30 Days Of Night (2007)

thirty_days_of_night

Originaltitel: 30 Days Of Night
Regie: David Slade
Drehbuch: Stuart Beattie, Brian Nelson, Steve Niles
Kamera: Jo Willems
Musik: Brian Reitzell
Laufzeit: 108 Minuten
Darsteller: Josh Hartnett, Melissa George, Danny Huston, Ben Foster, Mark Boone Junior, Mark Rendall, Amber Sainsbury, Manu Bennett, Megan Franich
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Neuseeland
FSK: ab 18 Jahre

*

 Als in der abgeschiedenen Kleinstadt Barrow in Alaska für 30 Tage die Sonne nicht mehr aufgeht und die Bewohner in nahezu völliger Dunkelheit leben müssen, tauchen geheimnisvolle Fremde auf. Schon bald müssen die Bewohner Barrows feststellen, dass es sich dabei um Vampire handelt, die mit brutaler Härte auf Nahrungssuche gehen …

*

Da sind sie endlich: Vampire, die sich von allen anderen bisher gezeigten unterscheiden.
„30 Days Of Night“ war für mich seinerzeit der erfrischendste Beitrag zum Thema Vampir und ist es auch, nach nochmaligem Ansehen, noch immer. Die stylischen, mit äußerster Härte agierenden Blutsauger in David Slades Verfilmung der Comics von Steve Niles sind einfach der Hammer! Unheimlich, brutal und absolut „gutaussehend“. 😉

Schon alleine der Einstieg in den Film verbreitet eine unglaublich gute Stimmung: Dunkelheit, Abgeschiedenheit und eine tödliche Bedrohung. Da ist es nicht verwunderlich, wenn man sich bei der verschneiten Trostlosigkeit des Ortes an John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ erinnert fühlt. Doch der von Sam Raimi produzierte Vampir-Thriller geht einen anderen Weg und zeigt Vampire, wie man sie noch nie gesehen hat. Durch eine außergewöhnliche Optik wird die Schnelligkeit der Angreifer beeindruckend in Szene gesetzt und die Attacken der Vampire könnten rasanter nicht sein.

Erschreckend realistisch wird ein neuer Mythos über Vampire erschaffen, der zum Beispiel durch eine gutturale, Gänsehaut verursachende eigene Sprache der Blutsauger unterstrichen wird. Schauspielerisch kann Josh Hartnett (zwar nicht immer) überzeugen, aber Danny Huston, der Sohn von Regielegende John Huston, trifft mit seiner Darstellung des Vampiranführers Marlow voll ins Schwarze. Unglaublich, mit welcher Mimik er der unheimlichen Kreatur glaubhaft Leben einhaucht und den Zuschauer damit so richtig erschrecken kann.

Der Gore-Anteil in „30 Days Of Night“ ist sehr hoch und streckenweise äußerst brutal, so dass ich mich an einigen Stellen gefragt habe, ob die Damen und Herren der FSK da womöglich eingeschlafen sind und diese Szenen übersehen haben. Erschreckend realistisch wird in Köpfe und Körper gehackt und literweise Blut verspritzt. Vielleicht ist es gerade diese Härte, die den ganzen Film lang eine fast schon klaustrophobisch wirkende Stimmung verbreitet.
Für mich ist „30 Days Of Night“ einer der besten Vampirfilme überhaupt, Klassiker wie „Nosferatu“ oder Francis Ford Coppolas „Dracula“ einmal ausgenommen.

*

Fazit: Gorelastige Comicverfilmung, die eine völlig neue Art von Vampiren zeigt und damit für mich ein absolutes Highlight im Genre der oftmals uninspirierten Vampirfilme ist.

© 2015  Wolfgang Brunner

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s