Automata (2014)

automata

Originaltitel: Autómata
Regie: Gabe Ibáñez
Drehbuch: Gabe Ibáñez, Igor Legaretta Gomez, Javier Sanchez Donate
Kamera: Alejandro Martinez
Musik: Zacarias M. de la Riva
Laufzeit: 110 Minuten
Darsteller: Antonio Banderas, Melanie Griffiths, Birgitte Hjort Sørensen, Dylan McDermott, Robert Forster, Tim McInnerny
Genre: Science Fiction
Produktionsland: Bulgarien, Spanien
FSK: ab 12 Jahren

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Durch Sonnenstürme wird die Erde verwüstet und radioaktiv verseucht. Nur 21 Millionen Menschen überleben die Katastrophe und sind fortan gezwungen, sich auf die Hilfe von intelligenten Robotern zu verlassen. Als die Maschinen immer mehr Eigenleben entwickeln, beginnt der Versicherungsagent der Herstellerfirma Ermittlungen anzustellen. Er entdeckt dabei ein Geheimnis, das sein Weltbild vollkommen auf den Kopf stellt …

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Im ersten Moment fühlt man sich sofort an Philip K. Dicks Replikanten aus „Blade Runner“ oder Isaac Asimovs „Roboter-Zyklus“ erinnert. Auch hier müssen sich die Roboter an Gesetze halten und entwickeln immer mehr ein Eigenleben. Doch diese Übereinstimmung an die beiden genannten literarischen Vorbilder ist lediglich der Grundstein zu einem sehr soliden Science Fiction-Film, der schon bald seine eigene Richtung festlegt.

Antonio Banderas spielt seinen Part unglaublich gut und überzeugend.
„Automata“ verbreitet von Anfang an eine Atmosphäre, die an die „alten“ Science Fiction-Filme der 70er und 80er Jahre erinnert. Das macht so richtig Spaß, zumal die Roboter auch nicht so perfekt wie zum Beispiel in „I, Robot“ oder den Transformer-Filmen dargestellt sind. Gerade diese Unperfektion macht „Automata“ so sympathisch und wiederum auf gewisse Art und Weise perfekt. Die Bewegungen der Maschinen sehen aus wie bei „Nummer 5 lebt“ 😉 und haben dennoch faszinierenderweise eine Menschlichkeit inne, mit der man mitfiebert und mitleidet. Diese Roboter sind die heimlichen Stars des Films, wenngleich die menschlichen Darsteller auf jeden Fall gute Arbeit leisten.

Gabe Ibáñez hat einen Science Fiction-Film erschaffen, an den man noch lange denkt. Gerade die unspektakuläre Inszenierung ist es, die begeistert. In der heutigen Zeit, in der effekteüberladene Filme die Spitze der Kinocharts anführen, wirkt „Automata“ wie ein Segen für die Kinogänger, die sich mehr für Schauspieler, Inszenierung und Filmideen interessieren und nicht auf teuerste, perfekte Specialeffects Wert legen.
Wie oben bereits erwähnt ist das Thema von menschlichen Androiden nicht neu, aber dennoch realitätsnah und, bis auf die genannten Anleihen aus der Literatur und deren Verfilmungen, ideenreich umgesetzt. Das Finale wirkt fast schon wie ein Western und ließ mich irgendwie an Michael Crichtons „Westworld“ denken. 🙂
„Automata“ gesellt sich auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfilmen im Bereich „Science Fiction“.

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Fazit: Liebevoll inszenierter Science Fiction-Film, der sich auf angenehme Weise vom gängigen, Compuereffekte-überladenen Mainstream abhebt und einen fast schon nostalgischen Rückblick in die 70er und 80er-Jahre bildet.

© 2015 Wolfgang Brunner

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