Die Frau des Zeitreisenden (2009)

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Originaltitel: The Time Traveller’s Wife
Regie: Robert Schwentke
Drehbuch: Bruce Joel Rubin, Jeremy Leven
nach dem Roman von Audrey Niffenegger
Kamera: Florian Ballhaus
Musik: Mychael Danna
Laufzeit: 108 Minuten
Darsteller: Eric Bana, Rachel McAdams, Ron Livingston, Jane McLean, Michelle Nolden, Arliss Howard, Stephen Tobolowsky, Alex FerrisBrooklynn Proulx
Genre: Liebe, Literatur, Science Fiction
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 12 Jahre

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Henry ist Zeitreisender und trifft immer wieder auf Clare, die zur Liebe seines Lebens wird. Er kommt aus der Zukunft, er kommt aus der Vergangenheit und bleibt manchmal in der Gegenwart. Für Clare und Henry wird die Liebe zu einer harten Probe …

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Audrey Niffeneggers Debütroman faszinierte mich von der ersten bis zur letzten Seite (Hier kann man meine Rezension zum Buch auf „Buchwelten“ nachlesen —> KLICK MICH). Umso gespannter war ich, wie die Zeitreise-Liebesgeschichte als Film umgesetzt wurde. Ich konnte mir gar nicht so richtig vorstellen, dass man die Sprünge durch die Zeit so inszenieren könnte, um den Zuschauer nicht zu verwirren. Aber, was soll ich sagen: Dem deutschen Regisseur Robert Schwentke (der den meisten wohl mit seiner deutschen Produktion „Tattoo“ und seinen darauf folgenden, in den USA produzierten Filmen „Flightplan“, „R.E.D“, „R.I.P.D“ und „Insurgent – Die Bestimmung“ bekannt sein dürfte) ist es erstaunlicherweise gelungen, das Ganze unkompliziert und veständlich in Szene zu setzen.
Wie schon im Buch gibt es unzählige Logikfehler, die das Filmvergnügen aber in absolut keiner Weise schmälern. Eric Bana ist genauso ein Glücksgriff in der Besetzung wie Rachel McAdams. Die beiden agieren hervorragend und vermitteln dem Liebespaar eine Authenzitität, dass es eine wahre Freude ist.

Unspektakulär werden die Zeitsprünge einfach nur dargestellt, in dem die Person aus dem Bild „ausradiert“ wird, einfach verschwindet. Schwentke legt keinen allzu großen Wert auf Spezialeffekte und serviert dadurch einen erfrischend natürlichen Film, der Wert auf die Schauspieler und die (wenngleich auch unlogische) Geschichte legt. Ich weiß nicht, wie der Film auf jemanden wirkt, der die Romanvorlage nicht kennt. Für mich war die Umsetzung sehr detailverliebt und, bis auf wenige filmdramaturgisch bedingte Ausnahmen, ziemlich eng an die Vorlage gelehnt. Die diversen Zeitsprünge waren überhaupt nicht verwirrend und man konnte der Handlung ohne Probleme folgen. Die Liebesgeschichte mit leichten Science Fiction-Elementen ist nicht nur etwas für Frauen, sondern kann mühelos auch Männer begeistern. Die Konflikte des Liebespaars, die durch die Zeitsprünge immer wieder entstehen, werden sehr glaubhaft dargestellt und an einigen Stellen habe ich dann schon auch ein Tränchen vergossen.

Gerade zum Ende entwickelt sich die Geschichte zu einer philosophischen Auseinandersetzung um den Sinn des Lebens. Beeindruckend und kitschig im positiven Sinne, ohne eigentlich wirklich kitschig zu sein, hinterlässt „Die Frau des Zeitreisenden“ ein gemischtes Gefühl aus Glück und Trauer. Ich bin sicher, dass sich der Film um einiges besser im Kopfkino des Zuschauers entfaltet, wenn man vorher das Buch gelesen hat.
Robert Schwentke ist ein spannendes, gefühlvolles und dramatisches Liebesabenteuer gelungen, das zum Nachdenken über das eigene Leben (und die Liebe) anregt.
Unbedingt erwähnenswert ist auch die hervorragende, melancholische Musik von Mychael Danna, die die wunderschön inszenierten Bilder perfekt untermalt und ergänzt. Niffeneggers Geschichte um eine äußerst außergewöhnliche Liebe wurde würdig umgesetzt.

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Fazit: Spannend, gefühlvoll und dramatisch inszenierte der deutsche Regisseur Robert Schwentke den Erfolgsroman von Audrey Niffenegger mit absolut tollen Hauptdarstellern.

