Jumanji (1995)

1995-jumanji-poster1

Originaltitel: Jumanji
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Greg Taylor, Jim Strain, Chris Van Allsburg, Jonathan Hensleigh
nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Chris Van Allsburg
Kamera: Thomas E. Ackerman
Musik: James Horner
Laufzeit: 101 Minuten
Darsteller: Robin Williams, Kirsten Dunst, Bradley Pierce, Bonnie Hunt, Bebe Neuwirth, david Alan Grier, Jonathan Hyde, Patricia Clarkson
Genre: Abenteuer, Fantasy
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 12 Jahre

*

Alan Parrish entdeckt als Kind ein geheimnisvolles Brettspiel namens „Jumanji“. Als er es zusammen mit seiner Freundin Sarah spielt, verschwindet er vor ihren Augen im Inneren des Spielbretts. 26 Jahre später finden die beiden Kinder  Judy und Peter auf dem Speicher des Hauses, in das sie gerade eingezogen sind, genau jenes Spiel. Sie beginnen es zu spielen, ahnungslos, welche Folgen der erste Zug bereits für sie hat …

*

Jetzt ist das auch schon wieder zwanzig (!!!) Jahre her, dass dieser Abenteuerfilm in die Kinos gelangte. Aber „Jumanji“ hat nichts von seinen damaligen Reizen verloren, ganz im Gegenteil. Die Effekte sind immer noch grandios und der Unterhaltungswert könnte größer nicht sein. „Jumanji“ ist ein waschechter Abenteuerfilm für Kleine und Große. Der mystische Reiz des Spiels hält den Spannungsbogen während des ganzen Films konstant aufrecht, denn man weiß nie, was gleich passieren wird. Die Handlung ist nett ausgedacht und macht auch noch nach Jahren riesigen Spaß.

Robin Williams hat mit der Verkörperung des „altgewordenen Jungen“ eine Paraderolle bekommen, in der er sichtlich aufgeht. Das ist es, was Williams (zumindest in seinen Parts in Kinderfilmen) ausmacht: Er ist der Erwachsene, der noch immer Kind geblieben ist. Das hat er unter anderem auch hervorragend in Spielbergs „Hook“ bewiesen. Als aus dem Spiel zurückgekehrter Alan Parrish vermag Williams absolut zu überzeugen und es ist eine wahre Freude, seinem Agieren zuzusehen. Aber auch die damals noch nicht wirklich bekannte Kirsten Dunst macht ihre Sache mehr als gut. Neben Bradley Pierce vermittelt sie die typische Abenteuerlust, die Kinder in so einem Falle ergreifen würde, und reißt den erwachsenen Zuschauer dadurch mit.

„Jumanji“ kann man ohne weiteres als Klassiker der 90er Jahre bezeichnen. Man wird mit einem Ideenreichtum überschüttet, der einem den Atem raubt. Und auch wenn die Spezialeffekte an manchen Stellen veraltet wirken, so sind sie immer noch besser als die heutigen CGI-Gewitter, bei denen man meist schon gar nichts mehr erkennen kann, weil es so schnell geht. Da mag ein gewisser Nostalgie-Faktor vielleicht auch eine Rolle spielen, aber eines ist sicher: Bei Filmen wie „Jumanji“ drängten sich in manchen Szenen schon damals zwar die Effekte in den Vordergrund, aber die menschlichen Schauspieler blieben trotzdem die eigentlichen Attraktionen. Rasant inszeniert lädt „Jumanji“ noch heute zum Träumen und „für zwei Stunden wieder Kindsein“ ein.

Kinderbuchautor Chris Van Allsburg, der die literarische Vorlage zu „Jumanji“ lieferte, hat übrigens noch ein zweites Kinderbuch in dieser Richtung geschrieben, das zehn Jahre nach „Jumanji“ im Jahr 2005 von Jon Favreau verfilmt wurde: „Zathura“. Auch hier geht es um ein mysteriöses Brettspiel. 🙂

*

Fazit: Rasant, spannend, gruselig, gefühlvoll und voller Spezialeffekte. Dennoch bleiben die Schauspieler immer im Vordergrund. „Jumanji“ kann ohne weiteres ein Kinder-Abenteuer-Fantasy-Klassiker genannt werden.

© 2015 Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Jumanji (1995)

  1. Pingback: Zathura (2005) | Film-Besprechungen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s