Dark Skies – Sie sind unter uns (2013)

darks kies

Originaltitel: Dark Skies
Regie: Scott Stewart
Drehbuch: Scott Stewart
Kamera: David Boyd
Musik: Joseph Bishara
Laufzeit: 97 Minuten
Darsteller: Keri Russell, Josh Hamilton, Dakota Goyo, Kadan Rockett, J. K. Simmons, L. J. Benet, Rich Hutchman, Myndy Crist
Genre: Science Fiction, Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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Zuerst sieht es so aus, als wären die seltsamen Vorfälle, die im Haus der Barretts stattfinden, paranormalen Ursprungs. Womöglich könnten sogar die familiären Schwierigkeiten eine Rolle dabei spielen. Doch was wenig später geschieht, ist eindeutig eine Begegnung der dritten Art mit Außerirdischen. Immer schockierender werden die nächtlichen Aktivitäten, bis die Familie schließlich Rat bei einem Spezialisten sucht.

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„Dark Skies“ kann durch seine fast durchgängige Authenzität überzeugen. Erst gehen Ende hin, spürt man, dass es sich um eine erfundene Story handelt. Bis dahin fühlt man sich an den unheimlichen, angeblich auf Tatsachen beruhenden, Roman „Die Besucher“ von Whitley Strieber erinnert. Ob man nun an die Verschwörungstheorien rund um Alien-Invasionen Glauben schenkt oder nicht, „Dark Skies“ wirkt auf alle Fälle sehr realistisch und unheimlich. Die wenigen Schockeffekte sitzen perfekt und verleihen dem Film eine gruselige Atmosphäre. Aber im Vordergrund steht die Familie, die um ihren Frieden und um ihr Leben kämpft.

Ein bisschen „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock und „Poltergeist“ von Tobe Hooper werden geschickt in die Handlung vermischt, wirken aber nicht kopiert. Scott Stewart, der bereits mit „Legion“ und „Priest“ zwei ganz ansehnliche Filme hervorbrachte, steigert sich mit „Dark Skies“ noch einmal. „Priest“ hat mir persönlich wirklich gut gefallen, aber „Dark Skies“ trifft meinen Geschmack sowohl thematisch als auch inszenatorisch mehr. Leider kann sich Stewart aber nicht richtig zwischen einer Mockumentary und einem Horror-Science Fiction-Film im herkömmlichen Sinne entscheiden. Ein pseudo-dokumentarisches Flair hätte dem ganzen, wie zum Beispiel bei dem fantastischen Grusler „Die vierte Art“ mit Milla Jovovich, eine weitaus bedrückendere Stimmung verliehen. So gleitet „Dark Skies“ gegen Ende hin dann doch noch zu einem Mainstream-Plot ab, der zwar glücklicherweise kein Happy End vorweist, aber dennoch nicht außergewöhnlich aus der Reihe ähnlicher Filme tanzt.

„Dark Skies“ ist für Fans klassischer Alien-Horror-Filme aber ein unbedingtes Muss, denn die weltweit verbreiteten Verschwörungstheorien werden sehr glaubhaft umgesetzt und verleihen einem schon so manches Mal eine Gänsehaut. Schauspielerisch kann man hier auch nicht meckern: Keri Russell und Josh Hamilton spielen die Parts der Eltern unglaublich gut und intensiv, so dass man ihnen so ziemlich alle Handlungen abnimmt. Das gleiche kann man auch von den beiden Jungs behaupten. Vor allem Dakota Goyo, der in Darren Aronofskys „Noah“ übrigens den jungen Noah verkörperte, hat es mir da angetan.

Insgesamt ist „Dark Skies“ ein wirklich unterhaltsamer und  ideenreicher Alien-Horror, den man sich als Fan dieses Genres nicht entgehen lassen sollte. Sicherlich hätte man das ein oder andere aus meiner Sicht besser machen können, aber eigentlich möchte ich gar nicht groß meckern. Schön ist nämlich, dass es solche stimmungsvollen und gruseligenFilme überhaupt gibt.

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Fazit: Teils, vor allem am Anfang, sehr realistisch wirkender Alien-Invasions-Grusler mit gut eingesetzten Gänsehauteffekten. „Die Besucher“, „Die Vögel“ und „Poltergeist“ lassen zwischendurch grüßen.

© 2015 Wolfgang Brunner

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