© 2015 Wolfgang Brunner

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Interview mit dem Regisseur Timo Rose

 

Timo Rose
© Timo Rose

Timo Rose, Jahrgang 1977, ist ein deutscher Regisseur und Produzent. Er führte Regie bei Filmen wie „Beast“, „Game Over“ (der elf Auszeichnungen in den USA, Kanada und Österreich, unter anderem Best Movie, Beste Regie und Bester Weiblicher Schauspieler erhalten hat), „Reeperbahn“ oder „Death Wish Zero“ und inszenierte die Found Footage-TV Serie „Nature“ mit Max Evans.
Von seinen Fans wird er „Deutscher Godfather Of Gore“ genannt und ist im Ausland erfolgreicher als hier in seiner Heimat Deutschland.
Film-Besprechungen freut sich, dem sympathischen Regisseur ein paar Fragen zu stellen.

1. „Nature“ ist Deine erste Serie. Was liegt Dir mehr: Spielfilm oder Serie?

Das ist eine gute Frage. Im Endeffekt nimmt sich beides nichts, bis auf den Aufbau des Hauptcharakters (siehe NATURE). Da hat man, wenn man eine Serie dreht, natürlich viel mehr Spielraum als bei einen 90-Minüter, in dem man dem Publikum lediglich ein komprimiertes Bild seiner Visionen vermitteln kann. Bei „Nature“ konnten wir uns Zeit lassen, den Charakter zu entwickeln, und uns auch in verschiedenen Situationen seiner Veränderung detailliert annehmen. Das hat großen Spaß gemacht, gerade wenn man mit begnadeten Schauspielern wie Max Evans (Blood Feast Remake, Reeperbahn – Der Film) arbeitet.

2. Mit Sicherheit wurde diese Frage schon oft gestellt, aber interessieren tut sie mich trotzdem. Welche Regisseure inspirieren Dich?

Ohne arrogant klingen zu wollen: Heutzutage keiner mehr. Als Kind hat man alle verehrt: von Sam Raimi bis hin zu John Woo, Carpenter, Scorsese , de Palma. Aber im Laufe der Zeit haben sich deren Arbeiten verändert. Die „Kunstform“ Film wurde zu Fliessbandarbeit und die Genialität blieb auf der Strecke, was natürlich auch an dem Einfluss der großen Studios liegt, welche viele Regisseure im Vorfeld schon extrem einschränken. Heute lasse ich mich lieber von meinem Umfeld beeinflussen, meinen Freunden , oder Menschen die ich in der Bahn sitzen sehe. Jedes Gesicht erzählt auf eine ganz merkwürdige Art und Weise eine eigene Geschichte. Und das finde ich viel interessanter als alles andere.

3. Gibt es Mainstreamproduktionen und Popkorn-Kino, das Timo Rose gefällt?

Als Movie-Junkie muss ich da ganz klar sagen: JA ! Ich versuche generell wirklich ALLES zu gucken. Vieles, wie jüngst „St. Andreas“ finde ich storytechnisch extrem schlecht, die Effekte sind aber unglaublich gut. Als Kaiju-Fan haben ich natürlich den neuen „Godzilla“ gefeiert, ebenso „Jurassic World“. Den neuen „Mad Max“ hingegen fand ich eher langweilig, weil sich der ganze Film ab der 20. Minute lediglich wiederholt. Das ist kein „Mad Max“ mehr, wie man ihn kennt. Hätte man den Film nur „Fury Road“ genannt, und es ginge nur um „Charlize“ , dann hätte der Film besser funktioniert. So wurden meine Erwartungen leider zerstört.

4. Welches Deiner Projekte siehst Du auch in weiter Zukunft noch nicht fertiggestellt? Ich meine, gibt es einen Traum von Dir, der sich, aus welchen Gründen auch immer, leider nicht verwirklichen lässt?

Momentan gibt es da nichts. Alles was ich machen wollte, habe ich gemacht und auch mein Zombie-Film „Memoires“ , der ja schon 2013/2014 gedreht werden sollte, ist noch nicht im Mülleimer verschwunden. Ich habe mir selber Prioritäten gesetzt und diese auch versucht umzusetzen. Deshalb hab ich 2014 z.B. „Reeperbahn“ gedreht, mein erstes Drama. Ich habe viel Horrorzeug gedreht, Trash, Musikvideos usw, und ich fühle mich nicht bereit, einen neuen Horrorfilm zu drehen, einfach weil mir die Ideen fehlten. Ich fühle mich auf eine gewisse Art und Weise ausgebrannt. Und ich wollte mich nicht wiederholen oder selber zitieren oder andere kopieren. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich knapp 4 Jahre nichts eigenes gedreht habe. Auch wollte ich mich neu orientieren, und wenn ich wieder was machen wollte, dann „richtig“, frisch und einfach „anders“.
Derzeit plane ich wieder einen neuen Film für Frühjahr 2016. Mal schauen was das wird. 😉

