Moloch – Die Dokumentation – Teil 6 – Regisseur Marco Romagnoli

MOLOCH_DOKU

Im Jahr 2015 hat Moloch eine Rolle im Marco Romagnolis Drama „Dogma Dogma“ übernommen. Ein willkommener Grund, um dem Kölner Regisseur ein paar Fragen über den Künstler Moloch zu stellen.
Viel Spaß …

 

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Legend Of Tarzan (2016)

Originaltitel: The Legend Of Tarzan
Regie: David Yates
Drehbuch: Stuart Beattie, Craig Brewer, John Collee, Adam Cozad
Kamera: Henry Braham
Musik: Rupert Gregson-Williams
Laufzeit: 110 Minuten
Darsteller: Alexander Skarsgård, Margot Robbie, Christoph Waltz, Samuel L. Jackson, Djimon Hounsou, Casper Crump, Ella Purnell, John Hurt, Rory J. Saper
Genre: Abenteuer
Produktionsland: USA
FSK: ab 12 Jahre

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Vor Jahren hat Tarzan den afrikanischen Dschungel verlassen hat und wohnt nun unter dem Namen John Clayton III als Lord Greystoke mit seiner geliebten Frau Jane auf seinem Anwesen in England gezogen.
Einst von Affen aufgezogen, fühlt er sich in der Zivilisation inzwischen wohl und schlägt eine Einladung als Botschafter in den Kongo erst einmal ab. Noch immer denkt er an seine Feinde im Dschungel,  allen voran Chief Mbonga. Schließlich willigt er doch ein, die Reise zusammen mit Jane anzutreten. Er ahnt nicht, dass er von dem gerissenen belgischen Captain Rom hereingelegt wurde, der ein Geschäft mit Tarzans Erzfeind Mbonga abgeschlossen hat, um an wertvolle Diamanten zu gelangen.

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Da es mir die im Jahr  1984 inszenierten Neuinterpretation des Tarzan-Stoffes von Edgar Rice Burroughs „Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen“ mit Christopher Lambert in der Hauptrolle ziemlich angetan hatte, war ich natürlich sehr gespannt, wie nun eine weitere Verfilmung in der heutigen Zeit  wohl aussehen würde. Und ich muss zugeben, dass ich wirklich hellauf begeistert bin. Das hat ganz verschiedene Gründe, auf die ich allesamt ein wenig näher eingehen möchte. Das erste, was mir an „Legend Of Tarzan“ schon vor der Sichtung unglaublich gut gefallen hat, war der bombastische, emotionale Score von Hans Zimmer-Schüler Rupert Gregson-Williams. An manchen Stellen könnte man fast glauben, der Meister selbst habe Hand an der Komposition angelegt so episch klingt das Orchester. Die Filmmusik rotierte einige Tage hintereinander in meinem CD Player und nun, in Verbindung mit den fantastischen Bildern, die der Film bietet, wirkt sie noch besser wie als eigenständige Musik.

Außer der Musik bietet der Film auch grandiose Landschaftsaufnahmen und hervorragend animierte Tierszenen, die einen so manches Mal wohlige, aber auch erschreckende Schauer über den Rücken jagen. In Verbindung mit dem oben erwähnten Score strahlt „Legend Of Tarzan“ teilweise eine Atmosphäre aus, die an „Medicine Man“, „Kongo“ oder die bislang letzte Verfilmung von „Der letzte Mohikaner“ aus dem Jahr 1992. Man kann sich gar nicht satt sehen, an den bildgewaltigen Einstellungen und den berührenden, aber auch sehr spannenden Szenen. Mit einem unglaublichen, inszenatorischen Feingefühl treibt Regisseur David Yates die Handlung voran und zeigt eine völlig andere Seite von Tarzan. Schon die letzten vier Harry Potter-Filme, die Yates inszeniert hat, zeigten sein Können, das er nach „Legend Of Tarzan“ mit dem fantastischen Potter-Ableger „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ erneut unter Beweis stellte. Erfrischend anders als die „alten“ Tarzan-Filme, die man kennt, versucht Yates „seinen“ Tarzan dem Gegenwartskino anzupassen, ohne sich in unnötige Effektehascherei zu verzetteln. Die Spezialeffekte wirken für mich einfach konform zur Story.

Schauspielerisch ist allen voran Christoph Waltz einsame Spitze. Mit welchem Charme er den Bösewicht verkörpert ist schon oscarreif, das muss man einfach gesehen haben. Es ist wirklich unglaublich, wie intensiv Waltz sich in die Rolle einlebt. Man mag ihn, obwohl er böse ist. 😉
Alexander Skarsgård in der Rolle des Tarzan ist ebenfalls eine absolut gute Wahl gewesen.  Skarsgård, der mich schon in der Serie „True Blood“ begeistert hat, übertrifft sich mit dieser Darstellung selbst. Viele meinen, er sei nicht unbedingt der beste Schauspieler, sondern profitiert in erster Linie von seinem Aussehen. Dieser Aussage kann ich nicht folgen, denn  Skarsgård zeigt in jedem Film, den ich mit ihm gesehen habe, Talent. Als Tarzan hat er mich allerdings wirklich vollends überzeugt, was sein durchtrainierter Körper natürlich noch zusätzlich unterstreicht. Für mich ist Alexander Skarsgård der beste Tarzan, den ich je gesehen habe. Er wirkte durch und durch glaubwürdig.
Margot Robbie in der Rolle als Jane harmoniert mit ihm unglaublich schön, so dass auch die Romanze zwischen den beiden absolut sehenswert ist. Und … ja, ich habe am Schluss ein paar Tränchen vergossen. 🙂

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Fazit: Für mich die beste und emotionalste Tarzan-Interpretation.

© 2018 Wolfgang Brunner