Weg mit der Ex (2014)

wegmirtderex

Originaltitel: Burying The Ex
Regie: Joe Dante
Drehbuch: Alan Trezza
Kamera: Jonathan Hall
Musik: Joseph LoDuca
Laufzeit: 89 Minuten
Darsteller: Anton Yelchin, Ashley Greene, Alexandra Daddario, Oliver Cooper, Archie Hahn, Gabrielle Christian, Miondy Robinson, Dick Miller
Genre: Horror, Komödie
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre

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Max ist plötzlich nicht mehr sicher, ob Evelyn die richtige ist, als sie bei ihm einzieht und an allem rumnörgelt. Olivia, die er vor kurzem kennengelernt hat, ist eigentlich viel netter. Als Evelyn bei einem Autounfall ums Leben kommt, sieht Max seine Chance auf einen Neuanfang mit einer neuen Beziehung. Doch dummerweise kehrt Evelyn aus ihrem Grab zurück und sucht Max sogar noch als Zombie heim …

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Wer kennt nicht Joe Dantes „Piranhas“, „Das Tier“, „Gremlins“, Die Reise ins Ich“ oder „Small Soldiers“? Seine Geschichten waren irgendwie immer in 80er Jahre Spielberg-Manier gedreht und wussten hervorragend zu unterhalten. Mir hat besonders sein „Explorers“ gefallen. Auch sein letzter Film aus dem Jahr 2009 „The Hole“ gefiel mir ganz gut  und so war ich natürlich gespannt, wie sein neues Werk mit dem etwas verunglückten Titel „Weg mit der Ex“ ausfällt. Dieses Mal waren es nicht einmal die deutschen Übersetzer, die diesen fragwürdigen Titel kreiert hatten, denn im Original heißt Dantes Zombie-Komödie „Die Ex begraben“. Na ja, auch nicht besser, aber über Filmtitel kann man streiten und sie sagen ja (Gott sei Dank nicht immer) nichts über die Qualität aus.

„Weg mit der Ex“ ist ein wirklich netter und vor allem unterhaltsamer Film, der an manchen Stellen auch ganz ansehnliche Splatter-Szenen zeigt. Der Plot wirkt altbacken und nicht neu, kann aber dennoch über die gesamte Laufzeit durchaus belustigen. Einige Gags wirken abgedroschen, aber im Großen und Ganzen geht Dante einen amüsanten Weg, der nicht lächerlich und nur manchmal klamaukhaft wirkt. Leider genügt das alles aber nicht, um einen wirklich guten Film auszumachen. Viel zu seicht geht Regisseur Dante an den Plot heran und verliert sich (leider) in Belanglosigkeiten. Denn ich bin sicher, in den 80er oder auch 90er Jahren, in denen Joe Dantes Hochzeit war, wäre ein bedeutend gelungeneres Ergebnis herausgekommen. So aber muss man sich mit einer zwar gelungenen, aber letztendlich bedeutungslosen Komödie zufrieden geben.

Schauspielerisch hat mich außer Oliver Cooper nicht wirklich jemand tief beeindruckt. Seine überzogene Darstellung des Bruders fand ich schon ziemlich gelungen. Die weiteren Darsteller machten ihre Sache gut, keine Frage. Aber ihre Leistungen bleiben einfach nicht im Gedächtnis haften, so dass ich mir ihre Namen merken würde.
Was mir allerdings positiv aufgefallen ist, waren die Spezialeffekte. Der konstante Verwesungsfortschritt der „Ex“ war wirklich gelungen und mit Liebe zum Detail gemacht. Bis auf wenige Ausnahmen wurden diese Masken auch per Hand und nicht per Computer gemacht, was bei mir sowieso wieder zusätzliche Pluspunkte gibt.

Dante inszenierte „Weg mit der Ex“ im ersten Teil ein wenig im Stil von seichten Teenie-Komödien, was mich gestört hat. Auch wenn das Drehbuch und die Story wirklich teils große Schwächen haben, so hätte man als Regisseur, noch dazu, wo es sich um Joe Dante handelt, durchaus ein professionelleres Ergebnis hinzaubern können.
Mr. Dante, ich glaube, die Luft ist endgültig raus. 😦

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Fazit: Seichte Zombie-Kömodie, die beim Ansehen zwar durchaus Unterhaltungswert besitzt, aber danach sofort wieder aus dem Gedächtnis verschwindet. Joe Dante leider auf dem absteigenden Ast.

© 2015 Wolfgang Brunner

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