5. Siehst Du Dich heute eigentlich noch als „Underground“-Filmer wie zu Deinen Anfängen?

Ich denke nein. Die Zeiten sind lange vorbei. Ich habe im Alter von 15/ 16 schon meine ersten Versuche auf VHS kopiert und „undergroundmäßig“ unter die Leute gebracht. Aber sind wir mal ehrlich: Ich habe die Deutsche Underground-Szene damals mitgeformt und -gebildet. Es gab nur eine Handvoll Leute, die so etwas gemacht haben. Heute versucht jeder mit ner DSLR-Kamera das zu tun, was wir damals begonnen haben.
Seit Jahren stehen meine Filme in Videotheken und in Kaufhäusern. Und einige bekommt man in mehr als 15 Länder der Welt, japanisch synchronisiert, französisch untertitelt und so weiter. Ich glaube nicht, dass man dazu „Underground“ sagen kann.
Ich habe als Kind quasi angefangen, „Filme“ zu machen (wenn man das so sagen kann, haha) und heute habe ich eine enorm große und tolle Fanbase weltweit, habe mit Leuten aus Hollywood Drehbücher geschrieben oder mit einigen gearbeitet usw. Ist das „Underground“? . Ich glaube nicht.

6. Was steht in naher Zukunft außer einer neuen Staffel von „Nature“ ( 😉 ) noch auf dem Plan?

Ob wir eine zweite Staffel von NATURE drehen, steht leider noch nicht fest. Wir warten erstmal ab und gucken, wie sich alles entwickelt und ob NATURE erfolgreich verkauft wird.
Ansonsten steht jetzt die Weltpremiere von meinem 25. Film „DEATH WISH ZERO“ an, und im Frühjahr folgt das Release von meinem Film „REEPERBAHN“.
Danach wird auch wieder die Kamera angeschmissen, für ein Projekt welches ich zusammen mit dem besten CUTTER der Welt machen möchte (Kai Bogatzki). Aber dazu kann ich noch nicht viel sagen.

7. Bei welcher großen Hollywood-Produktion hättest Du gerne die Regie übernommen und warum?

Das ist eine gute Frage. Und, um ehrlich zu sein, kann ich dir da keine Antwort geben.

8. Wieso bekommen wir von Timo Rose eigentlich immer nur Horror oder brutale Thriller zu sehen? Wieso nicht einmal eine Liebesgeschichte?

Das stimmt ja so nun auch nicht, haha. „REEPERBAHN“ z.B. ist ein reines Drama mit leichten Thriller-Elementen. Und 2004 habe ich eine Komödie gedreht.
Ich denke einfach das z.B. das Horrorgenre, wenn man es richtig betrachtet, ein Becken diverser verschiedenen Emotionen ist. Gewalt kannst du nicht in eine reine Komödie packen, Humor in einen Horrorfilm allerdings schon. Zum anderen ist Gewalt und Brutalität schon immer ein Teil der Gesellschaft gewesen, und ich möchte meine Augen nicht davor verschließen. Ich möchte vermitteln. Und natürlich mag ich es, Leute zu schockieren. Was nichts zu bedeuten hat, denn ich mag es auch, Leute zum Lachen zu bringen. In erster Linie möchte ich lediglich meine Vision vermitteln, vollkommen egal ob mit oder ohne Brutalität. Die Geschichte ist das Hauptaugenmerk und die Charaktere (ja ok, war bei mir nicht immer so – lacht- ) . Wenn das Drehbuch gut ist, würde ich auch eine Liebesgeschichte drehen. Aber dazu muss wirklich ein gutes Buch auf dem Tisch liegen. Aber wie wir alle wissen, produziert Deutschland so etwas fast jeden Tag. Da gibt es nichts mehr, was man noch entdecken könnte. Jeder Charakter wiederholt sich, jedes Paar gab es schon einmal, und fast jeder Witz hat seine immer wiederkehrende Pointe.

9. Weinst Du den 80er Jahre-Horrorfilmen nach oder „befriedigen“ Dich auch neue Produktionen?

Wieso „nachweinen“? Es gibt sie ja Gott sei Dank immer noch, und wenn ich Bock auf einen 70er oder 80er Horrorfilm haben, dann gucke ich einen auf VHS, DVD oder Bluray. 🙂
Von den Horrorfilmen heute erwarte ich gar nichts mehr und lasse mich eher überraschen, als etwas Gutes zu erwarten. Und ja, natürlich find’ ich einige neue Produktion auch gut oder sehr gut. Alles ist ein Wellengang und auch gute Horrorfilme werden dabei an den Strand gespült … Ich warte einfach ab. 🙂

10. Was fällt Dir spontan ein zu

Tanz der Teufel?
Klassiker des Horrorfilms, der einige Filmemacher bis heute inspiriert.

