Seventh Son (2014)

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Originaltitel: Seventh Son
Regie: Sergei Bodrow
Drehbuch: Charles Leavitt, Steven Knight, Matt Greenberg
nach dem Roman „Spook-Der Schüler des Geisterjägers“ von Joseph Delaney
Kamera: Newton Thomas Sigel
Musik: Marco Beltrami
Laufzeit: 102 Minuten
Darsteller: Jeff Bridges, Ben Barnes, Julianne Moore, Alicia Vikander, Kit Harington, Djimon Hounsou, Jason Scott Lee, Antje Traue, Olivia Williams
Genre: Fantasy, Literatur
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Russland
FSK: ab 12 Jahre

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Die Hexe Malkin will die Welt mit einer Armee aus fürchterlichen Kriegern unterjochen. Der Geisterjäger John Gregory Geisterjäger macht sich auf die Suche nach dem siebten Sohn des siebten Sohnes, der der Legende nach an seiner Seite gegen das Böse antreten soll. Tom, der Auserwählte, findet sich schon bald im größten Abenteuer seines Lebens.

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Ich war ja wirklich überrascht, als ich diesen Film sah. Ich hatte mir eher so ein verunglücktes Fantasy-Abenteuer wie „Eragon“ vorgestellt, das zwar ganz anschaulich ist, aber schon bald wieder in Vergessenheit gerät.  In Wahrheit war „Seventh Son“ dann doch ein ganz praktikabler Film, der mich sehr unterhalten hat. Bei diesem Film, die Romanvorlage kenne ich in diesem Fall ausnahmsweise einmal nicht, handelt es sich um einen wirklich klassischen Fantasyfilm, wie zum Beispiel der etwas ältere „Der Drachentöter“ oder auch „Conan“. Die Zuschauer werden in eine mittelalterliche Welt entführt, in der es Zauberer, Hexen und Drachen gibt. Die Handlung ist nicht wirklich weltbewegend und man fühlt sich an allerlei Buch- und Filmvorlagen erinnert, aber dennoch tut es dem Unterhaltungsfaktor keinen Abbruch.

Jeff Bridges, aber auch Ben Barnes, gehen in ihren Rollen auf und vermitteln durch ihre Darstellung den Spaß, den sie mit Sicherheit während der Dreharbeiten hatten. Julianne Moore kam mir des öfteren unterfordert vor und passt auch nicht immer hundertprozentig in die Rolle, aber auch das ist nicht weiter schlimm, denn es handelt sich hierbei ja schließlich um einen Unterhaltungsfilm und nicht um eine hochwertige, anspruchsvolle Literaturverfilmung. Die Effekte und vor allem die Drachen sind sehr gut gemacht. Aber was mich am meisten begeistert hat, waren die teils wunderschönen Landschaftsaufnahmen, die sogar mit dern Herr der Ringe- und Hobbit-Verfilmungen von Peter Jackson konkurrieren konnten. Die Kostüme sind ebenfalls eine Erwähnung wert, genauso wie die wunderbare Musik von Marco Beltrami, die die düstere Atmosphäre perfekt einfängt und untermalt.

Dennoch bleibt trotz aller Begeisterung nicht viel hängen, was wahrscheinlich einfach daran liegt, dass man zu vieles schon einmal anderweitig gesehen und gelesen hat. Dem Plot fehlt die Selbständigkeit und die Innovation, neues zu erschaffen, und dümpelt bis auf ein paar Ausnahmen einfach vor sich hin. Einzig Jeff Bridges und den fantastischen Effekten ist es zu verdanken, dass „Seventh Son“ zumindest teilweise im Gedächtnis haften bleibt. Allerdings hat bei mir die kauzige, humorvolle Art von Bridges nicht immer funktioniert. An manchen Stellen hätte ich mir dann doch einen ernsteren Ton gewünscht.
Ich habe die 3D-Version gesehen, die mir aufgrund der relativ unspektakulären Art und Weise erstaunlich gut gefallen hat. Da wurde weniger Wert auf Effekte gelegt, sondern vielmehr auf eine angenehme Tiefenwirkung geachtet. Das hat mir persönlich sehr gefallen. Interessant ist, dass sich trotz der CGI-Effekte ein gewisser Charme, wie man ihn aus alten Filmen kennt, einschleicht. Liest man sich den Abspann durch, stößt man auf einen Namen, der eventuell für diesen nostalgischen Charme verantwortlich ist: John Dykstra, der mit seinen legendären Spezialeffekte für „Star Wars“, „Kampfstern Galactica“, „Star Trek“ oder „Lautlos im Weltraum“ verantwortlich war, übernahm die Rolle des Visual Effects Designer.

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Fazit: Unterhaltsam und auf gewisse Art und Weise von einem nostalgischen Flair des 70er und 80er Jahre-Kinos umgeben. Leider verliert sich die Handlung in vielerlei Ideen, die man bereits anderweitig gesehen und gelesen hat. Für Fantasy- und vor allem Drachen-Fans dennoch unbedingt zu empfehlen.

© 2016 Wolfgang Brunner

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