Metallica – Through The Never (2013)

metallica

Originaltitel: Metallica – Through The Never
Regie: Nimród Antal
Drehbuch: Nimród Antal, James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Robert Trujillo
Kamera: Gyula Pados
Musik: Metallica
Laufzeit: 92 Minuten
Darsteller: Dane DeHaan, Mackenzie Gray, Kyle Thomson, James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Robert Trujillo
Genre: Musikfilm
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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Während eines Metallica-Konzerts wird der Roadie namensTrip, der für die Metal Band „Metallica“ arbeitet, vom Tourmanager in die Stadt geschickt, um eine für die Band enorm wichtige Tasche aus einem liegengebliebenen LKW zu holen. Während Metallica vor Zehntausenden begeisterter Fans ihre bekanntesten Songs spielen, wird Trip immer mehr in eine apokalyptische, teils surrealistische Welt geschleudert. Schon bald kann er Realität und Einbildung nicht mehr unterscheiden und beides scheint sich sogar zu vermischen.

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Metallica-Fans kommen um diesen Film sowieso nicht rum. 😉
Da wird nämlich ein Konzert der Superlative geboten, und wenn man die 3D-Fassung ansieht, erlebt man die vier Musiker hautnah bei ihrem Auftritt. Die Bühnenshow und die Ausstrahlung der Musiker, allen voran Sänger/Gitarrist James Hetfield und Schlagzeuger Lars Ulrich, sind umwerfend. Das Bühnenbild und die Auswahl der Songs könnte besser nicht sein. Die Band kommt absolut sympathisch rüber und reißt selbst Nicht-Fans mit ihrer Musik mit, sofern man dieser Art der Musik wenigstens ein klein wenig abgewinnen kann.

Einziges Manko dieses Konzertfilms ist die teils abstruse Nebenhandlung um den Roadie Trip. Sicherlich sind fantastische und atemberaubende Aufnahmen zu sehen, doch erschließt sich dem Zuschauer leider nicht der wirkliche Sinn. Da hätte man trotz aller Mystery-, Fantasy und postapokalyptischen Elemente mehr als nur eine an den Haaren herbeigezogene, pseudo-intellektuelle Story bauen können. Es ist ja auch nicht so, als wäre die Nebenhandlung nicht interessant – keineswegs. Aber man sucht, ob dies beabsichtigt ist oder nicht, wenigstens einen „kleinen“ Sinn in dem Ganzen und bleibt leicht verwirrt zurück. In der ein oder anderen Einstellungen wecken die gezeigten Bilder sogar kurzzeitig Assoziationen zu Alan Parkers grandioser Pink Floyd-„The Wall“-Verfilmung, aber der Plot schlittert leider sofort wieder in die Unsinnigkeit hinein. Man ist versucht, das Ganze als Drogentrip zu interpretieren, dem sich dann nachvollziehbarer Weise jeglicher Sinn entzieht. Das wäre für mich auch die einzig zufriedenstellende Lösung …

„Metallica – Through The Never“ ist nichtsdestotrotz ein Konzerterlebnis allererster Güte und eine selbstinszenierte Hommage an eine der einflussreichsten Metalbands der Rockgeschichte. Die zwar wirre Nebenhandlung lockert die Konzertabschnitte derart gut auf, dass keine Sekunde Langeweile  aufkommt. Der Musikfilm lohnt sich unbedingt und kann mit Sicherheit ein paar Mal angeschaut werden. Vielleicht kann man bei einem der nächsten Sichtungen sogar das ein oder andere Geheimnis der Nebenhandlung enträtseln. 😉

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Fazit: Bombastisch und atemberaubender Konzertfilm mit einer eher schwachen Fantasy-Nebenhandlung. Visuell und audiell absolut beeindruckend. Für Fans ein Muss, für alle anderen ebenfalls lohnenswert, sofern man dieser Art der Musik zugetan ist.

© 2015 Wolfgang Brunner

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