Die Mumie (2017)

Originaltitel: The Mummy
Regie: Alex Kurtzman
Drehbuch: Jon Spaihts, Christopher McQuarrie
Kamera: Ben Seresin
Musik: Brian Tyler
Laufzeit: 111 Minuten
Darsteller: Tom Cruise, Sofia Boutella, Annabelle Wallis, Jake Johnson, Courtney B. Vance, Russell Crowe, Javier Botet
Genre: Horror, Abenteuer
Produktionsland: USA
FSK: ab 12 Jahre

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Vor 2.000 Jahren wollte die ägyptische Prinzessin Ahmanet den Königsthron mit teuflischer Hilfe erobern. Doch sie konnte überwältigt und bei lebendigem Leib begaben werden. Durch eine Bombenexplosion wird ihr Grab 2000 Jahre später freigelegt und der Schatzsucher Nick Morton findet es. Und dann erwacht die Mumie wieder zum Leben und fordert erneut Macht über die Menschheit …

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Das Remake, das Reboot, die Neuinterpretation von „Die Mumie“ – wie immer man den vorliegenden Film auch nennen möchte – ist wieder einmal ein Werk, das die unterschiedlichsten Meinungen bei den Zuschauern hervorruft. Die einen finden, dass ein Original unschlagbar und unerreichbar ist, die anderen mögen die „Modernisierung“ eines solchen Klassikers.  Regisseur Alex Kurtzman hat einen eigenständigen Film erschaffen, der sich, zumindest aus meiner Sicht, wohltuend von seiner filmischen Vorlage abhebt. „Die Mumie“ erstrahlt praktisch in neuem Gewand und auch wenn manch einer der zahlreichen Effekte übertrieben wirkt, so vermag das Endergebnis definitiv zu unterhalten und die Zeit nur so dahinfliegen zu lassen. Ich hatte auf jeden Fall jede Menge Spaß bei dieser Neuinterpretation und bin sicher, dass ich mir den Film noch mindestens einmal ansehen werde. Natürlich geht die Story fast schon unter in der Menge an Spezialeffekten, aber war das nicht seinerzeit schon beim Original der Fall gewesen? 😉

Das ewige Genörgle um den Schauspieler Tom Cruise und seine private, religiöse Gesinnung kann ich, ehrlich gesagt, auch schon lange nicht mehr hören. Wenn ich mir den Film unabhängig von solchen Vorurteilen ansehe, muss ich eindeutig feststellen, dass Cruise aus meiner Sicht eine bessere Arbeit leistet als seinerzeit Brendan Fraser. Es wird schlichtweg ein neuer Ansatz angewandt, der, wie ich finde, absolut funktioniert. Es ist schlichtweg ein Actionfilm, der in erster Linie Wert auf Spezialeffekte (die im übrigen sehr gut gelungen sind) und Unterhaltung legt. Beides ist dem Team um Regisseur Kurtzman gelungen. Wer Wert auf tiefe Charaktere oder eine logisch durchdachte Handlung legt,ist hier ohnehin im falschen Genre unterwegs. „Die Mumie“ ist einer jener Filme, die zum guten Popkorn-Kino gehören. Man kann sich einfach berieseln lassen und die Show genießen. Nicht mehr oder weniger wollten auch die Macher dieses Streifens.

Man sollte sich den Film auch nicht in der Erwartung ansehen, ein astreines Remake des Klassikers mit Brendan Fraser serviert zu bekommen. Alex Kurtzman geht einen neuen Weg, der schlichtweg anders ist und nicht den „alten“ Film kopieren will. Dieses Reboot mutet eher wie eine Modernisierung für ein jüngeres Publikum an, das mit den alten Filmen eh nicht viel anfangen kann. Doch, obwohl ich Jahrgang 1964 bin, hat mich dieser „Aufguss“ blendend unterhalten. Was mit persönlich einfach hier besser gefallen hat, war, dass die Thematik schon ein wenig ernster (und damit gruseliger) gehandhabt wurde und nicht durch ständige Witze ins Lächerliche gezogen wurde wie bei den alten Filmen. Das hebt diese Neuinterpretation für mich auf jeden Fall hervor. Das heißt aber nicht, dass auch hier der ein oder andere Spruch fällt, von denen allerdings viele meinen, sie wären bei weitem nicht so lustig, wie in den Originalfilmen. Ich finde, man kann die Art der Witze in diesem Film Humor nennen und im Original würde ich sie eher als Klamauk oder Slapstick bezeichnen. Humor liegt mir einfach mehr. 🙂
Handwerklich gibt es an diesem Film nichts auszusetzen, Kurtzman beweist, das er eine Hand für eine geradlinige, spektakuläre und optisch ansprechende Inszenierung hat. Da gibt es nichts zu meckern.

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Fazit: Optisch ansprechende Neuinterpretation der Mumien-Thematik, die absolut zu unterhalten vermag.

© 2018 Wolfgang Brunner

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