Murder Party (2007)

murder party

Originaltitel: Murder Party
Regie: Jeremy Saulnier
Drehbuch: Jeremy Saulnier
Kamera: Jeremy Saulnier
Musik: Brooke & Will Blair
Laufzeit: 79 Minuten
Darsteller: Chris Sharp, Kate Porterfield, Tess Porterfield Lovell, Puff Snooty, Damon Lindsay, Macon Blair, Stacy Rock
Genre: Horror, Komödie
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 18 Jahre

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Chris findet am Halloween-Abend auf der Straße eine Einladungskarte zu einer Party. Da er nichts anderes vorhat, beschließt er hinzugehen. Allerdings erwartet ihn eine vollkommen andere Party, als er sich vorgestellt hat: Eine Gruppe Psychopathen fesseln ihn und wollen seinen Tod in einer Art Kunstfilm festhalten.

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Nachdem mich Jeremy Saulnier mit seinem neuen Film „Blue Ruin“ dermaßen begeistert hat, wollte ich natürlich sein Debüt „Murder Party“ sehen. Leider entsprach die Komödie nicht meinen Erwartungen. „Murder Party“ hat sicherlich einige ansprechende Szenen und wartet mit diversen Anspielungen auf andere Kultfilme auf, aber insgesamt ist die Horror-Komödie einfach zu seicht und einfallslos. Hinzu kommt, dass die meisten der Gags nicht sitzen und mir nicht einmal ein flüchtiges Schmunzeln auf die Lippen gezaubert haben.

Handwerklich sieht man, dass Saulnier was kann und auch die Idee ist grundsätzlich nicht die schlechteste. Aber insgesamt ist die Inszenierung dann doch eher holprig und nicht ausreichend gut genug, damit man sie genießen könnte. Schauspielerisch wäre auch durchaus mehr drin gewesen, da sind einfach zu viele Szenen, in denen die Schauspieler nicht überzeugen können.
Und der Plot, der anfangs noch ganz interessant rüberkommt, verwandelt sich zusehends in eine Gerschichte, die sich nicht zwischen Ernst und Klamauk entscheiden kann und daher den Zuschauer einfach nicht für sich gewinnen kann.

Bessere Schauspieler und ein konsequenterer Weg, nämlich Splatter mit Komödie zu mischen und nicht umgekehrt, hätte „Murder Party“ durchaus zu einer kleinen Independent-Perle gemacht. So aber ist das Ergebnis enttäuschend, wenngleich auch nicht so schlecht, dass der Film keine Existenzberechtigung hätte. Genrefreunde, die gerne Komödien mit Horrorhintergrund sehen, können einen Blick riskieren. Ich persönlich halte mich da lieber an kleine, ähnlich gelagerte, aber weitaus besser inszenierte Independent-Meisterwerke wie den deutschen Caedes – Die Lichtung des Todes.

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Fazit: Enttäuschendes Erstlingswerk, das zwar anfangs noch ganz gute Ansätze vorweist, aber in nichtssagendem Horror-Klamauk versinkt.

© 2015 Wolfgang Brunner

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