Manchmal kommen sie wieder (1991)

manchmal

Originaltitel: Sometimes They Come Back
Regie: Tom McLoughlin
Drehbuch: Lawrence Konner, Mark Rosenthal, Tom McLoughlin, Tom Cring
nach einer Kurzgeschichte von Stephen King
Kamera: Bryan Englund
Musik: Terry Plumeri
Laufzeit: 94 Minuten
Darsteller: Tim Matheson, Brooke Adams, Chris Demetral, Robert Hy Gorman, Zachary Ball, Robert Rusler, Nicholas Sadler, Bentley Mitchum
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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Vor 27 Jahren wurde Jims Bruder von Halbstarken erstochen. Nun kehrt Jim in seine Heimatstadt zurück, weil er einen Job als Lehrer angeboten bekam. Zu spät erkennt er, dass er besser nicht hätte zurückkehren sollen, denn die Mörder seines Bruders, die damals durch einen Unfall ebenfalls ums Leben kamen, sind gar nicht so tot, wie sie es eigentlich sein sollten …

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Man merkt dem Film an, dass er ursprünglich fürs Fernsehen produziert wurde. Das liegt allerdings nicht an den schauspielerischen Leistungen, die im Großen und Ganzen durchwegs passabel sind und auch nicht an der unglaublich stimmungsvollen Musik von Terry Plumeri. Es sind die Specialeffects, die an manchen Stellen ziemlich billig wirken und die Atmosphäre des Films leider etwas zunichte machen. Die Explosionen wirken geradezu lächerlich, obwohl man so was Anfang der 90er Jahre besser hingekriegt hätte. Schade, denn wären diese Effekte besser gemacht, wäre Stephen Kings „Manchmal kommen sie wieder“ weitaus beeindruckender geworden. So bleibt, zumindest in dieser Hinsicht, ein „billiger“ Nachgeschmack.

Handlungstechnisch wirkt der Film wie eine Mischung aus „Christine“, „Stand by Me“ und „Die Klasse von 1984“. Tom McLoughlin, den ich nur noch als Regisseur des sechsten Teils der Freitag, der 13.-Reihe kenne, schafft stellenweise eine wirklich gute Atmosphäre, die noch den Geist der 80er Jahre Horrorfilme  einfängt. Das liegt mit Sicherheit an der bereits erwähnten Musik, aber auch an der Erzählweise des Films. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Darsteller der Halbstarken waren sehr gut und passend. Sie haben mich, wie gesagt, an „Die Klasse von 1984“ erinnert. Die ruhigen Stellen des Films haben mir am besten gefallen, sobald Action und reißerische Szenen ins Spiel kamen, wurde ich aus der manchmal sogar schon melancholischen Stimmung wieder herausgerissen.

Wie oft bei Stephen King geht es hier auch um Kindheitserinnerungen, die McLoughlin sehr gut umgesetzt hat. Das hatte teilweise schon Kinofilm-Charakter. Dennoch fehlt dem Film das gewisse Etwas. Zurück bleibt ein gemischtes Gefühl aus leichter Begeisterung und leichter Enttäuschung. Die Masken der verbrannten Gesichter der Jugendlichen zum Beispiel hätte man sich getrost sparen können. Sie sind nah an der Grenze zum Lächerlichen.

„Manchmal kommen sie wieder“ ist zwar eindeutig auf der Seite der besseren King-Verfilmungen, aber kommt über das Mittelmaß leider nicht hinaus.

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Fazit: Teils stimmungsvoll, teils lächerlich, reiht sich „Manchmal kommen sie wieder“ in die Reihe von King-Verfilmungen ein, die zwar sehenswert, aber nicht besonders bedeutungsvoll sind.

© 2015 Wolfgang Brunner

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