Wes Craven?
Nightmare, ganz klar. Freddy und Horace Pinker. Leider vor kurzem verstorben…RIP

Stephen King?
Autor, der auch unter Pseudonym Bücher released hat, von denen bis heute einige nicht wissen dass sie von ihm sind.

Christopher Lee?
Legende ! Dracula ! Toller Schauspieler gewesen. Man vermisst ihn auf der ganzen Welt.

11. Was sind die fünf wichtigsten Dinge, die im Leben für Dich zählen.

Da muss jetzt auch ehrlich sein, oder? Okay, dann aber 6 : Gesundheit, Filme, Fast Food, Sex , Godzilla & meine Freunde.

Ganz großen Dank für die Beantwortung der Fragen. Film-Besprechungen wünscht Dir, dass Dein Erfolg anhält und Du hoffentlich auch bald die geplante zweite und dritte Staffel von „Nature“ verfilmst.

Vielen lieben Dank für das tolle Interview. 🙂

Gruß an meine Fans und Freunde.

Wir wünschen Dir alles Gute für Deine berufliche und private Zukunft.


© 2015 Timo Rose / Wolfgang Brunner

Nature – Season 1 (2015)

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Originaltitel: Nature – Season 1
Regie: Timo Rose
Drehbuch: Timo Rose
Kamera: Max Evans, Andre Koock, Timo Rose, Maximilian Schmidt, Ned Weisman
Musik: Myra
Laufzeit: 8 x 20 Minuten
Darsteller: Max Evans, Andre Koock, Thomas Binder, Kai E. Bogatzki, Franziska Karbstein, Nina Fischer, Tara Cardinal, Marcel Ceniti, Damien Colletti, Rob Ho, Mike Mendez, Jennifer Lim, Ari Lehman, Ryan Nicholson
Genre: Horror
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 16 Jahre

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Steve Chandon glaubt fest daran, dass er in den Wäldern eine Kreatur findet, die von vielen als Bigfoot bezeichnet wird. Er ist besessen davon, dieses Wesen zu finden und macht sich mit Kameras und Survival-Ausrüstung auf den Weg, um die Existenz dieser Kreatur zu beweisen. Dabei hält er über seinen Blog Kontakt mit der Außenwelt und berichtet über jede seiner Entdeckungen.

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Wer Tim Roses Filme kennt, denkt jetzt bestimmt, dass er mit seiner Mini-Serie „Nature“ ein Found Footage Splatter-Werk vorlegt. Aber weit gefehlt! Rose schlägt hier einen völlig anderen Weg als bei seinen meisten Filmen ein und das tut „Nature“ außerordentlich gut.
Es ist die ruhige Inszenierung, die einen von der ersten Folge an in seinen Bann zieht. Wunderschöne Naturaufnahmen und fast schon elegische Einstellungen wechseln sich mit Found Footage-Bildern ab, die sich aber vom Wackelfaktor erfreulicherweise in Grenzen halten und wirklich nicht nerven. Bevor ich aber zu Story und Schauspieler Max Evans komme, muss ich etwas über den Vorspann der Serie loswerden:
Kai E. Bogatzki, der sich auch für einige Vorspanne von Regisseur Marcel Walz verantwortlich zeigt, hat hier eine hammermäßige Arbeit geleistet. Das ist einfach phänomenal, wie Schriften, Bilder und Musikuntermalung da schnitttechnisch zu einem Vorspann zusammengeführt wurden, der mich an die geniale Eingangssequenz von „Six Feet Under“ erinnert. Hier kann ich meine Begeisterung echt schwer im Zaum halten, so gut finde ich diese Komposition aus Schnitt, Bild, Schrift und Musik. Bogatzki beherrscht Filmschnitt. Das ist auch in allen Folgen zu sehen und zu bewundern.
Und die Musik von Myra ist ebenfalls genial, allen voran aber das Titelthema, das packt und an das Main Theme der obengenannten Serie „Six Feet Under“ und das „Akte X“-Intro erinnert.  Großartige Arbeit.

„Nature“ lebt zum einen von den wirklich wunderschönen Naturaufnahmen und zum anderen von der überzeugenden und realistischen Darstellung des Steve Chandon, dem Schauspieler Max Evans einen glaubhaften Charakter verleiht. Als geschickten Schachzug empfinde ich, dass die Bigfoot-Thematik in einen Found Footage Film eingebaut wurde. Anfangs dümpelt die Story ruhig dahin, was für einige bestimmt äußerst langweilig wirkt. Ich empfand aber diese „Eingewöhnungs“-Folgen als sehr stimmig und realistisch. Man lernt den Protagonisten und sein Vorhaben kennen, begleitet ihn bei der Suche nach der Kreatur und wartet, ebenfalls wie er, dass etwas passiert. Ich fand das sehr angenehm und auf gewisse Art und Weise spannender als Actionszenen.
Max Evans überzeugt auf ganzer Linie, wenn er sich im Verlauf der Serie immer mehr von einem besessenen, aber netten Mann, in ein unsympathisches „Ar§§§loch“ verwandelt. Niemals wirkt seine Darstellung überspitzt, sondern eher wie eine Einmann-Show, die Evans in jeder Folge fest im Griff hat.

