Little Dead Rotting Hood (2016)

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Originaltitel: Little Dead Rotting Hood
Regie: Jared Cohn
Drehbuch: Gabriel Campisil
Kamera: Laura Beth Love
Musik: Christopher Cano, Chris Ridenhour
Laufzeit: 88 Minuten
Darsteller: Eric Balfour, Bianca A. Santos, Romeo Miller, Patrick Muldoon, Heather Tom, Brendan Wayne, Marina Sirtis, Amy Argyle, Tony Ketcham, Jake T. Getman
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 18 Jahre

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In einer amerikanischen Kleinstadt kommt es zu einer Serie mysteriöser Todesfälle, die anscheinend von Wölfen verursacht wurden. Sheriff Adam ermittelt, während er gleichzeitig das Verschwinden von Samantha aufzuklären versucht. Schon bald macht er eine schreckliche Entdeckung: In den Wäldern scheinen nämlich Werwölfe zu lauern und Samantha scheint die Einzige zu sein, die  ein Blutbad verhindern kann, weil sie Macht über die Kreaturen hat …

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Die Produktionsfirma „The Asylum“ zeichnet sich für mancherlei Low Budget-Filme verantwortlich, die oft in den Trashbereich abdriften.  In letzter Zeit machte die Firma von sich reden, in dem sie Hollywood-Blockbuster wie „Pacific Rim“, „Edge Of Tomorrow“, „Prometheus“, „World War Z“ und zuletzt „The Avengers: Age Of Ultron“ in eine Billigproduktion verwandelten und vertrashten. Allerdings findet sich in der Filmografie von „The Asylum“ auch die gar nicht mal so üble Serie „Z Nation“.
„Little Red Rotting Hood“ widmet sich dem Märchen „Rotkäppchen“ der Gebrüder Grimm und richtet das Augenmerk auf den bösen Wolf. Regisseur Jared Cohn gelingt ein wirklich passabler Einstieg, der eine durchaus annehmbare und stimmungsvolle Atmosphäre bietet. Im Verlaufe des Films driftet er aber dann doch immer mehr in Richtung Trash ab und verschenkt dadurch ein gewisses Potential.

Nichtsdestotrotz vermag dieser Werwolf-Streifen durchaus zu unterhalten. Das liegt zum einen an den manchmal wirklich sehr stimmungsvollen Bildern, zum anderen aber auch an den beiden Schauspielern Eric Balfour (den viele vielleicht noch aus der Hammerserie „Six Feet Under“ oder dem genialen Streifen „11:14“ kennen) und der charismatischen Bianca A. Santos (unter anderem in „Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel“).
Die Masken wirken leider oft eher lächerlich als erschreckend. Hätte man weniger gezeigt, wäre das Ergebnis wahrscheinlich besser geworden. „Little Red Rotting Hood“ ist ein Film,  bei dem man nicht nachdenken muss. Man kann sich getrost zurücklehnen und die Story auf sich einrieseln lassen. Schade ist, dass die schöne Stimmung, die immer wieder einmal zu verspüren ist, oft durch fast schon amateurhafte Szenen gestört wird. Manches Mal dachte ich tatsächlich, es wären zwei unterschiedliche Regisseure am Werk gewesen.

Das Endergebnis ist bei weitem nicht so brutal, wie manch einen Zuseher das FSK 18-Siegel denken lässt. Die handgemachten Effekte schwanken zwischen gut, passabel und schlecht. Einziger Pluspunkt ist eben, dass sich da jemand die Mühe gemacht hat und sämtliche Effekte von Hand und nicht mit dem Computer erzeugt hat. Das gibt bei mir immer einen Pluspunkt. 😉
Das Script wirkt nicht immer geradlinig, sondern weist ein paar holperige Stellen auf, die aber durch die trashig inszenierten Szenen in Vergessenheit geraten. Jared Cohn hat kein Meisterwerk abgeliefert und leider auch keine Trashperle, aber einen soliden Werwolf-Film mit guten Schauspielern und einer zum Großteil tollen Atmosphäre. Der Film verdient auf jeden Fall eine Chance, angesehen zu werden.

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Fazit: Passabler Werwolf-Film mit guten Schauspielern und einer prinzipiell tollen Atmosphäre. Leider driftet der Plot im Verlaufe des Films immer mehr in Trash ab.

© 2016 Wolfgang Brunner

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