Die Croods (2013)

croods

Originaltitel: The Croods
Regie: Kirk DeMicco, Chris Sanders
Drehbuch: Chris Sanders, Kirk DeMicco
Kamera: Yong Duk Jhun
Musik: Alan Silvestri
Laufzeit: 99 Minuten
Darsteller: –
Genre: Animation, Kinderfilm
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 0 Jahren

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Grug und seine Familie sind Höhlenmenschen, die vor so ziemlich allem, das neu ist, Angst haben. Nur wenn sie auf Nahrungssuche gehen, begeben sie sich nach draußen.
Als eines Nachts Grugs Tochter Eep sich doch aus der Höhle schleicht, weil sie Geräusche gehört und Licht gesehen hat, trifft sie auf den Nomaden Guy. Der kann sogar Feuer machen und erzählt Eep, dass die Erde bald untergehen wird. Grug glaubt nicht an diesen Unfug, bis sich Guys Prophezeiung bewahrheitet und ein Erdbeben die Höhle, in der Grug und seine Familie lebten, zerstört. Die chaotische Familie schließt sich Guy an und auf ihrer Reise entdecken sie eine fantastische Welt, die aber vom Untergang bedroht ist.

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Ich hatte von „Die Croods“ gar nicht soooo viel erwartet und wurde daher angenehm überrascht. Sicherlich haben wir es hier mit einem Animationsfilm zu tun, der letztendlich nichts Neues bringt und eine simple Geschichte erzählt. Aber er macht Spaß und das ist bei dieser Art von Film wohl das Wichtigste. 🙂

Erfreulich ist, dass dem Ideenreichtum der Regisseure (und Drehbuchautoren) wohl keine Grenzen gesetzt wurden, denn man wird von einem Wirbelsturm an Geschöpfen und Landschaften überrannt. Da wurde wahrscheinlich so mancher Einfall vernachlässigt und hätte Potential für mehr gehabt.
Handlungstechnisch wirkt das Abenteuer leicht unausgegoren und an manchen Stellen stockend. Irgendwie bekommt man den Eindruck, als hätten die Drehbuchautoren selbst nicht gewusst, wohin der Weg führt. Aber auch diese Manko wird von den bunten Bildern und teils wirklich lustigen Gags geschickt kaschiert, so dass man einfach nur gut unterhalten wird.

Alan Silvestris Musik passt hervorragend zur chaotischen Höhlenmensch-Familie und schafft eine tolle Atmosphäre. „Die Croods“ ist ein toller Familienfilm, der nicht nur die Kleinen sondern auch die Erwachsenen gut unterhält. Die Animationen sind perfekt und die Wesen wirklich liebevoll gemacht. Ähnlich wie in „Drachenzähmen leicht gemacht“ gewinnt man die Säbelzahntiger und anderen Tiere schnell lieb.

Die Farben sind der Knaller und die Animationen von zum Beispiel den Vulkanausbrüchen oder den Wasserszenen sind grandios umgesetzt und absolut detailverliebt. Trotz handlungstechnischem Manko eindeutig einer der besseren Animationsfilme. Und die 3D-Fassung sollte man gesehen haben: Unaufdringlich, aber dennoch mit ein paar netten Popouts kann sie vollkommen überzeugen. Ein Film, den man auf jeden Fall öfters anschauen kann.

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Fazit: Eine skurrile Familiengeschichte mit eher mäßiger Handlung, dafür aber mit einer grandiosen Animation und netten Witzen.

© 2015 Wolfgang Brunner

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