Star Force Soldier (1998)

soldier

Originaltitel: Soldier
Regie: Paul W. S. Anderson
Drehbuch: David Webb Peoples
Kamera: David Tattersall
Musik: Joel McNeely
Laufzeit: 99 Minuten
Darsteller: Kurt Russell, Jason Scott Lee, Connie Nielsen, Gary Busey, Jason Isaacs, Sean Pertwee, Michael Chiklis, Mark Bringelson
Genre: Action, Science Fiction
Produktionsland: USA
FSK: ab 18 Jahre

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Im Jahr 2036 haben Wissenschaft  Krieger entwickelt, die seit ihrer Geburt ausschließlich für den Kampf ausgebildet wurden. Sie sind ihrer sämtlichen Individualitäten beraubt, werden von der Gesellschaft weitestgehend getrennt und leben nur noch nach dem Motto: töten und getötet werden. Einer von ihnen, Todd, wird auf einen Planeten gebracht, auf dem vergessene Krieger ihr Dasein fristen. Als die dortige Zivilisation dann bedroht wird, erwacht in Todd der kaltblütige Krieger …

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Obwohl „Star Force Soldier“ im Jahr 1998 gedreht wurde, erinnert er durchwegs an die Kassenschlager der 80er Jahre. Er verstrahlt ein entsprechendes Flair, das sich durch den ganzen Film zieht. Das mag vielleicht daran liegen, dass Kurt Russel mitspielt und man permanent seine Rolle als Snake Plissken in John Carpenters „Die Klapperschlange“ vor Augen hat, aber es sind auch die Sets, die an dieses Filmjahrzehnt erinnern.
Regisseur Paul W. Anderson hat einen handfesten Science Fiction-Action-Knaller erschaffen, der von Anfang bis Ende unterhält. Kurt Russel spielt seine Rolle sehr minimalistisch und spricht nicht wirklich viele Sätze. Sein Schauspiel besteht nur aus einer verbissenen Mimik, bei der man kein einziges Mal ein Lächeln zu sehen bekommt. „Star Force Soldier“ ist auch nicht unbedingt ein Highlight in Kurt Russels Karriere, aber dennoch bleibt seine Rolle als wortkarger Söldner im Gedächtnis haften.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass viele Zuschauer diesen Film nicht mögen und als puren Trash bezeichnen. Zum Teil trifft diese Aussage auch sicherlich zu, denn das Set und auch teilweise die schauspielerischen Leistungen sehen danach aus. Aber man sollte den Film vielleicht auch einmal unter einem anderen Aspekt betrachten: Der von Kurt Russel dargestellte Söldner ist sehr wortkarg und zeigt seine Emotionen nur durch Mimik. In dieser Hinsicht kann man über den Schauspieler sagen, was man will, aber diesen Part hat er wirklich sehr gut gespielt. Was mir persönlich am besten gefallen hat, sind die Szenen, in denen der Söldner mit einem kleinen Jungen agiert. Gerade diese Stellen sind sehr emotional, wenn man sich darauf einlassen kann. „Star Force Soldier“ ist mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack und ich denke viele werden nicht verstehen, was einem daran gefallen kann. Bei mir sind es auf alle Fälle die schauspielerische Leistung von Kurt Russel und  das 80er Jahre-Flair, das dieser Film verströmt, obwohl er eigentlich nicht in diese Filmära gehört.

Koch Media hat nun diesen Film erstmalig auf Blu-Ray veröffentlicht. Und das auch noch in der ungekürzten Version. Warum man damals diese Szenen allerdings herausgeschnitten hat, ist mir unverständlich, denn so brutal, wie man jetzt meinen könnte, sind sie definitiv nicht. Nichtsdestotrotz ist es für den Filmfan schön, diese ungekürzte Version endlich ansehen zu können. Die Bildqualität bewegt sich in einem absolut tollen Rahmen. Da hat Koch Media ganze Arbeit geleistet. Es macht großen Spaß, diesen Film einmal in bestmöglicher Qualität zu sehen. Ich bin froh, dass sich Koch Media diesem Film angenommen und mir (und hoffentlich auch vielen anderen) damit einen Ausflug in meine filmische Vergangenheit beschert hat. Wer den Film damals schon mochte, wird mit dieser Version definitiv zufrieden sein.

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Fazit: Erstmalige Uncut-Veröffentlichung auf Blu-Ray in hervorragender Bildqualität.

© 2019 Wolfgang Brunner

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