Silent Night – Leise rieselt das Blut (2012)

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Originaltitel: Silent Night
Regie: Steven C. Miller
Drehbuch: Jayson Rothwell
Kamera: Joseph White
Musik: Kevin Riepl
Laufzeit: 94 Minuten
Darsteller: Malcolm McDowell, Jaime King, Donal Logue, Ellen Wong, Lisa Marie, Courtney-Jane White, Cortney Palm, Brendan Fehr
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Kanada
FSK: SPIO JK (uncut)

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Ausgerechnet an Heiligabend, wo sich Hunderte von verkleideten Weihnachtsmännern auf den Straßen der Stadt tummeln, läuft ein Mörder mit einer Santa Claus Maske umher und killt wahllos Menschen. Deputy Sheriff Aubrey Bradimore muss bald einer blutigen Spur folgen, die sie zu Orten führt, an denen grauenhafte Morde geschehen sind. Wer ist der brutale Killer unter dem Weihnachtsmannkostüm?

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Schon am Anfang könnte man meinen, man sitzt im Autokino Anfang der 80er Jahre und sieht einen der unzähligen Horrorfilme, die damals plötzlich groß in Mode waren. Steven C. Miller ist ein kleines Nostalgiestück gelungen, das an Kultfilme wie „Freitag, der 13.“, „Halloween“ oder „Blutiger Valentinstag“ erinnert. „Silent Night“ ist kein Remake des damaligen „Stille Nacht – Horror Nacht“ aus dem Jahr 1984, sondern eher eine vollkommene Neuinterpreation des Stoffes. Da ist nicht viel vom Original übriggeblieben, aber das macht gar nichts, denn Miller bedient die Fans mit „altem Neuen“. Da wird abgeschlachtet wie in den besten Zeiten der 80er Jahre. Der Härtegrad der brutalen Morde ist manches Mal knapp an der Grenze, so dass es auch nicht weiter verwunderlich ist, wenn die FSK keine 18er-Freigabe erteilt.

Handlungstechnisch ist „Silent Night“ Mittelmaß. Da passiert nichts, was man nicht schon gesehen hätte. Aber dennoch ist der Film einen Blick für Genrefreunde wert, denn die Stimmung, die Miller einfängt, hat schon was. Das Ende des Films gerät dann leider ein wenig „stümperhaft“, denn wenn plötzlich eine Person auftaucht, von der man im ganzen Film nichts gehört und gesehen hat, dann kann es schon passieren, dass man den Schluß überhaupt nicht versteht. Das kam mir auch wirklich sehr konstruiert und lieblos vor. Das ist schade, denn man hätte das durchaus anders inszenieren können, um ein unerwartetes Ende zu erreichen.

Ansonsten ist Millers Neuinterpretation eindeutig ein Film,  der einen kurzweiligen Abend und einen nostalgischen Ausflug in die Horrorfilme der 80er Jahre verspricht. Und die durchwegs handgemachten Spezialeffekte machen ebenfalls unglaublichen Spaß.

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Fazit: Netter Ausflug in die 80er Jahre. Handgemachte Effekte und eine tolle Stimmung lassen über Ungereimtheiten in der Handlung hinwegsehen.

© 2015 Wolfgang Brunner

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