Ugly Dolls (2019)

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Originaltitel: UglyDolls
Regie: Kelly Asbury
Drehbuch: Alison Peck
nach einer Story von Robert Rodriguez
Kamera:  –
Musik: Christopher Lennertz
Laufzeit: 87 Minuten
Darsteller: –
Genre: Animation, Kinderfilm
Produktionsland: USA, Kanada, China
FSK: ab 0 Jahre

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Die nicht perfekten und von der Produktion aussortierten Spielzeugpuppen Moxy und ihre Freunde leben glücklich an einem Ort namens Uglyville. Dort zählt nicht das Aussehen, sondern die inneren Werte. Eines Tages wollen sie erkunden, was außerhalb ihrer Stadt liegt. Dabei stoßen sie auf den Ort Perfection, wo Lou, eine ganz und gar perfekte Puppe, alle zu derartigen perfekten Puppen machen will.

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Ich muss gestehen, dass ich noch nie etwas von den „Ugly Dolls“ gehört habe, die es tatsächlich auf dem Spielzeugmarkt gibt. Die vorliegende Verfilmung ihrer „Entstehungsgeschichte“ macht die unperfekten, teils hässlichen Spielzeuge sehr sympathisch. Der Film transferiert aber gleichzeitig eine wichtige Botschaft, nämlich, dass Aussehen alleine nicht zählt, sondern man unbedingt auch auf die inneren Werte eines Menschen / Lebewesens achten soll. Gerade für das Zielpublikum von „Ugly Dolls“ empfinde ich diese Aussage unheimlich wichtig und sie wird, wie gesagt, in dem Film hervorragend umgesetzt. Die hässlichen Puppen sind definitiv die Sympathieträger in diesem kurzweiligen und witzigen Animationsabenteuer.

„Ugly Dolls“ hat unglaublich viele, tolle Songs, die den Film dermaßen kurz wirken lassen, dass man gar nicht richtig mitbekommt, dass eineinhalb Stunden vergangen sind. Dieser liebevoll animierte Film ist allerdings nicht nur eine hervorragende Unterhaltung für Kinder (dabei ist es auch vollkommen egal, ob Mädchen oder Jungs), sondern auch perfekt für die ganze Familie, da sich, wie bereits erwähnt, eine Menge toller Botschaften darin verstecken, die auch Erwachsene zum Nachdenken bringen. Aber in erster Linie sind es die Charaktere, die einen verzaubern und die man sehr schnell liebgewinnt.
Einfühlsam und absolut unaufdringlich wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich nicht nach dem Schönheitsideal richten soll, dass einem von der Mehrheit der Menschen (und vor allem durch die Medien) eingetrichtert und permanent aufgezwungen wird, so dass der Film aus meiner Sicht sogar das Prädikat „Besonders wertvoll“ erhalten müsste.

Hinter der Produktion dieses Films steckt mit Sicherheit zum Großteil das Ziel einer größeren Vermarktung der Original-Spielzeugpuppen, die bereits seit dem Jahr 2001 auf dem Markt sind. Daher wird dem Film des Öfteren eine oberflächliche Gestaltung zugeschrieben, die nur ein marketingtechnisches Bestreben erfüllen soll. Das kann man nun sehen, wie man will, ich für meinen Teil habe „Ugly Dolls“ zusammen mit meinem fast sechsjährigen Sohn genossen und wir hatten Riesenspass dabei. Mehr erwarte ich von solcherlei Filmen eigentlich gar nicht. Doch zusätzlich zu dieser kurzweiligen, netten Unterhaltung kam dann auch noch die bereits erwähnte Botschaft hinzu, so dass ich „Ugly Dolls“ uneingeschränkt empfehlen kann.

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Fazit: Absolut unterhaltsamer, kurzweiliger Animationsfilm mit einer tollen Botschaft.

© 2019  Wolfgang Brunner

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