Die Dämonische Mörderoma (2019)

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Originaltitel: Die Dämonische Mörderoma
Regie: Madman Marv
Drehbuch: /
Kamera: Madman Marv u. a.
Musik: Musica Non Grata (Stephan Ortlepp)
Laufzeit: 88 Minuten
Darsteller: Madman Marv, El Excremento, Edeltraud Niedermeier, Ronny Zito
Genre: Amateurfilm, Splatter
Produktionsland: Deutschland
FSK: ungeprüft

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Eine von allerlei erdenklichen Leiden geplagte alte Frau stolpert beim Aufräumen ihres Kellers über eingelegte Himbeeren aus dem Jahre 1867. Ohne zu zögern werden diese sofort verzehrt, was eine Transformation in ihr auslöst. Mit schier übermenschlichen, phantastischen Kräften beseelt, nimmt Oma es nun mit Unrecht und Werteverfall in der Nachbarschaft auf.

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Stilistisch und inhaltlich bleibt Madman Marv, Regisseur von „Das schwäbische Sägewerkmassaker“ (2015), seinem Werk treu. „Die Dämonische Mörderoma“ (2019) ist deshalb leider auch nicht mehr als ein Amateurfilm, der nur für ein ganz bestimmtes Publikum funktioniert. Dieses Publikum besteht fast ausschließlich aus Personen, die am Film beteiligt waren und dann noch den kleinen Kreis derjenigen, die den deutschen Amateursplatter genuin lieben. Das klingt nun deutlich negativer, als es gemeint ist, denn wenn man sich auf ihn einlässt, kann man durchaus seinen Spaß haben. Ich für meinen Teil habe mich köstlich amüsiert nach Easter-Eggs Ausschau zu halten, die auch hier wieder zahlreich für den aufmerksamen Zuschauer versteckt wurden. Zeigt sich doch hier besonders die generationsbedingte Stabübergabe vom Vorgänger an den Nachfolger in Form der Hommage. Das sind dann Anspielungen auf „Mutation“ (1999), „Street Trash“ (1987), „Pulp Fiction“ (1994) und weitere – viel Spaß beim Suchen! Das war auch der Part, der mir am meisten Spaß gemacht hat: Zu sehen wie jemand seine prägenden filmischen Erlebnisse ohne Budget und bestimmt mit dem einen oder anderen Bier hinter der Kamera umsetzt.

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Sonstiges: Der Film ist, wie es sich für den Underground gehört, im Eigenvertrieb erschienen. Erhältlich ist er direkt auf der Seite von Fäkalocaust Produktion. Neben der regulären Amaray gibt es noch eine weitere streng limitierte Auflage in einer großen Hartbox von AMS (Alucard Movieshop), die bereits vergriffen ist. Erwähnenswert ist auch, dass es diese kleine Produktion, bereits über den großen Teich geschafft hat. Das Label Toxic Filth hat sich ihm angenommen und eine Kleinauflage DVDs und sogar VHS produziert. Dies macht deutlich, dass der deutsche Amateursplatter sich in auserwählten Kreisen immer noch äußerster Beliebtheit erfreut, gelten doch die Frühwerke von Amateurfilmern wie Andreas Schnaas für viele als Ausgangspunkt der eigenen filmischen Ambitionen. Das handgemalte Postermotiv stammt vom spanischen Künstler Josef Mendez, der in letzter Zeit häufiger durch seine Kollaborationen mit deutschen Labels und Publikationen auffiel.

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Fazit: Kein Film für jeden, für manche aber Kult.

© 2019 René Wiesner

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Ein Gedanke zu “Die Dämonische Mörderoma (2019)

  1. Pingback: Portada del Dvd del film “Die Dämonische Mörderoma” | El arte del horror de José Antonio Méndez

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