Demonic – Haus des Horrors (2015)

demonic

Originaltitel: Demonic
Regie: Will Canon
Drehbuch: Max La Bella, Doug Simon, Will Canon
Kamera: Michael Fimognari
Musik: Dan Marocco
Laufzeit: 83 Minuten
Darsteller: Maria Bella, Frank Grillo, Cody Horn, Dustin Milligan, Megan Park, Scott Mechlowicz, Aaron Yoo, Tyson Sullivan, Alex Goode
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre

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Fünf College-Studenten jagen in einem alten, verlassenen Spukhaus Geister und wollen mit ihnen in Kontakt  treten. Alle außer John werden dabei brutal ermordet. Der Fall wird untersucht und nur John kann erzählen, was sich zugetragen hat, denn außer ein paar Videoaufzeichnungen sind keine Spuren vorhanden. Doch ist es die Wahrheit, die der Überlebende erzählt?

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Schon das Cover enthält eine Lüge: Vom Regisseur von „The Conjuring“ und „Insidious“ wird „Demonic“ angepriesen. Aber Regisseur ist Will Canon und nicht James Wan. Der hat den Film lediglich produziert! Das mag ich schon mal gar nicht, wenn auf diese Art und Weise Kunden hinters Licht geführt werden. Aber nun gut, nicht jeder kennt sich aus und legt Wert darauf, wer bei einem Film Regie führt.

Die Story, die hier geboten wird, ist seicht und alles andere als neu. Dennoch beginnt das Ganze atmosphärisch und lässt auf einen zumindest unterhaltsamen Grusler hoffen. Aber leider verliert der Film nach den ersten zwanzig Minuten mit jeder Minute seinen Reiz und wird fast langweilig. Was passiert, hat man alles schon zigmal gesehen. Das ist alles sicherlich Geschmackssache und wer solche Filme mag, wird auch diesen mögen. Sicherlich gibt es einige Schockmomente und auch die Handlung birgt ein paar Wendungen, die einen kurzzeitig über das schale Drehbuch hinwegtrösten. Aber schon bald verfällt die Story wieder in Schema F und kann einen nicht richtig in den Bann ziehen. Die Schauspieler können sich nicht entscheiden, ob sie Lust haben oder eher nicht. An manchen Stellen wirkt ihr Agieren, als wären sie dazu gezwungen worden, ihre Rolle zu spielen. Insgesamt ist das Ganze zwar okay, aber bei Weitem keine Meisterleistung.

Der Plot dümpelt vor sich hin, kann einen hin und wieder packen, macht dies aber wenige Augenblicke später durch ideenlose Geschehnisse zunichte. Wie gesagt, man kennt alles schon aus anderen Filmen und wenngleich „Demonic“ nicht unbedingt schlecht gemacht ist, so hinterlässt er absolut keinen Eindruck. Zu viele Klischees des Horrorfilms werden aneinandergereiht und auch wenn am Ende noch einmal eine unerwartete Wendung kommt, so muss man als aufmerksamer Zuseher bemerken, dass man genau dieses Unerwartete ab einem gewissen Zeitpunkt wusste. Auch da schwächelt das Drehbuch.
Wer einen gruseligen und niveauvollen Horrorfilm erwartet, wird enttäuscht sein, da bin ich sicher. Ein anspruchsloses und  nicht verwöhntes Publikum wird dem Film sicherlich einige Momente abgewinnen können, bei mir hat es nicht funktioniert. Ich wurde schlichtweg enttäuscht. Dennoch kann man „Demonic“ eine Chance geben, denn wer auf eine derartige klischeebehaftete Handlung steht, bekommt diese auch uneingeschränkt geboten. Es gibt weitaus schlechtere Filme, aber auch weitaus bessere. „Demonic“ ist absoluter Durchschnitt, der weder schauspielerisch noch inszenatorisch vollends überzeugen kann, aber trotz aller Kritikpunkte wenigstens unterhalten kann. Ein zweites Mal werde ich mir den Haunted House-Grusler allerdings definitiv nicht mehr ansehen.

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Fazit: Klischeehafter Haunted House-Spuk, der weder inszenatorisch noch schauspielerisch richtig überzeugen kann. Keine Zeitverschwendung, aber belangloser Durchschnitt.

© 2016  Wolfgang Brunner

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