Zathura (2005)

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Originaltitel: Zathura
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: John Kamps, David Koepp
nach einem Roman von Chris Van Allsburg
Kamera: Guillermo Navarro
Musik: John Debney
Laufzeit: 101 Minuten
Darsteller: Jonah Bobo, Josh Hutcherson, Dax Shepard, Kristen Stewart, Tim Robbins, John Alexander
Genre: Science Fiction, Abenteuer
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 12 Jahre

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Walter und Danny entdecken im Keller ein altes Spiel namens „Zathura“. Als sie zu spielen beginnen, ist nichts mehr wie es war. Meteoriten schlagen im Wohnzimmer ein und mit jedem Spielzug verändert sich etwas. Bis die beiden ungleichen Brüder feststellen müssen, dass sich das Haus gar nicht mehr auf der Erde, sondern mitten im Weltall, befindet …

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„Zathura“ wurde vom gleichen Jugendbuchautor geschrieben wie „Jumanji“.
Letztendlich ist es auch der gleiche Plot, den Jon Favreau inszenierte. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sich die Handung dieses Mal in den Weltraum verlagert. Und das ist auch der Punkt, der mir bedeutend besser gefällt als bei „Jumanji„. Die Effekte sind für die damalige Zeit grandios gemacht und noch heute absolut sehenswert.
Irgendwie hat mir bei „Zathura“ auch das Spiel zwischen den Brüdern besser gefallen. Liebe und Hass prägen die Beziehung der ungleichen Jugendlichen und dennoch siegt die Liebe. Das hat mich sehr angesprochen.

Hinzu kommt, dass Favreau („Iron Man“) in sein kleines Abenteuer jede Menge Gags eingebaut hat, die sowohl bei den Kleinen wie auch den Großen gleichermaßen ankommen. Alleine die Szenen mit der eingefrorenen Schwester sind unglaublich gut geworden und zaubern einem sogar nach mehrmaligem Ansehen noch ein Grinsen auf die Lippen. Erstaunlicherweise schnitt der Nachfolger von „Jumanji“ bedeutend schlechter an den Kinokassen ab wie sein Vorgänger. Mögen die Filmgötter wissen, warum … Ein möglicher Grund wäre, dass kein Zugpferd wie Robin Williams mit am Start war.

Die beiden Kinderdarsteller sind sympathisch und spielen ihre Rollen sehr glaubhaft. Auch Kirsten Stewart kommt witzig und authentisch rüber. Einzig Dax Shepard als Astronaut wirkt in einigen Szenen übertrieben und ein wenig nervig. Aber durch die permanente Spannung, die sich durch den ganzen Film zieht, läßt sich gern darüber hinwegsehen. Tim Robbins als Vater ist sehr sympathisch, kommt aber leider viel zu selten ins Bild.
Ein wenig erinnert das Abenteuer an die frühen Filme von Joe Dante: Jugendliche, Spezialeffekte, Soundtrack – dies alles wirkt eher wie ein Film aus den 80er Jahren, und wahrscheinlich ist es auch genau das, was mich persönlich so anspricht. „Zathura“ 4gewinnt bei mir eindeutig gegenüber „Jumanji“, obwohl man die Filme trotz ähnlicher Ausgangssituation schwer vergleichen kann (und auch nicht sollte).
„Zathura“ ist ein Familienfilm, der auf altbewährte Weise ein spannendes Abenteuer mit einer Familiengeschichte verbindet, in der es um Liebe und Zusammenhalt geht. Das Konzept geht meiner Meinung nach auf und macht den Film zu einem witzigen, surrealen und unterhaltsamen Abenteuer im Weltraum.

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Fazit: Charmantes und spannendes Weltraumabenteuer mit tollen Effekte und einer netten Story, das nicht nur den Kleinen gefällt.

© 2015 Wolfgang Brunner

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