Out Of The Dark (2014)

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Originaltitel: Out Of The Dark
Regie: Lluís Quílez
Drehbuch: Alex Pastor, David Pastor, Javier Gullón
Kamera: Isaac Vila
Musik: Fernando Velázquez
Laufzeit: 93 Minuten
Darsteller: Julia Stiles, Scott Speedman, Stephen Rea, Vanessa Tamayo, Alejandro Furth, Pixie Davies, Guillermo Morales Vitola
Genre: Horror, Thriller
Produktionsland: Spanien, Kolumbien, Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre

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Sarah soll die Leitung über die Firma ihres Vaters übernehmen und zieht mit Ehemann Paul und Tochter Hannah nach Kolumbien, wo sie in ein verträumtes Häuschen einzieht. Doch plötzlich wird Hannah krank und als Sarah von einer alten Legende erfährt, die seit Jahren in der Stadt erzählt wird, erkennt sie plötzlich einen Zusammenhang zwischen den Geschichten von verschwundenen Kindern und der Erkrankung ihrer Tochter.

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Lluís Quílez‘ Langfilm-Debüt bietet nicht besonders viel Neues im Horror-Mystery-Grusel-Bereich. Dennoch schafft der Regisseur einen atmosphärischen Film mit schönen Bildern und tollen Sets. Vieles ist vorhersehbar, nimmt aber dem Plot komischerweise trotzdem nicht die Spannung. Auf schöne und ruhige Weise wird eine Geschichte erzählt, die ihren grausigen Ursprung in der Vergangenheit hat.

Für viele mag „Out Of The Dark“ langweilig wirken, aber gerade die fehlende Effekthascherei und die unblutige Inszenierung hatte für mich einen Reiz, dem ich mich nicht entziehen konnte. Quílez legt mehr Wert auf eine Geschichte, als auf Schockeffekte und Blut. Dennoch hätte der Inszenierung ein paar erschreckende Gruselmomente nicht geschadet.
Die schöne Stimmung wird durch die passende und hervorragende Musik von Fernando Velázquez unterstriche, der unter anderem für Filme wie „Mama“, „The Impossible“ (absolut toll) oder „Das Waisenhaus“ die Musikuntermalungen komponierte. Seine Klänge passen wirklich gut zu den Bildern und der Geschichte.

Wie gesagt, Neues und Überraschungen darf man ebenso wenig erwarten, wie Schockmomente oder blutige Gore-Szenen. Schauspielerisch war ich ebenfalls zufrieden, denn die Darsteller agieren überzeugend und machen ihre Arbeit gut, obwohl keine der Rollen eine schauspielerische Herausforderung ist. Die Geschichte ist konstruiert und vorhersehbar, aber trotzdem nicht langweilig. Es wird kräftig in die Klischee-Kiste gegriffen, aber wahrscheinlich vermittelt „Out Of The Dark“ dadurch sogar ein klein wenig nostalgischen Hauch von alten Horrorfilmen. Mir hat die gruselige Stimmung gefallen. Den Drehort in eine kolumbianische Kleinstadt zu legen, ist ein inszenatorischer Schachzug, der die im Grunde genommen seichte und ideenlose Handlung übertüncht. „Out Of The Dark“ ist kein besonderer, aber auch kein schlechter Film. Gesehen haben muss man ihn allerdings nicht.

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Fazit: Ruhiger und ideenloser, aber dennoch handwerklich guter Horror-Thriller, der mehr Wert auf die Geschichte und Bilder als auf Schockmomente und Blut legt.

© 2015 Wolfgang Brunner

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