Der Spannungsbogen wird souverän von Timo Rose Folge für Folge aufgebaut und findet in den letzten beiden Episoden eine wirklich unerwartete Wendung, die enorm Spaß macht.
Timo Rose und sein Team bringen in den Found Footage-Bereich frischen Wind: Zum einen, weil sie die erste Serie in diesem Stil überhaupt auf die Beine gestellt haben und zum anderen, weil sie dieses Stilmittel nicht bis zum Erbrechen ausreizen, sondern auch unwackelige Stativaufnahmen verwenden. Diese Mischung macht „Nature“ zu etwas Besonderem und Erfrischendem in diesem Bereich.
Während der ganzen Season merkt man, dass Regisseur, Cutter, Schauspieler und das weitere Team unglaublichen Spaß an dieser Produktion hatten und perfekt miteinander harmonierten.
Man merkt, dass Season 1 aufhört, als könnte es das Ende sein, aber es könnte durchaus auch weitergehen. Ein Schritt, denn die Macher wahrscheinlich deswegen in dieser Art machten, um erst einmal zu sehen, wie die Serie beim Publikum ankommt. Ich für meinen Teil möchte eine zweite und dritte Staffel (wie von den Machern geplant) jetzt sofort!!! 😉

Wer die erste Staffel haben möchte, findet sie zum Beispiel auf Amazon —> KLICK MICH!

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Fazit: Realistisch und optisch wunderbar inszenierte Jagd auf den legendären Bigfoot. Charakterstudie und Found Footage-Mystery-Horror in einem, kann „Nature“ vor allem durch seine vorwiegend ruhige, aber nicht minder spannende, Inszenierung überzeugen.

© 2015 Wolfgang Brunner

Firefox (1982)

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Originaltitel: Firefox
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Alex Lasker, Wendell Wellman
nach einer Romanvorlage von Craig Thomas
Kamera: Bruce Surtees
Musik: Maurice Jarre
Laufzeit: 125 Minuten
Darsteller: Clint Eastwood, Kai Wulff, Freddie Jones, Nigel Hawthorne, David Huffman, Warren Clarke, Ronald Lacey, Klaus Löwitsch, Stefan Schnabel
Genre: Action
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre

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Russland hat eine verheerende Kampfmaschine namens Firefox entwickelt: Einen Jet auf dem neuesten Stand der Technik, der sogar  mit Gedankenkraft Waffen abfeuern kann. Amerika schickt einen Spitzenpiloten nach Russland, um den Kampfjet zu entführen. Ein gefährliches Unterfangen …

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Das Ganze fängt an wie ein ganz normaler Spionage-Thriller. Manchmal fühlt man sich ein wenig an einen James Bond-Film erinnert, aber alleine schon Eastwoods Inszenierungsstil und seine Schauspielerei lassen „Firefox“ dann irgendwie doch in eine andere Richtung driften. Es ist die eher ruhige Regie, die einen in den Bann zieht und die erfundene Geschichte fast wahr werden lässt. Clint Eastwood hat Craig Thomas‘ Vorlage so richtig filmtauglich gemacht und das liegt in erster Linie an den spektakulären Spezialeffekte (zumindest waren sie das für die damalige Zeit), für die sich „Star Wars“-Effektler John Dykstra verantwortlich zeigt. Der Film kommt in die Jahre, das merkt man, aber er verliert dennoch nichts von seinen Reizen. Klar trudeln die Flugzeuge durch die Luft und man sieht, dass es Modelle sind. Aber das ist für mich ein kleiner nostalgischer Rückblick, der mir gefällt und mich nicht stört.

Die realistische Atmosphäre hält den ganzen Film über an und man fiebert mit dem Protagonisten wirklich mit, wenn er wieder kurz davor steht, erwischt zu werden. „Firefox“ ist für mich ein Klassiker unter den Action-Filmen, der versiert mit dem Thema „Weltmacht“ umgeht und dies auch sehr realitätsnah schildert. Am meisten spricht mich allerdings der perfekte Regiestil an, den Clint Eastwood schon damals vorweisen konnte.
Die Flugzeugverfolgungen am Ende des Films wirken nach einer Weile, so unterhaltsam die Effekte auch sind, unnötig in die Länge gezogen. Wahrscheinlich wollte man dem Publikum einfach eine Menge Spezialeffekte zeigen, um der eher ruhigen Handlung am Ende ein wenig „Drive“ zu verschaffen. Spionage- und Actionfilm werden gemischt und lassen das Ergebnis dann doch irgendwie unschlüssig wirken. Eine genreorientiertere Inszenierung hätte dem Plot ausnahmsweise besser getan, obwohl ich absolut für genreübergreifende Filme bin.

