Trespass (2011)

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Originaltitel: Trespass
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Eli Richbourg, Karl Gajdusek
Kamera: Andrzej Bartkowiak
Musik: David Buckley
Laufzeit: 91 Minuten
Darsteller: Nicole Kidman, Nicholas Cage, Cam Gigandet, Jordana Spiro, Ben Mendelsohn, Liana Liberato, Dash Mihok, Nico Tortorella, Emily Meade
Genre: Thriller
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahre

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Jyle Miller ist Diamantenhändler. Eines Tages stürmen maskierte Männer in sein Haus und nehmen ihn, seine Frau Sarah und seine Tochter gefangen. Die Situation spitzt sich immer mehr zu,  bis Sarah plötzlich einen der Männer erkennt. Denn vor wenigen Tagen war ein Handwerker in ihrem Haus, der eindeutig Interesse an Sarah hatte. Und sie an ihm … Sarah versucht, Kontakt mit dem Mann aufzunehmen.

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Nicole Kidman und Nicholas Cage in einem Film von Joel Schumacher –  das hört sich doch eigentlich ganz gut an, oder? Und anfangs war es eigentlich noch ganz gut, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Familie Miller in ihrem eigenen Haus überfallen wurde.

Schumachers Home Invasion-Thriller wirkt ab der Bedrohung durch die Gangster durchwegs konstruiert und unglaubhaft. Das ist schade, denn der Stoff in Verbindung mit den guten Schauspielern hätte durchaus Potential für einen spannenden Thriller hergegeben. Aber die Drehbuchautoren haben es gemeinsam mit Regisseur Schumacher vermasselt. Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe Joel Schumachers Arbeiten und seinen Inszenierungsstil immer gemocht, aber mit „Trespass“ ist er leider von meinem persönlichen Podest heruntergekullert.

Während des Films stellte ich mir immer wieder die Frage, ob es tatsächlich so doofe Einbrecher gibt, die sich auf eine derartige Diskussion mit ihrem Opfer einlassen, wie es hier geschildert wird. Schauspielerisch trägt Nicole Kidman in dieser Inszenierung eindeutig die Krone auf ihrem Haupt, während Cage zwar ganz akzeptabel spielt, aber dennoch nicht ganz überzeugen kann. Seine Leistung verschlechtert sich im Verlaufe des Films immer mehr. Sicherlich gibt es die ein oder andere Szene, die Schumacher ganz gut gelungen ist, aber leider können diese wenigen Augenblicke das Gesamtwerk nicht retten. „Trespass“ will mit Unmengen an überraschenden Wendungen aufwarten, die aber schon nach den ersten paar Malen uninteressant und konstruiert wirken und eher langweilen als überraschen. Und noch eins drauf … und noch eins drauf … Tja, ein bisschen weniger und unübertriebener hätte dem Plot gut getan.

Und ist der Film dann zu Ende, hat man den Eindruck, alles irgendwie schon einmal gesehen zu haben, allerdings nicht in einem, sondern in mehreren Filmen verpackt. Es gibt sicherlich schlechtere Filme dieser Art, aber unbedingt auch bessere. Joel Schumacher kann es besser und nur er allein weiß, was bei „Trespass“ schiefgelaufen ist.

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Fazit: Spannender, aber sehr konstruierter Home Invasion-Thriller, dem schon im ersten Drittel die Luft ausgeht.

© 2015 Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Trespass (2011)

  1. Das kann ich (leider) nur unterschreiben, denn auch ich war von dem Film eher enttäuscht. Wie oft dachte ich nur „Na klar ….“, weil wieder etwas total unglaubwürdiges geschah. Nicole Kidman hat mir hier – wie auch schon in „Ich.darf.nicht.schlafen“ wieder einmal sehr gut gefallen. Für mich eine Akteurin, die mit dem älter werden besser wird. Nicholas Cage, den ich wirklich sehr gerne sehe, fand ich eher mässig. Er hat mich eher genervt, als das ich mit ihm gelitten habe.

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