Firefox (1982)

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Originaltitel: Firefox
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Alex Lasker, Wendell Wellman
nach einer Romanvorlage von Craig Thomas
Kamera: Bruce Surtees
Musik: Maurice Jarre
Laufzeit: 125 Minuten
Darsteller: Clint Eastwood, Kai Wulff, Freddie Jones, Nigel Hawthorne, David Huffman, Warren Clarke, Ronald Lacey, Klaus Löwitsch, Stefan Schnabel
Genre: Action
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre

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Russland hat eine verheerende Kampfmaschine namens Firefox entwickelt: Einen Jet auf dem neuesten Stand der Technik, der sogar  mit Gedankenkraft Waffen abfeuern kann. Amerika schickt einen Spitzenpiloten nach Russland, um den Kampfjet zu entführen. Ein gefährliches Unterfangen …

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Das Ganze fängt an wie ein ganz normaler Spionage-Thriller. Manchmal fühlt man sich ein wenig an einen James Bond-Film erinnert, aber alleine schon Eastwoods Inszenierungsstil und seine Schauspielerei lassen „Firefox“ dann irgendwie doch in eine andere Richtung driften. Es ist die eher ruhige Regie, die einen in den Bann zieht und die erfundene Geschichte fast wahr werden lässt. Clint Eastwood hat Craig Thomas‘ Vorlage so richtig filmtauglich gemacht und das liegt in erster Linie an den spektakulären Spezialeffekte (zumindest waren sie das für die damalige Zeit), für die sich „Star Wars“-Effektler John Dykstra verantwortlich zeigt. Der Film kommt in die Jahre, das merkt man, aber er verliert dennoch nichts von seinen Reizen. Klar trudeln die Flugzeuge durch die Luft und man sieht, dass es Modelle sind. Aber das ist für mich ein kleiner nostalgischer Rückblick, der mir gefällt und mich nicht stört.

Die realistische Atmosphäre hält den ganzen Film über an und man fiebert mit dem Protagonisten wirklich mit, wenn er wieder kurz davor steht, erwischt zu werden. „Firefox“ ist für mich ein Klassiker unter den Action-Filmen, der versiert mit dem Thema „Weltmacht“ umgeht und dies auch sehr realitätsnah schildert. Am meisten spricht mich allerdings der perfekte Regiestil an, den Clint Eastwood schon damals vorweisen konnte.
Die Flugzeugverfolgungen am Ende des Films wirken nach einer Weile, so unterhaltsam die Effekte auch sind, unnötig in die Länge gezogen. Wahrscheinlich wollte man dem Publikum einfach eine Menge Spezialeffekte zeigen, um der eher ruhigen Handlung am Ende ein wenig „Drive“ zu verschaffen. Spionage- und Actionfilm werden gemischt und lassen das Ergebnis dann doch irgendwie unschlüssig wirken. Eine genreorientiertere Inszenierung hätte dem Plot ausnahmsweise besser getan, obwohl ich absolut für genreübergreifende Filme bin.

Trotz einiger Mankos ist „Firefox“ noch immer ein unterhaltsamer Film, der zwar, wie bei Eastwood oft üblich, übertriebenen Patriotismus zur Schau stellt, aber dennoch nach wie vor seine Wirkung nicht verfehlt. Sicherlich kann es Eastwood sowohl als Regisseur wie auch als Schauspieler besser, aber „Firefox“ ließ auch nach so vielen Jahren noch den kleinen Jungen in mir erwachen, der sich auf derartige Abenteuer einlassen konnte und noch immer kann. 😉

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Fazit: In die Jahre gekommener Action-Film, der anfangs eine ruhige Spionagegeschichte erzählt und gegen Ende hin ein reiner Actionfilm wird. Netter Genre-Mix, der allerdings bei genauerem Hinsehen nicht richtig funktioniert.

© 2015 Wolfgang Brunner

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