Gods Of Egypt (2016)

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Originaltitel: Gods Of Egypt
Regie: Alex Proyas
Drehbuch: Matt Sazama, Burk Sharpless
Kamera: Peter Menzies Jr.
Musik: Marco Beltrami
Laufzeit: 128 Minuten
Darsteller: Nikolaj Coster-Waldau, Gerard Butler, Brenton Thwaites, Courtney Eaton, Geoffrey Rush, Élodie Yung, Rufus Sewell, Chadwick Boseman, Goran D. Kleut, Bryan Brown
Genre: Abenteuer, Fantasy
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Australien
FSK: ab 12 Jahre

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Als Horus zum König von Ägypten gekrönt werden soll, unterbricht sein Onkel Set die Zeremonie und reißt die Krone an sich. Außerdem beraubt er Horus seines Augenlichts. Unter der Herrschaft von Set werden die Menschen geradezu versklavt und deshalb macht sich Bek, ein wackerer junger Draufgänger daran, die Augen des Horus, die sich in der Schatzkammer von Set befinden zu stehlen, damit der Gott seine ihm zustehende Krone doch noch erobern kann.

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„Gods Of Egypt“ ist eindeutig besser, als ich eigentlich erwartet hätte. Und das trotz einer massiven CGI-Eqffekte-Attacke, wie ich sie schon seit längerer Zeit nicht mehr mag. Aber dazu später.
Der Einstieg wirkt bombastisch und wenngleich die Menschenmassen aus dem Computer stammen, werden wir mit beeindruckenden Bildern ohne Umschweife in das Abenteuer geworfen. Regisseur Alex Proyas erklärt die Ausgangssituation kurz und knapp: Im Alten Ägypten sind die Götter an der Macht und weilen unter den Menschen. Sie sind doppelt so groß und verfügen über die Macht, sich in starke Kämpferwesen zu verwandeln. Man sollte diese Erklärungen einfach hinnehmen und den Film dann auf sich wirken lassen.

Ich fühlte mich irgendwie an „alte“ Abenteuerfilme erinnert, oft dachte ich an „Indiana Jones“, „Kampf der Titanen“ oder „Die Mumie“.  Es geht äußerst rasant zu und die Zeit vergeht wirklich wie im Fluge. Die meisten Witze sind gut platziert und wirken in der entsprechenden Situation. Einige Action- und Kampfszenen sind sehr gut choreographiert, allerdings immer nur dann, wenn echte Schauspieler miteinander agieren. Und nun komme ich zu einem leider negativen Punkt, der mir an einigen Stellen im Film aufgestossen ist. Es sind einfach zu viele, computeranimierte Effekte eingebaut, die zum einen oft unrealistisch und künstlich wirken und zum anderen den actiongeladenen Handlungsverlauf der realen Schauspieler schlichtweg stören. Ein bisschen weniger wäre definitiv mehr gewesen. Sobald sich die Götter von ihrer Menschengestalt in eines der erwähnten Wesen verwandeln, fühlte ich mich in einem Avenger- oder Transformers-Film versetzt. An ganz schlimmen Stellen sogar an den unerträglichen „I, Frankenstein“. Man ist mittlerweile von dieser Art Effektorigien übersättigt. Das ist einfach zu viel und die nimmt dem Film oft die Spannung und den abenteuerlichen Charme, der wenige Minuten zuvor noch aufgebaut wurde. Das ist so schade, denn „Gods Of Egypt“ hätte ein richtig gutes Fantasy-Abenteuer werden können. Ist es letztendlich auch, wenn man von den oft unpassenden und zu vielen Effekten absieht. Ich hatte auf jeden Fall riesigen Spaß dabei.

Schauspielerisch konnte mich am meisten Gerard Butler überzeugen, der auch sichtlich Spaß an seiner Rolle hatte. Aber auch die anderen Akteure waren sehr gut und konnten mich ausnahmslos überzeugen. Proyas hat an ein paar Stellen visionär erscheinende Bilder erschaffen (da haben die Effekte zum Beispiel nicht gestört), die mich nachhaltig beeindruckt und sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Das hat mich über die Negativpunkte auch hinwegsehen lassen, so dass „Gods Of Egypt“ für mich trotzdem ein richtig guter Fantasyfilm geworden ist. Besonders hervorzuheben ist der phantastische Score von Marco Beltrami, der genau diese Abenteuerstimmung in Verbindung mit dem oft tollen Bildern hervorragend untermalte.

Insgesamt ein wunderbarer, actiongeladener Fantasyfilm, der einen mit wirklich tollen Bildern in den Bann zieht. Einziges Manko sind die erwähnten, übertrieben eingesetzten CGI-Effekte, wenn sich die Götter in Wesen verwandeln.

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Fazit: Atemberaubendes Fantasyabenteuer, bei dem leider einige CGI-Effekte den Charme leicht zerstören.

© 2017 Wolfgang Brunner

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