Trotz einiger Mankos ist „Firefox“ noch immer ein unterhaltsamer Film, der zwar, wie bei Eastwood oft üblich, übertriebenen Patriotismus zur Schau stellt, aber dennoch nach wie vor seine Wirkung nicht verfehlt. Sicherlich kann es Eastwood sowohl als Regisseur wie auch als Schauspieler besser, aber „Firefox“ ließ auch nach so vielen Jahren noch den kleinen Jungen in mir erwachen, der sich auf derartige Abenteuer einlassen konnte und noch immer kann. 😉

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Fazit: In die Jahre gekommener Action-Film, der anfangs eine ruhige Spionagegeschichte erzählt und gegen Ende hin ein reiner Actionfilm wird. Netter Genre-Mix, der allerdings bei genauerem Hinsehen nicht richtig funktioniert.

© 2015 Wolfgang Brunner

Unerträglich (2012)

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Originaltitel: Unerträglich
Alternativtitel: Unbearable
Regie: Marcello Filippelli
Drehbuch: Marcello Filippelli
Kamera: Marcello Filippelli
Musik: Stefan Magasitz
Laufzeit: 10 Minuten
Darsteller: Nikolai Will, Christian Cujovic, Claudia Dalchow, Martin Kloss, Peter Eberst, Bernd Michael Straub
Genre: Drama, Kurzfilm
Produktionsland: Deutschland
FSK: ohne Altersbeschränkung

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Die Kommissare Beck und Bergmann untersuchen einen Kindermord. Und plötzlich fehlt vom Vater des ermordeten Mädchens ebenfalls jede Spur. Die Ermittler gehen von einem Serientäter aus und versuchen, den Fall so schnell wie möglich zu lösen.

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Filippellis Kurzfilm packt den Zuseher sofort und zieht ihn in seinen Bann. In nur zehn Minuten packt der Regisseur jede Menge Handlung und Charakterzeichungen hinein, die so mancher Langfilm nicht hinbekommt.
Das Zusammenspiel der beiden Ermittler ist „Tatort“-mäßig, absolut glaubhaft und nachvollziehbar.
Durch eine Stimme aus dem Radio wird der Zuschauer in die Handlung eingeführt und merkt irgendwann, um was es geht. Aber so einfach ist Filippellis Geschichte dann doch nicht, denn der Regisseur führt uns trotz der kurzen Spieldauer seines Films auf eine falsche Fährte. Das Ganze ist unglaublich intensiv in Szene gesetzt und durch die teils verwackelten Handkamera-Bilder fühlt man sich mitten im Geschehen. Aber „Unerträglich“ ist kein Film im Found Footage-Stil, sondern ein optisch hervorragendes Kammerspiel, das einem so manches Mal einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Das liegt zum einen am heiklen Thema, dem sich Filippelli angenommen hat, zu anderen aber an der meisterhaften Schauspielkunst, die Nikolai Will mal wieder an den Tag legt. Dazu aber später.
Marcello Filippelli hat seinen ersten „großen“ Kurzfilm professionell und solide inszeniert. Man sieht eindeutig, dass er das Handwerk beherrscht und seine Freude daran hat. Die Moral mag für den ein oder anderen fragwürdig sein, weil Mord mit Folter gerächt wird. Aber … da sind wir jetzt beim Schauspieler Nikolai Will angelangt:

Nikolai Will charakterisiert die Rolle eines verzweifelten Vaters einfach hammermäßig. Alleine das in so kurzer Zeit, die ihm in diesem Film zur Verfügung stand, so überzeugend und emotional hinzukriegen, ist schon ein kleines Wunder. Zu der Verzweiflung kommt die für ihn selbst unerträgliche Last seines Handelns noch hinzu, gepaart mit der unerträglichen Tatsache, sein Kind verloren zu haben. Nikolai Will macht aus Filippellis Kurzfilm ein verstörendes Erlebnis, das einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Nur mal am Rande: Wieso kriegt Will keine Hauptrollen in einem abendfüllenden Spielfilm?
Seine Mimik spricht Bände und lässt den Zuschauer mitfühlen: die Wut, die Verzweiflung und den abgrundtiefen Hass. Aber auch die Unsicherheit, ob sein Handeln richtig ist. Das alles beherrscht Will so perfekt, dass es einem den Atem raubt. Vielleicht sollte ich eine Fanseite für Nikolai Will gründen. 😉
Marcello Filippellis „Unerträglich“ ist zwar eine kurze Geschichte, aber im handwerklichen und schauspielerischen Detail ganz großes Kino.
Den Kurzfilm kann man sich auf youtube anschauen —> KLICK MICH!

