Kong: Skull Island (2017)

Originaltitel: Kong: Skull Island
Regie: Jordan Vogt-Roberts
Drehbuch: Dan Gilroy, Max Borenstein,Derek Connolly
Kamera: Larry Fong
Musik: Henry Jackman
Laufzeit: 118 Minuten
Darsteller: Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, John Goodman, Brie Larson, John G. Reilly, Toan Jing, Toby Kebbell, John Ortiz, Corey Hawkins
Genre: Abenteuer, Action
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 12 Jahre

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Im Jahr 1973 macht sich eine Gruppe aus Wissenschaftlern und Soldaten auf den Weg, eine mysteriöse Insel zu erkunden, die inmitten eines gigantischen Sturmgebiets liegt. Mit dabei sind Leutnant Colonel Packard , der Wissenschaftler Bill Randa , der Fährtenleser und Kriegsveteran James Conrad und die Anti-Kriegsfotografin Mason Weaver. Doch schon kurz nachdem sie das Sturmgebiet mit einigen Hubschraubern durchquert haben, werden sie von einem riesigen Affen angegriffen, der die meisten Fluggeräte zerstört und die meisten der Menschen tötet. Die Überlebenden erfahren, dass auf sich auf der „Skull Island“ genannten Insel ein Riesenaffe befindet, der von den Ureinwohnern als Gott angesehen und verehrt wird. Doch es ist nicht nur Kong, der auf der Insel lebt, sondern noch viele andere Monster. Ein Kampf ums Überleben beginnt …

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Was ein wenig wie „Apocalypse Now“ beginnt, nähert sich dann in einer furiosen Mischung aus Peter Jacksons „King Kong“ und Steven Spielbergs „Jurassic Park“ einer liebevollen Verbeugung vor „King Kong und die weiße Frau“ von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack. Das heißt aber nicht, dass „Kong: Skull Island“ dem Klassiker in irgendeiner Weise nahe kommen könnte, aber dennoch inszenierte Jordan Vogt-Roberts einen überaus sehenswerten und gelungenen Film, der sich aus meiner Sicht nahtlos (und erfolgreich) in die vielzähligen Verfilmungen um den Riesenaffen einreihen dürfte. Es wird ein bombastisches Action-Feuerwerk geboten, das sich zusätzlich noch mit beeindruckenden Spezialeffekten und atemberaubenden Landschaftsaufnahmen brüsten kann. Man kommt kaum zum Atemholen, so dicht gedrängt sind die spannenden Actionszenen, die überaus gelungenen Animationen des Riesenaffen und die brillant in Szene gesetzte Naturkulisse.

Gerade die tolle Abenteuerstimmung, die von der ersten Minute an präsent ist, machen „Kong: Skull Island“ zu einem tollen Filmerlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Regisseur Jordan Vogt-Roberts, den bis zu diesem Film wohl die wenigsten gekannt haben dürften, zeigt eine sichere Hand mit seiner Inszenierung und ein sehr gutes Gefühl für die Aufrechterhaltung eines Spannungsbogens. Genre- und King Kong-Fans dürften durchwegs begeistert sein, wenn die Protagonisten in einer wirklich spektakulären Umgebung um ihr Leben kämpfen. Aber nicht nur die Aufnahmen und Spezialeffekte tun das ihrige, um „Kong: Skull Island“ zu einer rasanten, kurzweiligen Achterbahnfahrt zu machen. Der Score von Henry Jackmann untermalt das Ganze absolut passend und stimmig und die Farbvielfalt des Films ist einfach unglaublich. Vogt-Roberts zeigt auch zum Beispiel im Inneren eines gestrandeten Schiffswracks künstlerische Ambitionen, in dem er (ähnlich wie Tarsem Singh in seinem beeindruckenden „The Fall“) auf Steinquadern gemalte Bilder entstehen lässt, wenn die Kamera an einem bestimmten Ort verweilt. Kenner wissen, was ich damit meine. 😉

Aber auch die Schauspieler zeigen allesamt eine durchaus passable Leistung, die man eigentlich bei solch einer Art Film eigentlich gar nicht erwartet. Es ist aber nicht Samual L. Jackson oder Tom Hiddleston, die mich begeistert haben, sondern vor allem John G. Reilly in der Nebenrolle des Hank Marlow, der mich vollkommen überzeugt hat, dicht gefolgt von John Goodman, dessen Rolle wirklich sehr gut zu ihm passt. Diese beiden haben mich den ganzen Film über bestens unterhalten und begeistert.
Bei der FSK-Freigabe ab 12 Jahren war ich dann doch ein wenig erstaunt, denn die FSK-Leute indizieren ja schon gerne auch einmal verhältnismäßig harmlose Horrorfilme. Hier werden Menschen in der Luft zerfetzt, verschwinden kreischend in riesigen Monstermäulern oder werden von gigantischen Spinnenfüßen aufgespießt (bei dieser Szene dachte ich tatsächlich an die damals, und teilweise auch heute noch indizierten und verpönten Kannibalenfilme). Ich denke mal, da wäre eine FSK 16  Freigabe vielleicht angebrachter gewesen.

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Fazit: Bombastische, beeindruckende Spezialeffekte und atemberaubende Landschaftsaufnahmen.

© 2017 Wolfgang Brunner

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Ein Gedanke zu “Kong: Skull Island (2017)

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