Gone Girl – Das perfekte Opfer (2014)

gone girl

Originaltitel: Gone Girl
Regie: David Fincher
Drehbuch: Gillian Flynn (nach ihrer eigenen Romanvorlage)
Kamera: Jeff Cronenweth
Musik: Trent Reznor, Atticus Ross
Laufzeit: 149 Minuten
Darsteller: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris, Tyler Perry, Lisa Banes
Genre: Drama, Krimi, Thriller, Literatur
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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Es geschah am fünften Hochzeitstag! Amy und Nick wollten eigentlich dieses Jubiläum feiern. Als Nick heimkommt, ist Amy verschwunden und alles deutet auf ein Verbrechen hin. Eine Medienkampagne startet, um die vermisste Amy zu finden und während der polizeilichen Ermittlungen verstrickt sich Nick immer mehr in ein Netz aus Lügen, bis er schließlich selbst zum Haupttatverdächtigen wird.

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Gillian Flynns Drama hat  mich schon in Buchform absolut begeistert (nachzulesen hier). Als ich hörte, dass David Fincher die Verfilmung übernahm, wusste ich bereits im Vorfeld, dass mich eine kongeniale Umsetzung des Beziehungsdramas erwarten würde. Und selbstverständlich habe ich Recht behalten. 😉
Die Stimmung und die Charaktere der Romanvorlage wurden absolut gelungen in Bildern eingefangen. Besser hätte man es nicht machen können. „Gone Girl“ ist für mich ein Vorzeigebeispiel, bei dem ganz klar ersichtlich ist, dass Buch und Film verschiedene Medien sind. Da ist weder das Buch noch der Film besser oder schlechter, sondern beides ist für sich gesehen ein eigenes Meisterwerk.

Fincher bleibt seinem Stil treu und erzählt geradlinig und dennoch auf gewisse Weise liebevoll verschnörkelt eine Geschichte, die fasziniert. Das liegt zum einen an den wirklich hervorragenden Darstellern, zum anderen aber auch an der ruhigen Erzählweise, die von einer Sekunden auf die andere in einen brutalen, blutigen, düsteren und schockierenden Thriller umschwenkt. „Gone Girl“ enthält Szenen, die schon jetzt für mich Kult sind.

Die zweieinhalb Stunden vergehen wie im Flug, wenn man verfolgt, wie die Beziehung zwischen Amy und Nick im Verlauf der Handlung immer mehr bröckelt und zerfällt. Dass Flynn ihre Romanvorlage selbst als Drehbuch umgesetzt hat, wirkt sich defintiv aus, denn die Verfilmung hält sich sehr eng ans Buch und stellt den Leser eindeutig zufrieden. Wer das Buch nicht kennt, bekommt den „Geist“ des Dramas trotzdem in vollem Umfang mit, was ich persönlich sehr gut finde.

Wie schon das Buch wird Finchers Film zu einer psychologischen Fallstudie über einen verzweifelten Mann und seine Ehe, die nur noch zum Schein nach außen hin aufrecht gehalten wurde, bis es zum Eklat kam. Die überraschenden Wendungen kamen filmisch genauso rüber wie in der Romanvorlage. Eine handwerklich und darstellerisch perfekte Umsetzung eines literarischen Stoffes.

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Fazit: Perfekte Umsetzung der literarischen Vorlage. Meisterhafte Regie und glaubwürdige Darsteller machen „Gone Girl“ zu einem unglaublich beeindruckenden Erlebnis, das die Romanvorlage mit unvergesslichen Bildern umsetzt.

© 2015  Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Gone Girl – Das perfekte Opfer (2014)

  1. Pingback: Gone Girl von Gillian Flynn | Buchwelten

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