“ Vorbilder zu einem eigenständigen und höchst unterhaltsamen Film, der unglaublichen Spaß macht.

Vor allem hebt er sich durch seine Ideen (Kinderfilm trifft auf Erwachsenenfilm) von der Unzahl an Animationsfilmen ab. Danny Elfman hat eine Musik kompomniert, die entfernt an „Edward mit den Scherenhänden“ erinnert und Zuschauer meiner Generation (1964) in eine Zeit zurückkatapultiert, in der derartige Filme noch so richtig Freude und Kinofeeling gemacht haben (siehe obige Aufzählung). Ich habe diesen Film genossen, wie schon lange keinen Animationsfilm dieser Art. Wunderschöne Aufnahmen in einer Welt, wie Tim Burton sie in seiner besten Zeit nicht besser inszenieren könnte, treffen auf punktgenau eingesetzte Spannung und Humor. Diese Mischung funktioniert so hervorragend, dass man am Ende tatsächlich traurig ist, wenn alles vorbei ist. Man gewinnt die Akteure lieb, obwohl sie nicht von realen Menschen dargestellt sind, und hasst die Bösen. Ich konnte mich in diese Welt fallen lassen, als wäre ich wieder ein Kind. Solche Filme muss man in der heutigen Zeit suchen, mit „Epic“ habe ich einen gefunden!

Der Film mutet mal wie ein Märchen an, mal wie ein dramatischer Fantasyfilm im Stil von „Herr der Ringe“. „Epic“ ist allerdings gar nicht so episch, wie der Titel es glauben machen soll. Auch wenn manche Szenen episch sein sollen, es handelt sich hier eher um einen Film, der den Zuschauer in eine Welt entführt, in der man trotz aller Gefahren selbst sein möchte und uns an einer Auseinandersetzung teilnehmen lässt, die wir aus Kinderbüchern kennen.

Die 3D-Effekte sind sehr zurückhaltend und unaufdringlich, was zur Folge hat, dass man dadurch wirklich noch zusätzlich in diese Welt förmlich eintauchen kann. Sehr gut umgesetzt.

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Fazit: Ein wunderbarer Film für kleine und große Menschen. Erwachsene werden wieder zu Kindern und Kinder zu Erwachsenen. Schon lange keinen so guten und unterhaltsamen Animationsfilm gesehen. Abenteuer pur!

© 2015 Wolfgang Brunner

Frankenweenie (2012)

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Originaltitel: Frankenweenie
Regie: Tim Burton
Drehbuch: John August
Kamera: Peter Sorg
Musik: Danny Elfman
Laufzeit: 87 Minuten
Darsteller: –
Genre: Animation, Kinderfilm
Produktionsland: USA
FSK: ab 12 Jahren

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Sparky, Victors Hund, kommt bei einem Autounfall ums Leben. Dem Jungen bricht das Herz und er trauert seinem Spielgefährten und Freund Tag und Nacht nach. Bis er im Schulunterricht davon erfährt, dass Muskeln und Nerven durch Stromstöße wieder zum Leben erweckt werden können, auch wenn der Körper schon längst tot ist. Victor wagt das Experiment …

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Die Stop Motion-Technik wie auch die Optik des ganzen Films sind hervorragend. Alleine schon wegen der „altmodischen“ Technik ragt „Frankenweenie“ aus dem Wust der Animationsfilme positiv hervor.

Fast möchte man sagen, es wäre kein Tim Burton-Film, wenn es nicht um das Thema Tod geht. Denn auch bei „Frankenweenie“ hat sich Burton seines Lieblingsthemas angenommen und das Ganze kindgerecht auf die Leinwand gezaubert. Die Charaktere sind wieder einmal typisch und unverwechselbar Tim Burton. Begleitet werden die oftmals düsteren Bilder von Burtons Hauskomponisten Danny Elfman, der aber für diesen Film eine seiner besten Leistungen der letzten Jahre abgeliefert hat.
Und bei Tim Burton hat man den Eindruck, dass er sich wieder jenen Filmen zuwendet, mit denen er einst riesige Erfolge verzeichnen konnte, weil sie außergewöhnlich und innovativ waren: „Frankenweenie“ erinnert von seiner Machart und der Optik eher wieder an „Edward mit den Scherenhänden“ oder „Nightmare Before Christmas“, als an Burtons letzte Filme wie „Sweeney Todd“, „Alice im Wunderland“ oder „Dark Shadows“. „Frankenweenie“ zeigt den Regisseur, der sich nicht dem Mainstream sondern seinen eigenen Ideen widmet.

Insgesamt kam ein netter, bezaubernder und unterhaltsamer Film heraus, der nicht nur Kinder amüsieren wird, denn gerade an den vielen versteckten Anspielungen auf die alten „Hammer“-Filme, „Gremlins“, „Van Helsing“ und die alten „Godzilla“-Streifen werden die Erwachsenen ihre helle Freude haben. „Frankenweenie“ macht Spaß und versprüht auch einen schönen nostalgischen Charme, der heutzutage nur noch selten im Kino zu sehen ist. Dennoch gab es aber auch Stellen, die mir nicht so gefallen haben. Da war zum einen der bucklige Schulkamerad Edgar, der mich eigentlich mit seiner übertriebenen Naivität den ganzen Film über gestört hat. Aber es ist nun mal vorrangig ein Film für Kinder und denen wird es gefallen. 🙂

Trotz all der positiven Eindrücke, die „Frankenweenie“ bei mir hinterlassen hat, fehlt dem Film irgendetwas. Ich kann nicht einmal erklären, was genau es ist. Es könnte sein, dass gegen Ende hin die Handlung etwas zu sehr aus dem Ruder gerät und etwas überlastet auf mich wirkte. Das war mir einfach zu viel. Oder aber es waren die manchmal sehr kindlichen Äußerungen, die von den Figuren geäußert wurden, die mich letztendlich doch störten. Ich weiß wirklich nicht, was genau in meinen Augen „störte“. Ich kann einfach nur sagen, dass dem Film am Ende doch das gewisse Etwas aus meiner Sicht fehlte.

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Fazit: Tricktechnisch hervorragender Stop Motion Film in einer fantastischen Optik. Schwarz/Weiss und 3D passen gut zusammen und geben dem Film einen nostalgischen Touch, der durch die vielen Anspielungen auf alte Horror-Klassiker noch unterstrichen wird. Dennoch fehlt dem Spaß das gewisse Etwas.

© 2015 Wolfgang Brunner