American Horror Story – Freakshow – Season 4 – (2015)

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Originaltitel: American Horror Story – Freakshow
Regie: Bradley Buecker,  Michael Uppendahl, Ryan Murphy, Loni Peristere,  Craig Zisk
Drehbuch: Brad Falchuk, Ryan Murphy, James Wong, Tim Minear, John J. Gray, Jennifer Salt, Jessica Sharzer, Crystal Liu, Todd Kubrak, Ned Martel
Kamera: Michael Goi, Chris Manley
Musik: Mac Quayle
Laufzeit: 13 Episoden á 38 – 54  Minuten
Darsteller: Jessica Lange, Frances Conroy, Sarah Paulson, Finn Wittrock, Evan Peters, Lily Rabe, Emma Roberts, Kathy Bates, Angela Bassett, Dennis O’Hare, Skyler Samuels, Patti LaBelle, Michael Chiklis, Naomi Grossman
Genre: Horror, Mystery, Serie
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 18 Jahre

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Elsa Mars ist die Leiterin eines Wanderzirkus mit einer Gruppe menschlicher „Kuriositäten“. Im Jahre 1952 versucht sie verzweifelt in der verschlafenen Kleinstadt Jupiter mithilfe ihrer Freaks zu überleben. Ein zweiköpfiger Zwilling, eine bärtige Frau, ein im Kern lieber Muskelprotz und dessen Frau mit drei Brüsten sind nur einge der Mutanten. Doch dann bedroht eine dunkle Macht das Leben der Stadtbewohner und der Freaks …

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Ich war sehr gespannt, wie sich die Horrorserie nach der für mich eher schwächeren Staffel „Coven“ in der vierten Runde entwickeln würde. War ich schon von Season 1 und 2 absolut begeistert, so kann ich meine Begeisterung für die vierte Show schwer in Zaum halten. Was für eine emotionale, schauspielerische Wahnsinnsleistung von Jessica Lange. Aber auch alle anderen Beteiligten zeigen hier ihr geniales Können. Da gab es keinen Charakter, der störend oder unausgegoren wirkte, da passte einfach alles.
Sarah Paulson als zweiköpfiger Zwilling war einfach nur beeindruckend. Sie schaffte es wirklich, die beiden teils unterschiedlichen Charaktere hervorragend darzustellen. Auch Evan Peters in der Rolle des Jimmy Darling hat mich dieses Mal so richtig überzeugt. Michael Chiklis als im Grunde genommen herzensguter Muskelprotz hat es mir ebenso angetan wie Frances Conroy als Witwe Gloria Mott. Kathy Bates als bärtige Frau hat eine unglaublich gute Darstellung abgeliefert, die ihr absolut authentisch gelang.
Unbedingt erwähnt werden muss auch Naomi Grossman, die eine geistig behinderte Frau mit Mikrozephalie darstellt, hat mich besonders in einer Folge (Episode 10: „Waisen“) förmlich umgehauen und zu Tränen gerührt. Sie hat dermaßen emotional gespielt, das es schon fast weh tat.

Aber nun zum Star dieser Staffel: Jessica Lange. Sie erinnerte in ihrer Rolla als Elsa Mars an die Diven fast schon vergessener (Film-)Tage wie Marlene Dietrich oder Greta Garbo. Es ist ein Abenteuer, der Oscarpreisträgerin bei ihrer Charakterisierung zuzusehen. Alleine schon der Gedanke, wenn sie die Bowies Song „Life On Mars“ oder Lana Del Reys „In The Land Of God And Monsters“ in ihrer eigenen Art und Weise interpretiert, verursacht mir Gänsehaut. Diese musikalischen Einlagen könnte ich mir einmal täglich ansehen bzw. -hören. Das ist Kult vom Allerfeinsten.

Schockmomente oder überaus brutale Szenen bekommt man in dieser Staffel allerdings nicht zu sehen, dafür aber eine unglaublich tolle Atmosphäre und sehr emotional ausgearbeitete Charaktere. Da hätte man sich als Fan durchaus gewünscht, die Staffel hätte doppelt so viele Folgen gehabt. Die Horror-Elemente treten hier allerdings etwas in den Hintergrund (von dem Mörder mit der Clownsmaske und einigen anderen Dingen einmal abgesehen) und machen Platz für ein eher gefühlvolles Drama. Jeder der Protagonisten hat ein Schicksal zu ertragen und das macht diese Staffel so überaus menschlich und glaubwürdig. Und trotz aller Probleme möchte man am liebsten zusammen mit diesen ganzen Freaks in jener Zeit leben, wo es noch echten Zusammenhalt gab. Ich habe mich auf jeden Fall in jeder Episode wohl gefühlt.
Eine überaus einfallsreiche Idee ist, dass in der vierten Staffel für den aufmerksamen Zuschauer plötzlich Bezüge zur zweiten Staffel hergestellt werden. Laut den Machern der Serie sollen sich sämtliche Staffeln irgendwie miteinander verbinden. Da bin ich ja mal gespannt. 😉

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Fazit: Unglaublich emotional und atmosphärisch stellt „Freakshow“ für mich die bisher beste Staffel von „American Horror Storys“ dar. Jessica Langes Schauspielerleistung und die Gesangseinlagen sind die einer echten Diva. 🙂

© 2016 Wolfgang Brunner

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