Legend Of Hell (2012)

Legend

Originaltitel: Legend Of Hell
Regie: Olaf Ittenbach
Drehbuch: Olaf Ittenbach
Kamera: Denis Alarcon Ramirez
Musik: Philipp Chudalla, Reinhard Eggersdorfer, Axel Rubbel, Thomas Wozny
Laufzeit: 85 Minuten
Darsteller: Karen Breece, Wayne Darrin, Martin Ittenbach, Hanno Ley, Carsten Blume, Garloff Langenbeck, Daryl Jackson, James Matthews-Pyecka, Sebastian Gerold, Birte Hanusrichter, Thomas Schimon
Genre: Horror, Fantasy
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 18 Jahre

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Die Archäologin Selma entdeckt ein 5.000 Jahre altes Portal, das von innen fest verschlossen ist. Wenig später findet sie eine ebenso alte Karte, die bald darauf ein alter Kunsthändler mit allen Mitteln von ihr erwerben will. Bei der Übergabe kommt es zum Streit und Selma wird erschossen. Und plötzlich befindet sich Selma im Mittelalter, wo sie erneut ermordet wird und erstaunlicherweise auf einer astralen Ebene wieder erwacht. Dort trifft sie David, Elias und Luise, die alle aus verschiedenen Zeitaltern in die astrale Ebene gelangt sind, um einen Auftrag auszuführen. Sie müssen das Tor zur Hölle, das von Selma in einem anderen Leben entdeckte Portal, schließen, das zwischenzeitlich entriegelt wurde.

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Wo „Ittenbach“ draufsteht ist auch „Ittenbach“ drin. 🙂
Es gibt Filmemacher, die spalten die Zuschauer: Herr Ittenbach ist eindeutig einer davon. Entweder man mag seine Art, Filme zu machen, oder eben nicht. Ich für meinen Teil mag seine Orgien. Ittenbach ist kein Spielberg, das ist ganz klar. Aber ich esse ja auch nicht jeden Tag ein 5-Sterne Menü, sondern auch mal Fast Food. Und beides mag ich.
Somit wären wir dann auch schon beim Thema: Ittenbachs „Legend Of Hell“ ist eine unterhaltsame Mischung aus „Conan – Der Barbar“, „Hinter dem Horizont“ und Zombie-Splatter. Der Film möchte einfach unterhalten und das tut er, wenn man sich auf die manchmal unlogische Handlung einlässt. Fantasyelemente werden wild mit Horror- und Mysteryeinschüben vermischt. Heraus kommt ein spannender Genremix, der sogar ein klein wenig zum Nachdenken einlödt. Sicherlich ist der Plot nicht logisch durchdacht und konzipiert, aber dennoch hat mir die Idee einer astralen Ebene, in der sich alles abspielt, sehr gut gefallen. Dadurch bekam die Handlung doch einen gewissen Reiz für mich.

Olaf Ittenbach schert sich einen Teufel um gängige Erwartungen: Er macht, was ihm Spaß macht und was er zeigen will – Punkt. Im Falle von „Legend Of Hell“ bewegt er sich nicht durchgängig, wie ihm vorgehalten wird, auf Amateur-Niveau.  Dazu agieren die Schauspieler ab dem ersten Drittel viel zu gut und die Drehorte sind teilweise wirklich sehr gut und atmosphärisch ausgewählt. Sicherlich fallen hin und wieder die Blue (oder Green?)-Screen-Aufnahmen auf, aber was ist daran so schlimm? Der Film ist zum Großteil handmade gemacht und das rechne ich Ittenbach in der heutigen Zeit hoch an. Da werden Puppen abgeschlachtet, dass es eine wahre Freude ist. Und genau das habe ich erwartet. Klar werden auch CGI-Effekte eingesetzt, aber im Grunde sehr verhalten. Die Handarbeit liegt Ittenbach immer noch am Herzen.

Wer einen stylischen Hochglanz-Horror erwartet, wird hier enttäuscht werden. Wer sich allerdings eineinhalb Stunden mit einem Fantasy-Horror-Trash-Splatter-Trip vertreiben möchte, ist genau richtig. Und, wie gesagt, man bekommt auch ein paar wunderbare und stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen zu sehen. Ittenbach-Fans werden ihre Freude haben, B-Movie- und Independent-Gegner sollten einfach die Finger davon lassen.

Anfangs kommt der Plot sehr schwer in die Gänge, genauso wie die deutsche Synchronisation. Aber schon nach einer Viertelstunde wird es besser und auch die Synchro tut’s.
Einziges wirkliches Manko an „Legend Of Hell“ fand ich die animierten Drachen am Ende, die lächerlich und wie aus einem Film der 50er Jahre wirkten. Aber nun gut … ich mochte den Rest und fand die Story wirklich einen unterhaltsamen B-Movie mit blutigen Effekten. Mit geringem Budget hat Ittenbach seinen Fans ein neues Werk geliefert, und das finde ich gut. 😉

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Fazit: So schlecht, wie alle tun, ist „Legend Of Hell“ nun auch wieder nicht. Coole Effekte wurden in eine ganz nette, wenngleich nicht unbedingt logische, Handlung verpackt. Mir hat’s gefallen.

© 2015 Wolfgang Brunner

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