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Fazit: Professioneller und ästhetischer Kurzfilm um  einen Kindermord, der dem Zuseher aufgrund der Schauspielleistung von Nikolai Will den Atem raubt. Filippelli ist ein vielversprechendes Talent. Den Namen werde ich mir merken. Absolute Empfehlung.

© 2015 Wolfgang Brunner

Radio Silence -Der Tod hört mit (2012)

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Originaltitel: Radio Silence – Der Tod hört mit
Regie: Marco Riedl, Carsten Vauth
Drehbuch: Marco Riedl
Kamera: Marco Riedl
Musik: Andrew Reich (II)
Laufzeit: 95 Minuten
Darsteller: Dennis Schmidt-Foß, Detlef Bierstedt, Ian Odle, Dietmar Wunder, Silvia Hauten
Genre: Horror
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 18 Jahre

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Doc Rock ist Radiomoderator und behandelt in seiner Sendung immer aktuelle Themen, wie zum Beispiel die schrecklichen Taten eines Serienkillers, der Nachtschlitzer genannt wird. Eines Nachts hat er den Täter persönlich während einer Livesendung an der Leitung. Wenn Doc Rock es schaffen würde, den Mörder davon abzuhalten, einen weiteren Mord zu begehen, würde er sein nächstes Opfer unbehelligt laufen lassen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

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Der Thriller von Marco Riedl und Carsten Vauth kommt mit einer wirklich tollen Optik daher. Die Inszenierung ist handwerklich absolut top und erinnert an manchen Stellen sogar an die Filme der Meister Alfred Hitchcock oder John Carpenter. Die wunderbare Musik von Andrew Reich (II) untermalt hervorragend die stylischen Bilder des Regieduos.
„Radio Silence“ ist ein Hochglanz-Thriller, der an alte Filme erinnert und wunderbare, stimmungsvolle Bilder hat. Gerade die Außenaufnahmen sind eine optische Augenweide. Die meiste Zeit spielt der Film aber im Radiostudio, doch durch die wirklich spannende und kurzweilige Handlung fällt dies aber gar nicht weiter auf.

Ich persönlich hätte es allerdings besser gefunden, wenn der Film ernster und nicht so trashig geworden wäre. Man merkt oft, dass die Regisseure manch eine Szene mit einem Augenzwinkern gedreht haben und viele Anspielungen auf andere Filme darin verpackt haben. Und das überdrehte Ende nahm dem Film dann letztendlich seine Authentizität. Prinzipiell habe ich nichts gegen eine solche Art von Film, aber ich bin sicher, dass in diesem Fall weniger Humor besser für den Film gewesen wäre.
Besonders hervorzuheben sind die oftmals unerwarteten Wendungen, die sich durch den ganzen Plot ziehen. Das unterhält absolut und hat mich wirklich in den Bann gezogen. An „Radio Silence“ sieht nichts deutsch aus, obwohl es ein Film aus Deutschland ist. Einzig die Außenaufnahmen erinnerten mich an die stimmungsvollen Edgar Wallace-Verfilmungen. Gerade das war es, was mir an „Radio Silence“ so gefallen hat, gemixt mit ein paar mehr oder weniger offensichtlichen Prisen aus modernen Thrillern wie „Saw“.

„Radio Silence“ funktioniert und das ist das Wichtigste. Sicherlich gibt es an einigen Stellen ein wenig zu nörgeln, so sind zum Beispiel an einigen Stellen die Dialoge sehr einfach gestrickt.  Wer jedoch Logikfehler vermutet und entdeckt, sollte nicht sofort beim Erscheinen des Abspanns das Kino verlassen oder auf die Stop-Taste drücken. Das Warten bis zum „echten“ Ende lohnt sich und gibt ein paar Antworten. Insgesamt halte ich „Radio Silence“ handlungstechnisch zwar nicht besonders einfallsreich, dafür aber handwerklich sehr geschickt und professionell. Die stimmungsvollen Bilder sind unbedingt sehenswert.

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Fazit: Deutscher Thriller, der nicht deutsch aussieht. Stylisch und optisch sehenswert, hakt es ein wenig an der zwar wendungsreichen, aber nicht besonders außergewöhnlichen Handlung. Sehenswert ist „Radio Silence“ auf jeden Fall.

