Lavalantula – Angriff der Feuerspinnen (2015)

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Originaltitel: Lavalantula
Regie: Mike Mendez
Drehbuch: Neil Elman, Mike Mendez, Ashley O’Neill
Kamera: Richard J. Vialet
Musik: Chris Ridenhour
Laufzeit: 83 Minuten
Darsteller: Steve Guttenberg, Nia Peeples, Patrick Renna, Carlos Bernard, Michael Winslow, Marion Ramsey, Leslie Easterbrook, Ralph Garman, Danny Woodburn
Genre: Science Fiction, Horror, Komödie
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 12 Jahre

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Als der Vulkan Santa Monica ausbricht, fliegen riesige, lavaglühende Spinnen aus dem Krater und wollen  Los Angeles  dem Erdboden gleichmachen. Der abgehalfterter Actionstar Colton West macht es sich zur Aufgabe, die Stadt und ihre Bewohner vor dem Schrecken zu retten.

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Mike Mendez‘ neuer Ausflug nach „Big Ass Spider“ in die Welt der Riesenspinnen wurde eigentlich für das Fernsehen produziert. Umso erstaunlicher ist die Qualität der Effekte teilweise. „Lavalantula“ wartet nicht lange, um eine einigermaßen plausible Handlung aufzubauen, sondern geht gleich zur Sache. 😉
Und das so richtig gut. Man sollte sich vor Augen halten, dass es sich hierbei um einen B-Movie handelt, hinter dem sich aber aus meiner Sicht eine echte Trashperle für einen gemütlichen, unterhaltsamen und höchst amüsanten Filmabend verbirgt. Von den teils sehr gut gemachten und an einigen Stellen heftigen Spezialeffekten war ich so manches Mal begeistert. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, waren die unaufdringlichen und niemals peinlich wirkenden Witze, das hatte schon was.

Steve Guttenberg als ausrangierter Actionstar ist echt der Knaller. Die Rolle ist ihm auf den Leib geschrieben und er hat er sie absolut gut und überzeugend gemeistert. Mike Mendez legt Wert auf einen rasanten Ablauf und lässt bereits nach wenigen Momenten den Zuschauer vergessen, ob die Handlung Sinn hat oder nicht. Es wird eifrig drauflos getrasht, dass es eine wahre Freude ist. Die Mischung aus Komödie, Action-Science Fiction-Film und Creature Horror funktioniert einwandfrei, wenn man sich darauf einlässt.  Liebevoll werden die Effekte eingesetzt, und auch wenn man ihnen manchmal die begrenzten, zur Verfügung gestandenen Geldmittel sieht, wirkt alles mit Herzblut gemacht. Das macht den Reiz dieser Edeltrash-Perle aus. Man möchte durchaus noch eine weitere Stunde zusehen, wie die Spinnenmonster Los Angeles und seine Bewohner ausradieren.

Logischerweise fühlt man sich an den erwähnten „Big Ass Spider“ aber auch „Arac Attack“ erinnert, was bei der Spinnenthematik ja nicht ausbleibt. Aber auch wenn in diesen beiden Vorgängern die Spezialeffekte bedeutend besser gemacht sind, so verfolgt „Lavalantula“ eindeutig andere Pläne, indem er eben mit einem geringeren Budget und einem gealterten Star aus der „Police Academy“-Serie unterhält. Und das schafft er ausgezeichnet.
Die abgedrehte Handlung und die gut agierenden Schauspieler ergänzen sich hervorragend mit den herrlich unperfekten Spezialeffekten (bis auf ein paar Ausnahmen) und lassen einen wirklich die Zeit vergessen. Und was sollte ein Film wie dieser denn anderes erreichen? Hier wird amüsante, spannende Action geboten, die einfach kurzweilig unterhält.

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Fazit: Amüsant, kurzweilig und extrem trashig. Spinnenfreunde sollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

© 2016 Wolfgang Brunner

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