Zombiber (2014)

Zombiber-DE-Poster

Originaltitel: Zombeaver
Regie: Jordan Rubin
Drehbuch: Al Kaplan, Jon Kaplan, Jordan Rubin
Kamera: Jonathan Hall
Musik: Al Kaplan, Jon Kaplan
Laufzeit: 85 Minuten
Darsteller: Lexi Atkins, Chad Anderson, Rachel Melvin, Cortney Palm, Jake Weary, Hutch Dano, Rex Linn
Genre: Horror, Komödie
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 18 Jahre

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Durch einen Autounfall gerät toxischer Abfall in einen See, in dem Biber leben. Als die Tiere mit der giftigen Flüssigkeit in Berührung kommen, mutieren sie zu aggressiven Zombie-Bibern, die sofort Jagd auf junge Leute machen, die das Wochenende am See verbringen wollten. Schon bald verwandelt sich eines der Opfer in ein Mischwesen aus Zombiebiber und Zombiemensch …

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Hmmm … „Zombiber“ fängt wirklich vielversprechend an und auch der hohe Trash-Anteil, der schon in den ersten Minuten aufkommt, macht Spaß. Klar weiß man, was auf einen zukommt, denn alleine schon der Titel verheißt keinen ernstzunehmenden Horror-Splatter. Filme wie „Cabin Fever 2“ und „Rec 3“ fielen mir da spontan ein.  Und genau aus diesem Grund gibt man dem Film immer wieder eine neue Chance, obwohl er bereits nach kurzer Zeit so manches Mal in fast schon unerträglichen Klamauk abdriftet.
Sicherlich sind einige Gags dabei, die wirklich amüsant sind: Da wird zum Beispiel das Fehlen eines Handynetzes zum großen Problem. Viele Dialoge sind geglückt und haben mich auch schon mal herzhaft lachen lassen. Aber dann „stört“ immer wieder primitives Gelaber den  Unterhaltunsgwert. Die zahlreichen sexuellen Anspielungen und Szenen fand ich zum Beispiel unerträglich.

Auch wenn die zu Zombies gewordenen Biber größtenteils lächerlich wirken, erhalten die Creature-Macher absolutes Lob von mir. Denn gerade in Zeiten von CGI-generierten Effekten einen Film mit Handpuppen und Stoff-Dummys zu drehen, verdient großen Respekt und bringt den Zuseher wieder in eine Zeit zurück, wo man „nur“ so gearbeitet hat („Critters“, „Gremlins“ oder „Munchies“ lassen grüßen 🙂 ).
„Zombiber“ ist Trash pur und macht im Großen und Ganzen Spaß, wären da nicht die Slapstickeinlagen, die oftmals äußerst peinlich wirken. Genau das ist es auch, was mir den Film letztendlich vermiest hat. Das hätte man wirklich besser und auf einem „höheren“ Trash-Niveau machen können.

Die Schauspieler sind soweit in Ordnung, aber sie bringen keine Meisterleistungen, was ich aber auch gar nicht erwartet habe. „Zombiber“ bewegt sich auf dem Niveau des grottigeren „Cabin Fever“, ist aber weitaus lustiger und alleine schon wegen den liebevollen Creature-Effekten sehenswert.
Wie gesagt, ein Teil der Gags funktioniert auch ganz gut und kann amüsieren, den Rest kann man leider in die Tonne klopfen.
Die Splattereinlagen  sind teilweise derb und sehr blutig, was zwar die Stimmung des Horrorfans ein wenig milde stimmt, aber retten können sie das Desaster auch nicht. „Zombiber“ ist ein Film, den man nicht unbedingt sehen muss. Für abgebrühte Trash-Fans mag er durchaus seine Reize haben, ich kann auf ein zweites Mal verzichten. Dafür gibt es zu viele bessere Trash-Perlen.

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Fazit: Teils witzig, teils niveauloser Slapstick. Trash-Film mit liebevollen Handpuppen-Zombiebibern, der aber streckenweise nervt. Insgesamt überwiegen leider die Negativpunkte.

© 2015 Wolfgang Brunner

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