Franklyn (2008)

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Originaltitel: Franklyn
Regie: Gerald McMorrow
Drehbuch: Gerald McMorrow
Kamera: Ben Davis
Musik: Joby Talbot
Laufzeit: 98 Minuten
Darsteller: Ryan Phillippe, Sam Riley, Eva Green, Bernard Hill, James Faulkner, Art Malik, Richard Coyle, Stephen Walters
Genre: Fantasy, Thriller
Produktionsland: Vereinigtes Königreich
FSK: ab 16 Jahre

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Vier Menschen auf der Suche nach Erlösung. Jeder geht auf andere Weise mit seinen Problemen aus der Vergangenheit um. Sie erfinden in ihren Gedanken Welten und die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwinden immer mehr, bis die vier Menschen an einem Ort zusammentreffen, an dem sich für jeden einzelnen von ihnen das Schicksal entscheidet.

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„Franklyn“ ist kein Film für nebenbei. Ähnlich wie „Sucker Punch“ erzählt er von Welten, die lediglich in den Vorstellungen der Protagonisten existieren und sich mit der Realität immer mehr vermischen. Gerald McMoorow hat einen anfangs sehr undurchsichtigen und auf den ersten Blick wirren Film geschaffen, der sich erst im Laufe der Zeit zu einem logischen Ganzen zusammenfügt. Da muss man schon ein wenig Geduld aufbringen, um das Finale zu erreichen. Aber durch die fabelhaften Schauspieler, allen voran Bernard Hill, ist das gar nicht so schwierig.

Schräg und surreal wird die Geschichte von verlorenen Seelen erzählt, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Vergangenheit sind. „Franklyn“ ist nicht wirklich weltbewegend, aber dennoch verbirgt sich ein gewisser Reiz in der Erzählung, der nicht von der Hand zu weisen ist. Vollkommen abseits vom Mainstream wagt Regisseur McMoorow ein Experiment, das leider nur zum Teil aufgeht, wobei ich nicht einmal genau benennen kann, woran es eigentlich hapert. Aus optischer Sicht ist nichts zu bemängeln, aber dennoch wirkt der Film nicht ganz rund.

Trotz der Kritik verbirgt sich hinter dieser Low Budget Produktion ein Kleinod in Sachen Fantasy, Dystopie und Science Fiction.
Beeindruckende Kulissen, eine innovative, mutige Inszenierung und überzeugende Schauspieler machen „Franklyn“ zu einem Erlebnis, das, wenngleich es letztendlich unbefriedigend wirkt, dennoch im Gedächtnis haften bleibt. Kein Blockbuster, sondern ein liebevoll gedrehtes Experiment mit kleinen Aussetzern.

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Fazit: Ungewöhnliche Kulissen, genreüberschreitend und experimentiell. So lässt sich das Dystopie-Fantasy-Werk von Gerald McMoorow wohl am besten beschreiben.

© 2015 Wolfgang Brunner

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