V/H/S: Viral (2014)

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Originaltitel: V/H/S: Viral
Regie: Nacho Vigalondo, Marcel Sarmiento, Gregg Bishop, Justin Benson, Aaron Scott Moorhead
Drehbuch: Nacho Vigalondo, Marcel Sarmiento, Gregg Bishop, Justin Benson, Aaron Scott Moorhead, T.J. Cimfel, Ed Dougherty, David White
Kamera: Harris Charalambous, George Feucht
Musik: Drazen Bosnjak, Kristopher Carter
Laufzeit: 97 Minuten
Darsteller: Justin Welborn, Jessica Luza, Randy McDowell, Michael Aaron Milligan, Nathan Mobley, Cory Rouse, Stephen Caudill, Greyson Chadwick, Blair Redford, Amanda Baker
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre (uncut)

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Vicious Circles – Die Rahmenhandlung, in der ein Junge mit seinem Fahrrad einen Notarztwagen mit der Handkamera verfolgt, in der Hoffnung, mit diesem Video ein Youtube-Star zu werden.

Dante The Great – Ein Magier findet einen Zaubermantel, der angeblich Houdini gehört hat und verfällt diesem vollkommen.

Parallel Monsters – Ein Wissenschaftler erfindet ein Portal, das in eine Parallelwelt führt. Dort lebt sein Doppelgänger, mit dem er für 15 Minuten die Rollen tauscht. Eine verhängnisvolle Entscheidung.

Bonestorm – Drei Skateboarder machen sich auf den Weg nach Mexiko, um einen Sportfilm zu drehen. An einer abgelegenen Stelle werden sie plötzlich von Untoten angegriffen.

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Teil 1 und 2 der V/H/S-Reihe fand ich gar nicht mal so übel, obwohl mir bereits da einige Geschichten durch die Mega-Wackelkamera unangenehm aufgestossen waren. Nun folgt also Teil 3 und nachdem ich ein paar Rezensionen darüber gelesen hatte, dass dies der beste der Reihe sein soll, war ich natürlich neugierig.
Nachdem der verwirrende Einstieg durch die Rahmenhandlung geschafft war, begann das Ganze auch sehr vielversprechend.

Die Geschichte um den Magier Dante hat mir im Grunde genommen sehr gut gefallen und vor allem die Effekte konnten sich wirklich sehen lassen. In dieser Hinsicht war ich sogar richtiggehend überrascht und freundete mich in Gedanken mit V/H/S 1 und 2 wieder an. Immer wieder dachte ich, man könne tatsächlich vielleicht doch ein Fan dieses Franchise werden. Dantes Zaubereien faszinierten mich und selbst das Ende konnte mich überzeugen.

Danach kam die Geschichte um eine Parallelwelt, die mir anfangs sogar noch besser als der Dante-Einstieg gefallen hat. Die Ausgangssituation versprach Spannung und Mystery. Leider verzettelte man sich im Laufe der Story in ein etwas wirres Durcheinander, das irgendwie aus meiner Sicht nicht richtig zusammenpasste. Da hätte ich mir einen geradlinigeren Plot gewünscht und auf das Monster schlichtweg verzichtet. Dann wäre es eine zwar ruhigere, aber überzeugendere Episode geworden.

Es war alles noch im Lot, auch als die Skateboarder erschienen und ein paar Kunststücke vorführten. Als dann jedoch die Reise nach Mexiko begann und die Kopfkameras eingesetzt wurden, entwickelte sich diese letzte Episode für mich zu einem unerträglichen Desaster. Sicherlich waren ein paar Splatterszenen ganz gut gemacht, aber die Wackelbilder machten mich fast schon aggressiv und ich war nahe daran, die STOP-Taste zu drücken. Ich habe es nicht getan und zwar aus dem Grund, weil ich wissen wollte, wie die Rahmenhandlung die drei Episoden eventuell miteinander verbindet und mich über die Enttäuschung der letzten Geschichte hinwegtrösten könnte. Aber auch hier kam eine unglaubliche Enttäuschung: Irgendwie erschloss sich mir auch der echte Sinn dieser Rahmenhandlung nicht wirklich und was die anderen Storys damit zu tun hatten. Es wirkte alles sehr an den Haaren herbeigezogen.

Für mich war „V/H/S: Viral“ der schlechteste Teil der Reihe. Daher konnte er mir die ersten beiden Teile, so wie ich ursprünglich dachte, nicht noch einmal schmackhaft machen – im Gegenteil. 😦
Keinen der drei Teile werde ich nochmals ansehen, am allerwenigsten aber den dritten. Man hätte aus diesen Plots durchaus mehr machen können. „V/H/S: Viral“ ist einer jener Vertreter im Found Footage-Genre, der zeigt, dass Wackelkameras so einiges kaputt machen können. Hier ist es passiert …

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Fazit: Schlechtester Teil der Reihe. Die ersten beiden Storys vermögen durchaus zu unterhalten, die dritte nervt extremst aufgrund seiner Wackelbilder. Nichts für mich.

© 2015 Wolfgang Brunner

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