2 Lava 2 Lantula (2016)

Originaltitel: 2  Lava 2 Lantula
Regie: Nick Simon
Drehbuch: Neil Elman, Ashley O’Neil
Kamera: Kevin Duggin
Musik: Navid Hejazi
Laufzeit: 81 Minuten
Darsteller: Steve Guttenberg, Michael Winslow, Marion Ramsey, Eric Etebari, Michelle Weaver, R.J. Walker, Martin Kove
Genre: Horror, Science Fiction, Komödie
Produktionsland: USA
FSK: ab 12 Jahre

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Die Überlebenden des Spinnen-Angriffs in Los Angeles dachten, alles wäre vorbei. Doch in Florida tauchen die mutierten Feuerspinnen erneut auf, um die Menschheit endgültig zu vernichten. Filmstar Colton West sagt den Achtbeinern erneut den Kampf an und zusammen mit seinem besten Freund Marty setzt er dieses Mal alles daran, die Bedrohung ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.

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Die Feuerspinnen-Attacken gehen weiter. Nach dem zugegebenermaßen absolut gelungenen Trashfeuerwerk des ersten Teils ging ich eher mit gemischten Gefühlen an dieses Sequel heran. Ich fühlte mich auch in den ersten Minuten in meiner vorgefassten Meinung bestätigt, dass es sich bei dieser Fortsetzung eher um einen mittelmäßigen Film handelt, der an das Original nicht heranreichen würde. Doch ich muss zugeben, dass ich mich geirrt habe und der zweite Teil mindestens ebenso amüsant und unterhaltsam ist wie der Originalfilm. „2 Lava 2 Lantila“ ist trashiger und die Spezialeffekte wirken um einiges billiger als im ersten Teil, aber vielleicht ist genau das der Grund, warum die Fortsetzung funktioniert. Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler nehmen sich selbst noch weniger ernst als im ersten Teil,  was zur Folge hat, dass das Ergebnis einfach noch abgedrehter als im Original geworden ist.

In einem unglaublich rasanten Tempo werden die Protagonisten ohne große Vorgeschichte in das Chaos der Spinnenangriffe geworfen, so dass dem Zuschauer kaum Zeit zum Atmen und Nachdenken bleibt. Ein Gag reiht sich an den anderen, wobei viele, wie bereits im ersten Teil, in der deutschen Übersetzung nicht wirklich funktionieren. Aber das tut dem Vergnügen, das man bei „2Lava „Lantula“ hat , keinen Abbruch. In bester 80er Jahre Manier wird hier geblödelt und gesplattert, wobei sich letzteres im jugendfreien Rahmen hält. Dennoch verstecken sich allerdings ein paar Szenen, die aus meiner Sicht nicht unbedingt ab 12 Jahren freigegeben werden sollten. Aber das Thema FSK ist eine andere Geschichte, die mit dem Film nichts zu tun hat. Die Schauspieler sind allesamt absolut gut aufgelegt, allen voran Steve Guttenberg, der mich bereits im ersten Teil mit seiner übertriebenen Machoart vollkommen überzeugt hat. Auch im zweiten Teil wird er der fast schon kultverdächtigen Rolle des Colton West in allen Belangen gerecht. Guttenberg bringt einen mit seiner charmanten, unverstellten Art fast in jeder Szene irgendwie zum Schmunzeln. 🙂

Aufgrund der rasanten Erzählweise findet man natürlich keine tiefgreifenden Charakterentwürfe in den Protagonisten, was aber meiner Meinung nach in dieser Art von Film sowieso nichts verloren hätte. Wer sich so einen Film ansieht, will Trash und Spaß. Und genau das bekommt man auch bei „2Lava 2Lantula“. Ich hatte teilweise den Eindruck, als wollten die Macher dieses Mal sogar ihre eigene, ohnehin schon schräge Vorlage selbst auf den Arm nehmen, denn das Sequel ist in der Tat noch eine Spur verrückter und irrwitziger als das Original. Besonders eine Szene hat es mir so angetan, dass ich sie ein paar Mal hintereinander wiederholen musste. Es ist so herrlich witzig, wenn die Protagonisten über die Größe der Mutter-Feuerspinne diskutieren und dieser Dialog einfach kein Ende nimmt.
Interessant für Filmfans dürften auch die zahlreichen Anspielungen (manche versteckt, manche offensichtlich) auf „Crocodile Dundee“, „Scarface“ oder „Jurassic Park“, aber auch die alten japanischen Monsterfilme sein, die sich durch den ganzen Film ziehen. Das Zeug und Potential zur Kultserie hätten die „Lavalantulas“ auf alle Fälle, zumal Steve Guttenberg in der Rolle des Colton West sowieso aus meiner Sicht einer der besten und charismatischsten „Trash-Schauspieler“ ist. Ich würde mich jedenfalls über eine weitere Fortsetzung freuen.

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Fazit: Rasant inszenierte Fortsetzung der Lava-Spinnen-Invasion. Ein Muss für Trashfans.

© 2017 Wolfgang Brunner

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