Lost In Space (1998)

lost in space

Regie: Stephen Hopkins
Drehbuch: Akiva Goldsman
Kamera: Peter Levy
Musik: Bruce Broughton
Laufzeit: 125 Minuten
Darsteller: William Hurt, Mimi Rogers, Heather Graham, Lacey Chabert, Jack Johnson, Gary Oldman, Matt LeBlanc, Jared Harris
Genre: Science Fiction
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich
FSK: ab 12 Jahre

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Um eine neue Heimat für die Menschheit zu suchen, macht sich die Familie Robinson auf den Weg durchs All. Doch ein Sabotageakt vereitelt das Vorhaben und als die Robinsons aus ihrem Tiefschlaf erwachen, befinden sie sich nicht mehr auf dem geplanten Kurs. Doch nicht nur die Frage, wo sie sich befinden, beschäftigt die Familie, sondern auch das Wann? Denn schon bald sind sie sich nicht mehr sicher, ob sie sich überhaupt noch in der richtigen Zeit aufhalten …

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Im Grunde genommen, wäre „Lost In Space“ eine ganz passable Angelegenheit, wenn … ja, was wenn? Ich kann nicht einmal genau benennen, was dem Familien – Science Fiction – Film eigentlich fehlt. Es ist wahrscheinlich die menschliche Wärme, die Hopkins mit seinem Abenteuer bestimmt ausdrücken wollte, die aber der ganzen Inszenierung irgendwie fehlt. William Hurt ist da noch der glaubwürdigste Träger, den der Zuschauer durch seine sympathische Art und Weise ins Herz schließt. Allen anderen Charakteren fehlt leider die Tiefe, um ein echtes Familiengefühl aufzubringen.

„Lost In Space“ hat wirklich eine Vielzahl an ansehnlichen Spezialeffekten, die über die schlampig ausgearbeiteten Charaktere hinwegtrösten können. Aber Effekte alleine machen nun mal leider keinen Film aus. Wie gesagt: William Hurt ist für mich der Haupt-Sympathieträger des Films, gefolgt von Mimi Rogers, als dessen liebende Ehefrau. Leider kommt Rogers aber irgendwie zu kurz. Der kleine Jack Johnson kam auch noch ganz passabel in seiner Rolle als technisch und wissenschaftlich versierter Sohnemann rüber. Der Rest kann sich schauspielerisch zwar sehen lassen, aber Tiefe bekommen die von ihnen dargestellten Personen leider nicht wirklich.

Die Filmmusik ist grandios und passt perfekt. Und auch über die Inszenierung an sich kann man nicht meckern. Dennoch funktioniert „Lost In Space“ nicht so, wie er hätte funktionieren können, wäre man liebevoller an die Charaktere herangegangen. Doch trotz aller Kritikpunkte hat Stephen Hopkins einen unterhaltsamen Abenteuerfilm für die ganze Familie erschaffen, der aufgrund seiner tollen Spezialeffekte und William Hurts Darstellung sogar im Gedächtnis haften bleibt. Im Grunde genommen werden alle bekannten Zutaten eines Science Fiction- und Familienfilms wild durcheinandergemixt, um einfach nur zu unterhalten. Und das tut „Lost In Space“ auf alle Fälle.

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Fazit: Tolle Spezialeffekte machen „Lost In Space“ zwar zu einem äußerst unterhaltsamen Zeitvertreib, doch die eher mäßigen Charakterzeichnungen der Personen hinterlassen einen leicht störenden Beigeschmack.

© 2015 Wolfgang Brunner

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