Blackout (2008)

blackout

Originaltitel: Blackout
Regie: Rigoberto Castañeda
Drehbuch: Ed Dougherty
Kamera: Alejandro Martinez
Musik: Reinhold Heil, Johnny Klimek
Laufzeit: 82 Minuten
Darsteller: Amber Tamblyn, Aidan Gillen, Armie Hammer, Emma Prescott, Mabel Rivera, Katie Stuart, Claudia Bassols
Genre: Thriller
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 18 Jahre

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In einem nahezu verlassenen Gebäude bleiben drei Menschen im Aufzug stecken. Es scheint, als könnten sie nicht so schnell mit Hilfe rechnen und auch die eigenen Rettungsversuche scheitern. Als die Luft immer knapper und die Panik immer größer wird, stellt sich heraus, dass einer der drei Gefangenen ein Serienmörder ist …

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Aufzugsfilme gibt es ja schon einige. Spontan fallen mir „Abwärts“, „Elevator“ oder „Devil“ ein. Umso überraschender ist es, dass sich „Blackout“ tatsächlich von den genannten Filmen abhebt und einen durchaus neuen Weg geht. Meine Erwartungshaltung war nicht besonders groß, daher war ich wirklich angenehm überrascht, was sich Regisseur Rigoberto Castañeda hat einfallen lassen. Sicherlich kann es handlungstechnisch nicht innovativ sein, denn der beengte Handlungsort lässt ja nicht viele Alternativen. Castañeda hat es dennoch geschafft, mit einem guten Plot durchgehend zu unterhalten. Die Rückblenden, in denen die „Vorgeschichten“ der Protagonisten gezeigt werden, sind absolut unterhaltsam.

Schauspielerisch haben mich alle drei Protagonisten überzeugt. Sehr realitätsnah wurden die Charaktere dargestellt und man hat eindeutig mitgefühlt. Castañeda hat den Spannungsbogen geschickt immer höhergeschraubt, je weiter die Handlung fortschritt. Das kann auch nicht jeder. 😉 Und dennoch sind immer wieder ruhige Szenen eingestreut, die die Gangart etwas herunterschrauben. Mir hat diese Kombination gut gefallen.
Die nur spärlich eingesetzten Splatterszenen waren dermaßen passend eingesetzt, dass sie ihre Wirkung nicht verfehlten. „Blackout“ lebt aber auf keinen Fall von den brutalen, blutigen Szenen, sondern von der extrem spannenden Atmosphäre. Die Dialoge der Protagonisten, die stetig ansteigende Panik und die plötzlichen Aggressionen sind sehr überzeugend dargestellt. „Blackout“ ist ein kleiner Independent-Film, der wieder einmal zeigt, dass mit wenig Geld und inszenatorischem und schauspielerischem Talent so einiges auf die Beine gestellt werden kann, was die große Blockbuster-Fabrik „Hollywood“ nicht immer schafft. Rigoberto Castañedas Klaustrophobie-Thriller ist auf jeden Fall einen Blick wert.

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Fazit: Enorm spannend und mit einem überraschend guten Plot hebt sich „Blackout“ von anderen Aufzugs- und Klaustrophobie-Thrillern wohltuend ab.

© 2015 Wolfgang Brunner

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