Ritual – Im Bann des Bösen (2001)

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Originaltitel: Ritual
Alternativtitel: Tales From The Crypt presents: Ritual
Regie: Avi Nesher
Drehbuch: Avi Nesher, Rob Cohen nach einer Story von Inez Wallace
undn dem Drehbuch „I Walked With A Zombie“ von Curt Siodmak, Ardel Wray
Kamera: David A. Armstrong, Douglas Milsome
Musik: Shirley Walker
Laufzeit: 106 Minuten
Darsteller: Jennifer Grey, Tim Curry, Craig Sheffer, Daniel Lapaine, Kristen Wilson, Gabriel Casseus, Ron Taylor, Erick Avari, Dorothy Cunningham
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 18 Jahre

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Die Ärztin Alice geht nach Jamaika, um dort den Bruder eines reichen Plantagenbesitzers zu pflegen. Der Patient hat eine rätselhafte Krankheit und ist der Meinung, sich in einen Zombie zu verwandeln. Bei Nachforschungen kommt Alice Voodoo-Praktiken auf die Spur. Plötzlich geschehen um sie herum unheimliche Morde und Alice spürt, dass der Voodoo-Terror auch ihr gilt.
Remake von Jacques Tourneurs Horrorklassiker “Ich folgte einem Zombie” aus dem Jahr 1943.

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Träger dieses eher unbekannten Kinofilms aus der Reihe „Geschichten aus der Gruft“ sind eindeutig Jennifer Grey, die wir alle aus „Dirty Dancing“ kennen, und Tim Curry, dem berühmten Frank N. Furter aus „The Rocky Horror Picture Show“. Diesen beiden ist es zu verdanken, dass die eher seichte Neuinterpretation von „Ich folgte einem Zombie“ zumindest ansatzweise funktioniert.
Die Kulisse ist ohne Frage sehenswert und verschafft dem Horror eine wunderbare Umgebung, die man sich gerne ansieht. Regisseur Avi Nesher versucht immer wieder, eine der Serie ebenbürtige Atmosphäre zu schaffen, scheitert aber leider immer wieder. An manchen Stellen kommt ein leichtes Abenteuergefühl auf und man wähnt sich schon in Sicherheit, dass es so weitergeht. Aber Nesher kann diese Höhepunkte nicht halten und versumpft immer wieder in seichten, klischeehaften Gewässern, die leider manchmal langweilig wirken.

Sicherlich verfolgt man die Handlung, alleine schon wegen den beiden obengenannten Darstellern. Ansonsten verfolgt man einen leider durchschnittlichen Plot, den man in unzähligen anderen Filmen bereits schon einmal gesehen hat. Besonders ärgerlich fand ich die wirklich klischeehafte Darstellung der Woodoo-Riten, die absolut nichts Neues zeigen, sondern einem ausgetrampelten Pfad folgen, der bitter enttäuscht. Der Cryptkeeper wurde später sogar aus dem Vorspann des Films herausgeschnitten, weil sich die Produzenten wohl selbst nicht wohlfühlten, „Ritual“ in den Reigen von den um Längen besseren „Ritter der Dämonen“ und „Bordello Of Blood“ aufzunehmen. „Ritual“ unterhält, das ist keine Frage. Und auch die ein oder andere Splatterszene ist gelungen und sehenswert. Insgesamt wird der Film aber der Kultreihe um den Cryptkeeper und seine intelligenten Horrorgeschichten einfach nicht gerecht. Von den drei Kinofilmen also der schlechteste.

Die Story hätte ohne weiteres mehr hergegeben, da hat man sich wohl den falschen Regisseur an Bord geholt. Am sehenswertesten für mich war eindeutig,  Jennifer Grey einmal in einer anderen Rolle zu sehen. Diesen „Rollentausch“ hat sie auch sehr gut gemeistert und mich als Schauspielerin überzeugt. „Geschichten aus der Gruft“-Fans werden um den Film nicht herumkommen, alle anderen Horrorfreaks werden enttäuscht sein und sollten von diesem eher uninspirierten Machwerk die Finger lassen.

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Fazit: Mäßig inszenierte und eher „Geschichten aus der Gruft“-untypische Geschichte mit einer guten Schauspielleistung von Jennifer Grey. Nur bedingt empfehlenswert.

©2016 Wolfgang Brunner

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