30 Days Of Night: Dark Days (2010)

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Originaltitel: 30 Days Of Night: Dark Days
Regie: Ben Ketai
Drehbuch: Ben Ketai, Steve Niles
Kamera: Eric Maddison
Musik: Andres Boulton
Laufzeit: 89 Minuten
Darsteller: Kiele Sanchez, Rhys Coiro, Diora Baird, Harold Perrineau Jr., Mia Kirshner, Troy Ruptash, Ben Cotton, Katie Keating, Katharine Isabelle
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 18 Jahre

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 Nach fast einem Jahr macht sich Stella, die das Massaker aus Teil 1 überlebt hat, auf die Suche, um sich an den Vampiren, die ihren Mann auf dem Gewissen haben, zu rächen. Die Spur führt nach Los Angeles, wo die blutrünstigen Blutsauger die Weltherrschaft anstreben.

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Obwohl die Fortsetzung zu Anfang wirklich nahtlos an das Ende des ersten Teils anknüpft, verschwindet bereits nach wenigen Minuten schon die gesamte Atmosphäre des Originals. Das liegt mit Sicherheit am Ortswechsel, der von Alaska nach Los Angeles verlegt wird. Krasser könnte der Gegensatz nicht sein. Aber, na gut, dachte ich.
Doch es ist leider nicht nur der Ortswechsel, der die Stimmung „versaut“, es sind auch die Schauspieler, die irgendwie uninspiriert rüberkommen und nicht besonders überzeugend agieren. Die Handlung lässt aus meiner Sicht ebenfalls stark zu wünschen übrig und orientiert sich zu offensichtlich an alten „Dracula“-Filmen mit Christopher Lee. Alleine schon, als ich den Namen der Vampirkönigin vernahm, Lilith, sträubten sich mir die Haare. Lilith, göttliche Blutsaugerin bei den Sumerern und Babyloniern, die Männer tötet. In unzähligen Spielen und Filmen wird die Königin der Vampire Lilith genannt. Auch wenn  es mit Sicherheit Absicht war, für mich ist der Name Lilith in Bezug auf Vampire einfach nur abgedroschen.

Das alleine ist aber nicht der Grund für meine Enttäuschung. Neben den überwiegend schlechten Schauspielern und der nicht besonders guten Regie wirkte einfach die ganze Handlung an den Haaren herbeigezogen und völlig nichtssagend. Die Vampire sahen in manchen Einstellungen so gestylt aus, als stammten sie aus einer Death-Metal-Band und die Idee, getötete Vampire wieder zum Leben erwecken hatte man schon in „Blut für Dracula“ aus dem Jahr 1965. Also auch nichts Neues. In diesem Stil wirkte das ganze Script auf mich: ohne Inspiration und Innovation.

Schade, denn „30 Days Of Night“ hätte eine bessere Fortsetzung verdient.

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Fazit: Uninspiriertes Sequel, das mit nicht wirklich guten Darstellern und einer öden Story absolut nicht überzeugen kann und auf ganzer Linie enttäuscht.

© 2015 Wolfgang Brunner

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