Intruders (2014)

intruders

Originaltitel: Intruders
Regie: Eduardo Sánchez, Daniel Stamm
Drehbuch: Glen Morgan (Creator), Michael Marshall Smith, Kristen Cloke, Darin Morgan
nach dem gleichnamigen Roman von Michael Marshall Smith
Kamera: Philip Linzey
Musik: Bear McCreary
Laufzeit: 336 Minuten (8 x 42 Minuten)
Darsteller: John Simm, Mira Sorvino, James Frain, Millie Bobby Brown, Tory Kittles, Sonya Salomaa, Daryl Shuttleworth, Andrew Airlie, Karin Konoval
Genre: Mystery, Thriller
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre

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Der Geheimbund Qui Reverti existiert seit Jahrhunderten. Seine Mitglieder erlangen durch mysteriöse Handlungen ewiges Leben, in dem sie verstorbene Seelen in die Körper lebender Menschen schlüpfen lassen. Ex-Polizist Jack Whelan macht erste Erfahrungen mit dieser Sekte, als seine Frau anscheinend besessen ist. Und während er dem Fall nachgeht, stößt er auf ein neunjähriges Mädchen, in dem sich der Geist eines Mörders eingenistet hat.

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Eine Mystery-Serie von Akte X-Miterschaffer Glen Morgan? Musste ich natürlich als Akte X-Fan sehen. 😉
Der Einstieg schafft es mühelos, den Zuschauer extrem neugierig zu machen. Vollkommen undurchsichtig ist das Ganze und man ist bemüht, dem Plot zu folgen. Vergebens! Wer hier frustriert aufgibt, weil er keinerlei Sinn erkennen kann, ist selbst schuld, denn die Geschichte entwickelt sich zu einem enorm gut durchdachten Mystery-Spiel um Leben, Tod und Reinkarnation. Geschickt wird der Zuschauer immer mehr in das verworrene Geflecht um einen Geheimbund integriert,  bis er letztendlich versteht, um was es geht. Wiedergeburt und Seelenwanderung sind das zentrale Thema der Mini-Serie, die mit sehr guten Darstellern aufwarten kann. Und der uralte Traum der Menschheit, das ewige Leben, kommt ins Spiel.
„Intruders“ ist eine Serie für Menschen, die genau hinsehen. Man kann dem Plot nicht folgen, wenn man nebenbei andere Dinge macht. Und genau dieses Problem stand wahrscheinlich im Weg, damit eine zweite Staffel das Licht erblicken konnte. Für oberflächliches Anschauen eignet sich der mystische Ausflug auf keinen Fall.

Neben Mira Sorvino als Ehefrau  glänzt John Simm in seiner Rolle als besorgter und neugieriger Ehemann. Aber den absoluten Knaller in der Besetzungsliste stellt Millie Bobby Brown dar. Das ist unglaublich, wie perfekt sie ein naives kleines Mädchen spielt und in der nächsten Sekunde einen erwachsenen Mann, der in ihr steckt. Ich konnte es kaum abwarten, bis dieses talentierte Mädchen ihren nächsten Auftritt hatte. Ihre Performance lässt einen unweigerlich denken (und hoffen), dass man von noch einiges von Millie Bobby Brown hören wird.

Routiniert wurden die Folgen von den Regisseuren Eduardo Sánchez und Daniel Stamm in Szene gesetzt. Mal spannend, mal etwas ruhiger, gerät man immer tiefer in die Geheimnisse des Geheimbunds Qui Reverti und beginnt dabei so manche Zusammenhänge zu verstehen. „Intruders“ mutet in einigen Punkten manchmal sogar philosophisch an, was sich (zumindest bei mir) vor allem darin äußert, dass man nach dem Ende der Serie noch weiter über einige Punkte nachdenkt. Trau keinem, denn in jedem Menschen stecken zwei Seelen – eine, die man kennt und eine andere unbekannte. Mit diesem Satz lässt sich das Grundprinzip der Miniserie auf den Punkt bringen. Schade, dass die Einschaltquoten nicht dafür sorgen konnten, dass der überaus interessante Plot weitergeführt werden konnte. Was aber nicht heißt, dass das Ende nicht zufriedenstellend wäre. „Intruders“ kann als Mini-Serie überzeugen, hätte die Möglichkeit für eine Fortführung zwar geboten, schließt aber die Handlung so ab, dass man als Zuschauer damit leben kann.

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Fazit: Für Freunde gepflegter und vor allem intelligenter Mystery-Serien dürfte „Intruders“ genau das Richtige sein.

© 2016 Wolfgang Brunner

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