Wolf Creek 2 (2013)

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Originaltitel: Wolf Creek 2
Regie: Greg McLean
Drehbuch: Greg McLean, Aaron Sterns
Kamera: Toby Oliver
Musik: Johnny Klimek
Laufzeit: 102 Minuten (Unrated)
Darsteller: John Jarratt, Ryan Corr, Shannon Ashlyn, Annie Bryon, Phillipe Klaus, Gerard Kennedy, Ben Gerrard, Shane Connor
Genre: Horror, Thriller
Produktionsland: Australien
FSK: k.A.

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Die Deutschen Katarina und Rutger campen im Wolf Creek National Park. Dort stoßen sie auf Mick Taylor, einen psychopathischen Serien-Mörder, der es auf Rucksacktouristen abgesehen hat. Als der Engländer Paul Katarina bei der Flucht vor dem Perversen hilft, gerät er ins Visier des Killers und macht schon bald Bekanntschaft mit den sadistischen Spielen des Killers.

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Greg McLeans Fortsetzung über die Greueltaten des Serienmörders Mick Taylor verzichtet auf die ruhige Einführunsphase des ersten Teils und geht gleich in die Vollen. Ich habe selten so eine schockierende, brutale Anfangsszene gesehen, wie in „Wolf Creek 2“. Da weiß man gleich von Anfang an, was einen erwartet.
McLean geht wirklich einen Schritt weiter und treibt das Höllenszenario in Australiens Outback auf die Spitze. Die Handlung wird im Grunde genommen einfach fortgeführt und der Zuschauer begleitet den charismatischen, aber dennoch völlig irren Taylor bei der Suche nach seinen nächsten Opfern.

Geschickt wird ein Handlungsstrang mit einem anderen verknüpft, der sich dann wiederum in die eigentliche Haupthandlung entwickelt. Schauspielerisch kann man bei den „Neueinsteigern“, den neuen Opfern, nicht meckern, zumindest. Aber auch im zweiten Teil ist John Jarratt der absolute Star. Sein Spiel gleicht dem im ersten Teil und wieder ist man hin und her gerissen zwischen der sympathischen Freundlichkeit und dem abgrundtief bösen Psychopathen, der sich in dem Mann versteckt. Es ist Wahnsinn, wie Jarrett diese beiden Charaktereigenschaften so gut rüberbringt, dass man ihn auf gewisse Art und Weise mag, andererseits aber eine enorme Panik bei seinem Auftritt verspürt.

Goretechnisch wird der Fan, zumindest in der Unrated-Fassung (die in Deutschland natürlich wieder einmal indiziert ist), gehörig belohnt. Wie schon oben erwähnt, alleine die Eingangssequenz lässt einen den Atem anhalten. Die Handlung ist nicht wirklich der Rede wert und stützt sich, wie schon im ersten Teil, auf tatsächliche Begebenheiten. Aber auch hier werden einfach nur ähnliche Vorkommnisse einfach in eine erfundene Handlung mit eingebaut. Erschreckend ist das Szenario auf jeden Fall, in das uns Regisseur Greg McLean wirft. Obgleich der zweite Teil um einiges härter als der erste ausfällt, fehlt hier das mulmige Bauchgefühl an manchen Stellen. Das wird meiner Meinung nach aber erst dadurch zerstört, als eines der Opfer in einem unterirdischen Labyrinth landet und dort erfährt, zu was Mick Taylor fähig ist.

Im Kino lief „Wolf Creek 2“ als eine um acht Minuten geschnittene FSK 16er Fassung, die jeglichen Schrecken nimmt und aus dem Plot eine Farce macht. Wer so was nicht sehen will, braucht doch auch keine geschnittene Fassung, oder? Aber das ist ein anderes Thema. „Wolf Creek 2“ ist wie sein Vorgänger aus meiner Sicht einer der besten und meist unterschätzten Slasher Filme, die Schauspielkunst, harte Gorszenen und sogar Torture perfekt miteinander verbinden. Immer wieder hervorzuheben ist John Jarratts Schauspiel, das mich enorm beeindruckt hat.

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Fazit: Meiner Meinung nach iner der meistunterschätzten Slasher-Filme der letzten Jahre. John Jarrett als Serienkiller ist einfach nur der Hammer. Und die teils derbe Brutalität schockt ungemein.

© 2015 Wolfgang Brunner

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