Point Break (2015)

point break

Originaltitel: Point Break
Regie: Ericson Core
Drehbuch: Kurt Wimmer
Kamera: Ericson Core
Musik: Junkie XL
Laufzeit: 113 Minuten
Darsteller: Edgar Ramirez, Luke Bracey, Teresa Palmer, Ray Winstone, Tobias Santelmann, Clemens Schick, Matias Varela, Bojesse Christopher, Nikolai Kinski, judah Lewis
Genre: Abenteuer, Action
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Deutschland, China
FSK: ab 12 Jahre

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Weltweit werden von einer Gruppe Krimineller waghalsige Überfälle auf große Unternehmen durchgeführt. FBI-Agent Johnny Utah  ist durch die lebensgefährliche Vorgehensweise der Verbrecher davon überzeugt, dass hinter den Aktionen ein Team von Extremsportlern steckt. Johnny schleust sich undercover in die Extremsportler-Szene ein und macht schon bald Bekanntschaft mit  Bodhi. Er sieht zwar Zusammenhänge zwischen den Sportjunkies, verfällt aber zusehends mit der Zeit den Adrenalinkicks der Gruppe. Es dauert nicht lange und Johnny weiß nicht mehr, auf welche Seite er sich stellen soll …

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Kathryn Bigelows „Gefährliche Brandung“ mit Keanu Reeves und Patrick Swayze hat mich seinerzeit schwer beeindruckt. Umso neugieriger war ich, als ich von einer Neuverfilmung erfuhr.
Ericson Core hat einen bildgewaltigen Actionfilm erschaffen, das ist keine Frage. Spektakuläre Stunts, wunderschöne Landschaftsaufnahmen und eine atemberaubende Optik machen „Point Break“ aus, vor allem in 3D. Luke Bracey und Edgar Ramirez machen ihre Sache sehr gut, die anderen Schauspieler gehen etwas unter. Einzig Nikolai Kinski in einer abgefahrenen Nebenrolle als Pascal Al Fariq konnte mich noch so richtig überzeugen. Aber ums Schauspielern geht es in diesem Film eh nicht so richtig.
Die Handlung wirkt an vielen Stellen aufgesetzt und unglaubwürdig, fast, als hätte man zwanghaft nach einem logischen Hintergrund für all die verrückten Dinge gesucht, die die Extremsportler da tun. Aber hier verhält es sich eher so wie bei manch einem Horrorfilm: Die Handlung ist zweitrangig, die Schauwerte treten dafür umso mehr in den Vordergrund.

Wer sich noch an das Original erinnert, wird vom Plot der Neuinterpretation und von der Botschaft enttäuscht sein. Fast unentwegt wird man von beeindruckenden Stunts in Staunen versetzt und vergisst dadurch manchmal, dass alles etwas unsinnig und unlogisch ist. Und das ist es letztendlich auch, was den Film wirklich ausmacht. Eine unglaubliche Ästhetik macht geradezu süchtig nach mehr und der Zuschauer verfällt der oberflächlich gehaltenen Story dadurch trotzdem. Die Stunts werden immer noch eine Stufe höher geschraubt und lassen einen so manches Mal wirklich den Atem anhalten. Aber etwas mehr Seele und Menschlichkeit hätten dem Film gut getan. Da hätte man auf den ein oder anderen Stunt gerne verzichten können, um  etwas mehr Tiefe zu erreichen. Da helfen auch die verstreuten esoterischen Ansätze nichts mehr, denn ihnen wurde zuwenig Aufmerksamkeit gewidmet, wodurch sie im bildgewaltigen Spektakel der Extremsport-Stunts untergehen.

Extremsportler und Actionfreunde werden diesen Film mögen. Wer Wert auf Schauspielkunst legt, sollte sich einfach auf ein spannendes Popcornkino einlassen, die wunderbaren, spektakulären Aufnahmen genießen und dieses Remake nicht mit dem Original vergleichen. Dann ist alles gut. 😉

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Fazit: Extrem rasant, spektakulär und mit einer atemberaubenden Optik kann „Point Break“ bestens unterhalten. Tiefe findet man aber hier nicht viel.

© 2016 Wolfgang Brunner

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