© 2015 Wolfgang Brunner

Autumn Blood (2013)

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Originaltitel: Autumn Blood
Regie: Markus Blunder
Drehbuch: Stephen T. Barton, Markus Blunder
Kamera: Reed Morano
Musik: Robert Miller
Laufzeit: 100 Minuten
Darsteller: Sophie Lowe, Peter Stormare, Gustav Skarsgård, Samuel Vauramo, Maximilian Harnisch, Annica McCrudden, Tim Morten  Uhlenbrock, George Lenz
Genre: Drama, Thriller
Produktionsland: Österreich
Freigabe: ab 18 Jahren (uncut)

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Maria ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrem kleineren Bruder und ihrer Mutter auf einem einsamen Hof in den Tiroler Bergen. Vor Jahren hat der Bürgermeister den Vater erschossen und seitdem sind die Geschwister sehr wortkarg. Als dann überraschend ihre Mutter stirbt, sind sie auf sich alleine gestellt. Sie haben eigentlich alles im Griff, bis der Sohn des Bürgermeisters und seine Freunde auf Maria aufmerksam werden und ihr nachstellen. Maria wird von den Männern bedroht und vergewaltigt. Als plötzlich eine Sozialarbeiterin nach Maria und ihrem Bruder sieht, beschließen die Vergewaltiger, Maria und ihren Bruder zum Schweigen zu bringen …

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Da lehnt man sich zurück und ist gespannt, was da auf einen zukommt, und dann … reißt es einen förmlich vom Hocker. Der Österreicher Markus Blunder hat ein Alpen-Western-Thriller-Drama abgedreht, das einem die Sprache verschlägt. Nicht Worte sondern Bilder erschlagen den Zuschauer. Atemberaubende Naturkulissen, unglaublich kunstvolle Zeitrafferaufnahmen und überzeugende Darsteller machen „Autumn Blood“ zu einem eindringlichen und unvergesslichen Erlebnis. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so begeistert hat mich dieser Thriller.

Wie eine Mischung aus Josef Vilsmeiers „Schlafes Bruder“, Andreas Prochaskas „Das finstere Tal“, Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ und dem Rape-And-Revenge-Film schlechthin „I Spit On Your Grave“ (nur hier ohne echte Revenge) erzählt Blunder eine an sich einfache Geschichte, die aber durch die ruhige Inszenierung zu einem Schlag in die Magengrube wird. Das fast ohne Worte auskommende Drama wirkt durch die wunderschönen, aber auch eindringlichen Bilder wie ein fantastischer Alptraum, der schön und brutal zu gleichen Teilen ist. Die Atmosphäre, die von Kamerafrau Reed Morano eingefangen wird, ist unsagbar schön und gräbt sich ins Kopfkino-Hirn des Zusehers. Man bekommt die Bilder nicht mehr los, so wundervoll und gleichzeitig schrecklich sind sie. Es ist gerade das Fehlen der Sprache, das den Film so bewegend macht. Wie Leone in seinen Western arbeitet Blunder mit Bildern, die mehre sagen als Worte.

Sophie Lowe spielt die Rolle des Opfers hervorragend und kann in jeder Einstellung überzeugen. Sie trägt den Film zusammen mit Maximilian Harnisch, Samuel Varaumo und Peter Stormare. Es ist bemerkenswert, wie Lowe Unschuld, Angst und Mut ausdrücken kann. Ihre Geschichte zu verfolgen ist beklemmend und beängstigend, weil durchaus nachvollziehbar und daher authentisch. Blunders Drama in den Bergen ist eine moderne Art des Heimatfilms, die gleichermaßen begeistert und schockiert und die Idylle eines Bergdorfes zerstört.

Robert Millers Score ist fantastisch. Mit leisen, melancholischen und elegischen Klavierklängen begleitet er das Drama und lässt den Zuschauer fast vergessen, dass er „nur“ einen Film sieht. Bildgewaltig, eigenwillig und abseits des Mainstream wird hier endlich einmal wieder eine Geschichte erzählt, die mitreißt und nicht von unzähligen Specialeffects und Actionsequenzen bestimmt wird. Blunder ist ganz großes Kino gelungen, das süchtig macht. Regie, Kamera, Musik und Darsteller: Da stimmt einfach alles!
Man muss ich auf die ruhige Erzählweise einlassen, um den Film in seiner ganzen Wucht zu begreifen. Wer Blut, Splatter und Action sucht, wird bitter enttäuscht werden. Auch wenn eine Vergewaltigung aus dem „Off“ gezeigt wird, hätte eine FSK 16 Freigabe durchaus gereicht, denn wirklich viel Blut bekommt man nicht zu sehen.
„Autumn Blood“ ist ein künstlerischer Film, der eine schockierende Geschichte erzählt.

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Fazit: Ausdrucksstarkes Drama in einer herrlichen Bergkulisse, das von Anfang bis Ende fasziniert.

© 2015 Wolfgang Brunner